WWE SmackDown vs. Raw 2010
Die Antwort werde ich gleich mal vorwegnehmen: auf spielerischer und technischer Ebene hat sich im Vergleich zu den Vorgängern nicht viel verändert. Jedoch fesselt das Spiel mit neuen Modi und vorallem den Editoren.
Darunter sticht vorallem der Story-Editor hervor. Hier ist der eigenen Fantasie keine Grenzen gesetzt. Erstellt euch einen Wrestler oder eine Diva und schreibt ihm eine Story auf den Leib, frei erfunden oder basierend auf Film und Fernsehen, es ist allein eure Entscheidung.
Hierzu wählt ihr zunächst mal eure Show. Danach legt ihr für eben diese Matches nach eurem Belieben fest und packt Showelemente dazwischen. Diese können von Interviews Backstage und im Ring bis zum Turn eines Wrestlers variieren. Variable Kameraeinstellung und Texteingabe runden den insgesamt umfangreichen Editor ab.
Auch die Editoren zur Erstellung eigener Finisher, Einzüge und Wrestler sind in überarbeiteter Form wieder dabei. Beim Erstellen eigener Finisher findet sich so eine große Auswahl an Moves, dass man schon mal 20 Minuten braucht um sich einen Überblick zu verschaffen. Mit den verschiedenen Möglichkeiten ist auch dieser Editor vielseitiger als in WWE Smackdown vs. Raw 2009. Dieses Konzept wird im Editor für den eigenen Wrestler fortgesetzt. So ist es nun möglich die Akteure durch Malwerkzeuge individueller zu gestalten. Mit den Editoren wird dem Spieler überhaupt vielmehr Kreativität und Individualismus geboten. Ein großer positiver Aspekt im Spiel.
Mit von der Partie sind auch wieder altbekannte Modi, wie der Karrieremodus und der aus der 2008er Version bekannte Road to Wrestlemania Modus hält auch in diesem Jahr wieder Einzug. Bei letzterem beginnt ihr euren Weg zum Granddaddy of 'em all kurz vor dem Royal Rumble, und habt dabei die Wahl zwischen eurem selbsterstellten Wrestler oder 5 Superstars – darunter Edge, Randy Orton, Shawn Michaels, Triple H/John Cena und erstmals ist auch eine Diva durch Mickie James im RTWM vertreten.
Die Stories sind auf jeden Wrestler sehr gut zugeschnitten und man hat hier das Gefühl, dass nicht die Etwickler allein dran gewerkelt haben, sondern dass die WWE hier ihre Hände mächtig im Spiel hatte. Von Intrigen über ein I Quit Match bis hin zum Retiremet – alles ist dabei.
Neben altbekannten Matcharten wie Single und Tag-Team, ist auch das Inferno-Match mit von der Partie. Aber auch das Backstage Brawl weiß mit neuen Kulissen - "Vince Office" und "The Dirt Sheet" zu überzeugen.
Grafisch ist das Spiel weit hinter dem was THQ in UFC Undisputed 2009 gezeigt hat. Alles wirkt etwas altbacken und starr, vorallem das Publikum ist sehr regungslos und pixelig. Bewegungsabläufe wirken oft steif und Clipping-Fehler tragen auch nicht einem positiveren Eindruck bei.
Der Sound während der Matches wirkt dagegen realitätsnaher. Man spürt deutlich wie die Einstellung des Publikums ist. Favoriten wird zugejubelt, Heels ausgebuht. Ähnlich verhält es sich, von Leitern und Ringpfosten gibt’s Jubel, bei Stuhl und Hammer Buhrufe.
Der Soundtrack beinhaltet diesmal die Themesongs der Wrestler, die euch während eures Menüaufenthalts ununterbrochen umgeben. Doch auch dieses Jahr habt ihr wieder die Möglichkeit eigene Songs ins Spiel zu laden.
Habe es auch schon gespielt und stimme deinen Aussagen zu.
*5 Sterne geb*