Ultimate Spider-Man
Comic-Versoftungen gibt es viele, doch keine wirkt so originalgetreu wie Spideys neuester PS2-Auftritt. Vom Look über die Atmosphäre bis hin zur Story -- hier stimmt einfach alles.
Nach dem eher durchwachsenen "Spider-Man 2: The Game" scheint Activisions "Ultimate Spider-Man" jetzt endlich dem Wort "super" in "Superhelden-Game" gerecht zu werden. Und das liegt nicht nur daran, dass ihr euch diesmal auch das schwarze Kostüm des Kult-Bösewichts Venom überstreifen dürft!
Profis am Werk
Wie der Name verrät, orientiert sich das neue Spinnenabenteuer an den beliebten "Ultimate Spider-Man"-Comics. Für die Story wurde extra Brian M. Bendis, der Autor der Serie, verpflichtet. Außerdem stand Bendis dem Entwicklerteam Treyarch als Berater zur Seite. Und das sieht man dem Titel an: Die Cel-Shading-Optik kommt dem gezeichneten Vorbild verdammt nahe. Bild-im-Bild-Einblendungen in den Zwischensequenzen perfektionieren den Comic-Look. Der Spielablauf erinnert an den der PS2-Filmumsetzung, ohne allerdings deren Fehler zu wiederholen. Ihr dürft zwischen den Story-Missionen eine ganze Stadt frei erkunden und diverse Nebenjobs erledigen. Doch obwohl ihr diesmal auch Spideys "Hood" Queens (un)sicher macht, fällt das Gebiet kleiner aus. Dafür sind die Straßen New Yorks voller Leben und Kenner der Materie erblicken alle paar Blocks bekannte Schauplätze wie die Empire State University.
Sinnvolle Zerstörungswut
Außerdem gestaltet sich die Spielwelt jetzt viel interaktiver. Fast alles kann zerstört oder zumindest manipuliert werden. Das ist vor allem bei den Bosskämpfen gegen allerlei Marvel-Fieslinge von Bedeutung: So müsst ihr beispielsweise Electros hitziges Gemüt erst abkühlen, indem ihr Hydranten herausreißt und euren Widersacher mit Löschwasser bombardiert, bevor eure Handgreiflichkeiten fruchten. Wie schon erwähnt, dürft ihr jetzt neben dem Spinnenmann auch dessen Erzfeind Venom steuern. Während Spidey sich agil durch die Gegend schwingt und Feinde geschickt in seine Netze einwickelt, wuchtet sich sein finsterer Gegenspieler mit gewaltigen Sätzen von Hauswand zu Hauswand und teilt in Kämpfen ohne Rücksicht auf Verluste mit seinen Tentakeln aus. So entpuppt sich das Bad-Boy-Dasein als erfrischende Abwechslung zum Helden-Alltag.
Gast
01.11.2005 00:00 Uhr
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