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  • RAM-Ratgeber

    SD-RAM, ECC-RAM, DDR2-RAM -- nicht nur PC-Einsteiger haben Schwierigkeiten, sich den Weg durch den unübersichtlichen Speicherdschungel zu bahnen. Mit unserem RAM-Ratgeber bewahren wir Sie vor Fehlkäufen und klären, welches RAM zu welcher Plattform passt. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie Sie die Riegel korrekt einbauen.

    Egal ob 2,5 oder 4,0 GHz: Ohne ausreichend Arbeitsspeicher wird auch der schnellste Prozessor zur lahmen Krücke. Windows XP und moderne Spiele wie Battlefield 2 sind eben echte Speicherfresser. Wer hier an der falschen Stelle spart, erlebt beim Arbeiten und Spielen sein blaues Wunder. Ist ungenügend Arbeitsspeicher vorhanden, muss der Rechner häufiger die im Vergleich wesentlich langsamere Festplatte bemühen, um die für Berechnungen notwendigen Daten zwischenzulagern -- unter anderem erhöhen sich dadurch die Ladezeiten dramatisch, der Spielfluss stockt immer wieder, und das ganze Spielerlebnis verkommt zum frustrierenden Daumenkino.

    Daher gehören die RAM-Riegel auch zu den wichtigsten Komponenten, wenn es ums Aufrüsten geht. Doch welches RAM nehmen? Auf den ersten Blick gibt wegen der unterschiedlichen Chipsätze und Prozessoren eine undurchschaubare Vielfalt an unterschiedlichen Arten, Taktungen und Kombinationsmöglichkeiten. Im Folgenden erläutern wir die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden gebräuchlichsten Modulen und zeigen, für welche Mainboard-Typen sie sich eignen.

    AMD gegen Intel, DDR gegen DDR2

    Die beiden wichtigsten Prozessorhersteller im PC-Bereich setzen mittlerweile auf unterschiedliche Speicher-Technologien. AMD benutzt seit mehreren Jahren DDR-RAM. Es ist nicht abzusehen, dass sich daran in Zukunft etwas ändern sollte -- auch die neuesten Athlon64-Prozessoren geben sich mit dem älteren Speicher zufrieden. Intel hingegen hat mit dem Sockel 775 den moderneren DDR2-Speicher eingeführt. Der ist -- wie oft irrtümlich angenommen -- nicht etwa grundsätzlich schneller als der Vorgänger, in der Praxis aber höher getaktet. Außerdem zeichnet er sich aber durch einen gesunkenen Energieverbrauch aus. Trotz einiger Alternativen (siehe Kasten) sind DDR- und DDR2-Speicher nach wie vor die Standard-Speichertypen.

    Wichtig: Durch die unterschiedliche Bauweise der Module sind DDR und DDR2 nicht kompatibel zueinander. Es gibt zwar einige Mainboards (etwa von Gigabyte), die Slots für beide Arten auf der Platine haben, ein gleichzeitiger Betrieb von DDR- und DDR2-Riegeln auf einer Platine ist aber technisch nicht vorgesehen und daher unmöglich.

    DDR-RAM

    DDR (manchmal auch als DDR SD-RAM bezeichnet) steht nicht für Deutsche Demokratische Republik, sondern für Double Data Rate (dt. »doppelte Datendurchsatzrate«) und ist der bekannteste Speicherbaustein. Wie eingangs erwähnt, taucht diese Speicherart am häufigsten in Verbindung mit Mainboards mit AMD-Prozessor auf: Sockel A, Sockel 754, Sockel 939 und Sockel 940. Sie kommt auch bei älteren Intel-Prozessoren wie dem Pentium 3 und dem Celeron zum Einsatz (Sockel 370, Sockel 478).Der wichtigste Unterschied zwischen den einzelnen Modulen liegt neben der Größe in der Taktrate. Unsinnigerweise haben sich zwei Bezeichnungen für jeweils eine Taktrate eingebürgert. Grundsätzlich gilt:

