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  • Tom Clancy's Splinter Cell Conviction - Leser-Test von Kaisan

    Der erste Splinter Cell hat der Third Echelon den Rücken zugekehrt. Kann Sam Fisher trotz mangelnder Geheimorganisation ein gutes Spiel abliefern? Hier kläre ich auf!

    Tom Clancy's Splinter Cell – dieser Name steht für gute Stealth-Action-Kost mit den Profi-Agent Sam Fisher. Dieser darf auch im neuen Splinter Cell ans Werk. Obwohl er schon seit nunmehr neuen Jahren unterwegs ist, rostet Sam Fisher nicht. Im Gegenteil: In dieser Episode der bis jetzt fünf erschienenen Titel läuft Sam zur Höchstform auf – nie war er so zielsicher und eiskalt. Aber alles der Reihe nach.

    Das Leben als einsamer Wolf

    Wenn ihr mit den Begriffen "Third Echelon" und "Sam Fisher" nichts anfangen könnt, fasse ich hier alle bisherigen Teile in einem kurzen Text zusammen: Sam Fisher, ein Profi-Geheimagent, arbeitet für die Geheimorganisation Third Echelon, welche zum Ziel hat, dem weltweiten Terror den Garaus zu machen. So knipst Sam eiskalt bösartige Terroristen aus, hackt Computer, welche mit wichtigen Daten gefüllt sind oder rettet wichtige Persönlichkeiten – eben das, was einer der besten Agenten halt so macht. Doch ab Teil vier der Saga, Splinter Cell Double Agent, wird es kritisch: Sams Tochter Sarah wird angefahren und stirbt an den Verletzungen. Sam sinnt nach Rache und begräbt seinen Job bei Third Echelon. Sein einziges Ziel ist nun nur noch, den Mörder seiner Tochter zu finden. Genau an diesem Punkt knüpft nun der neueste Teil Conviction an. Ohne Spezialtechnik der Geheimorganisation muss Sam sich nur mit seinen vielen geistigen Fähigkeiten, einigen Waffen und seiner körperlichen Fitness bewaffnet, beweisen und den Mörder finden. Dabei ist er grausamer als je zuvor – dazu aber später mehr.

    Eigentlich stand die Splinter Cell-Reihe nie für eine besonders gelungene Geschichte oder dergleichen, dennoch schafft Conviction eine so gute Handlung aufzubauen, dass selbst die letzten Kritiken langsam aber sicher verschwinden. Man fiebert bis zum Schluss der Geschichte mit – so etwas gab es in der Splinter Cell-Serie noch nie. Toll!

    Altbewährtes rostet nicht

    Sam Fisher gehört zum alten Agenten-Eisen. Dennoch – dafür bewegt er sich noch ziemlich flott. Dies kommt den Gameplay sehr zugute, welches sich nun actionreicher präsentiert. Moment – Action in einem puren Stealth-Game wie Splinter Cell? Ja. Wo man damals noch darauf aufpassen musste, dass man nicht entdeckt wird, kann man heute, brutal gesagt, alles über den Haufen ballern und schert sich keinen Dreck darum, ob man nun von den Widersachern gesehen wurde oder nicht. Nur eine Mission folgt ein bisschen dem Ruf alter Splinter Cell-Teile, denn dort darf man für kurze Zeit nicht entdeckt werden. Taktisches Schleichen und Ausschalten gibt es nur noch bedingt – wer sich über die Jahre mit dem Splinter Cell-Konzept angefreundet hat, wird dennoch nicht enttäuscht, denn meistens ist es von Vorteil, nicht entdeckt zu werden. Und selbst wenn man entdeckt wird, ist es für Freunde des gepflegtem Schleichens nicht weiter schlimm, denn anstatt alles wie in bester Third-Person-Shooter Manier über den Jordan zu schicken, kann man auch von der bekannten Position fliehen und sich wieder von hinten ans Werk machen, um die Gegner auszuschalten. Damit ihr wisst, ob ihr in sicherer Dunkelheit oder im gefährlichen Licht wandert, gibt es nicht wie in alten Spielen den Sichtbar-Pegel, stattdessen färbt sich der Bildschirm in einem kompletten Grau, wenn der Gegner keine Ahnung hat, wo ihr steckt. Daher solltet ihr nicht wild aufspringen und nachsehen, was mit eurem Fernseher los ist, wenn sich euer Bildschirm mal in Schwarz-Weiß färbt. Erinnert doch eh an die guten, alten Fernseher-Zeiten, oder?

