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  • Ubisoft - Forbes: "Glückwunsch, Ubisoft, ihr seid das neue EA"

    Ubisoft das neue EA? (2) Quelle: PC Games

    Hat Ubisoft mit Assassin's Creed Unity den Bogen überspannt? Forbes-Autor Paul Tassi erhebt schwere Vorwürfe gegen den französischen Publisher und sieht das Unternehmen auf dem Weg in eine Spirale der Unbeliebtheit, aus der EA gerade wieder zu entkommen versucht.

    Mit der Veröffentlichung von Assassin's Creed Unity in dieser Woche zieht sich Ubisoft nicht zum ersten Mal in diesem Jahr den geballten Unmut der Spieler auf der ganzen Welt zu. Zahlreiche Probleme plagen das groß angekündigte Next-Gen-Assassin's Creed und viele Spieler bezeichnen den Titel als unspielbar. In diese Kerbe schlägt nun auch Forbes-Autor Paul Tassi, der sogar soweit geht und Ubisoft als das neue Electronic Arts bezeichnet. In den vergangenen Jahren hat sich EA zweimal in Folge den Titel als schlimmstes Unternehmen Amerikas eingehandelt. Abgesehen von einigen Kontroversen rund um Die Sims 4 und den Zweifeln am Erfolg von Titanfall, habe EA in diesem Jahr laut Tassi jedoch versucht nicht großartig negativ aufzufallen. Diese Rolle habe in diesem Jahr Ubisoft übernommen.

    Die Vorwürfe an den französischen Publisher durch den Forbes-Autor sind vielfältig. Es geht los mit Watch Dogs, das auf Präsentationen vor dem Release mehr versprochen hat, als es letztendlich halten konnte. Das Open-World-Spiel sei an seinem eigenen Hype gescheitert. "Das Spiel war brauchbar, aber nicht bemerkenswert", so Paul Tassi. Während der E3 2014 gab Ubisoft dann mit Aussagen über fehlenden weibliche Charaktere im frisch angekündigten Koop-Modus von Assassin's Creed Unity kein gutes Bild ab. Die Begründung, weibliche Figuren hätten zu viel Animationsarbeit benötigt, stempelten viele Spiele als billige Ausrede ab. Auch die Behauptung der 30 FPS-Lock würde dem cineastischen Erlebnis dienen, war in den Augen der Fans nicht mehr als eine PR-Ausrede.

    Ein weiterer Vorwurf richtet sich gegen die Review-Politik bei Assassin's Creed Unity. Das offizielle Embargo für alle Formen von Reviewberichten endete nämlich ganze zwölf Stunden nach dem amerikanischen Mitternachts-Release. Ubisoft wird daher von Fans und Tester vorgeworfen, das Spiel so oft wie möglich an Vorbesteller und Schnellentschlossene verkaufen zu wollen, bevor die zu erwartenden negativen Berichte das Licht der Welt erblicken. Abgesehen von den technischen Schwierigkeiten von Assassin's Creed Unity tragen Microtransaktionen von bis zu 99 US-Dollar sowie Schatzkisten, die sich nur durch Verknüpfung bestimmter Plattformen und Apps öffnen lassen, nicht gerade zu einem positiveren Gesamtbild bei. Entsprechend äußert Forbes-Autor Paul Tassi auch Befürchtungen, dass das noch kommende Far Cry 4 mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben wird.

    "Allgemein prangern die Fans die permanente Verwendung der immer gleichen Formel von Ubisoft in allen wichtigen Serien an, darunter Eroberungspunkte auf einer offenen Spielkarte und eine große Zahl an kopierte Nebenmissionen und Sammelgegenständen", erklärt Tasst weiter. "Das ergibt acht verschiedene Kontroversen, alle mit einem unterschiedlichen Grad an Bedeutung, aber alle zusammen formen das Bild eines Unternehmens, das offenbar auf dem falschen Weg ist, zumindest wenn es nach den Fans geht, die ihre Produkte kaufen". Tassi gibt allerdings auch zu, dass Kontroversen wie die Frage von weiblichen Charakteren in Videospielen und dem Aufbau von Hypes, die am Ende nicht gehalten werden können, kein alleiniges Problem von Ubisoft sind, sondern die gesamte Industrie betreffen.

