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  • The Last of Us - Remastered - Leser-Test von Drummer92

    Als im letzten Jahr das Videospiel "The Last of Us" auf der PS3 immer deutlichere Konturen annahm, war gleichzeitig auch der Zeitpunkt gekommen, an dem nun eines der letzten großen Spiele für die PS3 entwickelt werden sollte. Naughty Dog, die durch die Uncharted- Reihe zu ihrer Berühmtheit gefunden haben, haben "The Last of Us" zu solch einem erfolgreichen Spiel gemacht, sodass es sich nicht nur über sieben Millionen Mal bisher verkauft hat, sondern man zugleich sich auch dazu entschied, das Spiel für die PS4 zu veröffentlichen, um auch allen PS4- Besitzern dieses Videospielabenteuer zu ermöglichen.

    Gleich zu Beginn sei gesagt, dass "The Last of Us" Aspekte aufweist, die für einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft der Videospiele weisen. Der aus meiner Sicht wichtigste Aspekt ist dabei die Vermischung zwischen Film und Videospiel. Diese Mischung wird in diesem Videospiel sehr gelungen praktiziert. Immer wieder tauchen in dem Spiel kleinere oder größere Zwischensequenzen auf, die dafür sorgen, dass das Spiel flüssig übergeht von Film zu Videospiel und umgekehrt. Der Einsatz von Filmelementen ist von sehr entscheidender Bedeutung, er trägt nämlich auch bei "The Last of Us" zu dem hohen Realitätsgrad bei. Schließlich muss aus meiner Sicht der Anspruch der Videospielentwickler in der Zukunft darin liegen, Videofilmspiele zu produzieren. Wer also gerne auf Videospiele steht, bei denen es ihm nichts ausmacht, dass er den Controller immer mal wieder kurz beiseite legen kann, dann liegt er bei "The Last of Us" genau richtig.

    In diesem Zusammenhang soll gleichzeitig noch auf eine weitere besondere Stärke von "The Last of Us" eingegangen werden. Da ein Spiel nicht nur so gut ist, wie es von seiten der Entwickler produziert worden ist, sondern auch immer die Qualität eines Spiels davon abhängt, wie der Spieler es spielt und wie sehr er sich darauf einlässt, ist es ein großer Trumpf dieses Endzeitspiels, dass man hier als Spieler besonders seinen Beitrag dazu leisten kann, dass durch das eigene Mitwirken das Spiel nochmals ein Stück realistischer und damit filmreifer wird. Zur Veranschaulichung sollen ein paar Beispiele gegeben werden: In den Optionen ist es möglich etwa, auszuwählen, ob das Fadenkreuz ein- oder ausgeschaltet sein soll. Diese Option spielt eine immens wichtige Rolle bei dem Realismusgrad. Weiter kann der Spieler seinen Beitrag zum Realismus dazu beitragen, indem er eine passende Spielumgebung schafft. "The Last of Us" am Tage zu spielen sorgt dafür, dass alle Stärken mit einem Male verpuffen. Als drittes Beispiel sei noch folgendes genannt: Wir als Spieler können während des Spielens selbst dafür sorgen, dass eine höhere Realität entsteht und damit eine dichtere Atmosphäre, etwa indem wir unser Schritttempo dem unserer Begleiter anpassen oder versuchen, uns in die Person, die wir spielen, einzufühlen, um herauszufinden, wie diese wohl jetzt in diesem Moment agieren würde. Natürlich kann man so auch bei anderen Spielen vorgehen. Nur, "The Last of Us" schafft diesen ganz besonderen Flair, diese sehr besondere Atmosphäre, und gerade bei diesem Spiel lohnt es sich, selbst als Spieler seinen Beitrag zu leisten, damit das Spiel zu einem echten Abenteuer wird, welches einen als Spieler nicht so schnell wieder loslässt.