    PC2100 entspricht DDR266 MHz

    PC2700 entspricht DDR333 MHz

    PC3200 entspricht DDR400 MHz

    PC3500 entspricht DDR433 MHz

    PC3700 entspricht DDR466 MHz

    PC4000 entspricht DDR500 MHz

    PC4400 entspricht DDR550 MHz

    PC4800 entspricht DDR600 MHz

    PC5000 entspricht DDR625 MHz

    Trotz dieser Vielfalt hat sich in der Praxis DDR400-Speicher etabliert. In erster Linie setzen nur übertaktungsfreudige PC-Besitzer die teureren und leistungsfähigeren Module ein.

    DDR2-RAM

    DDR2-RAM ist eine Weiterentwicklung des DDR-Standards. Er kommt ausschließlich auf Mainboards mit Chipsätzen für Intel-Prozessoren zum Einsatz. Darunter fallen die Plattformen Sockel 479M, Sockel 607 und Sockel 775. Auch bei DDR2 gibt es unterschiedliche Taktraten, die ebenfalls zwei Bezeichnungen haben:

    PC2-4200 (früher: PC2-4300) entspricht DDR2-533 MHz

    PC2-5300 (früher: PC2-5400) entspricht DDR2-677 MHz

    PC2-6000 entspricht DDR2-750 MHz

    PC2-6400 entspricht DDR2-800 MHz

    Wie bei DDR gibt es mit DDR2-533 auch hier einen Quasi-Standard, der auf den meisten Mainboards zum Einsatz kommt.

    Die Megahertz-Angabe ist sowohl bei DDR als auch bei DDR2 übrigens ungleich der tatsächlichen Taktrate. Sie kennzeichnet nur die durch die doppelte Datendurchsatzrate theoretisch mögliche Taktzahl. In Wahrheit werden die Chips jeweils mit einer um die Hälfte reduzierten Taktrate angesprochen. Beispiel: DDR400-Bausteine werden normalerweise mit 200 MHz getaktet.

    Welcher Takt ist der richtige?

    Im Grunde kann auf jedem Mainboard mit DDR- oder DDR2-Support auch jeder beliebige DDR- oder DDR2-Riegel eingesetzt werden -- unabhängig von der Taktung. Sämtliche Chips sind abwärtskompatibel. Es kommt ganz auf das Mainboard an, ob Sie die volle Taktung ausfahren können. Falls die Hauptplatine die gewünschte Taktrate unterstützt, wird die Einstellung über das Bios des Rechners vorgenommen. Manche Versionen erlauben es dem User nicht, manuell die Taktung zu verstellen. Sie sollten also vor dem Kauf eines extravaganten PC5000-Riegels die Anleitung Ihres Mainboards konsultieren, oder probeweise im Bios nachschauen, ob die Option bei Ihnen verfügbar ist. Wie Sie sich im Bios zurechtfinden, lesen Sie am Besten im Bios-Special in unserer Mai-Ausgabe nach.

    Welche Kombination ist die richtige?

    Sie sollten nur gleich getaktete Riegel miteinander kombinieren. Ein 256 MByte großes RAM-Modul arbeitet zwar auch mit einem 1,0-GByte-Baustein zusammen. Wenn diese aber unterschiedlich schnell getaktet sind, ist der kleinste gemeinsame Nenner ausschlaggebend. Moderne Mainboards bieten die Möglichkeit, zwei baugleiche Riegel im so genannten Dual-Channel-Mode zu betreiben. Um diesen Modus zu aktivieren, müssen die Riegel in dafür vorgesehene, speziell gefärbte Slots gesteckt werden. Durch den gemeinsamen Betrieb steigert sich die Leistung der Chips um fünf bis zehn Prozent. Viele Hersteller bieten spezielle Kits mit zwei aufeinander abgestimmten Riegeln an, die sich besonders gut für den Dual-Betrieb eignen. Mit unterschiedlich großen oder getakteten Bausteinen funktioniert das duale Speichersystem aber nicht.

