Games World
Login Registrieren
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Tekken 5

    Wie die Zeit vergeht! Schon fast drei Jahre ist es her, dass der letzte Tekken-Prügler erschienen ist. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?

    O ft beschweren wir uns über allzu lange Entwicklungszeiten von Fortsetzungen. Im Grunde ist es jedoch zu begrüßen, wenn der neueste Teil einer Serie etwas länger auf sich warten lässt. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude! Bei Reihen wie "Tony Hawk", "Prince of Persia" oder "Splinter Cell" kamen die Nachfolger ja fast schon im Jahrestakt. So wurden mit Sicherheit einige Fans übersättigt und haben das Interesse verloren.

    Faust aus Eisen

    Bei "Tekken" muss man sich keine Sorgen in dieser Richtung machen: Namco lässt sich für die Fertigstellung einer neuen Folge stets reichlich Zeit. Das gilt auch für Teil fünf der legendären Prügelsaga. Doch hat sich das Warten gelohnt? Ist "Tekken 5" eine würdige Fortsetzung mit sinnvollen Neuerungen oder nur ein kosmetisches Update von Teil vier? Diesen Fragen wollen wir jetzt auf den Grund gehen!

    In Erwartung eines gewohnt aufwändigen Render-Vorspanns, der auf eine zünftige Keilerei einstimmt, schaltet ihr eure PS2 ein und ... findet euch im Weltall wieder! Zur Überbrückung der (nicht weiter nennenswerten) Ladezeit verfrachtet euch Namco in das Cockpit eines "Starblade"-Jägers und schickt euch in ein Gefecht mit Schwadro- nen grob modellierter Polygon-Raumschiffe. Die Flugroute eures Jägers ist vorgegeben, ihr bewegt nur das Fadenkreuz über den Schirm und knallt alles ab, was sich rührt.

    Die Dreingabe des Spielhallen-Klassikers "Starblade" ist als Hommage an die alten "Ridge Racer"- und "Tekken"-Spiele für die PSone zu verstehen. Die hatten nämlich noch ziemlich lange Ladezeiten. Damit der Spieler nicht einnickte, wurde er zwischenzeitlich mit dem Nostalgiehit "Galaga" unterhalten. Auch "Ridge Racer" für die PSP hat mit "Rally X" einen netten Bonus-Evergreen an Bord.

    Renderwahnsinn

    Sobald die Aufforderung "Press Start" eingeblendet wird, könnt ihr die Weltraum-Ballerei jederzeit abbrechen. Es folgt der erwartete Vorspann in feinster CG-Grafik: Zunächst seht ihr, wie Heihachi Mishima sich zusammen mit seinem Sohn Kazuya gegen eine Horde von Jack-Robotern wehrt. Dann wird Heihachi jedoch von seinem eigen Fleisch und Blut verraten und den Cyborgs vorgeworfen -- die kurzen Prozess mit ihm machen. Hat der Prügel-Greis wirklich den Löffel abgegeben?

    Das behauptet zumindest ein mysteriöser Typ mit Sonnenbrille und vernarbtem Gesicht, der von einem Hügel aus den Angriff auf das Mishima-Anwesen beobachtet hat. Per Funk bestätigt er seinen Auftraggebern den Tod Heihachis. Der Beobachter heißt Raven, arbeitet als Agent für eine geheime Organisation und ist einer der drei Neulinge im "Tekken"-Kader. Rein optisch erinnert er frappierend an den Hollywoodstar Wesley Snipes. Allerdings kämpft er wie ein waschechter Ninja mit akrobatischen Kicks, eleganten Ausweichbewegungen, spektakulären Saltos und magischen Verschwindibus-Kunststückchen.

    Neue Gesichter

    Nummer zwei bei den Neuzugängen ist Asuka Kazama, die Schwester von Jin und die Tochter von Jun Kazama. Der Kampfstil des niedlichen Mädels ist fast derselbe wie der ihrer Mama: Flickflacks und Überschläge gemischt mit vielen niedrigen Angriffen und Konterattacken machen Asuka auch für baumgroße Muskelprotze zu einer ernsthaften Gefahr.

    Der dritte Newcomer ist Feng Wei, ein chinesischer Meister des Kenpo-Kung-Fu. Seine harten, direkten Schläge, komplexen Armverknotungs-Griffe und fast schon tänzerischen Kicks kennt ihr sicher aus alten Kung-Fu-Filmen wie "Donnerfaust und Tigerkralle" oder "Die 36 Kammern der Shaolin".

