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  • Review: The Fountain (Special Edition)

    Von der bereits 2001 verkündeten Idee bis zum 2006 fertig gestellten Film war es für Darren Aronofskys Sci-Fi-Epos ein langer Weg.

    Findet der spirituelle Astronaut seine unsterbliche Liebe im All? Findet der spirituelle Astronaut seine unsterbliche Liebe im All? Nach einem viel versprechenden Start der Pre-Production in Australien sah es zwischenzeitlich so aus, als würde das Projekt niemals realisiert werden.

    Dabei konnte Aronofsky, der sich mit dem unkonventionellen Schwarz-Weiß-Thriller „Pi“ (1998) und dem verstörenden Drogendrama „Requiem for a Dream“ (2000) vom unbekannten Experimentalfilmer zum Hoffnungsträger seiner Branche entwickelt hatte, zunächst mit einem Budget von mehr als 70 Millionen US-Dollar planen. Als Hauptdarsteller waren die renommierten Größen Cate Blanchett und Brad Pitt vorgesehen. Letzterer ließ sich für seine Rolle bereits 2002 einen zotteligen Vollbart wachsen, den er bei Auftritten in der Öffentlichkeit nicht ohne Stolz zur Schau trug.

    Tod und Wiedergeburt

    Der Konquistador Tomas (Hugh Jackman) gerät in die Fänge der Ureinwohner Der Konquistador Tomas (Hugh Jackman) gerät in die Fänge der Ureinwohner Doch die Zusammenarbeit von Hollywoodstar und visionärem Filmkünstler scheiterte. Über die Gründe gibt es bis heute nur Gerüchte. Aronofsky selbst betont, dass der Stopp der Produktion nicht Pitts Schuld sei und verschiedene Ursachen habe. Fakt ist, dass der Darsteller kurz darauf in Wolfgang Petersens „Troja“ (2004) auftrat. Der Wegfall des zugkräftigen Namens schien für das Studio aber Grund genug, die gesamte Produktion auf Eis zu legen.

    Nachdem sich Aronofsky bereits damit abgefunden hatte, den Film wohl niemals umsetzen zu können, kam frohe Kunde aus dem Hause Warner. Im Jahr 2004 konnte die Arbeit wieder aufgenommen werden, wenn auch mit einigen Einschränkungen. Das Budget war auf 35 Millionen US-Dollar geschrumpft. Für die Hauptrollen wurden die günstigeren Alternativen Hugh Jackman und Rachel Weisz verpflichtet. Der deutsche Kinostart erfolgte im Januar 2007 – vier Wochen nach dem Start von „Babel“ – in dem Cate Blanchett und Brad Pitt schließlich doch noch gemeinsam zu sehen waren.

    Baum des Lebens

    Mutig und entschlossen:  Tomas’ (Hugh Jackman) Schicksal entscheidet sich am Baum des Lebens Mutig und entschlossen: Tomas’ (Hugh Jackman) Schicksal entscheidet sich am Baum des Lebens Die verschiedenen Ebenen dieser ungewöhnlichen Mischung aus dramatischer Romanze, Fantasy- und Science-Fiction-Film entziehen sich einer traditionellen Inhaltsangabe. Dank gekonnt verschachteltem Schnitt erleben wir drei Handlungen. Im 16. Jahrhundert sucht der Konquistador Tomas im Auftrag der spanischen Königin den Quell ewigen Lebens. In der Gegenwart forscht der Wissenschaftler Tommy Creo getrieben von der Sorge um seine schwerkranke Frau Izzi nach einem Heilmittel gegen Krebs. Viele hundert Jahre in der Zukunft befindet sich ein spiritueller Astronaut auf einer transzendentalen Reise durchs All.

    Die drei zeitlich getrennten Episoden sind nicht nur dadurch verbunden, dass die beiden Hauptfiguren jeweils von Hugh Jackman und Rachel Weisz dargestellt werden. Auch auf inhaltlicher und visueller Ebene gibt es deutliche Parallelen. Der Zuschauer wird herausgefordert, sich seinen eigenen Reim auf die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu machen. Einige interessante Deutungsansätze, die eine mögliche Richtung des Verstehens vorgeben, können die drei auf Disc 1 enthaltenen Trailer eröffnen.

