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  • Hasta la vista, XP?

    Ende des Jahres kommt Windows Vista. Wir zeigen Ihnen schon jetzt, ob Sie und Ihre Spiele vom sofortigen Umstieg auf den XP-Nachfolger profitieren.

    Gute vier Jahre hat Windows XP bereits auf dem Buckel -- höchste Zeit für Microsoft, es von Grund auf zu erneuern. Das Ergebnis der fast fünfjährigen Entwicklungszeit nennt sich Windows Vista und soll alles besser machen als der in vielen Bereichen veraltete Vorgänger.

    Gerade das ungeliebte Thema Sicherheit liegt den Redmondern dabei besonders am Herzen -- kein Wunder, denn Bill Gates & Co. haben in der Vergangenheit viel Kritik für diverse Hacker-Hintertürchen einstecken müssen. Außerdem wollen die Entwickler Komfort und Optik deutlich aufbohren. Alles schön und gut, aber was bedeutet das für die spielende Fraktion? Klar ist: Windows Vista wird XP auch im Bereich Computerspiele mittelfristig ersetzen. Wir haben uns für Sie ins kalte Wasser gestürzt und sämtliche Infos über den aktuellen Stand der Dinge zusammengetragen. Außerdem klären wir, ob Sie sich bereits jetzt über den Umstieg Gedanken machen sollten.

    You are ready to start!

    Bis die Startmeldung über den Bildschirm flimmert, vergehen gut und gerne 40 Minuten, in denen das Installationsprogramm über 7 GByte an Daten auf die Festplatte schaufelt. Erfreulicherweise macht es das weitgehend selbständig -- zu Beginn der Installation müssen Sie lediglich das Laufwerk bestimmen. Vista arbeitet auch mit anderen Betriebssystemen zusammen und erstellt ein Startmenü, in dem Sie sich das zu bootende System aussuchen können. Damit ist eine friedliche Koexistenz zwischen Vista und XP auf einer Festplatte grundsätzlich möglich.

    Nach einigen Neustarts ist die Einrichtung abgeschlossen und Windows präsentiert sich in der ganzen Pracht der neuen Aero-Oberfläche. Vorbei ist die Zeit der zweidimensionalen Öde, denn Vista kann 3D. Das macht sich in erster Linie in schöneren Buttons und transparenten Fenstern bemerkbar. Die eigentliche Stärke des Aero-Desktops liegt aber in einer ganzen Palette (auf den ersten Blick versteckter) Komfort-Funktionen: Mit dem Windows Switcher lassen sich sämtliche geöffneten Fenster hintereinander stapeln und per Mausrad durchscrollen. Sobald das gewünschte Programm im Vordergrund ist, genügt ein Klick mit der Maus und es ist sofort aktiv. Zusätzlich gibt es in der Startleiste eine Echtzeit-Vorschau aller geöffneten Fenster, sobald Sie mit der Maus über die verschiedenen Anwendungen fahren. Echtzeit bedeutet: Auch laufende Videos oder Spiele im Fenstermodus werden in der Mini-Vorschau angezeigt.

    In der fertigen Version gibt es neben der altbekannten Taskleiste am unteren Rand eine zusätzliche vertikale Leiste, die als Container für unterschiedlichste Anwendungen von der Uhr über RSS-Feeds bis hin zur Media-Player-Steuerung dienen soll.

    Mach's klassisch

    Wem der optische Firlefanz auf den Mauszeiger geht, kann ihn schrittweise reduzieren oder komplett abschalten. Vista erscheint dann in der biederen Windows 2000-Optik. Folglich fallen allerdings die eben erwähnten Komfortfunktionen samt und sonders unter den Tisch. Dieser Radikalschnitt kann aber insbesondere bei schwächeren Rechnern unumgänglich werden. Ein »aktueller Prozessor«, 1,0 GByte RAM und eine Grafikkarte mit mindestens 128 MByte Speicher sollten es schon sein, damit das System die optischen Effekte flüssig darstellen kann. Da Sie für die meisten derzeitigen Spiele ähnliche oder stärkere Hardware benötigen, sollten Sie mit einem einigermaßen zeitgemäßen System aber für das neue Betriebssystem gerüstet sein.