    Als nächsten Punkt möchte ich näher auf den Beginn des Spiels eingehen. Auch der Beginn, und gerade der Anfang des Spiels trägt mit dazu bei, dass aus dem Videospiel auch ein Film wird. Gerade bei "The Last of Us" ist es enorm wichtig, dass man am besten nicht etwaige Vorschauen oder Let's Plays sich ansieht, denn der Anfang ist so dicht und packend aufgebaut, dass der Spieler sogleich am Anfang mit vielerlei emotionalen Situationen konfrontiert wird, dass man nach Ende des Vorspanns erst einmal tief durchatmen muss. Der Beginn offenbart sehr gut das hohe Potential von "The Last of Us" und sorgt auch dafür, dass wir uns sogleich sehr gut in den Protagonisten sowie die Nebenfiguren hineinversetzen können. Eben noch schaltet man als Spieler die Konsole ein und im nächsten Moment befindet man sich mitten in einem anarchischen Schlachtfeld, in dem Verzweiflung und Angst herrschen. "The Last of Us" spielt hier alle Karten aus, ohne auch nur einen Moment klischeehaft zu wirken.

    Nun auch einige Worte zu der Handlung: Diese setzt im Jahre 2033 ein. Die Welt ist nicht mehr das, was sie einmal war. Inzwischen ist sie von einer Pandemie heimgesucht worden, eine Art Pilz. Milliarden Menschen sind von diesem infiziert worden. Joel und eine Freundin von ihm namens Tess versuchen sich in der neuen Welt irgendwie durchzuschlagen und sind als eine Art Schwarzmarkthändler unterwegs. So setzen sie etwa lebensnotwendige Lebensmittelkarten ein, um andere Überlebende zu bestechen. Das Militär hat in dieser neuen Weltordnung die Macht an sich gerissen, die Demokratie, so wie wir sie kennen, existiert schon lange nicht mehr. Daneben gibt es noch die Rebellengruppe der Joel und Ellie - ein ungleiches Duo Joel und Ellie - ein ungleiches Duo Quelle: media2.giga.de sogenannten Fireflies. Sie lehnen sich gegen die diktatorische Macht des Militärs auf und befinden sich in einem ständigen Krieg gegen dieses. Durch einen unglücklichen Zufall stoßen Joel, der Protagonist, und Tess auf Marlene, die Anführerin der Fireflies. Die beiden sehen sich gezwungen, die vierzehnjährige Ellie aus der Stadt zu einem Rathaus zu schmuggeln.
    Die Handlung trägt effektiv mit dazu bei, dass die dabei entstehenden sozialen Beziehungen dynamisch sich wandeln. Joel etwa gefällt die ganze Sache von Anfang nicht so sehr. Er möchte lediglich seine an die Fireflies verkauften Waffen wiedersehen und ist nicht begeistert davon, für ein junges Mädchen sein Leben zu geben. Immer mehr muss Joel jedoch erkennen, dass es nun seine Aufgabe ist und er sieht in dem Ganzen auch allmählich eine Chance. Dementsprechend unterliegt die Beziehung zwischen Joel und Ellie einem kontinuierlichem Wandel. Allmählich vertrauen sie einander. Doch es läuft nicht stets alles so mit einem Sonnenschein. So muss Joel auch mit Tess'Meinung klarkommen, die auf der Seite von Ellie von Anfang an steht.

    Dies zeigt sich auch dadurch, dass die drei allmählich sich zusammenreißen und mit der Zeit etwa Ellie sich nicht nur als ein Klotz am Bein für Joel herausstellt, sondern auch ihm aus mickrigen Situationen hilft, wenn er sich im Kampf befindet. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies, wenn wir von Ellie etwa gewarnt werden, dass ein Infizierter von einer bestimmten Seite plötzlich auftaucht. Diese Warnungen sind aber nicht nur ein Gerede von einer KI, sondern sie erweisen sich wirklich als nützlich manchmal und retten uns somit das ein oder andere Mal vor dem Tode bzw. der Infizierung.

    Für Abwechslung bezüglich des Kampfes sorgen die (infizierten) Menschen. Joel, Tess und Ellie treffen nämlich nicht nur auf Infizierte, sondern auch auf Gleichgesinnte, mit denen nicht zu spaßen ist. Dementsprechend muss die Gruppe etwaige Entscheidungen treffen, wie sie bei dem jeweiligem Gegner vorgehen sollen. Menschengruppen etwa sind im Normalfall mit Waffen ausgerüstet und daher anders anzugehen als die Infizierten.

