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  • The Bard's Tale

    Sarkasmus, Ironie, Egoismus

    The Bard's Tale Der Barde, wahrscheinlich der schlimmste Held den man zur Rettung von...irgendetwas braucht, außer es sind großbusige Bardamen die vor einer Ratte Angst haben.

    So wird man auch gleich in eines der lustigsten Rollenspiele geworfen das es gibt, wobei kein Klischee ebendieser ausgelassen wird. Regelmäßig läuft man einem jungen "Auserwähltem" über den Weg, welche jedes Mal mehr oder minder schmerzhaft aus dem Leben scheiden, der erste Wolf den man erlegt lässt eine komplette Tischdekoration fallen und wo man auch hinkommt, praktisch überall sind Fässer.

    Aber mal zu dem Spiel an sich. Es ist ein Hack and Slay ala Diablo oder Sacred mit einem verhältnismäßig leichtem Statussystem. Im Gegensatz zu den genannten Spielen kommt man in The Bard's Tale jedoch auch mit einem nicht grade gut geskillten Charakter prima zurecht. Man kann nach ein paar Level Ups auch jeweils einen Punkt auf einen Skill setzen wie beidhändiger Kampf, Schwert und Schild, Kritische Treffer und so weiter, jedoch gibt es auch noch die Lieder.

    Die Lieder, welche man in Truhen findet oder auch durch Quests bekommt, beschwören verschiedene Kreaturen (in zwei Stufen) mit verschiedenen Stärken und Schwächen, die kleine Ratte hält praktisch nichts aus, knüppelt dafür aber mit einem oder zwei Treffern jeden Gegner laut quiekend aus den Pantinen. Der dicke Blocker hält dafür hingegen viel aus, kann Angreifer und sogar Magie auf sich ziehen, vom Schaden her rangiert er dafür zwischen einem Plastiklöffel und der heilenden Fee...wobei Ersteres dabei den schädigerenden Part darstellt.

    Die Kämpfe gehen nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut von der Hand, es orientiert sich eher an Spielen wie Nox, das heißt man schlägt mit der linken Maustaste, auch ohne das irgendein Gegner anvisiert ist, und läuft mit der Rechten. Geblockt wird mit der Leertaste, was sehr wichtig ist da man sich sonst sehr oft heilen lassen muss oder ein nettes "Und so endet das Abenteuer des Barden...wer hätte es erwartet?" vom Erzähler vernehmen darf.

    Wo wir grade bei dem Erzähler sind, die Synchronsprecher sind, in der englischen Version, außerordentlich gut. Zwar sind die deutschen Stimmen nicht wirklich schlecht, die des Erzählers ist mindestens so gut wie die seines englischen Gegenstücks, die Stimme des Barden hingegen ist nicht so gelungen und vor allem fehlt eindeutig der herrliche, schottische Akzent. Die Übersetzung der Texte schien aber, soweit ich es auf Deutsch gespielt habe, sehr gut gelungen. Der Wortwitz ist immer noch enthalten und falls man es mal nicht einfach so übersetzen konnte, wurde ein würdiger Ersatz gefunden. Glücklicherweise kann man auch noch nach der Installation die Sprache des Spieles mithilfe des Setup Tools ändern. Im Hintergrund spielt dezent mal ein Dudelsack, nicht aufdringlich aber atmosphärisch. Allgemein merkt man nicht viel von der Hintergrundmusik, sie untermalt jedoch die Szenen sehr schön.

    Die 3D Grafik des Spiels ist sehr schön, vor allem die Personen sehen wirklich gut aus. Leider sieht man nicht allzu viel von ihnen, da die Perspektive unglaublich steil gewählt wurde, annähernd Vogelperspektive um es etwas deutlicher auszudrücken. Auch kann man nur marginal heran- und herauszoomen, was an sich schade ist, da man so nicht viel von den Gesichtern...oder allgemein von den Charakteren erkennt.

    Die Steuerung ist verhältnismäßig komplex, die Tasten 1-4 öffnen verschiedene Menüs für Kreaturen und die eigene Bewaffnung, die Pfeiltasten sind für die sehr einfachen Befehle für die Kreaturen (Angriff, Zurückziehen, Stehen bleiben, Mir folgen), WASD wird für das Drehen und Zoomen der Kamera benötigt sowie das Navigieren in den Menüs, R wird für die Heilung gebraucht, die, wie so vieles in diesem Spiel, anders als in einem normalen Rollenspiel von Statten geht.

    Eine...Fee kommt in göttlichem Licht auf die Erde und heilt den Barden und seine Kreaturen vollständig, wobei das Spiel pausiert. Für diesen Vorgang werden jedoch Kristalle benötigt, von denen man zum Glück genug, wenn nicht sogar mehr als genug findet.

    Auch ist die Ausrüstung des Barden anders gestaltet, man hat praktisch gesehen kein Inventar. Findet man normale Gegenstände wie Schneekugeln, eine Besitzurkunde oder eine Druidenhose, so werden diese automatisch in Silber umgewandelt. Bei richtiger Ausrüstung verhält es sich etwas anders, findet man z.B. ein besseres Schwert, so wird das Alte automatisch ersetzt und man in Silberstücke umgewandelt. So muss man sich keine Gedanken wie bei Diablo machen, ob man nicht den Hammer mit höherer Grundattacke nehmen soll oder doch lieber den, der nicht so viel Schaden macht, dafür aber vergiftet.

    Was jedoch nicht so viel Spaß macht sind ein paar Fleißaufgaben, in der Hauptquest muss man einige Türme erklimmen und sich dabei durch 4 Stockwerke kämpfen. Hin und zurück. Auch erscheinen Gegner neu wenn man das Gebiet verlässt. Jedoch sind diese Negativpunkte Kleinigkeiten die man leicht vergisst, wenn der Barde mal wieder einen netten Kommentar von den Lippen lässt, sich mit dem Erzähler streitet oder die Betrunkenen in den Kneipen bei ihren Liedern (zum mitsingen!) instrumentell begleitet.

    Schwarzer Humor, einige Running Gags, spannende, ziemlich anspruchsvolle Kämpfe und natürlich einer der egoistischsten und...ja, schlechtesten Helden den man je spielen konnte.

    Jeder, der Rollenspiele mag, sollte sich The Bard's Tale kaufen, kostet ja auch nur noch 10€. Eine absolute Empfehlung von mir.

  • The Bard's Tale
    The Bard's Tale
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    inXile Entertainment (US)
    Release
    16.05.2005

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The Bard's Tale
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http://www.gamesaktuell.de/The-Bards-Tale-Spiel-37163/News/The-Bards-Tale-720965/
30.10.2006
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