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  • The Movies

    Lights! Camera! Action! The Movies öffnet endlich die Studiotore und gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik Hollywood. Oder besser gesagt: hinter die Kulissen dessen, was sich Peter Molyneux unter einer Traumfabrik vorstellt.

    Oh Gott! Wer hätte gedacht, dass das Leben eines ultra-coolen und Geld scheffelnden Filmmoguls derart stressig sein kann? Während am Western-Set gerade das jüngste Machwerk der PC-PowerPlay-Studios auf Zelluloid gebannt wird, herrscht bei Produktion Nummer zwei -- auf der Raumschiffbrücke -- Chaos pur. Die Regisseurin ist mal wieder unzufrieden mit ihrem Äußeren, verbreitet Mega-Stress und torkelt lallend mit der Whisky-Pulle durch die Gegend. Zudem sieht es auf unserem Studiogelände schon seit Monaten aus wie bei Hempels unterm Sofa. Offensichtlich stehen noch immer zu wenige Hausmeister und Bauarbeiter auf unserer Gehaltsliste, die den kapriziösen Stars und Sternchen hinterherputzen und die Gebäude in einwandfreiem Zustand halten.

    Wir können natürlich nicht ständig Kindergärtner spielen und die besoffenen Leinwandgötter von der VIP-Bar ans Set zerren -- obwohl wir das könnten. Also bleibt uns wohl nichts übrig, als die Launen unserer Diven dauerhaft zu verbessern. Ergo: her mit größeren Wohnwagen, persönlichen Assistenten und einer New-Age-Entzugsklinik! Dummerweise verschlingen solche Maßnahmen einen Batzen Geld, und da wir nur einige wenige Stars mit solchem Luxus überschütten können, werden die übrigen Kreativköpfe schon bald eifersüchtig auf ihre Kollegen. Willkommen in der Realität!

    Opas Leinwandutopie

    Das unmittelbare Ziel in The Movies ist zwar die Produktion und Veröffentlichung von profitablen Filmen. Der Weg vom Skript zum fertigen Leinwandepos ist allerdings gespickt mit zahllosen Entscheidungen oder Kompromissen, die allesamt unsere Schauspieler glücklich machen und damit die Produktion möglichst reibungslos gestalten sollen. Nur wer die Kunst des Mikromanagements virtuos beherrscht, kann seine aufstrebende Filmklitsche in eine gut geölte Geldproduktionsmaschine verwandeln. Wir starten im Jahr 1920. Der Film steckt noch in den Kinderschuhen, die Technik ist primitiv, und folgerichtig begeistert sich das Publikum bereits für Streifen, in denen ein Dilettant albern auf der Bühne herumhüpft.

    Bescheidene Anfänge

    Nachdem wir auf unserem leeren Studiogelände die wichtigsten Gebäude errichtet haben, strömen die Arbeitswilligen herbei, und wir können sie per Mausklick in unsere Dienste aufnehmen. Das funktioniert (wie fast alle Aktionen im Spiel) über eine ähnliche Steuerung wie im Götterepos Black & White 2. Wir betrachten unser Studio aus einer frei dreh- und zoombaren Vogelperspektive und können Angestellte sowie Arbeitslose mit einem Mausklick in die Hand nehmen und an beliebiger Stelle absetzen. So teilen wir sie zum Arbeiten, Proben oder zum Stressabbau per Alkoholgenuss ein. Neue Gebäude stehen im Baumenü bereit, und wir platzieren sie -- wie in einem klassischen Aufbauspiel -- frei auf unserem riesigen Firmengelände.

    Eifersüchteleien unter Stars

    Die Standardansicht verlassen wir übrigens nur selten. Doch wenn wir einen Schauspieler in der Buchhaltung absetzen, um sein Gehalt anzupassen, schaltet das Spiel auf eine neue Ansicht. Hier überprüfen wir in einer Tabelle alle Informationen zum Thema Star-Gehälter und passen die Gagen unserer Schützlinge an. Der Witz dabei: Die Stars (zu denen neben den Schauspielern auch die Regisseure zählen) kriegen sehr wohl mit, wie es um ihren Status im Vergleich zu den Kollegen bestellt ist. Sobald sie sich unfair behandelt fühlen, werden sie sauer.

