Ultimate Spider-Man im Test

Test Markus Rehmann

Spinn und schwing das Bein! Im besten Spider-Man-Spiel seit Jahren wird der Superheld überraschend von seiner Vergangenheit eingeholt...

Comic-Meisterwerk als Pixelkunst

Kampf auf dem Times Square: Venom besteht in der Mitte des Spiels einen packenden Kampf, bei dem er die Leuchtreklame clever zu seinem Vorteil nutzen muss. Kampf auf dem Times Square: Venom besteht in der Mitte des Spiels einen packenden Kampf, bei dem er die Leuchtreklame clever zu seinem Vorteil nutzen muss. Die Geschichte ist, genau wie im Comic, in mehrere Kapitel unterteilt. Das Ganze gewinnt immer mehr an Tempo, der Spieler zieht abwechselnd mit Spider-Man und Venom durch die New Yorker Straßen. Sofort sticht die exzellente Präsentation ins Auge -- sämtliche Zwischensequenzen flackern im Comicpanel-Look über den Bildschirm. Das authentische Comicflair wird zudem durch die grandios in Szene gesetzte, so genannte 3D-Comic-Inking-Technology intensiviert. Soll heißen: Alle Figuren und Umgebungen entsprechen dem Zeichenstil der "Ultimate Spider-Man"-Comics.

Riesenhunger: Venom muss Passanten verschlucken, um bei Kräften zu bleiben. Riesenhunger: Venom muss Passanten verschlucken, um bei Kräften zu bleiben. Um die PS2-Geschichte voranzutreiben, muss der Spieler zwischendurch immer wieder Standard-Aufgaben meistern, die teilweise schon in "Spider-Man 2: The Game" (2004, PS2) Verwendung fanden. Ist ja auch kein Wunder, war U.S.-Entwickler Treyarch doch schon vor einem Jahr für die Videospiel-Umsetzung des Hollywood-Blockbusters zuständig. Wohl deswegen fallen die Action-Intermezzi relativ monoton aus. Immer wieder gilt es, Rennen gegen die Zeit zu gewinnen, Bürger aus Lebensgefahr zu retten, eine Straßengang nach der anderen aufzumischen oder versteckte Medaillen aufzuspüren.

Spannender Showdown auf Raten

Wiedersehen: Spider-Man fightet hier mit dem übermächtigen Rhino. Wiedersehen: Spider-Man fightet hier mit dem übermächtigen Rhino. Je weiter Spider-Man die Rahmenhandlung mit seinen Netzen spinnt, desto öfter treten bekannte Bösewichter wie etwa der Grüne Goblin, Carnage, Electro oder Rhino auf den Plan. Diese Rendezvous gipfeln automatisch in spannenden Endkämpfen, denen zumeist in mehrere Abschnitte unterteilte Verfolgungsjagden kreuz und quer durch den Big Apple vorauseilen. Bei den Fights müssen zum einen die ideenreichen Schwachstellen der Gegner ausgemacht, zum anderen die interaktiven Areale (Times Square, Wolkenkratzerbaustelle, Hinterhöfe von Queens u.s.w.) clever genutzt werden.

In solchen Situationen ist es ein Hochgenuss, mit Spider-Man oder mit Venom zu kämpfen. Ausschlaggebend hierfür ist die nahezu perfekte Steuerung, welche die Programmierer optimal auf die jeweiligen Charaktereigenschaften der zwei Spielfiguren abgestimmt haben. Bei der Spinne wird auf tolle Art und Weise das Gefühl vermittelt, mit einem grazilen Superhelden unterwegs zu sein, während sein ungestümes Gegenüber im schwarzen Kostüm roh und gewalttätig durch die Gegend poltert.

Auf Grund all dieser Tatsachen ist "Ultimate Spider-Man" eines der besten Marvel-Videospiele der letzten Jahre!

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