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  • Schwer auf Draht: Netzwerk entwirrt

    Gemeinsam im Internet surfen oder sich bei spannenden Multiplayer-Spielen gegenseitig eins auf die Mütze geben -- wir zeigen, wie Sie Ihr Spiele-Netzwerk richtig aufbauen und was Sie bei der Planung beachten müssen.

    EINRICHTUNG EINES VERKABELTEN NETZWERKS

    So konfigurieren Sie ein Kabel-LAN

    Damit die Einrichtung eines Kabel-Netzwerks für Sie zum Kinderspiel wird, zeigen wir Ihnen anhand einer detaillierten Anleitung, was Sie beim Zusammenbau beachten müssen.

    ? Schritt 1: Netzwerkkarte vorhanden?

    Überprüfen Sie als erstes, ob die einzelnen Computer bereits mit einer Netzwerkkarte oder mit Onboard-LAN ausgerüstet sind. Schauen Sie dazu einfach mal auf die Rückseite des Gehäuses. Finden Sie dort denselben Anschluss wie auf der Abbildung? Wenn nicht, lesen Sie bei Schritt 2 weiter.

    Immer noch hier? Prima, dann sind Sie ja schon bestens gerüstet. Falls Sie über Onboard-LAN verfügen, der oder die Netzwerkchip(s) also direkt auf dem Mainboard sitzen, sehen Sie sicherheitshalber im Bios nach, ob es aktiviert ist. In den allermeisten Fällen finden Sie die Netzwerkadapter unter dem Punkt »Integrated Peripherals«. Wie Sie sich im Bios zurechtfinden, lesen Sie am besten im Bios-Special in der vergangenen Ausgabe nach.

    Booten Sie anschließend Windows. In der Systemsteuerung können Sie nachsehen, ob die Karte korrekt vom Betriebssystem erkannt wurde. Im Unterpunkt System / Hardware / Geräte-Manager finden Sie das Gerät in der Kategorie »Netzwerkadapter«. Der Gerätename muss nicht unbedingt mit dem Hersteller der Netzwerkkarte übereinstimmen. Finden Sie stattdessen ein »Unbekanntes Gerät« oder eine Warnmeldung, ist der Treiber vermutlich nicht richtig installiert. Den finden Sie in der Regel auf Mainboard-CD oder Treiber-Diskette des Herstellers. Konsultieren Sie das entsprechende Handbuch, um den Treiber richtig zu installieren. Ist die Karte eingerichtet, geht es bei Schritt 3 weiter.

    ? Schritt 2:Die Wahl der richtigen Netzwerkkarte

    Netzwerkkarten gibt es wie Sand am Meer. Oft werden Sie in günstigen Kombi-Packs verkauft. Schon ab 10 Euro erhalten Sie eine 100 MBit-taugliche Netzwerkkarte -- für Exemplare mit Glasfaseranschluss und 1.000-MBit-Übertragung kann auch schon mal ein halber Tausender fällig sein. Wir backen aber kleine Brötchen: 100 MBit sind nach dem aktuellen Stand der Technik für ein Spiele-Netzwerk völlig ausreichend. Üblicherweise handelt es sich bei den Netzwerkadaptern um PCI-Steckkarten, es gibt sie aber auch in einer USB-Variante und für Notebooks als PCMCIA-Karte. Beachten Sie nur, dass jeder mit dem Netzwerk verbundene Computer über eine eigene Netzwerkkarte verfügen muss. Die Installation einer PCI-Netzwerkkarte ist nicht schwer: einfach in einen freien PCI-Slot stecken. Viele Netzwerkchips werden sogar von Windows erkannt -- in dem Fall können Sie sich die manuelle Installation der Hersteller-Treiber sparen.

    ? Schritt 3: Hub, Switch oder Router?

    Grundsätzlich kommt es bei dieser Frage erstens auf die Größe Ihres Netzwerks an und zweitens, ob Sie Ihren DSL-Anschluss im Netzwerk nutzen wollen. Haben Sie nur zwei PCs, entfällt das Gerät sogar ganz -- im dem Fall genügt ein spezielles Crosskabel, damit Ihre Computer untereinander kommunizieren können. Ab drei Rechnern ist der Kauf eines Verteilers aber zwingend erforderlich. Den Unterschied zwischen Hub, Switch und Router erklären wir in einem Extrakasten.