    Wenn wir also etwa einen Star mit Barem und Annehmlichkeiten überschütten, füllt sich sein Zufriedenheitsbalken immer mehr. Sobald wir ihm aber zu viel Geld zugestehen, verschlechtert sich die Laune unserer übrigen Darsteller rapide. Hier zeigt das Spiel auch sehr anschaulich, worum es bei fast allen Entscheidungen und Einstellungen in The Movies geht. Wie im echten Leben sind wir nämlich stets auf der Suche nach dem optimalen Kompromiss. Die komplexe Spielmechanik gepaart mit einer leicht verständlichen Benutzerführung veranschaulicht uns dabei ziemlich deutlich, was genau unsere Entscheidungen in der Spielwelt bewirken, oder warum etwa ein Film schlecht oder gut bewertet worden ist.

    Hilfe im Filmdickicht

    Das bedeutet allerdings nicht, dass der Weg an die absolute Spitze der Filmindustrie in The Movies ein simpler Spaziergang ist. Unter der leicht zugänglichen Benutzeroberfläche verbirgt sich nämlich eine handfeste Wirtschaftssimulation, die mit zunehmender Spieldauer mehr und mehr Einstellmöglichkeiten bietet und so zunehmend komplexer wird. Um den Einstieg so unkompliziert wie möglich zu halten, erwartet uns zu Beginn ein umfangreiches Tutorial. Diese Online-Hilfe lenkt uns in der kritischen Startphase per Sprachausgabe und Bildschirmanweisungen clever in die richtigen Bahnen. Nach einiger Zeit verstummt zwar die nette weibliche Tutorial-Stimme, aber bei voll aktivierten Hilfen erscheinen während des gesamten Spiels Sprachblasen mit ausführlichen Hilfetexten, die uns neue oder veränderte Gebäude sowie Funktionen erklären.

    Der Alltag eines Filmmoguls

    Obwohl das Spiel kontinuierlich um neue Möglichkeiten erweitert wird (teils durch neue Gebäude, teils durch modernere Technik), läuft das eigentliche Filme-Produzieren im Jahr 1980 im Kern genauso ab wie Anno 1920. Zunächst müssen wir natürlich ein Drehbuch haben, das wir auf die Leinwand bringen können. Das lassen wir entweder von unseren Autoren erstellen (dauert einige Zeit) oder wir verfassen es in einem speziellen Gebäude kurzerhand selber. Hierfür legen wir fest, auf welchen unserer Sets die vorgegebenen Szenen spielen sollen, und welche Szene gegeben werden soll. Dabei ist es völlig Schnurz, ob die Szenen aneinander gereiht einen Sinn ergeben. Wichtig ist, dass wir Sets verwenden, die das Publikum nicht schon ausgiebig kennt, und dass wir genügend Szenen im Skript haben, um die höchstmögliche Skript-Qualität zu erreichen.

    Das Spiel bewertet beinahe alles (Studios, Stars, Filme) nach einem Fünf-Sterne-System. Unsere Drehbücher können immer nur die maximale Sternwertung erreichen, die unser aktuelles Skriptbüro (einfach: ein Stern, durchschnittlich: zwei Sterne, usw.) zulässt. Während wir den Drehplan erstellen, zeigt uns das Spiel, wie hoch die Wertung unseres jüngsten Machwerks gerade ist. Sobald alle Sterne leuchten und wir somit die derzeit höchste Qualitätsstufe erreicht haben, können wir die Arbeit am Skript beenden und mit dem eigentlichen Dreh beginnen.

