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  • Mit Sicherheit ins Internet

    Sie wollen ins Netz gehen? Mit der Anschaffung eines DSL-Zugangs samt zugehöriger Hardware ist es nicht getan: Ohne gründliche Vorbereitung kann das Online-Abenteuer in einem Fiasko enden.

    Wenn Ihr Rechner in die große weite Welt namens Internet gehen will, dann ist das für ihn eine lebensgefährliche Tour. Zumindest, wenn der User keinerlei Schutz gegen Angriffe von Außen hat, seien es nun Hacker, Viren oder sonstiges Netzgesindel.

    Würden Sie Ihren Online-Zugang ausschließlich zum Zocken von entsprechenden Spielen nutzen, wäre die Gefährdung vergleichsweise gering. Doch wer macht das schon? Surfen, E-Mails schreiben, Daten tauschen oder herunterladen -- die Möglichkeiten sind fast unendlich. Das sind sie auch beim Einfangen eines Computerschädlings, oder »Malware« (Verschmelzung von »malicious Software«, übersetzt »böswillige Software«), wie man neudeutsch dazu sagt.

    Böse Ware

    Grundsätzlich unterscheidet man zwischen fünf Arten von Malware:

    Virus: Viren sind die bekannteste und älteste Form von Malware. Sie verbreiten sich, indem sie Kopien von sich selbst in Programme, Dateien oder Dokumente schreiben.

    Trojaner: Ein Trojaner (oder trojanisches Pferd) ist ein bösartiges Anhängsel an ein seriöses Programm. Er verbreitet sich durch die Installation des Wirtsprogramms.

    Wurm: Der Wurm ist ein naher Verwandter des Virus, verbreitet sich aber aktiv direkt über das Internet (bzw. allgemein Netzwerke).

    Spyware: Spyware nistet sich im Rechner ein und versucht, Informationen über den Nutzer zu sammeln und nach außen zu schmuggeln.

    Backdoor-Programm: Programm in Form eines Virus, Wurms oder Trojaners, das Unbefugten Zutritt zu einem Computer verschafft.

    Angesichts der langen Reihe potenzieller Schädlinge gibt es also einiges zu tun, bevor Sie sich beruhigt ins Internet wagen können. Auf den folgenden zwei Seiten stellen wir Ihnen das Pflichtprogramm dafür vor.

    XP-Updates ausführen

    Mit Windows XP hat es Microsoft wieder nicht geschafft, ein sicheres Betriebssystem abzuliefern. Immer wieder nutzen Hacker, deren Bandbreite von »pfiffig« bis »kriminell« reicht, kleine Lücken in Windows aus, um bisweilen gewaltigen Schaden anzurichten. Microsoft bringt deshalb regelmäßig Updates heraus, die diese Löcher wieder stopfen oder präventiv weitere verhindern sollen.

    Für einen halbwegs sicheren Rechner sind diese Updates essenziell; es gab in der Vergangenheit genügend Beispiele, wo Viren nur deshalb verheerenden Schaden anrichten konnten, weil auf zig Rechnern ein bereits existierendes Update nicht heruntergeladen und eingebunden wurde. Wenn Sicherheit höchste Priorität hat, sollte eines der ersten Updates übrigens das Service Pack 2 für XP sein -- ansonsten hat man sich schneller einen Sober-Wurm eingefangen, als man »Wurm« überhaupt aussprechen kann.

    Andererseits haben viele Anwender nicht ganz zu Unrecht einen Horror davor, dass Microsoft eigenständig und ohne Kontrolle etwas am Rechner ausführt und dazu selbständig ins Internet geht. Über »Start/Einstellungen/System/Sicherheitscenter« können Sie die automatischen Updates konfigurieren oder ganz deaktivieren. Bei letzterem empfiehlt sich aber dringend ein regelmäßiges manuelles Update. Entweder über den Link http://update.microsoft.com/windowsupdate/v6/default.aspx?ln=de oder über »Start/Einstellungen/Systemsteuerung/Software/Neue Programme hinzufügen«. Auf der Seite www.winfuture.de finden Sie unter »Downloads/Update Packs« auch komplette Update-Packs, sowohl fürs Service Pack 1 als auch Service Pack 2.

