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  • The Deadly Tower of Monsters im Test: Spielbarer Trash-Film voller ulkiger Ideen

    Hungrige Dinos, blutrünstige Atom-Ameisen und wild gewordene Affenmenschen: The Deadly Tower of Monsters zelebriert B-Movies der letzten sechs Jahrzehnte. In dem Actionspiel ballern wir uns durch Film-Sets, während ein Sprecher aus dem Off das Geschehen mit süffisanten Kommentaren begleitet. Wie gut die spielbaren Trash-Film-Odyssee unterhält, klären wir im Test inklusive Anspielvideo!

    Warum in einer Szene von The Deadly Tower of Monsters gleich 30 Dinos über uns hergefallen sind? Weil es das Drehbuch verlangte und der Regisseur derart beeindruckend von der kostensparenden Arbeit seines Stop-Motion-Teams war, dass er mit seinem Film gleich einen neuen Weltrekord aufstellen wollte. Was ihm dann aber doch nicht gelang. Tja, nennt man Pech. Mit derlei verrückte Anekdoten bombardiert uns das Actionspiel von Entwickler ACE Team und Publisher Atlus fast pausenlos. Denn in The Deadly Tower of Monsters unternehmen wir eine Odyssee in eine Zeit, in der Science-Fiction-Welten noch nicht preisgünstig aus dem Computer kamen und sich Filmschaffende deshalb auf heutzutage unfreiwillig komisch wirkende Kompromisse einigen mussten. Menschen in Affenkostümen zum Beispiel.

    Und während wir so ein B-Movie eines offenkundig überambitionierten Regisseurs nachspielen, liefert eben jener Kommentare, warum diese oder jene Szene wie gezeigt realisiert wurde. Das vornehmlich aus dem Indie-Hit Bastion bekannte Erzählkonzept funktioniert in The Deadly Tower of Monsters blendend, weil der Kommentar nur so voller Humor strotzt und die Pointen einfach sitzen. Wenn der Regisseur süffisant erzählt, dass Videospiele ja im Vergleich zu Filmen keinen Kunstanspruch inne haben, wir in seinem B-Movie aber Riesen-Tintenfische mit Strahlenkanonen atomisieren dürfen, ist das einfach nur zum Brüllen komisch. The Deadly Tower of Monster geht auch deshalb so gut als Hommage auf Trash-Filme durch, weil sich das Konzept in der Spielwelt wiederspiegelt.

    Bosskämpfe wie hier gegen einen Riesen-Gorilla sorgen für Abwechslung, sind aber insgesamt viel zu leicht zu bewältigen. Bosskämpfe wie hier gegen einen Riesen-Gorilla sorgen für Abwechslung, sind aber insgesamt viel zu leicht zu bewältigen. Quelle: Atlus / PC Games Die drei spielbaren Charaktere sind Schauspieler, deren Dialoge wir wie in VHS-Zeiten vorspulen können. Monster wie die eingangs erwähnten Dinos und Riesen-Ameisen bewegen sich mit hakeligen Animationen auf uns zu, wie es vor Jahrzehnten aufgrund der damals verwendeten Stop-Motion-Technik nicht anders möglich war. Und die Umgebungen um uns herum setzen sich aus Film-Requisiten zusammen, die aus "Budget-Gründen" schon mal improvisiert wirken. Technische Pannen wie ein vorübergehender Wechsel in einen Schwarz-Weiß-Modus treten auch auf, zum Glück allerdings nicht in einem überstrapazierenden Maß. Auch können wir jederzeit im Spiel zwischen einem VHS- und DVD-Grafikfilter wechseln, ersterer macht das Bild grobkörniger und bringt altersbedingte Schmutzpartikel ins Spiel.