    Pojektor: Die Missionsziele werden wie mit einem Projektor an Häuserfronten oder Wänden projeziert. Pojektor: Die Missionsziele werden wie mit einem Projektor an Häuserfronten oder Wänden projeziert. Quelle: forum-3dcenter.org Ein ebenfalls sehr wichtiges neues Feature ist, dass eure Missionsziele wie mit einem Projektor an die Gebäude oder Wände gestrahlt werden. Zusätzlich werden hin und wieder einige kurze Filme ebenfalls an den Wänden ausgestrahlt. Diese braucht ihr nur optional anschauen, eine Pflicht ist es nicht. Falls ihr außerdem wissen wollt, wo euch der Gegner vermutet, bedient euch das Spiel auch hier: Ein Abbild Sams wird dort angezeigt, wo der Gegner euch zum letzten Mal sah und vermutete. So stehen komplett neue Möglichkeiten offen. Um praktisch unsichtbar von der letzten bekannten Position zu fliehen, könnt oder müsst ihr sogar ein ebenfalls neues Feature nutzen: Sam kann nun von einer Deckung zur nächsten hechten. Wenn euch diese ganzen Techniken immer noch nicht reichen, um den Gegner erfolgreich zu erledigen, gibt euch das Spiel noch einen Haufen an weiteren Features: So serviert das Level-Design äußerst elegante Möglichkeiten, den Feind auszuschalten. Zudem könnt ihr wichtige Personen verhören. Falls sie nicht reden wollen, müsst ihr sie so lange prügeln, bis sie reden. Wichtige Personen kann man zudem über Kamera beobachten und verhören. Wenn euch das alles immer noch nicht reicht, nun gut, es gibt noch mehr. Etwa die Möglichkeit, zwei Gegner auf einmal umzubringen. Dazu müsst ihr erst einen Gegner im Nahkampf überwältigen, dann eure Ziele markieren und den entsprechenden Knopf drücken, schon liegen die beiden Opfer ohne ein Lebenszeichen auf dem Boden. Wenn ihr darauf keinen Bock habt, könnt ihr auch eure Waffen in überall in den Levels verteilten Waffenkoffern austauschen, upgraden und vergleichen. Puh… reicht wohl immer noch nicht? Dann gibt es auch noch die Möglichkeit, einen Gegner als menschlichen Schutzschild zu nutzen. Oder ihr könnt auch den sogenannten "Tod von oben" aktivieren. Ihr seht: Das Spiel gibt euch so viele Möglichkeiten und Features wie wenige andere. Dass das Level-Design eigentlich strikt linear ist, merkt man dem Spiel dank der Übermenge an Features so nicht an. Zudem sind die eben genannten Möglichkeiten nur einige von vielen mehr.

    Splinter Cell Conviction spielt sich insgesamt flotter als bei den Vorgängern. Die zusätzliche Dosis an Action schadet und tut dem Spiel gleichermaßen gut – Profis werden empört sein, aber eine weitere Zielgruppe wird angesprochen. Ich jedenfalls bin mit dem neuen Gameplay voll und ganz zufrieden.

    Ziemlich zimperlich ist der liebe Sam aber nicht gerade, oder?

    An die Arbeit: Sam verhört gerade einer seiner 'Kunden'. An die Arbeit: Sam verhört gerade einer seiner "Kunden". Quelle: Ubisoft Conviction ist der erste Splinter Cell-Titel mit der USK (Unterhaltungssoftwareselbstkontrolle) ab 18 Freigabe – und das zu Recht. Blut ist zwar nicht übertrieben dargestellt und Splatter-Effekte sucht man auch vergebens, aber vor allem in einem bestimmten Level und bei den Verhören kommt die wahre Brutalität des Titels ans Tageslicht. Ersteres – der Level – spielt in einer EMP-Forschungszentrale, in der Wissenschaftler brutal behandelt werden. Ständig muss man die durchlöcherten Leichen der Wissenschaftler hilflos ansehen. Dazu kommen die bedrückenden Sound-Einlagen, welche das Leid der Wissenschaftler noch mehr verstärken. Zu hören sind nämlich Schüsse und Schreie wie etwa bei einem Amoklauf. Manchen Spielern wird dies sauer aufstoßen. Wer sich aber mit so etwas abfinden kann, der liegt klar im Vorteil, den Splinter Cell Conviction ist nichts für Zimperliche.

    Du sagst es mir jetzt oder dein Kopf landet im Kühlschrank!

    Wichtige Personen, die notwendiges Wissen verbergen, werden im Verhör zum Reden gebracht. Dabei schnappt sich Sam die Person und prügelt diese so lange, bis sie redet. Aber: Sam geht nicht zimperlich vor. Gerade im ersten Verhör merkt man dies deutlich: Sam prügelt sein Opfer durch ein öffentliches Klo. Dazu schlägt er den Kopf des Opfers auf allerlei Dinge ein, etwa ein Klo oder einen Spiegel. Weiß Sam genug, wird das Opfer kaltblütig erwürgt. Starker Tobak! Dies scheint ein weiterer Grund zur ab 18-Freigabe zu sein.

    Jedenfalls gelangt man durch diese Verhöre an wichtige Informationen, die einem im weiteren Spielverlauf helfen. Doch dass es so brutal daher kommen muss, ist fraglich.

    Unser heutiger Streitfall: Die KI!