    Firewall installieren

    Eine Firewall ist ein komplexes System aus Hardware und Software, das in seinem Ursprungssinn vor allem dazu diente, den Datenverkehr zwischen einzelnen Rechner-Netzwerken zu kontrollieren und gegebenenfalls unliebsame Aktivitäten herauszufiltern.

    Inzwischen ist die Firewall als »Personal Firewall« längst auch auf Heim-PCs heimisch geworden. Damit ist dann Software gemeint, die einen an andere Netzwerke oder das Internet angeschlossenen Computer vor unerwünschten Aktivitäten »von außen« schützen soll. Wenn also jemand versucht, einen Schädling (z.B. einen Trojaner) einzuschleusen oder der Rechner auf einmal ungefragt sensible Daten rausschicken will, dann schlägt die Firewall Alarm.

    Freundlicherweise hat Microsoft mit dem Service Pack 2 eine Firewall kostenlos nachgeliefert, auch bei den meisten Mainboards mit Nvidia-Chipsatz gibt es eine Hardware-Firewall umsonst oben drauf. Für die Grundbedürfnisse reichen beide aus. Allerdings bietet kommerzielle Firewall-Software nicht nur eine bessere Filterleistung, sondern lässt sich auch detaillierter und bequemer konfigurieren.

    Wenn also aus bestimmten Gründen -- Art und Umfang der Online-Nutzung, besonders schützenswerter Inhalt auf den Festplatten -- eine wirklich gute Firewall dringend vonnöten ist, sollten Sie sich besser gleich bei den kommerziellen Alternativen umsehen. Als allgemein sehr gut gelten zum Beispiel Zonealarm (Zonelabs, kostenlos; die erweiterte Pro-Version kostet 50 Euro) oder Outpost Firewall Pro (Agnitum, ca. 40 Euro). Die in vielen DSL-Routern eingebaute Hardware-Firewall hilft auch: Sie kann zumindest bei normaler Online-Nutzung den Kauf teurer kommerzieller Firewalls überflüssig machen.

    Virenscanner installieren

    Keine Frage -- Viren sind die größte Plage des modernen PC- und Internet-Zeitalters. Sie können den Rechner komplett lahm legen, weshalb ein ordentlicher Virenscanner zusammen mit einer Firewall das A und O eines Internetfähigen Rechners darstellt. Haben Sie sich einen Virus, Wurm oder Trojaner eingefangen, äußert sich das meist in einem sehr seltsamen Verhalten des Rechners. Sie sollten dann auf jeden Fall den PC mit einem Virenscanner überprüfen. Der sucht und spürt den Schädling nicht nur auf, sondern vernichtet ihn anschließend auch, indem er ihn zuerst »isoliert« und dann rückstandslos von der Platte putzt.

    Meist ist es aber schon zu spät, wenn es sich der Virus erst mal auf dem PC gemütlich gemacht hat. Deshalb holen Sie sich besser gleich einen Virenscanner mit Wächterfunktion. Der kontrolliert im Hintergrund ständig alle Veränderungen an Dateien. Nimmt er verdächtige Vorgänge wahr, schlägt er Alarm, kontrolliert die Datei und kümmert sich um den Schädling, noch bevor der etwas anrichten kann.

    Gute Virenscanner gibt es recht viele auf dem Markt. Die meisten können Sie erst mal kostenlos ausprobieren. Von manchen Produkten gibt es eine etwas abgespeckte Version auch komplett umsonst, zum Beispiel AntiVir PersonalEdition Classic (auf unserer DVD).

