Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • World War 2 RTS

    Was IL-2 Sturmovik für Flugsimulationen war, soll World War 2 für Taktiker bringen: die Revolution in Sachen Realismus und Detailtreue. Ob dabei die Spielbarkeit erhalten bleibt? Wir haben für Sie nachgeschaut ...

    Falls Ihnen die Bilder auf diesen Seiten entfernt bekannt vorkommen: World War 2 RTS ist kein völlig neues Projekt. Bislang war es unter dem Namen Wartime Command bekannt. Nachdem sich aber Publisher Codemasters zurückgezogen hat, entwickeln die Jungs von Maddox Games ihr Echtzeit-Taktikspiel nun wieder in Eigenregie unter dem alten Codenamen World War 2 RTS. Aber Achtung, Verwirrungsgefahr: Trotz des Kürzels RTS (Real Time Strategy = Echtzeit-Strategie), zählt der Titel mangels Aufbauanteilen zum Taktik-Lager. Wir haben uns das Spiel angesehen und mit den Moskauer Machern gesprochen.

    Eindrucksvolle Zahlenspiele

    Schon die nackten Fakten klingen imposant: World War 2 RTS stellt in 70 Missionen 30 Schlachtfelder gemäß historischer Vorgaben nach, angefangen beim Polenfeldzug 1939 bis hin zu den letzten Scharmützeln auf europäischem Boden rund um den Reichstag. Vor 300 regional typischen Bauwerken und ebenso vielen Landschaftsobjekten gehen satte 150 Vehikel und Geschütze in Stellung, von der Opel-Zugmaschine bis hin zum ausgewachsenen Tiger-Panzer. Soldaten kleiden sich nicht nur in 200 verschiedene Uniformen, sondern verfügen auch über mehr als 30 Attribute, die ihre Fähigkeiten im Umgang mit den diversen Waffensystemen ebenso bestimmen wie etwa ihr Verhalten unter Feuer. In keinem anderen Strategiespiel konnten Freizeitkommandeure je auf ein so gewaltiges Arsenal zurückgreifen.

    Priorität: Realismus

    Dabei haben die Entwickler historische Akkuratesse zum obersten Gebot erklärt. Alle Ausrüstungsgegenstände sollen bis ins kleinste Detail nachempfunden werden. Für einen Kampfwagen bedeutet das etwa korrekte Werte für Front-, Seiten-, Heck- und Turmpanzerung, verschiedene Geschwindigkeiten in den Vor- und Rückwärtsgängen im Gelände und auf befestigten Wegen, Gesamtgewicht, Turmdrehzeit und allerhand Waffendaten, darunter Ladezeit, Penetrationstabellen, Mündungsgeschwindigkeit und Munitionsarten sowie -vorräte für Hauptkanone und Sekundärwaffen: Explosivgranaten, panzerbrechende, Hohlladungsgeschosse, und, und, und. Da gerät man schon beimLesen außer Atem.

    Hunderte Mannstunden haben die Entwickler allein mit der Recherche dieser Daten verbracht. Man muss nicht unbedingt Militärtechnik des 20. Jahrhunderts studiert haben, um sich zurechtzufinden -- aber es hilft! Die wichtigsten Werte zeigt World War 2 RTS immerhin in einem ständig abrufbaren Informationsbildschirm (siehe Screenshots), und eine Online-Enzyklopädie soll Geschichtsfans zufrieden stellen. Auch das Schadensmodell ist entsprechend ausgefeilt. Statt simple Hitpoints aufzurechnen, lokalisiert es Trefferzonen, stellt gegebenenfalls fest, welche Systeme beschädigt und ob Crewmitglieder verwundet wurden und so weiter. Übrigens werden nicht nur gegnerische Einheiten in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch Gebäude und das Terrain selbst.

    Ein Problem bringt der Realismus allerdings mit sich: Bei Waffenreichweiten von 1.500 bis 2.000 Metern können die großen Kaliber theoretisch fast übers gesamte Spielfeld ballern, das bis zu drei Quadratkilometer umfassen wird. Um solche Long-Range-Duelle zu vermeiden, werden die Macher den Sichtbereich auf etwa 500 Meter beschränken. Andernfalls müsste man in einer extrem herausgezoomten Ansicht mit daumennagelgroßen Einheiten spielen.

