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The Elder Scrolls 4: Oblivion (PS3)

Release:
15.09.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Ubisoft

The Elder Scrolls IV: Oblivion

30.05.2007 17:00 Uhr
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Neu
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Schön, schöner, Oblivion. Das gefeierte RPG-Meisterwerk erlebt auf der PS3 seinen zweiten Frühling: Nie sah das fabelhafte Rollenspiel besser aus!

Flinke Finger: Wer die Fertigkeit zum Schlösserknacken weiterentwickelt, spart Dietriche. Die unzähligen Bücher sind schon mal 80 Seiten lang. Flinke Finger: Wer die Fertigkeit zum Schlösserknacken weiterentwickelt, spart Dietriche. Die unzähligen Bücher sind schon mal 80 Seiten lang. Was wurde nicht schon alles über "Oblivion" geschrieben? Schließlich ist das RPG bereits seit über einem Jahr für PC und Xbox360 erhältlich und konnte einen sagenhaften Wertungsdurchschnitt von 94 Prozent einheimsen. Dabei waren die Titel der "Elder Scrolls"-Reihe jahrelang ausschließlich PC-Zockern vorbehalten. Erst 2002 erbarmten sich die Bethesda-Entwickler der Konsolenspielgemeinde und setzten Teil drei ("Morrowind") auch für Microsofts erste Xbox um. Unsere Schwestermagazine PC PowerPlay und Games Aktuell schwelgten bei ihren Tests zu "Oblivion" (PC, Xbox360) in Superlativen wie "Das beste Solo-RPG der Moderne" oder "Ein episches Mega-Rollenspiel". Ich möchte mich nun meinen Vorrednern anschließen: Willkommen zum Test des besten Rollenspiels für Ihre PlayStation3!

Oblivion Deluxe


Es wäre einfach gewesen, den Rollenspiel-Kracher 1:1 auf die PS3 zu portieren, doch den ambitionierten Entwicklern war das offensichtlich nicht anspruchsvoll genug. Für das Debüt auf Sonys schwarzer Edel-Konsole schoben die Mannen von Bethesda Softworks noch mal Überstunden. Sie wollten das ohnehin schon meisterliche Werk noch besser machen.

Zu den wenigen Kritikpunkten der Xbox360-Fassung zählten vor allem der teils zuckelige Grafikaufbau in den extrem weitläufigen Außenarealen sowie die unschönen Texturen weit entfernter Objekte. Das Nachladen von Landschaftsdetails wie Bäumen, Sträuchern und Gebäuden klappt nun wesentlich besser, wenngleich der Grafikaufbau immer noch zu sehen ist. Vereinzelt sind auch nach wie vor kleine Ruckler zu verzeichnen, die den Spielfluss aber nicht stören. Das Überarbeiten der farbenfrohen Texturen dagegen hat sich voll ausgezahlt: Mal ganz abgesehen davon, dass die Bildqualität der PS3 von der digitalen Signalübertragung via HDMI-Kabel profitiert (im direkten Vergleich schneidet das analog übertragene Komponentensignal der Xbox360 deutlich schlechter ab), erscheinen die Pixeltapeten tatsächlich knackscharf auf ihrem HD-Bildschirm. Das macht sich nicht nur bei Bodentexturen bzw. der vielfältigen Flora und Fauna in den unterschiedlichen Landschaften positiv bemerkbar, auch die Gesichter der NPCs wirken viel lebhafter.

Blendwerk oder einfach blendend?


Beim PS3-"Oblivion" sorgen zudem so genannte Shader, etwa Normal Mapping (Beleuchtung), Diffuse Maps (Farben) und Specular Maps (Glanzeffekte) für eine noch glaubwürdigere Darstellung der Spielwelt. Doch nicht nur bei der Grafik haben sich die Coder viel Mühe gegeben, auch inhaltlich wird allerfeinste Kost geboten.