    Stichwort Sicherheit

    Mit Vista hat Microsoft im Punkt Sicherheit einen großen Schritt nach vorne getan. Sobald eine Anwendung auf das System zugreift, meldet es sich mit einer Sicherheitsabfrage. Damit ist der unerlaubte Zugriff von schädlichen Programmen auf wichtige Systemkomponenten bedeutend schwieriger. Der Spyware-Killer Windows Defender ist standardmäßig mit installiert, außerdem liegt der Internet Explorer nun in der Version 7.0 vor. Der enthält endlich das von Firefox & Co. bekannte »Tabbed-Browsing« (Surfen mit Registerkarten, sodass mehrere Webseiten in einer geöffneten Instanz des Internet Explorers dargestellt werden können) und einen Phishing-Filter. Der schlägt Alarm, sobald sich der Nutzer auf einer gefälschten Webseite befindet -- etwa eine, die ein Homebanking-Portal vortäuscht, um an fremde Kontodaten zu gelangen.

    Spiele-Kompatibilität

    Wie sieht es nun mit unserem Lieblingsthema Spiele aus? Microsofts DirectX, die Programmierschnittstelle zwischen Hard- und Software, liegt in der Version 10.0 vor. Trotzdem berichten Betatester von erheblichen Problemen, Spiele wie Quake 4 oder Age of Empires 3 ans Laufen zu bekommen. Ein mitgeliefertes Kompatibilitätstool arbeitet ebenfalls noch nicht zuverlässig. Offenbar gibt es noch Treiberprobleme, die Microsoft und die Hardware-Hersteller bis zur kommenden öffentlichenBetaversion ausmerzen sollten. Ob der Umstieg auf Vista eine echte Verbesserung bei der Spiele-Performance bringt, ist daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststellbar. Zumal DirectX 10.0 auch für XP erscheinen wird.

    Vista kommt ebenfalls in einer 64-Bit-Variante -- auch hier bleibt ungeklärt, ob Spiele davon profitieren. Immerhin sollen Hard- und Software durch neuartige Programmierschnittstellen, etwa dem WinFX-Paket, deutlich besser zusammenspielen.

    Ein brandneues Feature ist die integrierte Alterskontrolle. In der fertigen Version dürfen besorgte Eltern nur solche Spiele freigeben, die für das Alter ihrer Sprösslinge geeignet sind. Microsoft orientiert sich dabei an der entsprechenden USK-Freigabe.

    Muss ich direkt umsteigen?

    Wie bei jeder neuen Windows-Version gilt erstmal: Ruhe bewahren. Klar, Vista bringt jede Menge neue Features und Komfortfunktionen mit sich. Auch im Sicherheitsbereich hat Microsoft endlich aus alten Fehlern gelernt. Wenn Sie Ihren Rechner aber hauptsächlich zum Spielen nutzen, können Sie getrost abwarten. In der ersten Zeit werden die meisten Spiele sowohl Vista als auch Windows XP unterstützen. Selbst heutzutage laufen viele Spiele noch relativ problemlos unter Windows 98, und das ist immerhin schon rund acht Jahre alt. Bis wann mehr und mehr Spiele erscheinen, die ausschließlich unter Vista laufen und damit den Umstieg unvermeidbar machen, lässt sich noch nicht sagen. Wir werden die Entwicklung aber für Sie im Auge behalten: Für März hat Microsoft eine weitere Beta in Aussicht gestellt. Die enthält neben anderen Neuheiten hoffentlich eine vernünftige Spieleunterstützung.

    Simon Fistrich

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01.03.2006
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