Tekken 5

Special

Wer ist der beste Tekken-5-Spieler Deutschlands? Diese Frage wurde am 19. November beim Titelkampf in Berlin entschieden.

Tekken 5 Es ist früh am Morgen und bitterkalt. Trotzdem scheuen sich achthundert Beat'em-Up-Fans nicht davor, am Berliner Szenelokal Spindler & Klatt auf Einlass zu warten. Hier findet die deutsche "Tekken 5"-Meisterschaft statt. Im Inneren der ehemaligen Lagerhalle werfen Projektoren Porträts der Kampfspiel-Stars an riesige, weiße Vorhang-Schals. In der Mitte des großen Raums stehen bequeme Liegen.

Mit Faust und Fuss

Hektischer geht es hingegen in den Spielzonen zu. Da wird geblockt, geschultert und geprügelt -- aber natürlich nur virtuell. Die Teilnehmer sind in sechs Gruppen unterteilt, deren jeweilige Gewinner letztlich im großen Finale gegeneinander antreten. Gegen 18 Uhr ist es dann so weit: Die letzte Runde eines überaus spannenden Turniers wird eingeläutet. Nach den nervenaufreibendsten Kämpfen des Abends stehen die beiden Finalisten fest: Yuthana Jürgensmeier und Sabri Badri. Lediglich eine kurze Pause trennt einen der beiden Finalisten von einem überaus attraktiven Gewinn.

Der Erstplatzierte darf auf Kosten von Sony eine Woche nach Los Angeles reisen, dort die Kampfsportschule RCSOMA besuchen und in den Entwicklungsstudios von Sony hinter die Kulissen blicken. Auch der Preis für den Zweitplatzierten lässt Spielerhände feucht werden: Eine streng limitierte "Tekken 5"-PS2 und ein Spiele-Paket.

Urplötzlich gehen die Lichter aus! Ein unvorhergesehener Stromausfall? Keineswegs! Am Eingang zur Halle ist ein schwacher Lichtschein zu erkennen. Mit wehenden Fahnen und begleitet von Fackelträgern betreten die Finalisten die Bühne. Schnell sind die Kämpfer im Spiel ausgewählt. Yuthana Jürgensmeier tritt mit dem Sumo-Ringer Ganryu an, Sabgri Badri wählt die Auftragskillerin Nina Williams.

Recht schnell stellt sich heraus, dass die blonde Kämpferin mit ihren flinken Schlagattacken die bessere Wahl war. Lediglich einen von fünf Sätzen entscheidet Jürgensmeier für sich. Die beiden letzten Kämpfe gewinnt Badri perfekt -- der Gegner kann keinen einzigen Treffer landen. Jubelnd springt der Gewinner auf, er hat es geschafft! Glückwunsch an dieser Stelle auch noch einmal vom ganzen OPM-Team.

Party am Abend

Doch ist die Veranstaltung nach dem grandiosen Finale noch lange nicht zu Ende. Bei der großen Aftershow-Party plaudern alle Teilnehmer noch einmal über ihre Kampfstrategie. Die musikalische Untermalung ist ebenfalls hochklassig. Zuerst flutet die britische Band "Kill City" mit ihrem melodischen Elektro-Rock die Halle -- dann bringt die Hamburger Hip-Hop-Kombo "Jansen und Kowalski" die Menge zum Toben. Den Rest des Abends wird zu den House-Beats der "Turntablerockers" (Michi "Hausmarke" Beck & Thomas "Thomilla" Burchia) abgetanzt. Unser Resümee: Eine wirklich gelungene Veranstaltung.

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