Games World
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
  • Drahtlos daddeln

    Stellen Sie sich vor, Sie veranstalten eine LAN-Party mit ein paar Freunden. Sie stellen Tische, Stühle und jede Menge Knabberzeugs bereit -- und ärgern sich über die aufwändige Verkabelung der Rechner. Da wäre es doch deutlich bequemer, direkt auf die drahtlose Übertragung zu setzen.

    Stellen Sie sich vor, Sie veranstalten eine LAN-Party mit ein paar Freunden. Sie stellen Tische, Stühle und jede Menge Knabberzeugs bereit -- und ärgern sich über die aufwändige Verkabelung der Rechner. Da wäre es doch deutlich bequemer, direkt auf die drahtlose Übertragung zu setzen. Ein WLAN-Router mit integriertem DSL-Modem ist schnell besorgt und hat den Vorteil, dass Sie mit Ihren Freunden nebenbei auch online gehen können. Einfach in den Splitter einstöpseln und los geht's.

    Von wegen!

    Ganz so einfach sieht es in der Praxis aber oft nicht aus. Einige fiese Stolperfallen können den Netzwerk-Spaß erheblich trüben. Dazu sind viele Router-Handbücher auch noch ähnlich ausführlich wie die Speisekarte von McDonald's. Aber dafür haben Sie ja uns: Wir zeigen Ihnen, wie Sie mögliche Fehlerquellen schnell identifizieren und sicher aus der Welt schaffen. Der Schlüssel zum funktionierenden drahtlosen Netzwerk liegt nämlich in der richtigen Konfiguration des WLAN-Routers und der einzelnen Rechner.

    Position des Routers

    Schon bei der Platzwahl sollten Sie mit Bedacht vorgehen. Wenn Sie den Router in der hintersten Ecke in einem Schuhschrank verstauen, dann dürfen Sie sich über mangelhafte oder ungenügende Signalqualität nicht wundern. Grundsätzlich sollte der Router an einer erhöhten Stelle positioniert werden. Viele Geräte können zum Beispiel an die Wand oder Decke geschraubt werden. Obwohl ein WLAN-Router eigentlich mit dem Kabelsalat aufräumen soll, dürfen Sie nicht vergessen, dass er sowohl mit dem Stromnetz als auch dem DSL-Splitter verbunden werden muss. Versuchen Sie aber trotzdem, eine möglichst hohe Position zu wählen. Achten Sie letztendlich darauf, dass Sie die Antenne(n) unabhängig vom Standort immer senkrecht ausrichten und fest mit dem Router verschrauben.

    Synchronisation mit dem Provider

    Verbinden Sie den Router über das DSL-Telefonkabel mit dem Splitter. Die meisten Geräte haben hinten eine mit der Bezeichnung »ADSL« beschriftete Buchse. Anschließend stecken Sie den Stecker in die Steckdose und schalten den Router ein. Nachdem das Gerät einen Selbsttest durchgeführt hat, versucht es sich mit dem Internet-Provider zu synchronisieren. Der Vorgang kann abhängig von Verbindungsqualität und freien Ports beim Provider von einigen Sekunden bis hin zu einer halben Stunde dauern. Sie erkennen den aktuellen Status an einer blinkenden LED, die meist mit der Bezeichnung »WAN« beschriftet ist. Im Handbuch des Routers finden Sie die genaue Bedeutung der einzelnen Lämpchen. Sobald sich Router und Provider »verstehen«, leuchtet die LED dauerhaft.

    Falls der Kommunikationsversuch auch nach einer Wartezeit von einer Stunde nicht funktioniert, kann das mehrere Ursachen haben. Zum einen könnte Ihre Internetleitung noch nicht auf den aktuellen Standard UR/2 umgestellt worden sein, den die meisten neuen Router voraussetzen. Möglicherweise liegt auch ein Problem bei Ihrem Internetanbieter vor. In beiden Fällen sollten Sie die technische Hotline Ihres Providers kontaktieren.

    Router- und PC-Kommunikation

    Theoretisch ist Ihr WLAN-Router bereits nach dem ersten Einschalten per Funk ansprechbar. Die meisten Hersteller empfehlen die Erstkonfiguration aber über eine Kabelverbindung zum Rechner. Sie können das zwar ignorieren und direkt drahtlos loslegen. Wir empfehlen Ihnen aber, lieber auf Nummer sicher zu gehen, um bei einer falschen Einstellung unnötigen Aufwand zu vermeiden. Dazu verbinden Sie den Router per Netzwerkkabel mit einem PC. Wenn die Länge des Kabels nicht reichen sollte, können Sie manche Router auch ohne Verbindung zum Internet konfigurieren. Andere Geräte erfordern allerdings zwingend einen Zugang zum Internet.

