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  • Matrix Path of Neo v1.1

    Wer sich an grauslicher Konsolengrafik und versaubeutelter Steuerung nicht stört, wandelt mit Path of Neo in den Fußstapfen des Matrix-Revoluzzers Mr. Anderson.

    In der Matrix ist Neo König, Gott und Erlöser in einer Person. Milchbubi Thomas Anderson verwandelt sich in der virtuellen Realität in einen lederbefrackten Kung-Fu-Checker, meuchelt -- für die gute Sache -- Polizisten und Wachleute im Akkord und avanciert schlussendlich zum Retter der Menschheit. Das klingt nicht nur für phantasiebegabte Zeitgenossen nach einem Computerspielhelden, doch im bisher einzigen Matrix-Spiel Enter the Matrix durften wir den coolen Cyber-Messias nicht steuern.

    Die Matrix gemoddet

    Im zweiten Versuch läuft alles anders: Wie der Titel vermuten lässt, schlüpfen wir in Path of Neo in die schwarze Kutte von Herrn Anderson und spielen uns in zig Missionen durch die Handlung der gesamten Matrix-Trilogie. Intime Kenner der Filme müssen sich dabei keine Sorgen machen: Sie werden zwar so manches Déjà-Vu erleben, allerdings wurden die Kämpfe und die meisten Storyelemente so umgestrickt und erweitert, dass wir uns nie fühlen, als müssten wir uns sklavisch an der Filmhandlung entlang hangeln. Und da das Spiel-Abenteuer mit der Flucht aus Neos Büro beginnt und mit dem Mega-Fight gegen Agent Smith endet, ist für reichlich Missionsfutter gesorgt.

    Einige Aufträge orientieren sich stark an der filmischen Vorlage -- etwa die Lobby-Schießerei aus Teil eins oder der Showdown gegen Smith und seine Klone aus Matrix Reloaded. Andere Missionen erweitern Handlungsstränge, die in den Filmen nur angerissen wurden. So ist Neos Kampftraining zu Beginn des Spiels etwa deutlich länger als im Kino. Der Großteil der Einsätze jedoch spielt zwischen Schlüsselszenen der Filme und schickt uns in komplett neue Szenarien. Sobald wir uns etwa in die Handlung des zweiten Films vorgekämpft haben, muss Neo vier Kapitänen aus der Patsche helfen und ihr Überleben sichern.

    Neo gegen den Rest der Welt

    Obwohl im späteren Verlauf der Geschichte auch einige Hüpf- und Geschicklichkeitseinlagen auf dem Programm stehen, vertrimmen wir in den meisten Aufträgen mehr oder weniger starke Widersacher. Ab und zu müssen wir zusätzlich kleinere Nebenaufgaben erfüllen, etwa einen befreundeten Charakter beschützen oder bestimmte Objekte in die Luft jagen. Das zentrale Spielelement ist und bleibt aber der Kampf mit Karate und Knarren. Die Entwickler lassen dabei sowohl vertraute als auch neue Bösewichter auf uns los. Die Standardgegner in der Matrix sind zweifellos die Polizisten und Wachleute, von denen es mehrere Untertypen gibt, die sich in Ausrüstung, Cleverness und Verhalten unterscheiden. Und natürlich fallen auch immer wieder die berüchtigten Agenten über uns her, die zu schnell für unsere Kugeln sind und somit vorzugsweise im Nahkampf geplättet werden müssen.

    Schöner prügeln

    Bevor Morpheus uns allerdings in die »echte« Matrix schickt, müssen wir ein intensives Trainingsprogramm über uns ergehen lassen. Hier lernen wir die unterschiedlichen Kampfmodi (Kung-Fu und Kanonen) und sollen ein Gefühl für die diffizile Steuerung bekommen. Die wurde für die PC-Version des Spiels auf eine Kombination aus Maus und Tastatur umgestrickt. Dabei dienen die Maustasten als Angriffstasten eins und zwei. Attacke Nummer eins löst simple Schläge oder Schlagfolgen aus, während der alternative Angriff zum »Schocken« der Gegner und somit als Vorbereiter für die zahllosen Prügelkombos aus Neos Arsenal dient.

    Und das geht so: Wenn wir einen Bösewicht erfolgreich schocken, bleibt er verdattert stehen und wir können an ihm die spektakulärsten Angriffe aus den Filmen ausführen. Dann macht Neo zum Beispiel zwei Schritte über die Brust des Gegners, steht kurz auf dessen Schulter und tritt ihm zum Abschluss herzhaft gegen die Birne. Je mehr Erfahrung unser Held in den Kämpfen sammelt, desto höher wird seine Bewusstseinsstufe und desto mehr Spezialfähigkeiten können wir freischalten. Hierfür nutzen wir einen speziellen Bildschirm, auf dem wir uns alle derzeit verfügbaren Upgrades anschauen und jeweils eines »erwerben« können.