    The Deadly Tower of Monsters - Angespielt-Video
    17:51
    The Deadly Tower of Monsters: B-Movie zum Nachspielen im Angespielt-Video

    Heute aut dem Speiseplan: Gegrillte Riesen-Ameisen. Mit Flammenwerfer, Laserpeitsche und Co. machen wir mit den Leinwand-Monstern kurzen Prozess. Heute aut dem Speiseplan: Gegrillte Riesen-Ameisen. Mit Flammenwerfer, Laserpeitsche und Co. machen wir mit den Leinwand-Monstern kurzen Prozess. Quelle: Atlus / PC Games Während sich The Deadly Tower of Monsters stilistisch von der Masse an Spielen abhebt, lässt sich das von Gameplay nicht unbedingt sagen. Ein Großteil der Zeit verbringen wir damit, den titelgebenden Turm hochzuklettern und dabei Monster zu verdreschen. Das Waffenarsenal fällt mit Laser-Peitsche, Morgenstern, Flammenwerfer, Blastern und Co. erfreulich umfangreich aus. Sämtliche Schießeisen im Spiel können wir an speziellen Stationen verbessern. Das nötige Kleingeld verdienen wir uns, indem wir beispielsweise Kisten zerdeppern. Außerdem durchsuchen wir die Schauplätze nach Zahnrädern, die je nach Wertigkeitsstufe unterschiedlich gut versteckt sind. Die Fähigkeiten unseres Darsteller-Trios können wir ebenfalls in mehreren Stufen verbessern, wenngleich die Auswahl an Talenten sehr überschaubar ist. Mehr Lebenspunkte, höherer Schaden - mehr Optionen gibt es nicht.

    Kleinere Geschicklichkeitspassagen, in denen wir etwa über brennende Holzballen springen oder schnell Plattformen erklimmen müssen, während der Weg hinter uns zusammenbricht, liefert das Spiel auch. Die wenigen Puzzles in The Deadly Tower of Monsters beschränken sich darauf, die individuellen Fähigkeiten der Helden an geeigneter Stelle einzusetzen. Der Roboter, der im Spielverlauf zur restlichen Besetzung stößt, kann etwa Landminen legen, um Felsbarrieren in die Luft zu jagen. Solche Abzweigungen und Hindernisse in der Spielwelt, wie sie für Metroidvania-Spiele üblich sind, sind in The Deadly Tower of Monsters nur in überschaubarer Zahl vorhanden, was den Wiederspielwert etwas schmälert. Weil der Schwierigkeitsgrad insgesamt recht niedrig angesetzt ist, dürften erfahrene Spieler nach sechs bis acht Stunden den Abspann sehen.

    The Deadly Tower of Monsters (PC)

    Spielspaß
    7,1 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Wunderbare Hommage an B-Movies der letzten sechs Jahrzehnte
    Off-Sprecher liefert amüsante Anekdoten und süffisante Kommentare
    Drei spielbare Charaktere...
    Umfangreiches Waffenarsenal
    Spielelemente wiederholen sich schnell
    Kameraprobleme beim Spielen mit Maus & Tastatur
    ...die sich aber nur unwesentlich voneinander unterscheiden
    Schwierigkeitsgrad insgesamt zu niedrig angesetzt

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The Deadly Tower of Monsters
The Deadly Tower of Monsters im Test: Spielbarer Trash-Film voller ulkiger Ideen
Hungrige Dinos, blutrünstige Atom-Ameisen und wild gewordene Affenmenschen: The Deadly Tower of Monsters zelebriert B-Movies der letzten sechs Jahrzehnte. In dem Actionspiel ballern wir uns durch Film-Sets, während ein Sprecher aus dem Off das Geschehen mit süffisanten Kommentaren begleitet. Wie gut die spielbaren Trash-Film-Odyssee unterhält, klären wir im Test inklusive Anspielvideo!
http://www.gamesaktuell.de/The-Deadly-Tower-of-Monsters-Spiel-55659/Tests/The-Deadly-Tower-of-Monsters-im-Test-Spielbarer-Trash-Film-voller-ulkiger-Ideen-1183897/
25.01.2016
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