    Genau genommen gibt es noch einen vierten Charakter, der mit "Tekken 5" sein Debüt feiert: Jin Kazama in Gestalt eines Teufels. Rot leuchtende Augen, gewaltige Hörner und mächtige Schwingen am Rücken lassen Gegner schon bei Devil-Jins bloßem Anblick erzittern. Während der normale Jin seit dem letzten Teil neue Kombos und Spezialbewegungen auf Lager hat, spielt sich sein diabolisches Alter Ego fast genauso wie der alte Jin aus "Tekken Tag Tournament".

    Treffen der Generationen

    Die übrigen Kämpfer sind altbekannte Recken. Zehn der 31 spielbaren Charaktere sind erst nach mehrmaligem Durchspielen des Story-Kampf-Modus verfügbar. Zwar stehen nun zehn Figuren mehr als bei "Tekken 4" (21 Kämpfer) zur Auswahl, trotzdem finden sich auch hier wieder ein paar Gestalten, die sich Namco hätte sparen können. Känguru-Roger, Holz-Dummy Mokujin oder das Bärenduo Panda und Kuma passen nach wie vor nicht ins Bild.

    Wie bereits erwähnt, müsst ihr den Story-Kampf-Modus mehrmals durchspielen, um neue Kämpfer freizuschalten. Dabei erfahrt ihr mehr über die Hintergründe der Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander. Am Ende trefft ihr auf den Veranstalter des fünften Iron Fist Tournaments. Wer das ist, verraten wir noch nicht. Im Arcade-Modus bearbeitet ihr eine unendliche Reihe von Gegnern, um in der Rangordnung aufzusteigen. Die Stufen der Karriereleiter: 9. bis 1. Kyu, 1. bis 5. Dan, Shihan, Expert, Master, Virtuoso, Champion, Legend, Sage, Warlord, Conqueror, Deity und schließlich Tekken Lord. Um diese Titel zu erringen, müsst ihr spezielle Rangkämpfe gewinnen. Werdet ihr platt gemacht, dürft ihr sofort an der gleichen Stelle wieder einsteigen und es erneut versuchen -- auf Wunsch auch mit einem anderen Charakter.

    Habt ihr einen Kampf gewonnen, könnt ihr aus drei Gegnern euer nächstes Opfer wählen. Je höher dessen Rang, desto mehr Geld bekommt ihr, wenn ihr es besiegt. Damit wären wir auch schon bei einem weiteren neuen Element von "Tekken 5": Mit dem verdienten Zaster kauft ihr neue Kostüme, Klamotten und Accessoires für eure Lieblingsfiguren.

    Auch deren Frisuren und die Farbe einzelner Kleidungsstücke könnt ihr variieren. Auf diese Weise gestaltet ihr einen Kämpfer ganz nach eurem Geschmack -- Beat'em-Up-Profis kennen dieses Feature bereits aus "Virtua Fighter 4: Evolution". Wenn ihr gerade mal keine Lust auf die typischen Duelle habt, vertreibt ihr euch die Zeit mit einem Minispiel. In "Devil Within" steuert ihr Jin Kazama durch labyrinthartige Levels, verdrescht Scharen von Angreifern und löst billige Schalterrätsel, um Türen zu öffnen (siehe Kasten auf S. 17). Noch mehr Bonusspaß findet ihr unter dem Menüpunkt Arcade-Geschichte. Namco hat nämlich die Spielhallen-Versionen von "Tekken 1, 2 und 3" mit auf die Disc gepackt. Gerade für eingefleischte Automaten-Zocker und PSone-Veteranen ist dieses Goodie ein echtes Highlight. Doch auch Neulinge werden es interessant finden, zu den Anfängen der Serie zurückzukehren.

    Die übrigen Modi sind altbekannt und zählen größtenteils zur Standard-Ausstat- tung eines jeden Beat'em-Ups: Im VS-Kampf zankt ihr euch mit einem Freund, in Zeitangriff erledigt ihr so schnell wie möglich acht Gegner plus Endboss. Bei Überleben tretet ihr gegen eine nicht enden wollende Flut von Feinden an und zu guter Letzt lasst ihr euch im Training Kombos und Spezial-Bewegungen beibringen. Zur Entspannung schaut ihr im Kino vorbei, wo ihr euch ganz in Ruhe Hintergrund-Songs, Schlusssequenzen und Werbe-Trailer zu Gemüte führen könnt.

    Konfuzius sagt...

