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  • The Bureau: XCOM Declassified angespielt - Flotter Shooter mit taktischer Finesse

    Büroalltag anno 1962: So spielt sich der fordernde Action-Echtzeittaktik-Mix der XCOM-Vorgeschichte. Unser Mitarbeiter Heinrich Lenhardt besuchte die Entwickler von The Bureau: XCOM Declassified und merkte schnell, dass der Shooter viel mehr als Geballer bietet.

    Morgan Gray mag keine Bildschirmfotos. Zumindest, was sein Projekt The Bureau: XCOM Declassified betrifft. Denn auf Standbildern sehe es aus wie der x-te Third-Person-Shooter mit Deckungssystem, doch das ist so ziemlich der letzte Eindruck, den der Creative Director erwecken will. Taktisches Gameplay mit einem knackigen Herausforderungsgrad ist vielmehr angesagt; man will dem Spieler etwas zumuten, ihn zu Planung und Gehirnaktivität nötigen: "Es bringt dir gar nichts, wenn du mitten in der Straße einen auf Rambo machst", meint Gray. Und da wir den Strategiespiel-Reboot XCOM: Enemy Unknown lieben und uns wie viele andere Skeptiker fragen, ob die Serie unbedingt einen Baller-Ableger braucht, haben wir den Spielbeginn vor Ort bei 2K Marin selber ausprobiert.

    Fangen wir mit der Entwarnung an: The Bureau ist nicht das dumpfe Geballer, das mancher Fan befürchtete, als 2010 erstmals ein neues XCOM-Actionspiel vorgeführt wurde. User-Interface-Experte Pat Guarino zeigt uns anhand von Bildern, wie sich das Programm in den letzten drei Jahren entwickelt hat, vom Ego-Shooter mit Begleitern hin zum komplexen Action-Taktik-Mix. "Wir hatten 2010 schon Agenten, die dir im Kampf helfen, aber nicht viele Möglichkeiten, um sie intelligent zu steuern. Es gab nur ein paar sehr einfache Kommandos wie 'angreifen' oder 'zurück ziehen'. Daher wollten wir den Agenten mehr Fähigkeiten geben, die du taktisch einsetzen kannst. So kamen wir auch auf Spielelemente wie Klassen, Rangstufen und neue Fähigkeiten." Der Schlachtfeld-Übersicht zuliebe wechselte man auch von Ego- auf Verfolger-Ansicht.

    Taktischer Fokus

    Bei der im Jahr 1962 angesiedelten Story steuern wir den Agenten William Carter, der bei Einsätzen gegen ungebetene Alien-Besucher von zwei Mitstreitern begleitet wird. Das bedeutet, dass wir immer wieder das "Battle Focus"-Menü aufrufen, in dem sowohl Carters Sonderfähigkeiten als auch die seiner Mitstreiter geschwind selektiert werden. Dabei wird das Spielgeschehen nicht wie in Enemy Unknown angehalten, sondern in eine Art Super-Zeitlupe verlangsamt. Pat Guarino erklärt: "Wenn die Zeit komplett gestoppt wird, verlierst du ein Gefühl dafür, was auf dem Schlachtfeld passiert und in welche Richtung sich die Gegner bewegen." Andere Elemente erinnern an den großen Strategie-Bruder, zum Beispiel das die Qualität der Deckung signalisierende Schild-Icon, vertraute Gegnertypen, das Permadeath-Konzept der Agenten-Sterblichkeit - und eine gewisse Bereitschaft, den Spieler zu fordern.

    Kommandos aneinander reihen

    The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (11) The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (11) Quelle: Take 2 Als wir beim Anspielen in Mass-Effect-Kampfgewohnheiten verfallen (in Deckung gemütlich machen und Sonderfähigkeiten aufrufen, sobald deren Abklingzeit abgelaufen ist) wird's schnell schmerzhaft. Positionierung ist bei The Bureau die halbe Miete; es gibt dicke Schadensboni, wenn wir von der Seite oder einer erhöhten Position feuern. Unsere Begleiter versuchen uns zu folgen und wehren sich redlich, doch es lohnt sich, ihre Bewegungen und Ziele zu managen. Vor allem, wenn man sich noch unentdeckt an eine Feindesstellung heran pirscht und seinen Angriff plant. Kommandos für die Agenten-Kollegen lassen sich zu Sequenzen aneinander reihen: "Gehe da in Deckung, setze diese Sonderfähigkeit an jener Position ein, nehme dann diesen bestimmten Gegner mit deiner Waffe in Deckung".