    ? Schritt 4: Windows konfigurieren

    Die folgenden Einstellungen müssen Sie für jeden im Netzwerk angeschlossenen Rechner wiederholen. Klicken Sie auf Start / Einstellungen / Systemsteuerung / System / Computername. Wählen Sie »Ändern«, und geben Sie unter »Computername« einen beliebigen Namen ein, den der Computer im Netzwerk tragen soll. Anschließend aktivieren Sie im unteren Feld die Option »Arbeitsgruppe« und tragen dort ebenfalls einen beliebigen Namen ein. Achtung: Dieser muss auf allen Computern im Netzwerk gleich sein! Bestätigen Sie mit einem Druck auf »OK«.

    Im nächsten Schritt lassen Sie sich unter Start/ Einstellungen/Netzwerkverbindungen dir derzeitigen Netzwerkverbindungen anzeigen. Doppelklicken Sie hier auf die »LAN-Verbindung«. Unter der Option »Eigenschaften« finden Sie den Namen Ihres Netzwerkadapters sowie sämtliche installierte Netzwerkprotokolle. Näheres zu den Protokollen finden Sie im Kasten »Protokolle«. Wichtig ist der Punkt »TCP/IP«. Markieren Sie ihn, und klicken Sie auf »Eigenschaften«. Jetzt können Sie manuell die IP-Adresse des Rechners bestimmen, mit der er im Netzwerk adressiert wird. Wählen Sie eine Adresse nach dem Muster 192.168.0.x, wobei x eine Zahl zwischen 1 und 255 sein kann. Nach diesem Schema nummerieren Sie Ihre Rechner durch. Beim Punkt »Subnetmaske« tragen Sie auf jedem Computer die Zahlenkolonne 255.255.255.0 ein.

    Natürlich können Sie die IP-Vergabe von Windows automatisch verwalten lassen; im Praxistest funktioniert das normalerweise recht gut, kann jedoch den Startvorgang ein wenig verzögern. Der Übersicht halber sollten Sie die IP-Adressen manuell verwalten -- so können Sie bei Problemen in Spielen die einzelnen Rechner gezielt ansteuern.

    Einzige Ausnahme: Falls Sie Ihr System über einen Router anschließen, der über einen DHCP-Server (siehe Glossar) verfügt, sollten Sie die IP-Adresse automatisch bestimmen lassen.

    ? Schritt 5: Rechner verbinden

    Sind die Einstellungsarbeiten auf jedem Rechner abgeschlossen, können Sie die Geräte miteinander verbinden. Bei zwei PCs nehmen Sie ein Crosskabel, und stecken die Enden jeweils in den Netzwerkeingang an den Computern. Bei mehreren Rechnern müssen Sie den Umweg über einen Verteiler wie einem Hub oder einem Switch nehmen.

    EINRICHTUNG EINES W-LANS

    So konfigurieren Sie ein W-LAN

    Drahtlos ins Internet, auf dem Balkon eine Runde Battlefield spielen, keine nervigen Kabel mehr: Dem W-LAN gehört die Zukunft. Allerdings werden Einsteiger in die Technik mit verschiedenen Standards und unterschiedlicher Hardware geradezu erschlagen. Wir bringen Licht ins Dunkel.

    ? Schritt 1: Installieren Sie Service Pack 2

    Gerade im Punkt »Drahtlose Übertragung« hat Microsoft mit dem Service Pack 2 einige wichtige Änderungen in den Einstellungsdialogen und im Bereich Sicherheit vorgenommen. Wenn Sie es nicht schon längst installiert haben, sollten Sie das unbedingt nachholen. Das Service Pack 2 finden Sie im Internet unter http://www.microsoft.com/germany/ technet/sicherheit/servicepacks.mspx oder können es bei Microsoft kostenfrei auf CD bestellen. Im Folgenden beziehen wir uns auf ein System mit installiertem Service Pack 2.

    ? Schritt 2: Der richtige Access Point

    Ein Access Point ist die Zentrale eines Funk-Netzwerks. Die einzelnen Wireless-Geräte melden sich daran an. Außerdem steuert der Access Point die Zugriffsrechte der drahtlosen Geräte auf das Netzwerk. Oft ist ein Internet-Router gleichzeitig ein Access Point. Egal für welches Gerät Sie sich letztendlich entscheiden: Wichtig für ein Spiele-Netzwerk ist die Anzahl der Rechner, die darauf zugreifen können, und dass sie über den Access Point miteinander kommunizieren können. Wie beim Kabel-LAN gibt es die Möglichkeit, nur zwei Rechner ohne Verteiler miteinander zu verbinden. Diese Verbindung nennt man Ad-Hoc-Verbindung.