    Unter Windows überprüfen Sie, ob sich Ihr Rechner ordnungsgemäß mit dem Router verbunden hat. Schauen Sie dazu in die Netzwerkumgebung und klicken Sie auf »Netzwerkverbindungen anzeigen«. Klicken Sie doppelt auf »LAN-Verbindung«. Wenn Sie dort die Anzeige »Verbindung hergestellt« finden, dann ist alles in Ordnung. Möglicherweise sehen Sie aber nur ein »X« oder einen Hinweis auf eine »fehlerhafte Verbindung«. In diesem Fall müssen Sie selbst Hand anlegen: Klicken Sie auf Eigenschaften. Scrollen Sie bis zum Menüpunkt »Internetprotokoll (TCP/IP)«. Doppelklicken Sie darauf und wählen Sie unter IP-Adresse die Punkte »IP-Adresse automatisch beziehen« und »DNS-Serveradresse automatisch beziehen«. Bestätigen Sie abschließend mit OK.

    Sollte dieses Vorgehen immer noch nicht fruchten, ist der automatische DHCP-Dienst, der die IP-Adressvergabe steuert, bei Ihrem Router vermutlich nicht aktiviert. Dann müssen Sie sich selbst eine IP-Adresse zuteilen. Klicken Sie dazu auf »IP-Adresse festlegen«. Tragen Sie dann eine Adresse mit der Syntax 192.168.1.x ein, wobei x für eine Zahl zwischen 2 und 255 steht. Beachten Sie aber, dass Sie nicht die IP-Adresse des Routers eingeben! Die sollten Sie im Router-Handbuch finden. Beim Feld »Subnet-Maske« nehmen Sie die Adresse 255.255.255.0. Schließlich klicken Sie auf »Erweitert« und tragen unter »Gateway« die IP-Adresse des Routers ein. Danach sollte Ihre Verbindung zum Router endlich funktionieren.

    Internet-Konfiguration des Routers

    Viele Hersteller liefern eine Softwareoberfläche mit, andere setzen auf die direkte Konfigurationsmöglichkeit per Internet-Browser. Meistens müssen Sie dazu die IP-Adresse des Routers in die Adresszeile des Browsers eintippen. Die Adresse finden Sie wie bereits erwähnt im Handbuch des Routers.

    So gut wie alle Systeme verlangen eine Identifikation per Passwort, bevor sie Sie auf die Einstellungs-Oberfläche lassen. Sie sollten direkt am Anfang das voreingestellte Passwort gegen ein individuelles ändern. Die Funktion zur Festlegung des Konfigurations-Passworts befindet sich meist direkt auf der Startseite der Software.

    Internet-Einstellungen in der Router-Software

    Begeben Sie sich in den Bereich Internetkonfiguration. Den finden Sie oft unter »DSL-Connection« oder einer ähnlichen Bezeichnung. Für eine übliche DSL-Verbindung bei den großen Providern wählen Sie als Verbindungstyp »PPPoE«. In den Feldern für Username und Passwort tragen Sie die von Ihrem Provider mitgeteilten Daten ein. Speichern Sie die Einstellungen und klicken Sie auf »Connect«. Nach wenigen Sekunden sind Sie beim Provider angemeldet. Sollte der Anmeldeversuch fehlschlagen, überprüfen Sie zuerst, ob sich bei der Eingabe der Login-Daten ein Tippfehler eingeschlichen hat.

    Funktioniert es danach immer noch nicht, suchen Sie in der Konfigurationsoberfläche nach den Werten für VPI und VCI. Das sind spezielle Parameter für die Art der Datenübertragung zwischen Splitter und Verbindungsstelle. Erfragen Sie die Zahlen direkt bei Ihrem Provider und passen sie dann entsprechend an. In unserem Beispiel sind die Werte für Arcor 1 und 32. Schließlich können Sie noch festlegen, ob der Router ständig im Internet bleiben soll. Zwar trennen viele Provider nach einer gewissen Zeit die Leitung von selbst, der Router wählt sich dann aber automatisch wieder ein.

    Fehlerquelle DNS

    Obwohl der Router richtig konfiguriert ist, kann es vorkommen, dass Sie oder Ihre Freunde im Browser keine Webseiten ansteuern können. Trennen Sie in diesem Fall den Router von der Stromversorgung und stecken Sie auch das Kabel zum Splitter aus. Warten Sie einige Minuten und fahren Sie den Router wieder hoch.

