Michael de Plater arbeitet gerade an Tom Clancy's: Endwar und teilte uns seine Gedanken zu Gedankenkontrolle, Nintendos Wiimote und das Ende von Mass Effect mit.
Micheal De Plater
Ubisofts Creative Director steckt immer bis zum Hals in Arbeit und gehört zu den ambitioniertesten Leuten seiner Zunft. Der Mann hat noch sichtlich Spaß an seinem Job und werkelte bereits an Serien wie Need For Speed, FIFA und Total War. Wir wollten mit ihm über sein aktuelles Projekt Tom Clancy's: Endwar sprechen.
Hallo, Michael. Gestern hab ich einem Kumpel erklärt, warum ich Assassin's Creed so mag. Das klang ungefähr so: "Ich hab den Typen aufgeschlitzt, dann rauf aufn Kirchturm, syncen und runter ins Heu und voll geil und dann aufm Pferd versehentlich Passanten zertrampelt und dann ging‘s richtig ab und..." Sagen wir mal, du würdest einem Kumpel von Endwar erzählen. Wie würde sich das anhören?
Michael De Plater: Nun, das würde sich so anhören, als hätte ich tatsächlich die Hölle des dritten Weltkriegs durchgemacht und lange genug überlebt, um die Erfahrung mit anderen zu teilen. Das wären Geschichten, die du in keinem anderen Spiel erlebst: "Die V-44 setzte uns hinter den feindlichen Linien ab, die Engineers gingen voraus, um die Gegend zu sichern und Minenfelder anzulegen. Das war bevor uns die feindlichen Gunships mit den Chainguns unter Beschuss nahmen! Um uns herum ging alles in Flammen auf, Gebäude stürzten ein - es war Chaos! Also ließen wir unsere Anti-Luft-Einheiten los, um sie von Himmel zu blasen und dann gabs den Vorstoß unserer Panzer. Erst dachte ich, wir hätten die Sache im Griff aber dann traf uns ihre WMD (Weapon of Massdestruction). Killshot und Iceman gingen beinahe drauf, doch der Medi-Chopper zog sie noch schnell genug raus und..."
Neben Ego-Shootern sind Echtzeitstrategie-Titel (RTS-Games) das favorisierte Genre der PC Spieler. Werden RTS-Games auf Konsole irgendwann denselben Status innehaben?
Michael De Plater: Klar werden sie das! Ein cooles Spiel ist und bleibt ein cooles Spiel - das Genre ist erst mal egal. Ich bin alt genug, um mich an die Zeiten zu erinnern wo man dachte, dass Konsolen-Egoshooter nicht funktionieren. Doch dann kamen Goldeneye und Halo. Nun sagten die Leute, dass westliche Rollenspiele auf Konsole nicht funktionieren würden und plötzlich kam Knigts of the Old Republic. Es macht außerdem viel mehr Spaß nach Hause zu kommen und ein Spiel auf dem dicken HD-Screen zu genießen, statt mit Keyboard und Maus zu spielen. Genügt doch, dass man den ganzen Tag mit Maus und Tastatur arbeiten muss!
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