    Spyware-Schutz installieren

    Zu den weiteren Plagen, die Sie sich im Internet einfangen können, gehört die so genannte Spyware. Die ist insgesamt eher lästig als wirklich schädlich, sollte aber dennoch konsequent vom Rechner gebannt werden. Spyware spioniert zum Beispiel Ihr Surfverhalten aus, sammelt User-Informationen (»Data mining«) oder platziert extra-aggressive Spam-Programme.

    Das mit Abstand bekannteste Tool für diese Zwecke ist Ad-Aware, das es in der Version SE Personal umsonst gibt. In eine ähnliche Richtung geht HijackThis. Es ist vor allem für seine extrem ausführlichen Logs bekannt, durch die sich oft überhaupt erst feststellen lässt, welche Art von Schädling sich wo auf Ihrem Computer festgesetzt hat. Etwas anders arbeitet xp-Antispy. Es unterbindet zuverlässig, dass sich Windows XP ungewollt und vor allem unbemerkt mit Microsoft-Servern verbindet, etwa um dort Update-Anfragen oder Fehlerprotokolle loszuwerden. Dadurch verhindert xp-Antispy den »gläsernen User« und ist dementsprechend sehr beliebt.

    IE sicherer machen

    Haupteingangstor für viele PC-Schädlinge ist nach wie vor der Internet Explorer. Er ist mit seinen immer wieder auftretenden Löchern hauptverantwortlich dafür, dass Microsoft in Sachen Sicherheit nicht unbedingt den besten Ruf genießt. Wenn das Ausweichen auf Alternativen wie Firefox oder Opera nicht möglich ist, sollten Sie Ihren IE unbedingt auf größtmögliche Sicherheit trimmen. Die dazugehörigen Einstellungen finden Sie im IE unter »Extras/Internetoptionen/Sicherheit«. Unter »Internet« können Sie die allgemeine Sicherheitsstufe beim Besuch von Webseiten angeben -- wir empfehlen mindestens »Mittel« -- oder über die »Stufe anpassen«-Schaltfläche Optionen individuell ändern. So lassen sich einzelne Einstellungen lockern oder auch verschärfen.

    Wissen Sie von einer Webseite, dass sie ungefährlich ist, können Sie deren URL direkt unter »Vertrauenswürdige Sites« eingeben. Dann werden sehr niedrige Sicherheitseinstellungen verwendet, die Sie beim Surfen und Arbeiten auf dieser Seite nicht weiter einschränken. Umgekehrt können Sie unter »Eingeschränkte Sites« Webseiten aufnehmen, um die Sie nicht herumkommen, obwohl sie Ihnen nicht ganz geheuer sind. Der IE wechselt dann beim Ansteuern dieser Seiten automatisch zu den höchsten Sicherheitseinstellungen.

    Auch Pop-Ups sind nicht einfach nur lästig, sondern können ein Sicherheitsrisiko darstellen. Am besten aktivieren Sie deshalb den Popupblocker des IE. Unter »Extras/Popupblocker/Popupblockereinstellungen« können Sie gezielt sichere Seiten angeben, bei denen Sie Popups zulassen möchten.

    Sonstige Sicherheits-Tipps

    Sollten Sie noch schmalbandig, also per Analog- oder ISDN-Modem im Internet unterwegs sein, sollten Sie sich einen Dialer-Schutz besorgen. Der verhindert astronomische Verbindungskosten durch die Abzocke mit 0900-Nummern. Und wer seinen Rechner nicht alleine nutzt und vor Anderen sein Surfverhalten geheim halten will oder muss, sollte sich ein Tool besorgen, das die per Cookies, temporären Internetdateien und Verläufen hinterlassenen Spuren zuverlässig ausradiert.

    Mit das beste Mittel zur Vermeidung ist sowieso ein vernünftiges Surfverhalten: Vermeiden Sie beim Surfen unseriöse oder verdächtig wirkende Webseiten.

    Michael Galuschka

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http://www.gamesaktuell.de/Windows-XP-Software-125140/Specials/Mit-Sicherheit-ins-Internet-717477/
01.02.2006
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