    Sollte das Problem nicht aus der Welt geschafft sein, müssen Sie die DNS-Serveradressen manuell vergeben. Die DNS-Adresse bezeichnet einen der zahlreichen Server im Internet, der die URL, die Sie in Ihren Browser eingeben, in die tatsächliche IP-Adresse des entsprechenden Zielrechners übersetzt. Wenn mehrere Rechner gleichzeitig im Netzwerk online sind, dann reicht der automatisch zugeteilte DNS-Server oft nicht mehr aus.

    Um weitere DNS-Server anzugeben, begeben Sie sich bei jedem Netzwerk-PC in die Netzwerkumgebung und klicken bei Ihrer aktiven Netzwerkverbindung auf »Eigenschaften«. Scrollen Sie zum Eintrag »Internet-Protokoll (TCP/IP)« und rufen per Rechtsklick die Eigenschaften auf. Wählen Sie den Punkt »Folgende DNS-Serveradressen verwenden« aus und tragen Sie zwei DNS-Adressen ein. Unter »Erweitert« können Sie im Reiter »DNS« weitere Adressen eintragen. Eine ausführliche Liste mit zahlreichen DNS-Servern finden Sie unter www.gsnw.de/public/dns-server.php. Sie können die Adressen aber auch bei Ihrem Provider erfragen.

    Wireless-Konfiguration

    Wie eingangs erwähnt, ist das Drahtlosnetzwerk bei fast allen Routern standardmäßig aktiviert. Allerdings sollten Sie trotzdem einen Blick auf die Einstellungen werfen. Der wichtigste Aspekt betrifft die Verschlüsselung. Ohne die ist ihr Netzwerk offen wie ein Scheunentor. Theoretisch könnte sich jeder beliebige Nutzer bei Ihnen einklinken, kostenlos mitsurfen und Daten von Ihnen und Ihren Freunden stehlen. Bei der Verschlüsselungsmethode sollten Sie auf das moderne WPA-Protokoll setzen. Dazu legen Sie ein Passwort fest, welches Sie dann auf allen Rechnern bei der ersten Verbindung zum Drahtlosnetzwerk angeben müssen. Allerdings müssen die einzelnen Netzwerkadapter WPA auch unterstützen. Falls Sie das nicht genau wissen, geht Probieren über Studieren. Schalten Sie notfalls auf eine schwächere Verschlüsselungsmethode um.

    DHCP-Server und IP-Vergabe

    Moderne Router sind mit einem DHCP-Dienst ausgerüstet. Das heißt einfach, dass die einzelnen Benutzer im Netzwerk IP-Adresse, Hostname, Gateway und andere Einstellungen automatisch vom Router zugeteilt bekommen. Dazu müssen Sie allerdings bei den Einstellungen für das TCP/IP-Protokoll die automatische Zuteilung von IP-Adresse und DNS-Server aktiveren -- freilich auf sämtlichen Rechnern, die im sich im Netzwerk befinden.

    Sollten Sie auf Probleme in Spielen stoßen, können Sie den DHCP-Dienst abschalten. Allerdings müssen Sie dann die IP-Adressen selbst verteilen. Mittlerweile sind Sie ja ein Experte im Aufrufen der Einstellungen für das TCP/IP-Protokoll. Wie gehabt tragen Sie für jeden Rechner eine IP-Adresse mit der Syntax 192.168.1.x ein, wobei x für eine Zahl zwischen 2 und 255 steht. Allerdings muss für jeden Rechner eine eigene Zahl vergeben werden. Beachten Sie aber auch hier, dass Sie nicht die IP-Adresse des Routers eingeben! Geschafft: Jetzt können Sie mit dem Netzwerk-Spielen loslegen.

    Simon Fistrich

    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 10/2016 PC Games Hardware 09/2016 PC Games MMore 10/2016 play³ 10/2016 Games Aktuell 10/2016 buffed 10/2016 XBG Games 09/2016 N-Zone 10/2016 WideScreen 10/2016 SpieleFilmeTechnik 08/2016
    PC Games 10/2016 PCGH Magazin 09/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
717402
Windows XP
Drahtlos daddeln
Stellen Sie sich vor, Sie veranstalten eine LAN-Party mit ein paar Freunden. Sie stellen Tische, Stühle und jede Menge Knabberzeugs bereit -- und ärgern sich über die aufwändige Verkabelung der Rechner. Da wäre es doch deutlich bequemer, direkt auf die drahtlose Übertragung zu setzen.
http://www.gamesaktuell.de/Windows-XP-Software-125140/News/Drahtlos-daddeln-717402/
01.11.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/hw_wlan_00_11eps.jpg
news