    Die wichtigsten Aspekte eines Prüglers sind Spielbarkeit und Steuerung. Doch gerade zu diesen Punkten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Im Vorfeld hieß es, "Tekken 5" würde wieder zu den Wurzeln der Serie zurückkehren und ein ähnlich flottes Kampfgerangel wie "Tekken Tag Tournament" bieten. Speziell die Geschwindigkeit und der Spielfluss von "Tekken 4" wurden ja von der Fangemeinde kritisiert. Deshalb wollten wir's genau wissen und haben zum Vergleich den Vorgänger eingelegt. Nennenswerte Unterschiede sind uns dabei allerdings nicht aufgefallen. Es gibt wieder kleine und große Arenen, teils mit, teils ohne Begrenzung. Tastenbelegung und Move-Paletten wurden gar nicht beziehungsweise kaum verändert, und die Spielgeschwindigkeit ist dieselbe wie in "Tekken 4".

    Die Änderungen sind lediglich kosmetischer Natur. So wurden unebene Böden und zerstörbare Objekte wie Säulen und Statuen aus dem Ring verbannt. Der Move zum Positionswechsel mit dem Gegner, den ihr zuvor mit Ú + Ó vollführt habt, wurde ebenfalls entfernt. Stattdessen löst diese Tastenkombination nun -- genau wie in den früheren Teilen -- einen Wurf aus. Um seitwärts zu laufen, müsst ihr das Steuerkreuz jetzt wieder unten oder oben antippen und dann gedrückt halten. In "Tekken 4" war das erste Antippen nicht nötig, dafür konntet ihr euch aber nur dann ducken, wenn ihr das Steuerkreuz diagonal nach unten gedrückt hattet. Jetzt geht ihr auch dann in die Hocke, wenn ihr es gerade nach unten drückt.

    Komplett neu ist, dass nun jeder Kämpfer einen Parry Move (eine Parade) beherrscht: Mit dem richtigen Timing lasst ihr eine mittlere oder hohe Attacke eures Widersachers ins Leere laufen. Nach einem geglückten Parry könnt ihr blitzschnell zuschlagen, ohne dass euer Gegner eine Chance zur Gegenwehr hat. Einige Figuren verfügen zudem über Konterattacken.

    Um Missverständnissen vorzubeugen: Trotz des leicht negativen Tenors möchten wir nicht motzen, sondern nur aufzeigen, dass sich die Unterschiede zum Vorgänger in spielerischer Hinsicht doch sehr in Grenzen halten. Trotzdem zockt sich auch "Tekken 5" wieder wunderbar flüssig und direkt. Die Vielfalt taktischer Möglichkeiten, die euch Ausweichbewegungen, Konter-Moves, Air-Juggles und Off-The-Ground-Kombos (ihr bearbeitet den zu Fall gebrachten Gegner weiter) eröffnen, ist schlicht überwältigend und motiviert euch, unzählige Stunden mit dem Kennenlernen eines Charakters zu verbringen.

    Namco kann's doch

    "Tekken 5" sieht schlichtweg atemberaubend aus. Die Figuren sind weitaus detaillierter und wirken natürlicher als die doch recht glatten und sauberen Konterparts aus dem Vorgänger. Dank schneller, geschmeidiger Animationen, spektakulärer Treffereffekte und splitternder Brocken beim Kontakt mit Felswänden und Untergründen kommt die Klopperei auch richtig wuchtig rüber.

    Am deutlichsten fallen jedoch die Fortschritte bei der Umgebungsgrafik auf. Mal balgt ihr euch im kalten Licht des Mondes in kniehohem Gras, mal vermöbelt ihr euch am Pool eines mediterranen Bungalows und lasst euch dabei von Bikini-Girls anfeuern. Auch auf einem Hochhausdach bei Sonnenuntergang, auf einem Felsplateau vor Wasserfällen oder in einer imposanten Kathedrale mit aufwändigen Buntglasfenstern geht's zur Sache. Feinere und abwechslungsreichere Texturen sorgen für ein natürliches Bild.

    ? CARSTEN GRAUEL

    Tekken 5 (PS2)

    Spielspaß
    9 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
     
    16:9-Modus beschnitten
    Ödes Devil Within
    Ein Online-Modus wäre der Knaller gewesen
  • Tekken 5
    Tekken 5
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    27.06.2005

    Aktuelle Action-Spiele Releases

    Cover Packshot von Iron Man Release: Iron Man Sega , Secret Level
    Cover Packshot von Jurassic: The Hunted Release: Jurassic: The Hunted
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
718667
Tekken 5
Tekken 5
Wie die Zeit vergeht! Schon fast drei Jahre ist es her, dass der letzte Tekken-Prügler erschienen ist. Was hat sich in der Zwischenzeit getan?
http://www.gamesaktuell.de/Tekken-5-Spiel-36803/Tests/Tekken-5-718667/
01.07.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2005/03/TV2005030114444701.jpg
tests