    Bullet-Time: das Original

    Die Matrix wäre natürlich nicht die Matrix ohne zünftige Bullet-Time-Einlagen: Schließlich verhalf die Trilogie der Wachowski-Brüder diesem filmischen Stilmittel zum Durchbruch. Im Spiel löst Neo die Zeitlupenfunktion aus, indem er seinen »Fokus« benutzt. Mit der Fokus-Taste können wir allerdings nicht nur die Zeit verlangsamen, sondern auch andere Aspekte des Spiels beeinflussen. Mit aktiviertem Fokus schießen unsere Waffen etwa genauer und schneller, unsere Tritte richten mehr Schaden an und Gegner lassen sich leichter schocken. Zudem kann Neo im Zeitlupenmodus an Wänden entlang laufen, höher springen, oder -- im späteren Spielverlauf -- sogar durch die Levels fliegen.

    Die Kombination aus bewaffnetem und unbewaffnetem Kampf, Fokus-Fähigkeiten und Neos Trainingszustand sorgt dafür, dass der Cyber-Erlöser schon bald ein unübersichtliches Repertoire an Angriffen, Verteidigungen und Bewegungen beherrscht. Zusätzlich können wir Angriffe modifizieren, indem wir die Umgebung nutzen, etwa wenn Neo die Wand hoch läuft, sich abstößt und seinen Gegner wie ein Torpedo rammt.

    Coolness oder Effizienz?

    Klar: Die meisten Kombos sehen ziemlich cool aus, in der Praxis allerdings müssen wir nur eine Handvoll beherrschen. Sobald ein Gegner nämlich geschockt ist, können wir mit ihm machen, was wir wollen. Sprich: Es ist Wurscht, ob wir eine komplizierte oder eine einfache Kombo ausführen. Wenn wir nicht zu lange warten, wird der Angriff in jedem Fall durchgehen. Allerdings verursachen mächtigere Akrobatik-Einlagen höheren Schaden, was gerade im Kampf gegen die beinharten Agenten der entscheidende Vorteil sein kann. Für die Standardgegner hingegen reichen normalerweise ein entwaffnender Angriff und eine schnelle Kombination von Tritten und Schlägen.

    Wer unbedingt will, kann auch Feuerwaffen einsetzen, allerdings machen die Bleispritzen nicht halb so viel Spaß wie eine zünftige Massenschlägerei. Die meisten Waffen nehmen uns mit völlig übertriebenem Mündungsfeuer zudem die Sicht aufs eigene Fadenkreuz, und die wenig sensible Maussteuerung und die lächerlich langsamen Kugeln machen Distanzduelle zum reinen Glücksspiel.

    Grau-sige Levels

    So beeindruckend der schiere Umfang der Story und das Schlagarsenal des Helden auch sind, so unglaublich schlecht schneidet das Spiel bei der Technik ab. Die Grafik beleidigt das Auge mit detailarmen Charakteren, Clipping-Fehlern und Texturen, die aussehen, als wären sie mit einer dicken Schicht Frischhaltefolie überzogen. Zu allem Überfluss stellt das Spiel trotz altbackener Technik hohe Hardwareanforderungen -- sobald in größeren Arealen viele Gegner sind, gehen auch potente Rechner schon mal in die Knie.

    Der Pfad des Murmeltiers

    Nicht nur bei der Grafik wird überdeutlich, dass es sich bei Path of Neo um eine ziemlich lieblose Konsolenkonvertierung handelt. Unverständlicherweise haben die Entwickler das Speicherpunktsystem auf den PC übertragen. Wir dürfen unseren Fortschritt also nur an vorgegebenen Punkten sichern. Da die aber oft zu weit auseinander liegen, müssen wir viele Abschnitte wieder und wieder durchackern, wenn wir in einem längeren Level vorschnell das Zeitliche segnen.

    Sascha Gliss

  • The Matrix: Path of Neo
    The Matrix: Path of Neo
    Developer
    Shiny Entertainment
    Release
    15.11.2005

    Aktuelles zu The Matrix: Path of Neo

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The Matrix: Path of Neo
Matrix Path of Neo v1.1
Wer sich an grauslicher Konsolengrafik und versaubeutelter Steuerung nicht stört, wandelt mit Path of Neo in den Fußstapfen des Matrix-Revoluzzers Mr. Anderson.
http://www.gamesaktuell.de/The-Matrix-Path-of-Neo-Spiel-37960/Tests/Matrix-Path-of-Neo-v11-717376/
01.01.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_matrix_01_01eps.jpg
tests