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  • Vampire: Die Maskerade - Bloodlines

    In einem dreckigen Apartment wurde ich in die Welt der Dunkelheit geworfen und zu einem Kind Khains

    Vampire: Die Maskerade - Bloodlines Es sollte ein entspannter Abend werden, ich wollte in einen oder zwei Clubs, etwas Spaß haben. Die Musik hämmerte laut als ich durch die Tür schritt, mir die heiße Luft entgegenschlug. Ich bestellte mir einen Drink, lehnte mich gegen auf den Tresen während ich wartete, als sich eine Hand auf meine Schulter legte. Es war ein junger Mann, er trug einen langen, weißen Mantel, eine rote Hose, sein Oberkörper war nackt.
    "Ganz allein hier?" Er sprach leise, doch ich verstand jedes seiner Worte durch den Vorhang der Musik, er schaute mich durch die gelben Gläser seiner Brille an.
    "Ja...ist es gut oder schlecht?" Warum fühlte ich mich so von ihm angezogen? Er lächelte.
    "Komm mit mir." Und ich folgte ihm, aus dem Club, lief minutenlang an seiner Seite bis wir ein Gebäude betraten. Es sah baufällig aus, alt, beschmiert mit simplen Graffity. Warum ich es tat? Ich weiß es nicht. Wir waren in seinem Apartment, es war schmutzig, überall lagen Kleidungsstücke, Tablettendosen und Müll herum. Ich setzte mich auf das Bett, er drückte mich hinunter.
    "Ich möchte dir etwas zeigen."
    Dies war die Nacht in der ich dem Leben ein "Auf Wiedersehen" hinterherrief und ich eines der Kinder Khains wurde.

