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Tomb Raider Anniversary (PS2)

Release:
01.06.2007
Genre:
Action
Publisher:
Eidos

Review: Tomb Raider Anniversary

20.06.2007 00:00 Uhr
|
Neu
|
Videospiel-Ikone Lara Croft entführt uns noch mal in ihr erstes Abenteuer. Klingt nach Zweitverwertung? Weit gefehlt!

Ganze sieben Millionen Einheiten des Ur-"Tomb Raider" aus dem Jahre 1996 hat Eidos bis zum heutigen Tage weltweit verkauft. Mit der bislang letzten Episode "Tomb Raider: Legend" knüpfte Entwickler Crystal Dynamics zumindest ansatzweise an diesen großen Erfolg an. Was läge also näher, als den ersten Teil mit den technischen Möglichkeiten eines "Legend" neu auferstehen zu lassen? Richtig: nichts!

Die fiesen Mumien-Monster haben mehr drauf als im Original. Also Vorsicht! Die fiesen Mumien-Monster haben mehr drauf als im Original. Also Vorsicht! Wer aber denkt, bei Eidos hätte man lediglich die Lizenz zum Geld machen entdeckt, der irrt. "Tomb Raider Anniversary" ist keineswegs nur ein altes Spiel im neuen Gewand. Die Schauplätze wurden nicht nur optisch überarbeitet, sondern vergrößert, erweitert und mit neuen Features gespickt.

Lara begibt sich in ihrem ersten Abenteuer auf eine gefährliche Reise, um das sagenhafte Scion-Artefakt ausfindig zu machen. Schon die Eingangsphase wartet mit einer Überraschung auf: Das Render-Intro bricht früher ab als bekannt, das riesige Höhlentor muss von Hand geöffnet werden. Die ersten Aktionen in Laras Welt fungieren als Tutorial, das Ihnen die umfangreiche Steuerung näher bringt. Der aus "Tomb Raider: Legend" bekannte Magnethaken ist übrigens auch wieder mit dabei -- allerdings erweist er sich nun als noch vielseitiger. Mit seiner Hilfe schwingt sich Lara über Abgründe oder hängt sich an Metallösen ein, um Steilwände entlangzulaufen.

Bekanntes Design


Mit Hilfe des vielseitig einsetzbaren Magnethakens überwindet Lara die unterschiedlichsten Hindernisse. Mit Hilfe des vielseitig einsetzbaren Magnethakens überwindet Lara die unterschiedlichsten Hindernisse. Viele Wege führen nach Rom -- bei "Tomb Raider" führt aber seit jeher nur ein Weg ans Ziel. Und den gilt es erst mal zu finden, was auf Grund der gigantischen Dimensionen der Gebäude und Landschaften nicht immer ganz einfach ist. Außerdem hat man unverständlicherweise auf die aus "Tomb Raider: Legend" bekannten Kamerafahrten verzichtet, die Ihnen den Lösungsweg vorzeichnen. Dadurch wird aus so mancher Suchaktion schnell eine Geduldsprobe.

Bei den Rätseln ist Frust dagegen ein Fremdwort. Die zu bewältigenden Kopfnüsse bestehen meist nur darin, irgendwo hin zu klettern und einen Schalter umzulegen, um den Weg frei zu machen. Das erweist sich allerdings gelegentlich als trickreich -- müssen Sie nach hinten wegspringen, verfehlen Sie allzu oft die rettende Plattform. Leider kann man die Kamera auch nicht komplett drehen, um sich umzusehen. Vor jeder Klettereinlage gilt es also, zunächst genau die Gegend in Augenschein zu nehmen, um lästiges Try-and-Die zu vermeiden.

Trotz dieses Makels ist die Steuerung mustergültig -- auch die unzähligen fiesen Fallen sind mit etwas Geschick leicht zu meistern. Riesige, herabfallende Steinblöcke, mit Giftpfeilen und Klingen gespickte Korridore sowie Jump'n'Run-Einlagen auf wackligen Pfählen sorgen für typisches "Tomb Raider"-Feeling und Abenteuer-Laune.

Böse Biester


Auch diesmal sind die waghalsigen Sprünge der schönen Grabräuberin nicht selten Millimeterarbeit. Auch diesmal sind die waghalsigen Sprünge der schönen Grabräuberin nicht selten Millimeterarbeit. Richtig gut sind die Kämpfe mit den unterschiedlichen Fieslingen geworden. Erstens ist die KI über jeden Zweifel erhaben und zweitens haben manche Gegner einige Tricks auf Lager, die im Original von 1996 noch nicht enthalten waren. Lara-Veteranen sollten sich also nicht in Sicherheit wiegen!

Natürlich dürfen auch die obligatorischen Bossmonster nicht fehlen. Dabei laufen die Gefechte immer nach demselben Muster ab: Erst ballern Sie so lange auf das Vieh ein, bis die rote Aggressionsleiste voll ist. Dann brennt dem Boss die Sicherung durch und er dreht noch mal richtig auf -- er wird allerdings auch verwundbar und erleidet Schaden. Weichen Sie dem Vieh mit einer Rolle aus, schaltet das Game in eine Art Bullet-Time und zwei Fadenkreuze erscheinen auf dem Bildschirm. Sobald beide Markierungen über den Augen des Monsters liegen, sollte Lara abdrücken, dann verursacht sie besonders heftigen Schaden. Ist die gelbe Energieleiste des Gegners leer, segnet er das Zeitliche.

GamesAktuell.de-
Spielspaß-Wertung:
9 /10
Leserwertung
(134 Votes):
79 %
Fazit
Laras PSone-Debüt in einer rundum gelungenen Neuauflage: Das lässt das Herz eines jeden Abenteurers höher schlagen!
Tolle Atmosphäre
Kamera stellenweise ungünstig
Gute Rätsel, packende Action
Manchmal frustig
Über 20 Stunden Spielzeit
   
Alexander Bidell
Für Fans ist eines klar: Der erste Teil von "Tomb Raider" bleibt der beste! Das war damals richtig und stimmt heute umso mehr -- die perfekt inszenierte Geburtstags-Edition präsentiert Grabräuberin Lara in neuem Glanz. Angefangen von der unver-wechselbaren Atmosphäre über die hervorragende und für PS2-Verhältnisse schier unglaubliche Grafik bis hin zur guten Steuerung wurde bei diesem spannenden Abenteuer beinahe alles richtig gemacht. Nur die gelegentlich unzureichende Kamera und so manche Fruststelle stören den tollen Gesamteindruck.
   
Alexander Bidell
Gast

20.06.2007 00:00 Uhr
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