    Einschränkungen

    Ein kaum beachtetes Thema ist die Architektur der RAM-Riegel. Bei den meisten Modulen sind beide Seiten mit kleinen Speicherchips belegt. Wenn Sie die mit einem Riegel kombinieren, der nur einseitig mit Chips bestückt ist, besteht die Möglichkeit, dass die Speichermodule nicht miteinander kommunizieren. Überprüfen Sie also vor dem Kauf, ob Sie ein- oder zweiseitige Riegel benötigen.

    Vor dem RAM-Kauf ist daher ein Blick in das Mainboard-Handbuch oder auf die Website des Herstellers unbedingt erforderlich. Anhand von dort veröffentlichten Tabellen können Sie die Kombinationsmöglichkeiten überprüfen. Als Beispiel: Wenn Sie ein Sockel-755-Mainboard besitzen (Athlon 64), können Sie drei DDR400-Bausteine nicht miteinander kombinieren, falls Sie den Takt voll ausfahren wollen. Sind alle drei Slots belegt, schafft das Mainboard nur das Niveau von DDR333-Bausteinen. DDR2-Bausteine dürfen immer nur paarweise verwendet werden. Zur Veranschaulichung haben wir eine Beispieltabelle aus einem Mainboard-Handbuch übernommen und unten abgedruckt.

    Markenware contra No-Name-Riegel

    Beim Stöbern nach einem passenden Riegel fallen einem die teilweise doch recht deutlichen Preisunterschiede auf. Wenn Sie sich für günstiges No-Name-RAM entscheiden, laufen Sie aber Gefahr, die Katze im Sack zu kaufen. Diese Bausteine enthalten oft die billigeren Chips und sind häufiger fehlerbehaftet. Zudem sind die Übertaktungsmöglichkeiten per CL (siehe Kasten) deutlich eingeschränkt. Marken-RAM-Riegel von Herstellern wie Infineon, Kingston oder Corsair sind hochwertiger und unter Umständen auch einen Tick leistungsfähiger als die billigen Pendants. Umgekehrt können Sie natürlich Glück haben und für wenig Geld einen sehr guten Riegel von der Stange erwischen. Bei den Markenherstellern raten wir zu den günstigeren Value-Serien. Die sind trotz einer weit verbreiteten gegenteiligen Ansicht in den allermeisten Fällen von der gleichen Qualität wie die »vollwertigen« Bausteine, aber günstiger und in Bezug auf CL weniger spezifiziert. Übrigens: Anhand von Tools wie SiSoft Sandra oder TweakPC lassen sich die RAM-Riegel benchmarken und auf mögliche Fehler überprüfen.

    Einbau

    Der Einbau von Speicheriegeln gehört zu den einfachsten Übungen im PC-Geschäft. Die entsprechenden Slots sind meistens rechts neben dem Prozessor angeordnet. Achten Sie darauf, dass Sie die Riegel richtig herum einsetzen. Vergleichen Sie dazu den Slot mit den Kontakten an der Unterseite des Riegels. (Bild 1) Die Kontakte werden durcheine Lücke unterbrochen, die Sie auch auf dem Mainboard-Slot finden. So können Sie den Speicher optimal ausrichten. Öffnen Sie die beiden weißen Riegel und drücken Sie das Modul erst auf der einen, dann auf der anderen Seite mit sanfter Gewalt in den Slot. (Bild 2) Dabei schließen sich die Verriegelungen automatisch. Möchten Sie zwei Bausteine im Dual-Channel-Mode betreiben, müssen Sie darauf achten, die Module in gleich gefärbte Slots zu setzen. Nur so funktioniert der duale Betrieb. Ganz wichtig: Vor dem Einbau sollten Sie zuerst zum Beispiel ans PC-Gehäuse fassen, um eine mögliche statische Aufladung auszuschließen. Die kann nämlich unter Umständen die vergleichsweise empfindlichen RAM-Chips zerstören.

    Simon Fistrich

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