    Amtsantritt zu dritt

    Wie der Spieler in Story und Steuerung eingeführt wird, können wir in Ruhe selber ausprobieren. Los geht's am 28. Oktober 1962, Agent Carter sitzt neben einer nicht mehr ganz vollen Whiskeyflasche, im Radio läuft "That'll be the day when I die". Ein böses Omen, denn die fesche Staatsbedienstete, die sich einen von Carter gehüteten Koffer schnappen will, verwandelt sich in ein feindseliges Monster: Sie ist einer der Sleepwalker ("Schlafwandler"), von Aliens in unsere Gesellschaft eingeschleuste Agenten. Die blasen jetzt zum Großangriff mit Schiffen, Bodentruppen und Terraforming-Apparaten, um ohne Rücksicht auf Verluste die irdischen Rohstoffe zu klauen.

    An Carters Seite gesellen sich bald zwei KI-Begleiter: Aufklärer Nils und Ingenieur Kinney. Die Herren sind dankenswerterweise auf Stufe 5, bei den Kämpfen im Auftaktkapitel können wir also auf viele schöne Spezialfähigkeiten zugreifen. So stellen wir fröhlich einen Lasergeschützturm auf, platzieren Minen oder bestellen eine Artillerie-Bombardierung. Daran kann man sich gewöhnen, aber das potente Personal steht uns nur während des ersten Kapitels als Einstiegshilfe bei. Dann beginnt der Ernst des Lebens mit Level-1-Kollegen und überschaubarem Talentangebot. Dafür können wir wählen, welche Klassenvertreter wir in die nächste Mission mitnehmen.

    Klasse, eine Untertasse!

    The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (1) The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (1) Quelle: Take 2 Nachdem wir uns in der Basis umgesehen und mit dem Personal geplaudert haben, wählen wir auf einer USA-Karte das nächste Einsatzgebiet. Mehrere Nebenmissionen stehen zur Wahl, das nächste Kapitel in der Hauptstory ist deutlich markiert. Alien-Forscher Dr. Weir muss aus seinem Labor gerettet werden, der Einsatzort ist eine von den Invasoren gestörte Kleinstadt-Idylle. Kurze Storysequenzen, bei denen man in Dialogen mehr Hintergrundinfos abfragen kann, wechseln sich mit Schlachten gegen wechselndes Alien-Personal ab. Darunter auch Boss-Kaliber wie Muton oder Sectopod, die wir langsam in die Knie kriegen, indem wir auf bestimmte Rüstungsteile zielen.

    Etwa 12 bis 15 Stunden Unterhaltung soll die Story bescheren, wer gründlich Nebenmissionen erledigt, wird länger damit beschäftigt sein. Anfangs geht es nur um die Abwehr der Alien-Invasion an verschiedenen Brennpunkten. Die Entwickler deuten zudem an, dass spätere Schauplätze auch in der guten Stube der Außerirdischen stattfinden könnten; für Hausbesuche baut das XCOM-Forschung eine Art Fliegende Untertasse. Das Finale von The Bureau hält verschiedene Schlussvarianten parat, die von Entscheidungen des Spielers abhängen. Am Ende soll nicht nur die Erde gerettet sein, sondern die Story auch im Hinblick auf die Jahrzehnte später angesiedelten Ereignisse von Enemy Unknown Sinn machen.

