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  • Video Games Live auf der Gamescom 2015: Interview mit VGL-Erfinder Tommy Tallarico

    Auf der Gamescom 2015 steigt täglich vom 7. bis 9. August das spektakuläre Games-Konzert Video Games Live. Wir haben mit VGL-Erfinder und Musiklegende Tommy Tallarico über die Anfänge von Video Games Live und den Weg zum weltweit erfolgreichen Show-Event gesprochen.

    Video Games Live, das spektakuläre Games-Konzert, kommt zur gamescom 2015. Erlebt die Soundtracks der berühmtesten Videospiele aller Zeiten – von Mario bis Zelda, von Halo bis Final Fantasy, von Space Invaders bis World of Warcraft. Eingespielt von einem erstklassigen Symphonieorchester nebst Chor und inszeniert in einer spektakulären Show mit Licht, Videos, Schauspielern und Solokünstlern.

    Hier kommt ihr an die begehrten Tickets für Video Games Live:

    Freitag 7.8. – tickets: www.saturn.de/videogameslive
    Samstag 8.8. – tickets: http://www.tickethall.de/video-games-live-tickets-1214.html
    Sonntag 9.8. – tickets: http://www.tickethall.de/video-games-live-tickets-1215.html

    Wir haben mit Tommy Tallarico, dem Erfinder von Video Games Live, über die Entstehung des Games-Konzerts gesprochen.


    VGL-Erfinder Tommy Tallarico VGL-Erfinder Tommy Tallarico Quelle: Video Games Live Die Konzertreihe Video Games Live kommt am 15. November nach Deutschland. Erinnerst du dich noch, wie die Idee zur Show geboren wurde?
    Das erste Mal, dass ich mich wirklich mit Videospiel-Musik auseinandergesetzt habe, war in den späten 1970ern, als ich gerade mal zehn Jahre alt war. Ich habe damals Videospiele auf Kassette aufgenommen und bin passend zur Musik mit meiner Gitarre vor dem Fernseher herumgesprungen. Bald darauf habe ich angefangen, kleine Konzerte für meine Freunde zu geben. Auf diese Weise konnte ich meine beiden Leidenschaften, Musik und Videospiele, miteinander vereinen.

    Hättest du beim ersten Video-Games-Live-Konzert damit gerechnet, dass es ein derart großer Erfolg werden würde?
    Ehrlich gesagt: Ja, was eigentlich ziemlich naiv ist. Aber ich hatte das Glück, dass so viele Leute es liebten, so wie ich es liebe, die Konzerte zu gestalten. Bei unserer ersten Show im Jahr 2002 haben alle gesagt, ich sei verrückt und dass ich mich glücklich schätzen könne, wenn ein paar Tausend Besucher kommen würden. Letztendlich waren es sage und schreibe 11.000 Zuhörer.

    Was macht Video Games Live deiner Meinung nach so besonders?
    Es gibt inzwischen natürlich auch viele andere Videospiel-Konzerte, aber keines ist so erfolgreich wie Video Games Live. Warum? Zunächst bin ich nicht nur Videospiel-Komponist, sondern auch leidenschaftlicher Videospieler und seit 25 Jahren im Geschäft, also nicht nur irgendein Produzent, der damit viel Geld machen möchte. Ich kenne die Branche und die Leute, die darin arbeiten. Genau das macht den Unterschied. Zudem mache ich eine Show für jedermann, nicht nur für die Hardcore-Zocker. Auch eine Mutter oder eine Großmutter, die noch nie ein Videospiel gespielt hat, kann sich unsere Show ansehen, sich die Musik anhören, die Bilder auf dem Bildschirm ansehen und versteht, was wir ihr vermitteln wollen. Außerdem sind die Shows interaktiv und machen Spaß, denn das ist ja eigentlich der Kern der Videospiele. Bei Video Games Live geht es um diese Mischung, nicht nur um die Musik alleine.

    Mit welchen Spiele-Soundtracks hat deine Leidenschaft begonnen?
    Einer der ersten Soundtracks, an den ich mich erinnere, ist der von Pac-Man. Danach kamen Donkey Kong, Frogger und andere Arcade-Spiele der frühen 1980er.