    Die KI (Künstliche Intelligenz) sollte in einem Stealth-Game eigentlich auf dem höchsten Stand sein. Aber in Conviction schwankt die Qualität der Pappkameraden: Mal entdecken sie euch aus den unmöglichsten Winkeln und hacken mit einer großen Überzahl auf euch ein, mal knipst ihr locker einen nach den anderen aus, ohne wirklich etwas zu machen. Meistens laufen einem die Gegner so vor die Nase, dass man sie leicht erschießen oder im Nahkampf überwältigen kann. Zudem gibt es in den Levels noch so viele Möglichkeiten, den Gegner versteckt und sicher umzulegen, dass man den Schwierigkeitsgrad locker anziehen hätte können. Für Neueinsteiger hui, für Profis pfui.

    Beschäftigung für einige Zeit

    Nachdem ihr die Kampagne erfolgreich auf einen der drei Schwierigkeitsgrade abgeschlossen habt, könnt ihr euch noch in der mitgelieferten Koop-Kampagne mit einem Freund im Splitscreen-Modus oder online hindurch kämpfen, die Nebenmissionen bestreiten oder den Code für die Beta von Ghost Recon Future Soldier einlösen und das Spiel anzocken. Letzteres ist zwar seit letztem Sommer nicht mehr möglich, dafür aber ist die Koop-Kampagne eigens für diesen Zweck entwickelt worden und bietet eine neue Story und neue Missionen. Der Umfang stimmt also – löblich.

    Alles eine Frage der Technik

    Nun zu den technischen Werten. Splinter Cell hatte bisher eigentlich nur eine zweckmäßige Grafik, aber Conviction versucht, dies der Vergangenheit angehören zu lassen. Zwar sind einige Texturen immer noch matschig, aber der Detailgrad wurde enorm vergrößert und auch die Animationen kommen besser rüber. Vom Sound her ist Conviction wie gewohnt: Futuristischer Soundtrack, welcher keine Überraschungen bereit hält, dafür aber auch nicht zum Tonausschalten verführt. Die Steuerung bedarf anfangs einiger Eingewöhnungszeit, geht später aber in Fleisch und Blut über. Abstürze oder Ähnliches kamen in meinem Test nicht zustande.

    Fazit:

    Trotz vieler kleiner Mängel begeistert das Spiel von vorne bis hinten – man kann fast gar nicht mehr abschalten, was vielleicht auch an der Story liegt. Denn diese hält eine große Überraschung bereit, die ich natürlich nicht verraten werde.

    Splinter Cell Conviction spricht eine größere Zielgruppe an als seine Vorgänger, nämlich auch Action-Fans kommen hier voll auf ihre Kosten, wenn auch nicht so sehr wie Stealth-Action-Fans. Von mir erhält das Spiel jedenfalls eine klare Kaufempfehlung für alle, die nur im geringsten Sinne etwas mit Action- und Agenten-Spielen anfangen kann.

    Test-Kompakt:

    USK: ab 18 Jahren. Das Spiel ist brutal – so viel steht fest. Vor allem der schon erwähnte Level und die Verhöre benötigen starke Nerven – es kann schon mal ein Messer eine Hand durchbohren.

    Plattformen: PC, PlayStation 3 und Xbox 360

    Für wen ist das Spiel geeignet: Das Spiel spricht eine größere Zielgruppe als noch zuvor an. Profis werden aber etwas von der dummen KI enttäuscht werden.

    Release: Bereits erhältlich

    Tom Clancy\'s Splinter Cell: Conviction

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Kaisan
    91 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    7/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    9/10
    Atmosphäre
    8/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
    Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    15.04.2010
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Sanchez85
    Der Test ist zwar schon etwas älter aber da ich erst vor kurzem angefangen habe das Spiel zu zocken habe ich ihn mit…
    Von Kaisan
    Ja, habe das Spiel erst zu Weinachten bekommen, nicht vorher zugelegt. Deswegen gibt es den Test auch erst so spät…
    Von Donapulo
    Etwas.. spät?

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    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Sanchez85
        Der Test ist zwar schon etwas älter aber da ich erst vor kurzem angefangen habe das Spiel zu zocken habe ich ihn mit Begeisterung gelesen. Dein Test fast auf jeden Fall den Eindruck den ich bis jetzt von dem Spiel habe recht gut zusammen. Spaß mach es mir auf jeden Fall aber es gibt auch ohne Frage bessere Genrevertreter.
        Trotzdem aus meiner Sicht ein echt gutes Spiel...
      • Von Kaisan
        Zitat von Donapulo
        Etwas.. spät?
        Ja, habe das Spiel erst zu Weinachten bekommen, nicht vorher zugelegt. Deswegen gibt es den Test auch erst so spät. 
      • Von Donapulo Gelöscht
        Etwas.. spät?
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Tom Clancy's Splinter Cell: Conviction
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Der erste Splinter Cell hat der Third Echelon den Rücken zugekehrt. Kann Sam Fisher trotz mangelnder Geheimorganisation ein gutes Spiel abliefern? Hier kläre ich auf!
http://www.gamesaktuell.de/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Conviction-Spiel-39220/Lesertests/Tom-Clancys-Splinter-Cell-Conviction-Leser-Test-von-Kaisan-805603/
03.01.2011
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