    Die ganz aktuellen Auseinandersetzungen der Fans mit Ubisoft, habe sich das Unternehmen durch das Vorgehen bei Assassin's Creed Unity jedoch selbst zuzuschreiben. "Es gibt eine feine Linie zwischen den Dingen, die man tun muss um sein Produkt zu verkaufen, und dem Betrügen (ehemals) loyaler Kunden, die ein Spiel kaufen, was sie vielleicht nicht gekauft hätten, wenn sie alle Fakten kennen würden", so Tassi. Das Vorgehen von Ubisoft im Fall von Assassin's Creed Unity sieht für den Autor daher so aus, als wolle man verzweifelt auch noch den "letzten Tropfen Blut aus dem Stein" quetschen. Assassin's Creed könne seiner Meinung nach eine umsichtige und intelligente Serie sein, wenn sie nicht vom eigenen Publisher mit jährlichen Sequels, Microtransaktionen und App-Gängelung ausgebeutet werden würde.

    Am Ende seiner Kolumne stellt der Forbes-Autor vier zentrale Forderungen auf, die Kunden haben, um in die Produkte von Publishern zu vertrauen. Erstens sollte geliefert werden, was im Vorfeld beworben wurde. Zweitens wollen Kunden nicht mit PR-Sprache kleingeredet werden. Drittens sollte das Produkt zum Launch funktionieren. Und viertens wollen Kunden respektiert werden, wenn sie 60 US-Dollar für ein neues Spiel ausgeben und nicht dazu angestachelt werden noch mehr auszugeben. "Die sind keine kompliziert zu erreichende Ziele und es ist erstaunlich wie viel ein klein wenig Ehrlichkeit bewirken kann, in einer Industrie, in der sich Kunden permanent in die Irre geführt fühlen", gibt Paul Tassi zu bedenken. Wie seht ihr das? Ist Ubisoft noch auf dem richtigen Weg? Diskutiert im Kommentarbereich unter dieser Meldung.

    Quelle: Forbes

    10:42
    Assassin's Creed: Unity im Testvideo - Famose Grafik, viele Fehler
    Spielecover zu Assassin's Creed: Unity
    Assassin's Creed: Unity
  • Es gibt 18 Kommentare zum Artikel
    Von KingDingeLing87
    Es ist zwar jetzt einfach zu sagen, aber ich denke es war einfach abzusehen das sich Ubisoft irgendwann mit diesem…
    Von AlterGamer
    Da hast du absolut recht:hoch:Wer zum Release dann auch noch gleich los rennt um es zum Erscheinungstermin zu kaufen…
    Von Zocker130
    Ja ich sehs schon kommen: bald erwirken selbsternannte Verbraucherschützer den kleinlauten Hinweis "Spielvorschlag"…
    • Es gibt 18 Kommentare zum Artikel

      • Von KingDingeLing87
        Es ist zwar jetzt einfach zu sagen, aber ich denke es war einfach abzusehen das sich Ubisoft irgendwann mit diesem Franchise übernimmt und dann solch ein Beispiel wie Unity mit all seinen Problemen dabei rauskommt.
        Ich meine da haben sie solch ein Franchise mit allen Möglichkeiten und dann finde ich es auch…
      • Von AlterGamer
        Zitat von Hoernchen1234
        Das ist nicht OK, keine Frage. Aber wirklich neu ist das ja auch nicht. Sony hatte damals auch schon geprahlt dass die Spiele auf der PS3 in 1080p laufen und bei Killzone 2 irgendwelche vorgerenderten Szenen als Ingamegrafik verkauft.
        Man sollte halt nicht…
      • Von Zocker130
        Zitat von Hoernchen1234
        Das ist nicht OK, keine Frage. Aber wirklich neu ist das ja auch nicht. Sony hatte damals auch schon geprahlt dass die Spiele auf der PS3 in 1080p laufen und bei Killzone 2 irgendwelche vorgerenderten Szenen als Ingamegrafik verkauft.
        Man sollte halt nicht…
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Forbes: "Glückwunsch, Ubisoft, ihr seid das neue EA"
Hat Ubisoft mit Assassin's Creed Unity den Bogen überspannt? Forbes-Autor Paul Tassi erhebt schwere Vorwürfe gegen den französischen Publisher und sieht das Unternehmen auf dem Weg in eine Spirale der Unbeliebtheit, aus der EA gerade wieder zu entkommen versucht.
http://www.gamesaktuell.de/Ubisoft-Firma-15823/News/Forbes-Glueckwunsch-Ubisoft-ihr-seid-das-neue-EA-1142541/
13.11.2014
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