War Front: Turning Point

Test

Was wäre, wenn die Widerstandsbewegung Hitler schon am Anfang des Krieges getötet hätte? Darüber können Sie nun spielerisch spekulieren.

S ie beginnen Ihren Einsatz in einer von zwei verfügbaren Singleplayer-Kampagnen -- oder in einem Tutorial, das Ihnen alle wichtigen Steuerungselemente in Windeseile erklärt. Wahlweise steuern Sie die Alliierten oder die Deutschen. Die Deutschen? Ja, richtig gelesen. Allerdings wird Ihr Protagonist Roland Hellmann schon früh vom Widerstand angeworben und arbeitet fortan als Untergrundkämpfer. Kurz darauf macht er die Bekanntschaft des U.S.-Soldaten Colonel John Lynch. Um den Frieden zwischen England und Deutschland wiederherzustellen und einer unheimlichen Bedrohung durch die Sowjets auf die Spur zu kommen, schmieden die beiden einen Plan: Sie wollen Hitler ausschalten.

SPANNENDE MISSIONEN

So viel zur Story von "War Front: Turning Point". Ihre Aufgabe ist es nun, Lynch und Hellmann (und später auch einige andere Charaktere) im Kampf gegen die Sowjets zu unterstützen. Die ausgeklügelten Missionen der beiden Kampagnen bieten verschiedene Primär- und Sekundärziele, die Sie erreichen müssen. Manchmal kommen auch während der Aufträge überraschend neue Ziele hinzu. So bleibt das Spiel stets packend, denn Sie müssen jederzeit in der Lage sein, Ihre Taktik veränderten Gegebenheiten anzupassen.

Die Steuerung ist schnell erlernt. Sie beginnen mit dem Hauptgebäude und bauen anschließend weitere Einrichtungen wie Kaserne, Panzerfabrik, Radarstation und Flughafen. Außerdem können Sie neue Technologien erforschen, um in Ihren Kriegsfabriken schlagkräftigere Einheiten zu produzieren. Die Truppentypen sind sehr fantasievoll gestaltet: Zu authentischen WWII-Fahrzeugen gesellen sich futuristisch anmutende, aber technisch durchaus denkbare Errungenschaften wie Erdbeben-Bomben, Mech-artige Exoskelette und Doppelrumpf-Zeppeline.

Abgesehen von den einzigartigen Helden gibt es aber keine übermächtigen Einheiten. Alle Truppentypen haben ihre Stärken und Schwächen. Daher sollten Sie den Gegner immer im Auge behalten und Ihr Spiel seiner Strategie anpassen. Schickt Ihr Widersacher etwa regelmäßig Kampfbomber in Ihre Basis, stellen Sie einfach ein paar Flak-Geschütze auf.

Mit Aufrüsten allein ist es aber nicht getan. Sie müssen dafür sorgen, dass alle Gebäude Strom haben und genug Ressourcen in der Basis ankommen. Zu diesem Zweck dürfen Sie beispielsweise Minen oder Ölbohrtürme von Ihren Soldaten einnehmen lassen. Anschließend schicken Sie Ressourcen-Transporter los, die die Güter in Ihr Lager schaffen.

KLEINERE TÜCKEN

Das Interface des Spiels ist übersichtlich, aber nicht perfekt. So manche wichtige Einheit geht im Getümmel verloren ("Verdammt, wo ist mein Baufahrzeug?!"). Deswegen ist es sinnvoll, Helden und andere wichtige Einheiten der Schnellzugriffleiste zuzuordnen. Ansonsten gibt es aber kaum was zu bemängeln. Wann immer Sie ein Gebäude, ein Fahrzeug oder Ähnliches anklicken, werden Ihnen alle nützlichen Informationen umgehend angezeigt.

Keine Frage, "War Front: Turning Point" ist einen Blick wert, egal ob Sie ein gestandener Strategie-Profi oder noch ein blutiger Anfänger sind. Die beiden Kampagnen glänzen mit tollen Missionen und zahlreichen gut inszenierten Zwischensequenzen. Die technische Seite ist ebenfalls ordentlich: Optik, Musikuntermalung und Synchronisation gefallen. Dank integriertem Mehrspieler-Modus steht auch spannenden Multiplayer-Matches nichts im Wege.ab n

Wertung zu War Front: Turning Point (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
Spannende StoryPackende AtmosphäreViele realistische und denkbare EinheitenEinsteigerfreundlich
Interface nicht perfekt
Fazit

Mal eine andere Variante des ausgelutschten Kriegsthemas. Atmosphäre und Gameplay sind gelungen und sorgen für viel Spielspaß.

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