    Besetzung -- ganz ohne Couch

    Per Mausklick ziehen wir unser fertiges Drehbuch ins Casting-Büro, wo wir die Hauptrollen besetzen, den Regisseur bestimmen und überprüfen, ob genügend Statisten und Crew-Mitglieder zur Verfügung stehen. Sobald alle Stellen vergeben sind, beginnen die Mitarbeiter mit den Proben. Nach kurzer Zeit sind auch die abgeschlossen und wir können den Dreh starten.

    Der läuft mehr oder weniger automatisch ab, und wir können stets verfolgen, womit unser Team gerade beschäftigt ist. Ein rotierendes Kamerasymbol schwebt jeweils über dem Set, an dem gerade gedreht wird. Durch einen Rechtsklick auf dieses Icon (oder auf das entsprechende Symbol am rechten Bildrand) können wir alle Infos zum Fortschritt des Projekts einsehen. Hier werden auch Probleme angezeigt, etwa wenn sich die Drehpläne von zwei Teams in die Quere kommen und eines warten muss, bis ein bestimmtes Set frei ist.

    Launische Leinwandluder

    Viel häufiger allerdings entstehen Zwangspausen dadurch, dass ein Star mies gelaunt ist und nicht zur Arbeit erscheint. Die Stimmung unserer Schätzchen errechnet sich aus einer Vielzahl von Faktoren wie Image, Erfolg vergangener Filme, Stress, Langeweile, usw. Den jeweils wichtigsten Wert zeigt das Spiel in einer einzelnen Infoblase, sobald wir mit der Maus über sein Porträt fahren. Mit einem Rechtsklick klappt eine ganze Infosammlung auf und zeigt alle Befindlichkeiten im Detail an. Die Stimmung ist wichtig, da nur gut gelaunte Stars eine herausragende Vorstellung vor (oder hinter) der Kamera abliefern. Wenn also ein Schauspieler mit Nervenzusammenbruch droht, sollten wir schleunigst Gegenmaßnahmen ergreifen. Glücklicherweise lässt sich per Infosystem mit einem Blick feststellen, wo unseren Sensibelchen der Schuh drückt. Wenn ein Star einfach überarbeitet ist, sollten wir ihm eine Auszeit gönnen oder ihn zu einem Besäufnis schicken. Das baut Stress ab, führt aber möglicherweise zu einer Alkoholabhängigkeit.

    Sobald ein Film dann allen Widrigkeiten zum Trotz abgedreht ist, lassen wir ihn aufs Publikum los, und das Spiel zeigt uns auf mehreren Bildschirmen, wie gut oder schlecht unser jüngstes Machwerk abschneidet. Auch hier ist The Movies äußerst transparent, denn es wird haarklein aufgedröselt, wie die Bewertung zu Stande kommt und welche Faktoren welche Rolle dabei spielen.

    Der tiefere Sinn?

    Abseits vom Tagesgeschäft und dem Ziel, das eigene Studio an die Spitze zu führen, bietet The Movies zahlreiche Gelegenheiten, unserer kreativen Ader freien Lauf zu lassen. Im Online-Modus können wir unsere besten Filme auf die Server von Lionhead hochladen und von anderen The Movies-Studiobossen bestaunen lassen. Neben einem selbst geschriebenen (und halbwegs sinnvollen) Drehbuch ist hierfür vor allem das Post-Production-Gebäude nötig, in dem wir unseren Meisterwerken den letzten Schliff verpassen können. Dort fügen wir beispielsweise Geräusche ein, verändern die Musik oder synchronisieren den Film mit unserer eigenen Stimme nach. Das bringt uns im Karrieremodus allerdings nicht weiter, da das Spiel solche Veränderungen am Film natürlich nicht erkennen oder gar »belohnen« kann.

    Sascha Gliss

  • The Movies
    The Movies
    Developer
    Lionhead Studios
    Release
    23.11.2006

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The Movies
The Movies
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01.12.2005
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