    Die Mannschaft macht's

    Allerdings ist auch der schönste Panzer ohne die geeignete Besatzung nur ein teurer Klotz Stahl; je nach Modell hocken bis zu fünf Mann darin. Wer im Schützengraben kämpft und wer im bequemen Funkersessel oder in der Kommandokuppel Platz nehmen darf, entscheidet der Spieler mithilfe der oben erwähnten Charakterwerte. So führt man denn auch keine Fahrzeuge durch die vier Kampagnen (die Ausrüstung ändert sich je nach Kriegslage), sondern vielmehr eine Kompanie Soldaten -- hier zirka 50 Mann. Mit jedem Treffer, jedem Sieg, aber auch jeder Niederlage lernen die Schützlinge dazu, verdienen sich Orden, Beförderungen und neue Talente. Wer sich an der Haubitze bewährt hat, macht später vermutlich auch am Panzerabwehrgeschütz eine gute Figur. Ein versierter Fahrer ist dort hingegen fehl am Platz.

    Eine beinahe ebenso große Rolle wie die individuellen Fähigkeiten spielt die Moral. Damit die Männer Ihre Befehle prompt befolgen und auch unter Beschuss die Nerven bewahren, sollte möglichst immer ein Offizier in der Nähe sein. Auch ein Panzer-Platoon im Rücken hilft, die Infanterie zu beruhigen. Andernfalls nehmen besonders Rekruten schnell die Beine in die Hand, wenn gegnerische Tanks anrollen.

    Vom Häuserkampf zum Hinterhalt

    Über die Missionen ist vergleichsweise wenig bekannt. Ein Teil wird historische Gefechte nachstellen auf Schlachtfeldern, die anhand von topografischen Karten, Originalplänen und zeitgenössischen Fotos erstellt wurden. Dort geht es meist darum, bestimmte Schlüsselpunkte zu erobern oder gegen einen Vorstoß zu verteidigen. Andere Einsätze simulieren Sabotageakte mit Kommandotruppen, Aufklärungsvorstöße, Hinterhalte oder Häuserkämpfe. Egal was auf dem Plan steht, das Erfahrungssystem fordert minimale Verluste. Wer etwa bei den Sowjets seine besten Männer in der Frühjahrsoffensive ?45 verheizt, muss später beim Sturm auf Berlin mit grünen Jungs auskommen.

    Material ist hingegen entbehrlich. Das Oberkommando stellt Ihnen für jedes Scharmützel neue Fahrzeuge und Geschütze zur Verfügung. Je nach Kriegsjahr und Situation sind mal Furcht einflößende Stahlkolosse darunter, mal Vehikel mit zweifelhafter Kampfkraft. Dabei wird World War 2 RTS die Chancen relativ gleich verteilen und Königstigern keine Spähwagen gegenüberstellen. Mangelnde Qualität wird gegebenenfalls mit Quantität ausgeglichen. Will heißen, auf einen einzigen Panther kommen drei, vier Shermans.

    Zahn der Zeit

    World War 2 RTS verwendet eine stark modifizierte Version der Engine von IL-2 Sturmovik. Die glänzt vor allem mit detaillierten 3D-Modellen und natürlichen Landschaften. Allerdings hat der Zahn der Zeit trotz aller Verbesserungen wie pixelgenauen Lichteffekten und Bump Mapping sichtbar an der Grafik genagt. Mit kommenden Blendern wie Relics Company of Heroes kann World War 2 RTS offensichtlich nicht mithalten, was unter anderem auch an der recht realistischen, aber unspektakulären Spielphysik liegt. Dafür glänzt Maddox Games' Projekt mit unzähligen Animationen. Beispiel: Wenn die Bedienmannschaft eines Geschützes bis auf einen Mann fällt, macht der als Einzelkämpfer weiter. Erst wird nachgeladen, dann das Ziel anvisiert, schließlich gefeuert -- alles mit lebensechten Bewegungen.

    Rüdiger Steidle

  • Theatre of War
    Theatre of War
    Publisher
    Kalypso Media GmbH
    Developer
    1C (RU)
    Release
    25.10.2007

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
717429
Theatre of War
World War 2 RTS
Was IL-2 Sturmovik für Flugsimulationen war, soll World War 2 für Taktiker bringen: die Revolution in Sachen Realismus und Detailtreue. Ob dabei die Spielbarkeit erhalten bleibt? Wir haben für Sie nachgeschaut ...
http://www.gamesaktuell.de/Theatre-of-War-Spiel-37151/News/World-War-2-RTS-717429/
01.09.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/v_ww2_04_09eps.jpg
news