    Nun...bevor ich mich zu sehr in der Geschichte verliere, stoppe ich lieber.
    Wodrum geht es nun genau? Man gehört einem von 7 verschiedenen Vampirclans an, welchen man zu Beginn auswählen darf.
    Die Brujah sind starke Kämpfer, man könnte sie fast als die Anarchisten bezeichnen da sie die Gesellschaft, die die Vampire aufgebaut haben, stürzen wollen um das Utopia der Vampire zu erschaffen. Leider hat ihre kämpferische Natur den Nachteil, dass sie leichter als andere Clans dem Tier in sich nachgeben und die Kontrolle über sich verlieren.
    Gangrel sind stark mit der Natur verbundene Einzelgänger, oft streifen sie in Wäldern umher und verständigen sich mit den Tieren. Dadurch haben sie die Fähigkeit, sich selbst in eine Art Tier zu verwandeln, was sie extrem stark im Nahkampf macht. Jedoch können auch sie dem Tier in sich nicht so viel Widerstand bieten wie andere Clans.
    Malkavians leben in ihrer eigenen Welt, werden von vielen anderen Vampiren wegen ihrer Fähigkeiten, in den Geistern anderer zu lesen und auch wegen ihrer Visionen, und ihrer Art gemieden oder verachtet. Viele bezeichnen Malkavians als Verrückte, da sie alles anders sehen, in ihrer eigenen Art und auch eine sehr ungewöhnliche Wortwahl haben. Sie können leicht anderen Bilder in ihre Gedanken pflanzen, sie manipulieren und sie somit sogar in den Tod treiben. Jedoch sind "normale" Gespräche ungleich komplizierter, durch ihre Wortwahl oder durch die Vorurteile anderer Clans.
    Die Nosferatu sind wahrscheinlich das, was man sich unter einem typischen Vampir als Mensch vorstellt. Lange, spitze Ohren, entstellte Gesichter und lange Krallen an den Händen. Sie sind die Augen und Ohren der Vampire, passiert irgendetwas, sind die Nosferatu die Ersten, die es in ihren Abwasserkanälen erfahren. Braucht man Informationen, sind die Nosferatu die, die man fragen sollte. Auch sie können sich in eine Art Tier verwandeln, was ihre Kampfkraft deutlich steigert. Ebenso ist es ihnen ermöglicht, durch ihr Leben in den Kanälen, mehr Blut aus Ratten zu gewinnen. Jedoch können sie sich natürlich keinen Menschen zeigen, sie sehen einfach zu unmenschlich aus.
    Die Toreador sind der menschlichste Clan, sie sind die Künstler unter den Vampiren. Sie sind im Gegensatz zu den Nosferatu wunderschöne und soziale Wesen, die eng mit der Gesellschaft der Menschen verbunden sind. Sie sind nicht die besten Kämpfer, doch meist lassen sie es gar nicht so weit kommen. Oft finden sie einen Weg einen Kampf durch ihre diplomatischen Talente zu verhindern. Wenn es jedoch einmal so weit kommt und auch Worte nicht mehr helfen, greifen Toreador meist zu Schusswaffen, da sie durch ihre Fähigkeiten besonders geeignet für diese Vampire sind. Jedochv verlieren sie schneller Menschlichkeit als andere Clans, wenn sie zum Beispiel einen Unschuldigen töten.
    Die Tremere sind auch ein gemiedener Clan, doch nicht wegen den gleichen Umständen wie die Malkavians. Viele Vampire fürchten sich vor der überaus mächtigen Blutmagie der Tremere, die nur sie beherrschen. Auch andere Clans könnten sie theoretisch lernen, doch die Tremere hüten ihr größtes Geheimnis natürlich wie nichts anderes. Sie können Blut aus ihren Opfern saugen ohne sie berühren zu müssen, können einen Schild aus Blut um sich herum erschaffen oder sogar das Blut ihres Opfers zum kochen bringen. Jedoch können sie nicht so stark oder ausdauernd wie andere Vampire werden.
    Die Ventrue sind sozusagen die Adeligen unter den Vampiren, sie leiten die Camarilla, eine Sekte die sozusagen die Regierung der Vampire darstellt (dazu später mehr), finden leichter Gehör bei Vampiren als andere und können große Reden halten, die leicht andere von ihrer Sache überzeugen können. Auch sie sind keine starken Kämpfer, können sich aber, wie die Toreador, leicht aus gefährlichen Situationen herausreden. Entweder durch ihre Redekunst oder durch ihre manipulativen Fähigkeiten. Jedoch können sie keine Ratten aussaugen und auch haben sie Probleme mit dem Blut von "niederen" Menschen wie Prostituierten oder Obdachlosen. Manchmal kann es geschehen, dass sie alles wieder hinauswürgen, was sehr schmerzhaft für den Vampir ist.
    Hat man den richtigen Clan für sich gefunden muss man mit ansehen, wie der eigene Sire von den Camarilla getötet wird, da er nicht die Erlaubnis hatte, einen neuen Vampir zu erschaffen. Hätte ein anderer Vampir, Nines Rodriguez, der "Anführer" der Anarchs, nicht das Wort ergriffen und wäre für den jungen Vampir eingestanden, so wäre sein kurzes Unleben schnell beendet. Ab diesem Moment ist dieser junge Vampir sozusagen der Untergeben des Prinzen der Camarilla in Los Angeles, Sebastian LaCroix, ein Ventrue. Der erste Auftrag den er dem jungen Vampir gibt klingt leicht, ist aber das genaue Gegenteil. Der junge Vampir soll jemanden in Santa Monica treffen und Sprengstoff von einem anderen Untergebenen der Camarilla besorgen. Dieser wurde jedoch halb zu Tode geprügelt und hat nur durch das Vampirblut überlebt, welches man ihm Regelmäßig gibt. Auch wurde ihm der Sprengstoff geklaut. Nachdem das junge Khainkind den Sprengstoff zurückgeholt hat, steht man vor der nächsten Entscheidung. Wird man Mr. LaCroix sagen, dass der Ghoul versagt hat und man selbst das explosive Mittel holen musste oder sagt man, dass alles wie geplant lief?