    Personal-Rollenspiele

    Zwischen den Missionen besuchen wir immer wieder die Heimatbasis, "sie ist deine Heimat, deine Einsatzzentrale", meint Morgan Gray. Im Gegensatz zum XCOM-Strategiespiel kümmern wir uns nicht um deren Ausbau, dürfen dafür in den 3D-Räumlichkeiten herum spazieren. In Schwätzchen mit dem Personal erfährt man mehr über Fortschritte oder Storyereignisse. Wichtig fürs 1962-Feeling: In den Räumen herrscht dicke Luft, weil Raucher ungehemmt am Arbeitsplatz paffen durften.
    Wichtigste Station in der Basis sind die Crew-Quartiere, wo unsere Agenten abhängen und auf den nächsten Einsatz warten. Hier lassen sich auch neue Charaktere anheuern. In einem Menü wählen wir zunächst die Klasse (Commando, Ingenieur, Support, Recon) sowie den beruflichen Hintergrund des Agenten. Hier stehen sechs Varianten zur Wahl, die für kleinere Charakter-Boni sorgen. So kann ein Ingenieur zum Beispiel besser mit Waffen umgehen, mehr Lebenspunkte spendiert kriegen oder robustere Geschütztürme basteln. Das sind nicht die einzigen Rollenspiel-Sprenkler, jeder Agent wird bis zu Rangstufe 5 befördert. Ähnlich wie bei Enemy Unknown lernt jeder Charakter neue Fähigkeiten im Rahmen der Level-Beförderungen. Auch bei The Bureau haben wir mitunter die Qual der Wahl und müssen uns für einen von zwei Perks entscheiden.

    Davon stirbt man... doch

    The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (7) The Bureau: XCOM Declassified angespielt - So spielt sich die Preview-Version des Taktik-Shooters. (7) Quelle: Take 2 Zum Abschluss dürfen wir die Kleidungsfarben des Charakters ändern und ihm einen neuen Namen geben. Schon beim Strategie-XCOM war's ein großer Spaß, Familienmitglieder oder Berufskollegen in die Schlacht zu schicken, nicht zuletzt wegen des Heldentod-Risikos. Der Permadeath lauert auch bei The Bureau. Geht ein Charakter zu Boden, verbleibt nur wenig Zeit, um mit einem anderen Agenten Erste Hilfe zu leisten. Doch wenn der Kollegen verblutet ist, gibt's keinen wundersamen Respawn - da müssen wir mal wieder den schwarzen Anzug fürs Heldenbegräbnis aufzubügeln. Wohl dem, der nicht nur immer dieselben Begleiter ausgesucht, sondern auch Backup-Personal hoch gelevelt hat.

    Die Entwickler versicherten uns glaubhaft, dass Carter gegen Ende des Spiels nicht unbedingt mit Stufe-1-Rookies an seiner Seite in die Schlacht ziehen sollte. Zum Leveln des Personals gibt es eine Reihe von optionalen Nebenmissionen. Außerdem können wir entbehrliches Ersatzbank-Personal auf Dispatch-Missionen entsenden. Dann stehen uns die Burschen ein Weilchen nicht zur Verfügung, aber bei Rückkehr bekommen sie einen Erfahrungspunkte-Batzen gut geschrieben. Wie schnell und dauerhaft gestorben wird, hängt auch vom Schwierigkeitsgrad ab. Auf den beiden leichteren Stufen können wir komfortabel auf den letzten Speicherpunkt zurück greifen, wenn einer der Begleiter umkippt. Wer den vollen Nervenkitzel haben möchte, spielt auf "Veteran" oder dem Tränen-in-die-Augen-treibend-schweren "Commander"-Level.

    Mehr in PC Games 8/13 (ab 31. Juli am Kiosk)

    Viele weitere Details rund um The Bureau: XCOM Declassified, ein exklusives Interview und zusätzliche Screenshots findet ihr in der kommenden PC Games 8/13!

    04:00
    The Bureau: XCOM Declassified - Gefecht gewinnen, ohne selbst zu schießen
    Spielecover zu The Bureau: XCOM Declassified
    The Bureau: XCOM Declassified
  • The Bureau: XCOM Declassified
    The Bureau: XCOM Declassified
    Publisher
    2K Games
    Release
    23.08.2013

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The Bureau: XCOM Declassified
The Bureau: XCOM Declassified angespielt - Flotter Shooter mit taktischer Finesse
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http://www.gamesaktuell.de/The-Bureau-XCOM-Declassified-Spiel-37248/News/The-Bureau-XCOM-Declassified-Preview-1079026/
17.07.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/07/The_Bureau_Xcom_Declassified__17_-pc-games.jpg
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