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  • Windows-Treibereien

    Auch im Umgang mit Treibern sind in Windows XP einige Fußangeln versteckt. Wir klären Sie über die wichtigsten auf und erläutern die idealen Einstellungen für Geforce und Radeon.

    Bei XP hat sich gegenüber älteren Windows-Versionen viel Positives in Sachen Treiberhandling getan. Zum Beispiel ist die enthaltene Treiberbibliothek einigermaßen praxisgerecht ausgefallen: Standardhardware erkennt XP zielsicher und hat dafür gleich den passenden Treiber parat -- eine »händische« Installation ist oft nicht mehr nötig.

    Auch das Updaten älterer Treiber auf die neueste Version geht selbst für Einsteiger halbwegs unkompliziert vonstatten: Im Geräte-Manager einfach einen Rechtsklick auf die betreffende Hardware ausführen und dann »Treiber aktualisieren« wählen. Danach erscheint eine Dialogbox, wie sie auch dann aufpoppt, wenn XP neue Hardware erkennt, in seiner eigenen Bibliothek aber keinen passenden Treiber dazu parat hat.

    Installationswirrungen

    Damit gehen die potenziellen Probleme aber auch schon los. Windows will nämlich eine Verbindung zu seinen »Windows Update«-Servern herstellen, um dort nach aktualisierten Treibern zu suchen. Beziehungsweise fragt standardmäßig per Dialogbox erst mal höflich nach, ob es das tun soll. Das ist nicht nur auf Dauer nervig, sondern bei spielerelevanter Hardware zudem auch noch komplett sinnlos: XP wird dazu sowieso nichts finden. Zum Glück lässt sich die Funktion auch komplett deaktivieren. Unter »Start/Einstellungen/Systemsteuerung/System/Hardware« einfach »Windows Update niemals nach Treibern durchsuchen« anklicken, und schon haben Sie fortan vor den Verbindungs-Versuchen Ihre Ruhe.

    Anschließend erscheint der jedem Leser wahrscheinlich bestens bekannte Hauptbildschirm bei der Treiberinstallation:

    Im besten Fall findet Windows nach dem Klick auf »Software automatisch installieren« irgendwo in den Tiefen der Festplatte oder des CD-Laufwerks tatsächlich das passende und gewünschte Update. Ansonsten gehen Sie eben auf »Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren« und geben dort den Verbleib der Treiber an.

    Dabei kann es aber passieren, dass Hardware-Hersteller die Treiber auf ihrer CD so blöd platzieren bzw. verstecken, dass die Option »Wechselmedien durchsuchen« ohne Erfolg bleibt und Sie den Ort umständlich per Hand suchen und angeben müssen.

    Falls Sie einen bereits »gebrauchsfertigen« Treiber installieren oder reaktivieren, wählen Sie den Punkt »nicht suchen, sondern den zu installierenden Treiber selbst wählen«. Nun noch das Häkchen »Kompatible Hardware anzeigen« setzen, und Windows zeigt Ihnen die Treiber an, die es bereits im System intus hat. Über »Datenträger« können Sie auf Treiber von CD oder USB-Stick zugreifen.

    Unlogischer Logo-Test

    Angesichts der Umstände ist die meist bequemere Methode deshalb, direkt die mit der Hardware mitgelieferte Treiber-CD bzw. direkt die entsprechende setup.exe zu starten. Es kann allerdings (selten) vorkommen, dass die CD so extravagant programmiert wurde, dass eine erfolgreiche Installation des Treibers nur über die Windows-Methode möglich ist.

    Ist die Treiberinstallation erst mal angelaufen, legt einem Microsoft noch eine (meist) letzte Hürde in den Weg, an der nicht Wenige aus reiner Verunsicherung scheitern: Es erscheint eine Meldung, dass der zu installierende Treiber den Windows-Logo-Test nicht bestanden habe. Es folgt noch viel Blabla, wie schlimm das wäre und dass der Logotest arg wichtig sei -- gefolgt von der fast schon scheinheiligen Frage, ob man die Installation trotzdem fortsetzen möchte.

    Aus Angst davor, irgendetwas kaputt zu machen, brechen tatsächlich Viele die Installation ab. Unnötigerweise, denn die Fehlermeldung besagt nichts weiter, als dass der Treiber nicht in den Microsoft-eigenen Labors auf hundertprozentige XP-Kompatibilität geprüft wurde. Die Prüfung kostet viel Geld, weshalb die meisten Treiberhersteller (besonders bei häufigen Updates) darauf verzichten oder sie nur ein, zwei Mal im Jahr durchführen lassen.