    Der große Auftrag den man in Santa Monica erfüllen muss ist, ein Lagerhaus der Sabbath, eine andere Vampirsekte, die das Tier im Inneren verehrt, in die Luft sprengen. Jedoch entwickeln sich auf dem Weg dahin immer größere Probleme, ein Massenmörder treibt sein Unwesen und ein Schiff hat kurz vor dem Hafen angelegt von dem eine unheimlich Aura ausgeht. Dieses Schiff, besser gesagt ihre Fracht, ist das große Ganze, was nach der Sprengung in Santa Monica folgt.
    Die Quests sind extrem gut, einige Sidequests ziehen sich über mehrere Stadtteile hinweg, führen zusammen und vereinigen sich vielleicht zu einer großen Quest. Die Quests sind immer in Geschichten gebettet und sind so einfalls- und abwechslungsreich, dass man sich über jede neue Quest freut und wissen will, wodrum es geht. Da gibt es das junge Mädchen aus Japan, welches schon seit langer Zeit ein Fischmonster verfolgt, oder den Restaurantkritiker, den man für Mr. LaCroix so manipulieren muss, dass er eine schlechte Kritik über ein bestimmtes Restaurant schreibt. Und natürlich die Hauptquest, über die ich nicht zu viel verraten möchte, außer, dass es immer unerwartete Wendungen gibt und am Ende nichts so ist wie man es Anfangs erwartete.
    Das alles ist in die Source Engine gepackt, jedoch gibt es keine wirklichen Physikrätsel oder ähnliches (glücklicherweise) sondern eine wunderschöne Grafik mit unheimlich detaillierten Charakteren. Überall gibt es etwas zu entdecken, kleine und große Details die mehr oder weniger offensichtlich sind, in den Clubs hängen Plakate von Bands oder Events aus, Obdachlose stehen um die brennenden Fässer herum und wärmen sich und werden dabei korrekt beleuchtet und und und.
    Auch der Sound ist ausgezeichnet, die Stimmen sind einfach PERFEKT, die Hintergrundmusik ist stimmig und verändert sich je nach Situation und die Musik in den Clubs ist großartig. Es sind Künstler wie Lacuna Coil, Genitorturers oder Chiasm vertreten, welche für jeden guten Geschmack etwas bieten.
    Vampire The Masquerade - Bloodlines basiert auf den Regeln der Pen & Paper RPGs von White Wolf, jedoch ist es eher Action-orientiert und auch durchsichtig, man weiß was welcher Status oder welche Fähigkeit bewirken wird.
    Die Kämpfe sind recht anspruchsvoll, es gibt verschiedene Combos und Angriffe, die man je nach Situation einsetzen sollte und einige Schusswaffen haben zwei Feuermodi, Jamie Su hat z.B. einen Zoom Modus, die Spaz kann man von halb- auf vollautomatisch umstellen und so weiter. Die Nahkampfwaffen reichen vom kleinen Messer über einen Vorschlaghammer bis hin zu einem alten Vampirartefakt während die Fernkampfwaffen vom .38er Revolver über Jamie Sue (einem Jagdgewehr) bis zum Flammenwerfer reicht. Man hat also eine riesige Auswahl an Waffen. Auch gibt es verschiedene "Rüstungen", leichte und schwere Kleidung, leichte und schwere Lederkleidung sowie eine Kugelsichere Weste, die unter der schweren Lederkleidung getragen wird.
    Es gibt auch verschiedene Enden, insgesamt 5, die alle von den eigenen Entscheidungen abhängen.
    JEDOCH ist das Spiel auch mit dem offiziellen Patch 1.2 sehr stark verbuggt. Was aber keinerlei Probleme darstellt, da die Community bereits den Patch auf Version 3.0 fertiggestellt hat. Mir sind im Spiel nur kleinere Fehler ins Auge gefallen, die eher kosmetischer Natur waren, wie z.B. das Verschwinden von Telefonen aus den Händen oder unnatürlich lange Hälse in Zwischensequenzen. Darüber kann man aber wirklich mehr als hinwegsehen, da es nur kleine Schönheitsfehler sind die vielleicht nicht einmal bei jedem auftreten.

    Das dürfte wohl das Wichtigste sein, was man über Vampire: The Masquerade - Bloodlines sagen kann. Eine unfassbare Atmosphäre, perfekte englische Stimmen (mit deutschen Untertiteln, auch mit einigen Fanpatches), ein toller Soundtrack, großartige Aufträge, spannende Kämpfe und, ich muss es noch einmal sagen, eine unglaubliche Atmosphäre und noch so vieles mehr, dass man am Besten selber erlebt.

    Ich würde 95-97 Punkte vergeben, da es meiner Meinung nach, trotz der, glücklicherweise ausgemerzten, Bugs, sehr nah an der Perfektion ist.

  • Vampire: The Masquerade - Bloodlines
    Vampire: The Masquerade - Bloodlines
    Developer
    Troika Games
    Release
    18.11.2004

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Vampire: The Masquerade - Bloodlines
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http://www.gamesaktuell.de/Vampire-The-Masquerade-Bloodlines-Spiel-40888/Lesertests/Vampire-Die-Maskerade-Bloodlines-721789/
29.11.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2005/01/PCAvampBlood0205zombies3.jpg
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