    Von diesen gibt es vier Sorten, die sich als vier Stufen der Entwicklung eines Infizierten darstellen. Die Runner stellen die frisch Infizierten dar, auf der zweiten Stufe findet man die Stalker, die dritte Stufe beinhaltet die Clicker. Ihr markantes Charakteristikum liegt darin, dass deren Sinnesorgange bereits vollständig überwuchert sind von dem Pilz. Sie können sich lediglich nur noch an den Geräuschen orientieren, was ihnen jedoch auch schon ziemlich schwerfällt. Die letzte Stufe der Infektion wird durch die Bloater repräsentiert. Bloater sind schon seit dem Ausbruch der Infektion infiziert und haben sich eine Art Panzer durch die vielen Pilzüberwucherungen zugelegt. Zudem beißen sie nicht mehr ihre Opfer, wie dies auf den ersten drei Stufen der Fall ist, sondern sie zerreißen die Schädel ihrer Opfer.

    Würde ich gefragt werden, welche Spiele sich denn in "The Last of Us" wiederfinden, so würde ich spontan folgende angeben: Das erste, was wohl vielen einfallen würde, ist ein Flair von "The Walking Dead". Auch in diesem Videospiel begegnen Joel, Tess und Ellie zombieähnliche Kreaturen. Es ist Endzeitstimmung angesagt und nichts mehr so wie früher. Des Weiteren findet sich ein zumindest leichter Hauch von "Tomb Raider" hier wieder. Immer wieder nämlich steht die Gruppe vor der Aufgabe, Hindernisse zu überwinden. Dass diese Hindernisse sich jedoch von dem Aufwand in Grenzen halten und nicht so ausgiebig ausfallen wie in "Tomb Raider" dürfte verständlich sein. Trotzdem sorgen sie für eine entsprechende Abwechslung, Pause und Ruhe von den häufig vorkommenden (Feuer-)Gefechten. Des Weiteren lässt sich aus meiner Sicht noch ein unabsichtlicher Einfluss von Filmen a la "Leon- Der Profi" feststellen, wo auch dort diese typische Situation auftritt von der Begegnung zwischen Mann und (weibliches) ... die zueinander finden ... die zueinander finden Quelle: v-gamers.com Kind, welche sich kennenlernen, langsam näherkommen und einander vertrauen. Wer also solche oder ähnliche Videospiele/Filme mit diesem Charakter gerne hat, dem sei gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit hoch liegt, dass er an "The Last of Us" Gefallen finden wird.

    Nun sollen auch noch kurz ein paar Worte zu der Grafik des Spiels gesagt werden: Ich habe das Spiel an einem "Pseudo-HD- Beamer" getestet, das heißt nur bedingt in einer HD- Auflösung. Jedoch kann so viel von meiner Seite gesagt werden. Das Spiel zeigt in dieser Kategorie besonders seine Stärken bei den vielen Zwischensequenzen. In diesen nämlich erleben wir Joel und die anderen in ihrer vollen Lebendigkeit und emotionalen Fülle. Und diese schaffen es auch, uns zum Nachdenken oder Lachen anzuregen, etwa wenn Ellie schmunzelnd bei der Autofahrt Joel darüber in Kenntnis setzt, dass sie eine Art Playboy für Männer mitgehen hat lassen. Aber auch während wir Joel steuern können wir die optische Pracht genießen. Dazu gehören etwa riesige eingestürzte Gebäude, die nur noch von anderen ihresgleichen stabil gehalten werden. Oder aber das schreiende und Kraft ausdrückende Gesicht von Joel, wenn er einen Infizierten niederschlägt und ihm anschließend das Gesicht zertrümmert.

    Auch der Sound muss sich vor den Erwartungen des Spielers nicht verstecken. So entfaltet er etwa seine ganze Wirkung, wenn er plötzlich aber kontrolliert einsetzt, während die Gruppe etwa aus einem Gebäude wieder ins Freie tritt und sie die frische Luft sowie die herrliche Aussicht für kurze Zeit genießt. Besonders empfehlenswert ist eine qualitätsvolle Soundanlage auch deshalb, weil dadurch etwa die durch Joel ausgeteilten Schläge einen robusten und satten Klang bekommen und man beim Anblick der zusammengeschlagenen Infizierten fast schon selbst Schmerzen bekommt. Die Schüsse aus einer Schrotflinte sorgen für einen lauten Knall in der sonst herrschenden Stille. Und die bedrohlich einsetzende Musik, wenn wir von Gegnern entdeckt wurden, lässt uns erahnen, dass es sogleich ziemlich ungemütlich werden wird.

