Tom Clancy's The Division 2: Ersteindruck nach der Hälfte der Kampagne
Test 26,99 €
Für den finalen Test von The Division 2 benötigen wir noch einiges an Zeit. Kampagne und vor allem Endgame wollen schließlich ausführlich bewältigt werden. Von uns gibt es daher hier zunächst einen kurzen Ersteindruck, der ungefähr nach der Hälfte der Kampagne entstanden ist. Mehr zum Test dann später hier an dieser Stelle.
Ein Spiel wie The Division 2 (jetzt kaufen / 26,99 € ) ist als Tester immer eine Herausforderung. Frühzeitiger Zugang ist aufgrund der Onlinenatur des Spiels nicht möglich. Entsprechend konnten auch wir erst mit dem Start des Early Access für Vorbesteller loslegen. Das bedeutet aber auch, dass wir nicht zeitnah zum Release einen vollwertige Test eines so umfangreichen Spiels abliefern können. Vor allem da wir uns nach den Erfahrungen mit dem Vorgänger auch ein ausführliches Bild des Endgames verschaffen wollen. Einen ersten Eindruck wollen wir euch aber dennoch vermitteln, nachdem wir inzwischen rund die Hälfte der Kampagne hinter uns gebracht haben.
Sieben Monate nach dem Ausbruch der Dollar-Grippe werden die Agenten der Strategic Homeland Division in die US-Hauptstadt gerufen. Hier haben inzwischen drei brutale Fraktionen das Sagen und die verbliebenen Zivilisten versuchen in kleinen Siedlungen zu überleben. Entsprechend dreht sich die Story zunächst auch wenig um große Heldentaten oder den Kampf gegen einen mächtigen Bösewicht. Stattdessen geht es darum als Division-Agenten den Menschen von Washington zu helfen ihre Lebensumstände zu verbessern und sie zu befähigen die Gefahr durch die feindlichen Fraktionen Stück für Stück zurück zu drängen. Dazu retten wir wichtige Personen, sichern Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen und unterstützen die Zivilisten-Miliz bei zahlreichen Aktivitäten direkt in der offenen Spielwelt.
Quelle: Ubisoft
In den vereinzelten Zwischensequenzen wird die Handlung vorangetrieben. Der Protagonist bleibt dabei allerdings stumm.
Die US-Hauptstadt wirkt dadurch sehr lebendig und wir bekommen direkt ein Gefühl für den Einfluss, den unsere Aktionen haben. Zu Beginn sind in einem Bezirk vor allem Mitglieder der feindlichen Fraktionen auf der Straße. Je mehr Kontrollpunkte wir einnehmen, je mehr Quests und Projekte wir abschließen, um so mehr übernimmt die Miliz die Kontrolle. Im Gegenzug profitieren wir von der Unterstützung der Zivilisten. So können wir Spezialisten für unsere Operationsbasis rekrutieren, die neue Features wie Crafting freischalten. Viele der abgeschlossenen Aufgaben und Unterstützungsprojekte machen sich auch optisch in den Siedlungen bemerkbar. Da werden neue Gärten errichtet, Spielecken für Kinder geschaffen, eine bessere Stromversorgung sicher gestellt. Das meiste davon hat keinen direkten spielerischen Nutzen, trägt aber sehr stark zur Atmosphäre einer lebendigen Spielwelt und dem persönlichen Erfolgsgefühl bei, was wiederum die Motivation antreibt.
Zum Spielspaß gehört aber natürlich auch das Kampfsystem. Dem liegt zwar nach wie vor ein RPG-System zugrunde, bei dem Ausrüstung und Charaktereigenschaften über den Schaden entscheiden. Die Zeit bis zum Kill eines Gegners wurde aber spürbar reduziert, wodurch in den Kämpfen mehr Spaß aufkommt. Starke Gegner unterscheiden sich vor allem durch sichtbare Rüstung am Körper von den normalen Feinden. In die Panzerung muss zunächst eine Schwachstelle geballert werden, bevor auch diese Gegner recht schnell zu Boden gehen. Auch die KI der Gegner hat dazugelernt. Jede Fraktion verfügt über Kämpfer mit unterschiedlichem Vorgehen. Stürmer kommen direkt auf uns zu, Grenadiere versuchen uns aus unserer Deckung zu treiben und Angreifen fallen uns in die Flanke, wenn wir nicht hinsehen.
Zur Wehr setzen wir uns mit einem vielfältigen Angebot an Waffen in verschiedenen Gattungen sowie den acht Kampffähigkeiten. Letztere gibt es in verschiedenen Varianten, die zusätzlich noch modifiziert werden können. Das erlaubt hohe Anpassungsmöglichkeiten an den eigenen Spielstil. Es ermutigt uns aber auch neue Dinge auszuprobieren. Negativ aufgefallen sind uns dagegen die Spielmenüs, die umständlich verschachtelt sind. Da hilft auch die ansonsten eingängige Maus/Tastatur-Steuerung nicht. Auf der PS4 leidet das Spiel nach wie vor an Mängeln beim Rendering, was auch auf der PS4 Pro zu unschön nachladenden Texturen und aufploppenden Objekten führt.
Wir befinden uns mitten im Test und werden diesen Artikel mit der vollständigen Review aktualisieren, sobald wir die Kampagne gemeistert haben und ausführlich in das Endgame eingetaucht sind.