Unspielbar: Die Third-Person-Ansicht spielt sich hakelig. Unspielbar: Die Third-Person-Ansicht spielt sich hakelig. Der Einstieg in die Welt Tamriel fällt nicht schwer. Wie bei Rollenspielen üblich, werden Sie nach einem kurzen Prolog, der Ihnen die Hintergrundgeschichte erzählt, aufgefordert, einen Charakter zu erstellen. Bereits hier müssen Sie die ersten folgenschweren Entscheidungen treffen. Wie sich Ihr Abenteurer im Spielverlauf entwickelt, hängt nämlich maßgeblich davon ab, für welche der insgesamt zehn verschiedenen Rassen Sie sich entscheiden. Zur Auswahl stehen Menschen (Kaiserlicher, Nord, Rothwardone, Bretone), die katzenhaften Khajiit, die echsenähnlichen Argonier, hässliche Orks sowie anmutige Wald-, Dunkel- und Hochelfen. Jede Rasse hat natürlich Vor- und Nachteile, die sich mehr oder weniger direkt auf Gameplay und Spielerfahrung auswirken. Argonier beispielsweise sind in der Lage, ohne magische Hilfsmittel unter Wasser zu atmen, Orks können ausgezeichnet reiten, Elfen sind besonders begabt im Umgang mit Zauberei und Fernwaffen, und Menschen haben das Zeug zum stattlichen Krieger. Haben Sie Abstammung und Erscheinungsbild Ihres Abenteurers festgelegt, geht's auch schon los. Sie finden sich in einem ungemütlichen Kerker wieder. Plötzlich erscheint Kaiser Uriel Septim in Begleitung seiner Leibgarde vor Ihrer Zellentür. Gefährliche Attentäter einer mysteriösen Sekte wollen dem Monarchen ans Leder, und der einzige sichere Weg aus der Festung heraus führt ausgerechnet durch einen Geheimgang in Ihrem Verlies. Das ist praktisch, denn Sie können die Gunst der Stunde nutzen und sich dem fliehenden Tross unauffällig anschließen.

Während Sie den kaiserlichen Bodyguards durch die düsteren Gänge folgen, erlernen Sie nicht nur die eingängige Steuerung, sondern wählen auch noch ganz nebenbei Sternzeichen und Klasse Ihres Charakters. Diese Attribute beeinflussen ebenfalls Ihre Fähigkeiten. Doch keine Panik: Am Ende Ihrer Flucht aus dem Kerker dürfen Sie alle Einstellungen notfalls noch ein letztes Mal korrigieren. Die Steuerung ist zweckmäßig und geht schnell in Fleisch und Blut über. Mit dem linken Analog-Stick bewegen Sie Ihren Abenteurer, mit dem rechten schauen Sie sich um. Mit R2 werden Schläge ausgeführt, R1 aktiviert den ausgewählten Zauberspruch. Ein Druck auf L3 lässt Ihren Charakter zum Schleichen in die Hocke gehen. Drücken Sie dagegen R3, wird die Third-Person-Ansicht aktiviert, die allerdings nicht nur bescheiden aussieht, sondern auch nur bedingt spielbar ist. Damit wären die wichtigsten Kontrollen auch schon erklärt. Viel Zeit werden Sie mit Sicherheit im Inventar verbringen. Hier finden Sie übersichtlich aufgeteilt alle Informationen über die Entwicklung Ihres Charakters, Ausrüstung, Items und Zaubersprüche sowie das Quest-Journal. Letzteres sorgt dafür, dass Sie angesichts des großen Umfangs nicht die Übersicht über aktive Aufträge und Neben-Quests verlieren. Die wohl wichtigste Funktion im Spiel dürfte das Fast-Travel-Feature sein: Auf der Karte können Sie sich zu Orten teleportieren lassen, die Sie bereits besucht haben. Das spart zeitaufwändige Laufwege.