    Konntest du dir damals schon vorstellen, auch damit dein Geld zu verdienen?
    Nicht wirklich – auch deswegen, weil es den Beruf des Videospiele-Komponisten damals noch gar nicht gab. Ich wusste aber, dass ich Musiker und Performer sein möchte, nicht zuletzt wegen meines älteren Cousins Steven Tyler von Aerosmith, der mich natürlich stark geprägt hat. Also bin ich mit 21 ohne einen Cent in der Tasche nach Los Angeles gefahren und habe zuerst in einem Gitarren-Laden gearbeitet. Dort habe ich zufällig den Musikproduzenten Richard Branson getroffen, der mich auf ein Videospiel-T-Shirt ansprach, das ich trug. Eins kam zum anderen und nur sechs Monate später arbeitete ich schon am Soundtrack zum ersten Prince of Persia mit.

    Bei Video Games Live werden verschiedene Musikrichtungen miteinander kombiniert. Wie ist es, mit dermaßen unterschiedlichen Künstlern zusammenzuarbeiten?
    Das ist eigentlich der Teil, der das Ganze so aufregend macht. Wenn wir beispielsweise die ganze Zeit nur Musik aus Final Fantasy aufführen würden, wäre das irgendwann sehr monoton. Aber Musik aus den unterschiedlichsten Spielen zu performen, das macht alles erst so spannend. Die Setlist der Show ist immer ziemlich dynamisch und abwechslungsreich – wir spielen nicht immer wieder das gleiche Material. Ich will damit gar nicht andere Videospiel-Konzerte abseits von Video Games Live schlechtreden, aber das sind die Gründe, warum ausgerechnet unsere Show so aufregend ist. Als Videospiele-Komponist möchte ich, dass es so viele Konzerte, Shows und Alben wie möglich zu Games gibt. Das Business als Ganzes soll noch größer werden. Das ist mit ein Grund, warum sich Video Games Live so sehr von anderen Veranstaltungen unterscheidet. Viele Veranstalter von Shows sehen das Ganze als Wettbewerb und sind eifersüchtig auf die Erfolge anderer. Ich aber möchte anderen Shows helfen, indem ich beispielsweise für sie auf unserer Facebook-Seite Werbung mache.

    Du hast an Hunderten von Titeln mitgearbeitet. Welcher von dir gestaltete Soundtrack ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?
    Earthworm Jim – wir hatten unheimlich viel Spaß beim Gestalten, weil das Spiel einfach dermaßen abgefahren war. Es gab im Grunde keine Regeln, wodurch wir wahnsinnig kreativ sein durften.

    Und gibt es Videospiel-Musik abseits deiner eigenen Produktionen, die du als ganz besonders gelungen betrachtest?
    Tommy Tallarico: Da gibt es einige: Den Final Fantasy 7-Soundtrack von Nobuo Uematsu etwa oder die Musik der frühen Sonic-Spiele. Ich glaube, da kann ich mich gar nicht wirklich festlegen.

    Was unterscheidet deiner Meinung nach Musik zu Videospielen von jener zu Filmen?
    Ein wichtiger Aspekt ist die Melodie. Sie ist es, die im Ohr hängen bleibt. Außerdem unterscheidet sie sich noch durch die Interaktion. Filme sind Geschichten, die durch Dialoge erzählt werden. Aber wenn du ein Spiel spielst, wirst du zum Hauptcharakter und die Musik wird zum Soundtrack deines Lebens. Du hast dieses Spiel gespielt und die Schlachten geschlagen. Außerdem sind Lieder aus Filmen linear. Sie starten also an einem bestimmten Punkt A und enden an einem Punkt B. Bei Videospiel-Musik können wir in viele Richtungen abbiegen. Ich kann nicht einfach sagen: "Okay, bei Sekunde 46 muss die Musik anschwellen, weil dann der Bösewicht auftritt". Der Soundtrack muss sich dynamisch am Geschehen orientieren.

    An welcher Spiele-Serie oder an welchem Spiel würdest du gerne einmal mitarbeiten?
    Das ist einfach – The Legend of Zelda! Ich bin ein großer Fan der Reihe.

    Hast du abseits von Video Games Live schon weitere Pläne für die Zukunft?
    Ich liebe es, Videospiel-Musik zu performen und mit Leuten auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Das möchte ich machen, solange es möglich ist und es dem Publikum gefällt. Zudem gibt es viele Spiele, die ich unbedingt noch in der Show haben möchte. Solange die Leute mich hören wollen, bleibe ich dabei!

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http://www.gamesaktuell.de/Video-Games-Live-Event-258620/Specials/Video-Games-Live-auf-der-Gamescom-2015-Interview-mit-VGL-Erfinder-Tommy-Tallarico-1161625/
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