    Im Laufe des Abenteuers begegnen uns verschiedene Personen. Sie alle verbindet jeweils ein individuelles Schicksal. So ist da etwa Bill, welcher Joel noch einen Gefallen schuldet, Marlene, die Anführerin der Fireflies, die Ellies Mutter versprochen hat, sich gut um ihre Tochter zu kümmern, jedoch nicht mehr die Kraft dazu hat, ihr zu der Flucht zu verhelfen. Und dann ist da etwa noch Robert, auf den Tess und Joel nicht gut zu sprechen sind und ihn beginnen zu jagen. Die Geschichte um Ellie wird dadurch erweitert um Einzelschicksale. Denn auch wenn letztendlich die spannende Frage darin besteht, wie es mit Ellie weitergeht, so ist es dennoch interessant und trägt auch mit zu der Atmosphäre und einer in sich komplexen, aber stabilen Handlung bei, zu erfahren als Spieler, welche Freunde Joel hat bzw. hatte und dadurch mehr über die Figuren in Erfahrung zu bringen, um ein bisschen zu verstehen, warum sie so sind, wie sie sind.

    Fazit: "The Last of Us" ist mehr als nur ein extrem qualitätsvoller Abgang der PS3, "The Last of Us" ist mehr als nur ein Spiel, welches bereits über sieben Millionen Mal verkauft wurde. "The Last of Us" schafft einen entscheidenden Schritt, wohl den bedeutenden Schritt schlechthin: Die Verbindung von Videospiel und Film. Durch diese effektvolle Kombination wird dieses Spiel zu einem epischen Abenteuer, welches einen nicht loslässt. Es zeigt die Richtung an, in die Videospiele gehen können, um erfolgreich zu sein. Deshalb von meiner Seite an alle PS3- bzw. PS4- Benutzer eine klare Kaufempfehlung.

  • The Last of Us Remastered
    The Last of Us Remastered
    Publisher
    Sony
    Developer
    Naughty Dog
    Release
    30.07.2014
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Tito
    Gut geschriebener & ausfürlicher Testbericht. hoch
    Von TrakLL
    Du hast einen tollen Testbericht geschrieben, der sprachlich reif präsentiert wird. Ich persönlich habe mir das Spiel…

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    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Tito
        Gut geschriebener & ausfürlicher Testbericht. hoch
      • Von TrakLL
        Du hast einen tollen Testbericht geschrieben, der sprachlich reif präsentiert wird. Ich persönlich habe mir das Spiel für die ps3 damals gekauft und nochmal für die PS4 (da ich für ein solches Meisterwerk gerne unterstütze). Mittlerweile habe ich das Spiel 6mal durch und genieße es bei jedem Durchgang. Übrigens, Naughty Dog war schon vor Uncharted aufgrund der genialen Jump N Run Trilogie Jak und Daxter bekannt geworden.
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The Last of Us Remastered
The Last of Us - Remastered - Leser-Test von Drummer92
Als im letzten Jahr das Videospiel "The Last of Us" auf der PS3 immer deutlichere Konturen annahm, war gleichzeitig auch der Zeitpunkt gekommen, an dem nun eines der letzten großen Spiele für die PS3 entwickelt werden sollte. Naughty Dog, die durch die Uncharted- Reihe zu ihrer Berühmtheit gefunden haben, haben "The Last of Us" zu solch einem erfolgreichen Spiel gemacht, sodass es sich nicht nur über sieben Millionen Mal bisher verkauft hat, sondern man zugleich sich auch dazu entschied, das Spiel für die PS4 zu veröffentlichen, um auch allen PS4- Besitzern dieses Videospielabenteuer zu ermöglichen.
http://www.gamesaktuell.de/The-Last-of-Us-Remastered-Spiel-54192/Lesertests/The-Last-of-Us-Remastered-Leser-Test-von-Drummer92-1137598/
29.09.2014
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