    Fest für die Sinne

    Eine Liebe stärker als der Tod: Tom und Izzi Eine Liebe stärker als der Tod: Tom und Izzi Ein besonderes Highlight des Bonusmaterials ist die Möglichkeit, die Tracks der Filmmusik einzeln anzuwählen. Dabei werden die entsprechenden Sequenzen ohne Soundeffekte und Dialoge abgespielt. Für die Musik, die durch ihre atmosphärische Dichte viel zur Wirkung des Films beiträgt, zeichnete Aronofskys Hauskomponist Clint Mansell verantwortlich. Wie schon bei „Requiem for a Dream“, dessen Thema durch die Neuvertonung für den Kinotrailer zu „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ zusätzliche Bekanntheit erlangte, arbeitete Mansell für „The Fountain“ abermals mit dem Kronos Quartet zusammen.

    Obgleich noch immer kein erläuternder Audiokommentar vom Autor und Regisseur vorhanden ist, sind die Zugaben des deutschen Doppeldeckers im Digipak insgesamt etwas umfangreicher als beim lediglich als Single-Disc erschienenen Code-1-Pendant. Die Interviews auf der ersten DVD sind voll des Lobes für die Kollegen. Sie wurden ebenso wie die einen Ausflug hinter die Kulissen bietenden Specials auf der zweiten Scheibe deutsch untertitelt.

    Beschwerliche Reise

    Im Kampf gegen den Hüter des ewigen Lebens Im Kampf gegen den Hüter des ewigen Lebens Auf die turbulente Entstehungsgeschichte, Unterbrechung der Produktion und damit verbundenen Enttäuschungen geht das mehrteilige Making of nur kurz ein. Insider-Enthüllungen oder Anschuldigungen sind hier nicht zu finden. Davon abgesehen sind die Einblicke in die Ideenwelt und die Umsetzung der vielschichtigen Geschichte gut gewählt und sehr aufschlussreich.

    Unter der Rubrik „Behind the Story“ verbirgt sich ein unkommentierter Zusammenschnitt einzelner Stufen der Special-Effects-Produktion sowie der Beweis, dass die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt. Bei genauem Hinhören erfahren wir in dem launigen Gespräch zwischen Rachel Weisz und Hugh Jackman außerdem, dass der komplizierte Name des Regisseurs nicht nur uns einige Probleme bereitet. Eine zusätzliche Szene, die das Leben des Raumfahrers genauer zeigt, rundet das Angebot ab.

    Fazit
    Film-Check: Dem meditativen Werk sind die komplette Abänderung des Drehplans und die Budget-Einschränkungen ebenso wenig anzumerken wie die Umbesetzung der Hauptdarsteller. Die audiovisuelle Inszenierung bildet ein stimmiges Gesamtbild, das drei unterschiedliche Ebenen zu einem einheitlichen Ganzen vereint. Musik und Bilder faszinieren und fesseln.
    Lässt sich der Zuschauer erst einmal auf die komplexe Geschichte ein, in der einzelne Szenen oder Einstellungen mitunter über konventionelle Erzählmechanismen gestellt werden und Esoterik auf Metaphysik und Science-Fiction-Fantasy treffen, ist Bewunderung für ein cineastisches Kunstwerk garantiert. DVD-Fazit: Es ist immer wieder erfreulich, wenn die Umsetzung der deutschen DVD der US-Version nicht nachsteht. In diesem Fall sind nicht nur die Bild- und Ton-Qualität identisch, das Bonusmaterial wurde sogar aufgestockt.
  • The Fountain Special Edition
    The Fountain Special Edition
    Regie
    Darren Aronofsky
    Verkaufstart
    17.08.2007
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The Fountain Special Edition
Review: The Fountain (Special Edition)
Von der bereits 2001 verkündeten Idee bis zum 2006 fertig gestellten Film war es für Darren Aronofskys Sci-Fi-Epos ein langer Weg.
http://www.gamesaktuell.de/The-Fountain-Special-Edition-DVD-228934/Tests/Review-The-Fountain-Special-Edition-727889/
13.09.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/08/the_fountain_dvd_07.jpg
tests