    Der beanstandete Treiber funktioniert natürlich trotzdem ohne Einschränkungen. Sie können die Meldung also getrost ignorieren (sprich die Installation fortfahren) oder noch besser unter »Start/Einstellungen/Systemsteuerung/System/Treibersignierung« dafür Sorge tragen, dass die Unterbrechung künftig gar nicht mehr auftaucht.

    Treiber-Deutsch für Einsteiger

    Die zweifelsohne wichtigsten Treiber bei einem Spiele-PC sind die für die Grafikkarte. Sowohl die von Ati (Radeon) als auch Nvidia (Geforce) kommen mit einem umfangreichen Kontrollprogramm, über das Sie einige wichtige Einstellungen in Bezug auf Leistung und Qualität treffen können. Obwohl sich sowohl Nvidia als auch Ati mit netten Grafiken und Hilfstexten um Transparenz bemühen, sind diese Tools für viele ein einziges Rätsel, weshalb sie die falschen Entscheidungen fällen oder sich erst gar nicht ran wagen.

    Dabei sind die Standardeinstellungen je nach sonstiger Hardware nicht unbedingt ideal zu nennen. Oft verführen zudem mit »optimale Leistung« betitelte Regler zu falschen Einstellungen. Denn Leistung haben moderne Karten meist mehr als genug; es geht im Treiberpanel eher darum, die optimale Bildqualität herauszufinden. Nachfolgend die Einstellungen, die am meisten verwirren können.

    Allgemein

    Bietet ein Spiel selbst Antialiasing und anisotropische Filterung an, aktivieren Sie diese Features dort, und lassen Sie im Treiber-Kontrollpanel die Einstellung jeweils auf »Anwendungsgesteuert« (Nvidia) bzw. »Anwendung soll entscheiden«. Das spieleeigene AA/AF ist in der Regel effektiver und damit ein wenig schneller als das allgemeine der Kartentreiber.

    Ati Radeon/Catalyst-Treiber

    Temporales Antialiasing: Eine Variante normaler Antialiasing-Methoden, bei der mit dem üblichen Nachleuchten von Monitoren gearbeitet wird.Temporales Antialiasing soll angeblich eine bessere Bildqualität erzielen, ist mit seinem minimalen Blur-Effekt aber bestenfalls Geschmackssache -- und auf TFT-Monitoren nicht zu empfehlen.

    Catalyst A.I.: Beeinflusst spielebezogen die Qualität der Texturen. Bei »Standard« heißt das schlicht, dass auf Kosten der Bildqualität auf maximale Performance hingearbeitet wird. Nur zu empfehlen, wenn jedes Frame zusätzlich wichtiger als eine optimale Bildqualität ist.

    Haben Sie A.I. deaktiviert, erwartet Sie die potenziell beste Bildqualität. Bei der Einstellung »erweitert« versucht der Treiber, bei minimalen Bildqualitätsverlusten maximalen Performancezuwachs zu erzielen. Das gelingt je nach Spiel mal besser, mal schlechter.

    Adaptives Antialiasing: Entspricht dem Transparenz-Antialiasing. Eine sichtbare Verbesserung der Bildqualität erzielen Sie nur in der »Qualität«-Einstellung, allerdings geht die Framerate ordentlich nach unten -- nur für wirklich schnelle Karten.

    Nvidia Geforce/ForceWare-Treiber

    Systemleistung: Nur »Hohe Qualität« ist bei Nvidia-Karten die für eine einwandfreie Bildqualität akzeptable Einstellung. Auch wenn der Hilfstext im Kontrollpanel anderes verspricht, gab es immer wieder Treiberversionen, bei denen die Texturqualität in allen anderen Stufen deutlich sichtbar abfiel.

    Mipmaps erzwingen: Stellen Sie diese Option auf »Trilinear« für die maximale Bildqualität, andere Einstellungen sind nur bei leistungsschwachen Karten akzeptabel.

    Alle Einstellmöglichkeiten, in denen der Begriff »Optimierung« vorkommt: Der Begriff Optimierung bezieht sich lediglich auf die Framerate. Das heißt, Texturen werden so dargestellt, dass sie unter Hinnahme einer gewissen Verschlechterung der Bildqualität möglichst wenig Performance fressen. Für eine optimale Bildqualität sollten Sie die entsprechenden Einstellungen deshalb auf »Aus« lassen. Nur bei leistungsschwachen Karten lohnt sich die eine oder andere Optimierung.

    Negativer LOD-Bias: Versucht einen ähnlichen Effekt wie anisotropische Filterung zu erzielen. Letzteres ist aber von der Qualität her besser, deshalb auf »Clamp« stellen.

    Michael Galuschka

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http://www.gamesaktuell.de/Windows-XP-Software-125140/Specials/Windows-Treibereien-717478/
01.02.2006
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