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Two Worlds (PC)

Release:
07.05.2007
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Zuxxez

Two Worlds

14.06.2007 06:45 Uhr
|
Neu
|
Oblivion, nehme dich in Acht! Oder auch nicht.

"Perchance?" -"Mayhap!"

Die Städte und Dörfer sind wohlgefüllt mit größtenteils männlichen NPCs, welche zu ungefähr 98% das gleiche Modell wie der eigene Charakter benutzen. Die wenigen Frauen die es gibt gleichen tatsächlich wie einem Ei dem anderen. Was dem Entwickler Zeit sparte, bedeutet für den Spieler jedoch unnötiges suchen "wichtiger" Personen, welches netterweise durch verschiedene Symbole erleichtert wird. Bei den meisten Menschen wird ein rundes Symbol angezeigt, wenn man sie anvisiert, Auftraggeber haben ein grünes, Trainer ein braunes und Gedächtnisauslöscher ein blaues Viereck während bei Händlern ein Goldbeutel angezeigt wird. Dieses "Feature" ist auch mehr als bitter nötig, da viele NPCs orientierungslos durch die Gegend tingeln, aneinander hängenbleiben oder einfach mal die fantastische Idee haben, konzentriert auf einem Fleck im Kreis zu gehen. Daumen hoch.
Die NPCs wurden übrigens ausgezeichnet vertont (wer gesehen hat, wie ein Fisch versucht an Land zu atmen weiß auch, warum es nicht Lippensynchron geworden ist), die Stimmen passen sehr gut wie auch die Akzente. Jedoch hat man es ETWAS mit dem Versuch übertrieben, die Sprache auf "irgendwas wie Mittelalter" zu trimmen. Jeder zweite Satz in den teilweise sehr langen (aber abbrechbaren) Gesprächen enthält mindestens ein Perchance und/oder Mayhap, welche nach kurzer Zeit zu Eckpfeilern der Verachtung werden.
Nebenbei erwähnt gibt es verschiedene Fraktionen im Spiel wie die Giriza (scheinbar eine Art Mafia), die Händler oder die Nekromanten. Je höher das Ansehen ist, desto bessere Preise machen ihre Händler oder umso bessere Aufträge kriegt man.

Tomato Soup

Selbstredend rennt man nicht nur ziellos durch die Lande, nein, die Entführer Kira's wollen, dass man ihnen die 5 Teile eines alten Artefaktes bringt, damit sie einen alten Kriegsgott wiedererwecken können. Das erweist sich aber als recht langweilig und erschreckend schnell erledigt, weshalb man sich erstmal auf die Nebenquests konzentrieren sollte. Einige Quest(reihen) sind wirklich ausgezeichnet und sehr interessant, man soll für einen Nekromanten frisch benutzte Stricke finden, herausfinden, was mit einer Karawane geschehen ist oder aus einer von Orks überrannten Festung Katapulthebel stehlen. Sehr schön ist auch, dass einige Quests miteinander verwoben sind. So soll man in einer Stadt der Armenküche helfen, indem man einer alten Frau ihre gehorteten Vorräte abschwatzt, nur will sie einem nicht glauben. So steht man erstmal ratlos da, bis man von einer Frau erfährt, dass wenige Leute Nahrungsmittel kaufen, da sie denken, dass sie die "Heimsuchung" (eine Seuche, die zum Beispiel Tote zum Leben erweckt) enthalten und für diese Frau soll man etwas finden um die Reinheit des Essens zu beweisen. Mit dem Wissen um die "Heimsuchung" geht man zurück zu der alten Dame und tischt ihr diese Geschichte auf, nach der sie gerne all ihre Vorräte abgibt.
Neben den guten Quests muss es natürlich auch weniger gute geben, welche meine Wertung in hohen Maße beeinflusst haben. Entweder ist ihre Geschichte vollkommen langweilig oder die Quest an sich macht schon keinen Spaß. Beispielsweise erhält man von einer Person den Auftrag, in dem Haus eines Astronomen ein Tier zu beschwören. Das Haus liegt direkt gegenüber, man muss es nur betreten, kann wieder zurück und um die 4.000 Gold einstreichen.
Auch macht sich dort das etwas unausgegorene Design des Spiels breit, manches Mal findet man in der Wildnis ein vollkommen verlassenes, aber intaktes Haus vor, dessen Bewohner erst dann erscheint, wenn man die entsprechende Quest hat. Oder man kriegt den Auftrag, eine Person zu finden. Irgendwo, ohne einen Anhaltspunkt...was recht knifflig ist, wenn man die Dimensionen der Welt, in der man spielt, kennt.

Mitglied

14.06.2007 06:45 Uhr
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Mitglied
Bewertung: 0
18.09.2007 19:05 Uhr
Echt guter Test! Ich kann den anderen nur zustimmen, du solltest dich als Redakteur bewerben.:)
Schön, dass es wirklich Leute gibt, die sich auf Cynamite.de so engagieren wie du:hoch:
Mitglied
Bewertung: 0
24.08.2007 00:12 Uhr
Der Test ist wirklich gut geschrieben. Ich bin doch nicht vom Spiel überzeugt. Ich bin ein begeisterter Oblivion-fan, wo die Kämpfe um Biespiel schwer doch nicht unmöglich ist. Unsterblichkeit in Oblivion, dank des Stapelns in Two Worlds, gott sei dank nicht möglich. In oblivion, musst du dich als Krieger…
Mitglied
Bewertung: 0
16.06.2007 04:11 Uhr
Das ist ein wirklich sehr großes Lob, vielen Dank.

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