Knallharte Action im kunterbunten Entenhausen-Look: Team Fortress 2 macht auch im Nachtest eine gute Figur – und den mageren Umfang fast vergessen.
Einen taktisch komplexen Online-Shooter nach ein paar Stunden bewerten zu wollen, ist ein bisschen so, als versuche man, Kafka anhand des Klappentextes zu interpretieren. Deshalb hatten wir beim Test der Orange Box (Ausgabe 10/2007) auf eine endgültige Wertung von Team Fortress 2 verzichtet – zu anspruchsvoll war das Klassensystem, zu kurz der Rahmen des Vor-Ort-Tests, um ein Spiel wie Team Fortress 2 seriös zu beurteilen. Zwei Monate und etliche Multiplayer-Gefechte später sieht das Ganze anders aus. Oder besser gesagt: Es sieht genauso aus. Denn Team Fortress 2 rockt und rollt immer noch.
Taff, schnell, knuffig
Vorneweg rockt das Klassensystem: Die neun spielbaren Klassen – vom resoluten Medic bis zum dauergrinsenden Heavy – machen Team Fortress 2 zu einem der herausfordernsten Shooter, den Sie momentan kaufen können. Nicht nur, weil sich die unterschiedlichen Rollen auch tatsächlich unterschiedlich spielen, sondern weil sie nahezu perfekt balanciert sind. Und weil ihre Beherrschung ein strategisches Geschick erfordert, das man bei vielen anderen Shootern vergeblich sucht.