    ? Schritt 3: W-LAN-Adapter

    Unabhängig vom Access Point braucht jeder Rechner wie beim Kabel-LAN eine W-LAN-Netzwerkkarte, erhältlich als PCI-Steckkarte, mit USB-Anschluss oder für Notebooks in einer PCMCIA-Variante. Die Karten erkennen Sie an den charakteristischen Antennen. Die Installation entspricht der eines Kabel-Netzwerkadapters. Es gibt mehrere Übertragungsstandards im Bereich W-LAN, Sie sollten beim Kauf auf den aktuellen IEEE 811g setzen, da er zukunftssicher und abwärtskompatibel ist.

    ? Schritt 4: Konfiguration

    Die Rechner sind ausgerüstet, jetzt geht es an die Konfiguration. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder nutzen Sie die beiliegende Software des Herstellers, oder das Windows-Tool »Drahtlose Netzwerkverbindung«.

    Unter Einstellungen / Netwerkverbindungen finden Sie den Punkt »Drahtlose Netzwerkverbindung«. Klicken Sie mit rechts darauf, und wählen Sie »Eigenschaften«. Wie bei den Kabel-Netzwerken sehen Sie eine Liste sämtlicher installierter Netzwerkprotokolle. Wichtig: Falls Sie einen Access Point benutzen, der gleichzeitig ein DHCP-Server ist (siehe Glossar), dürfen Sie die IP-Adresse nicht manuell bestimmen. Falls nicht, wiederholen Sie einfach den vierten Schritt aus unserer Anleitung zum Aufbauen eines Kabelnetzwerks und bestimmen so für jeden Rechner eine IP-Adresse.

    Klicken Sie anschließend auf die Registerkarte »Drahtlosnetzwerke«. Sofern sich bereits ein eingeschalteter Access Point in Ihrer Nähe befindet, wird er in der Zeile »Verfügbare Netze« angezeigt.

    Funk-Netzwerke haben eine Identifikationsbezeichnung, kurz SSID genannt. Diese muss auf allen Rechnern im Netzwerk gleich sein. Klicken Sie auf »Hinzufügen«, und wählen Sie eine Bezeichnung aus. Im Fenster »Drahtlosnetzwerkschlüssel« können Sie Ihr Netzwerk mit einem Passwort absichern -- auch das Passwort muss auf sämtlichen Rechnern übereinstimmen. Sollten Sie keinen Access Point benutzen und nur eine Verbindung mit zwei Rechnern einrichten wollen, müssen Sie das Kästchen vor »Dies ist ein Computer-zu Computer-Netzwerk (Ad-hoc)« aktivieren. Bestätigen Sie sämtliche Einstellungen mit einem Klick auf »OK«.

    Egal, ob LAN oder W-LAN: Spieletauglichkeit prüfen

    Ob Kabel oder Funk, jetzt wird es ernst: Starten Sie ein Spiel Ihrer Wahl mit Multiplayer-Modus. Ein Spieler im Netzwerk ist der so genannte Host: Er eröffnet das Netzwerkspiel, setzt den Level und die Anzahl der möglichen Spieler fest und bestimmt, welche Bedingungen für einen Sieg erfüllt werden müssen. Er muss aufpassen, dass er ein LAN- und kein Internetspiel startet. Die anderen Rechner sind die Clients: Sobald das Netzwerkspiel gehostet wurde, müssen sie sich nur noch einklinken.

    Keine Panik!

    Falls die Verbindung nicht auf Anhieb klappt, begeben Sie sich auf Fehlersuche: Probieren Sie mal, ob die Computer sich unter Windows finden. Dazu klicken Sie im Windows-Explorer auf die »Netzwerkumgebung«. Dort sollten Ihre Arbeitsgruppe oder sämtliche verbundene Rechner auftauchen. Ist das nicht der Fall, überprüfen Sie, ob sämtliche Kabel richtig sitzen und ob alle Geräte eingeschaltet sind. Gehen Sie unsere Anleitung noch mal Schritt für Schritt durch: Vielleicht hat sich bei der Vergabe der IP-Adresse ein Fehler eingeschlichen. Bei kabellosen Netzwerken können auch eventuelle Störquellen wie Mikrowellenherde und DSL-Modems dazwischenfunken.

    Simon Fistrich

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Gemeinsam im Internet surfen oder sich bei spannenden Multiplayer-Spielen gegenseitig eins auf die Mütze geben -- wir zeigen, wie Sie Ihr Spiele-Netzwerk richtig aufbauen und was Sie bei der Planung beachten müssen.
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01.06.2005
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