Auftakt mit Mordkomplott


Der Kaiser ist geflohen, doch seine Ermordung können Sie nicht mehr verhindern: Sie werden Zeuge, wie die Sektenknechte den sympathischen Gebieter Tamriels kaltblütig über die Klinge springen lassen. Nun ist das Land ohne Herrscher, und Ihnen wird eine überaus wichtige Aufgabe zuteil: Sie müssen einen bislang geheim gehaltenen Nachkommen des Kaisers ausfindig machen und in Sicherheit bringen, damit er den Thron besteigen kann. Keine leichte Mission, denn überall im Land tauchen aus dem Nichts lodernde Höllentore auf. Sie müssen also nicht nur den Thronerben finden, sondern sich auch in die Oblivion-Ebenen wagen, um dort die Schergen des Dämonenfürsten Dagon Mehrune zu bezwingen. Das Erledigen der stimmungsvollen Haupt-Quest macht jedoch nur einen kleinen Teil der Spielzeit aus. Zusätzlich können Sie Gilden beitreten und Karriere als Kämpfer, Magier, Dieb oder Meuchelmörder machen. Außerdem versorgt Sie das Add-on "Knights of the Nine" auch nach der Hauptmission mit neuen Aufträgen. Insgesamt warten über 150 Quests und 220 Dungeons darauf, von Ihnen erledigt bzw. erforscht zu werden.

Ist "Oblivion" also das perfekte Rollenspiel? Nur beinahe, denn schon bei den Versionen für PC und Xbox360 nerven die teils hanebüchenen deutschen Texte. In diesem Punkt schwächelt auch die PS3-Version.

Noch ärgerlicher finden wir es allerdings, wenn bei Dialogen Fragen nur halb auf dem Bildschirm erscheinen, oder Antworten ohne Sprachausgabe eingeblendet werden. Hier müssen die Entwickler definitiv noch nachbessern und asap einen Patch aus dem Hut zaubern, der dem ansonsten genialen Rollenspiel die nervigen Sprachfehler austreibt.

GamesAktuell.de-
Spielspaß-Wertung:
9,5 /10
Leserwertung
(217 Votes):
84 %
Fazit
Gigantische, frei erforschbare Spielwelt mit über 1.000 selbstständigen NPCs
Nervende Fehler bei Bildschirmtexten, Bugs bei der Sprachausgabe
Übersichtliches Journal für mehr Durchblick bei Quests und Nebenaufträgen
Gelegentliches Aufpoppen von Objekten und Umgebungsdetails, vereinzelte Ruckler
Grandioser Umfang mit 150 bis 200 Stunden Spielzeit, enthaltenes Add-on
Unansehnliche und unspielbare Third-Person-Ansicht
   
Marc Kirzeder
Ich muss zugeben, ich war bereits vor diesem Test ein "Oblivion"-Fan. Ich reise schon seit Monaten durch die traumhaften Landstriche Tamriels, schließe brennende Oblivion-Tore, metzele Dagons Schergen dutzendweise nieder, arbeite mich in den Gilden nach oben, erfreue mich an romantischen Sonnenaufgängen und gerate beim Anblick des sternenklaren Nachthimmels in Verzückung. Langeweile? Fehlanzeige! "The Elder Scrolls IV: Oblivion" ist definitiv das beste Rollenspiel-Abenteuer, das Sie zurzeit auf der PlayStation3 erleben können. Überdies sorgt das enthaltene Add-on "Knights of the Nine" auch nach der relativ kurzen Haupt-Quest noch für Spannung. Die grafischen Verbesserungen gegenüber dem Xbox360-Spiel sind deutlich sichtbar und machen die PS3-Fassung klar zur schönsten aller "Oblivion"-Versionen. Auf Grund der einfachen Steuerung und des übersichtlichen Journals ist das umfangreiche RPG außerdem sehr einsteigerfreundlich. Fans von epischen Rollenspielen werden königlich bedient.
   
Marc Kirzeder
Gast

30.05.2007 17:00 Uhr
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Dein Kommentar
Mitglied
Bewertung: 0
30.05.2007 18:31 Uhr
Also ich hab das Game jetzt auch durchgespielt und kann nur sagen es ist zwar das beste Rpg auf der Ps3 ist (weil das einzige bis jetzt, was sich aber ändern wird) aber bei weitem nicht das beste Rpg was ich gespielt habe. Ich fand sogar Gothic 2 besser. Weil ohne zu flunkern nach 2-3 Tagen hatte ich…