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THQ: Käufer von gebrauchten Spielen "betrügen" Spielefirmen - Update: THQ zieht Behauptungen zurück

25.08.2010 16:28 Uhr
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THQ hat zuletzt erklärt, es sei ihnen egal, wenn Käufer von gebrauchten Spielen verärgert werden. Nun folgte der Rückzieher. Der Publisher rudert zurück und entschuldigt sich bei den Spielern.

THQ: Käufer von gebrauchten Spielen Update vom 25.08.2010, 16:28 Uhr: Nachdem THQ-Director Ledesma den Käufern von Gebraucht-Spielen heute morgen ziemlich deutlich "Betrug" am Hersteller und Entwickler vorgeworfen hatte, ruderte der Publisher jetzt zurück. THQ entschuldigte sich bei den Spielern und betonte, dass man in keinster Weise Käufer von gebrauchten Spielen bestrafen möchte.

THQs Vize-Präsident Danny Bilson erkannte offenbar die Problematik der Aussagen. Deshalb bemühte er sich ausführlich um eine Klärung der Sache. Ledesmas offene Worte vom Vormittag konnte man gut und gerne als PR-strategischen Suizidversuch werten. Des Weiteren ergänzte THQ-Vize Bilson, die Worte seien "teilweise fälschlich und/oder unvollständig" zitiert worden.

An den Plänen THQs zu zusätzlichen Zahlungen für Online-Spiele wird sich jedoch nichts ändern. Die komplette Pressemitteilung findet ihr hier:


Offizielle Stellungnahme zum Premium Online Access von THQ

"Das Wichtigste für uns ist, qualitativ hochwertige Spiele zu entwickeln. Wenn der gesamte Erlös an den Machern dieser Spiele vorbeigeht, ist es schwierig, sie zu fördern und finanziell zu unterstützen. Das ist an sich eine einfache Rechnung.

Aber wir möchten in keiner Weise die Käufer gebrauchter Spiele bestrafen. Daher werden wir unter anderem Folgendes für sie tun: Für die Tatsache, dass ihnen für unseren Premium Online Access Kosten entstehen, schenken wir ihnen neue Download-Inhalte. Das heißt beispielsweise, dass wenn man unser kommendes WWE-Spiel gebraucht erwirbt, erhält man für ca. 10 Dollar nicht nur den besagten Zugang zu sämtlichen Online-Elementen des Spiels, sondern auch das erste DLC-Paket dazu.

Auf diese Wiese liefern wir den Gebrauchtspiel-Käufern Inhalte, die ihr Geld tatsächlich umso mehr wert sind. Wir versuchen stets, das Thema positiv zu gestalten. Jedoch müssen wir ebenso darauf achten, dass die neue Ware unsere Premiumware ist und die gebrauchte Ware eben gebrauchte bleibt. Wir müssen unsere Software entsprechend so gestalten, dass sie dies auch beweist.

Wir nehmen dies alles sehr ernst, denn wir möchten unbedingt Spiele kreieren, die z.T. 30 Millionen Dollar oder mehr kosten und schlichtweg großartig sind. Nur wenn wir damit kein Geld verdienen, werden wir auf Dauer keine Unterhaltung von höchster Qualität mehr produzieren können.

Gleichzeitig möchten wir aber wir auch unsere eigenen Kunden nicht bestrafen. Daher arbeiten wir mit Hochdruck daran, jedem Spieler Inhalte zu liefern, die es sich zu holen lohnt. Wir möchten dabei jedem gerecht werden, so dass wir es schließlich nur mit zufriedenen Konsumenten zu tun haben - unabhängig davon, ob sie ein neues Spiel oder dessen gebrauchte Version kaufen."

Danny Bilson
Executive Vice President, Core Games, THQ


Originalmeldung vom 25.08.2010, 11:21 Uhr: Der Kauf von gebrauchten Spielen wird immer mehr zum großen Thema der Spiele-Industrie. Sony denkt inzwischen offen über die Einführung eines Online-Passes nach. THQ legte bereits in Smackdown vs. Raw 11 einen einmaligen Online-Code bei, durch den nur Käufer des Originalspiels auch Online-Funktionen nutzen konnten. Am Frust der Gebraucht-Käufer sei der Publisher allerdings nicht interessiert, sagte THQs Creative Director für Wrestling-Spiele, Cory Ledesma. Im Interview mit CVG meinte er, Käufer von gebrauchten Spielen würden die Spiele-Hersteller "betrügen".

"Ich glaube nicht, dass es uns wirklich interessiert, dass Käufer von gebrauchten Spielen verärgert sind, weil Käufer des Originalspiels alles bekommen", so Ledesma. "Falls also Käufer von gebrauchten Spielen verärgert sind, dass sie kein Online-Feature bekommen, habe ich nicht wirklich Mitleid mit ihnen."

"Das ist ein bisschen direkt, aber wir hoffen, dass es die Menschen nicht enttäuscht. Wir hoffen, die Leute verstehen, dass wir betrogen werden, wenn ein Spiel gebraucht gekauft wird", sagt er weiter. "Ich glaube nicht, dass irgendjemand das so möchte; damit wir auch weiterhin so starke, hochqualitative Spiele wie die WWE-Games machen können, brauchen wir loyale Fans, denen am Kauf des Spiels etwas gelegen ist. Wir wollen diese Fans mit zusätzlichen Inhalten belohnen."

Der einmalige Online-Code bei Smackdown vs. Raw 11 ermöglicht den kostenfreien Download des ersten DLCs.

Ist das die Lösung für die Publisher? Neu-Käufer mit DLCs belohnen, Käufer von gebrauchten Titeln durch Sperrung der Online-Modi abschrecken? Das Thema dürfte für weiteren Zündstoff sorgen und auch unter den großen Publishern noch viele Nachahmer finden. Denn jene verdienen nach wie vor nicht am Handel mit gebrauchten Spielen mit.

Quelle: CVG

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25.08.2010 16:28 Uhr
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26.08.2010 20:27 Uhr
so traurig ich das auch finde, weil die aussage echt daneben ist: alle noch so "netten" spielehersteller werden nachziehen.

solange sich die kiddies weiter für 20 euro 5 maps für modern warfare andrehen lassen werden auch solche methoden ihre wege finden.

da macht der eine publisher dem andren nix vor, die werden schon dafür sorgen, dass die kohle reinkommt.
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26.08.2010 14:40 Uhr
wenn sie dass nicht zurückgenommen hätten wäre es ja auch der hammer ...am ende verlangen sie ein gesetz gegen bibliotheken videotheken gamestops etc.
Mitglied
Bewertung: 0
25.08.2010 19:00 Uhr
Also THQ hat jetz nocht einen schlechteren Ruf als EA bei mir -.- Trotz Entschuldigung ist das nicht wieder gut zu machen.

Wenn ich hingegen die Capcom-Resident Evil 5 Meldung lese, bei der sich Capcom für eine (Meiner Meinung nach) toootal übertriebene Behauptung entschuldigt und so etwas in Zukunft vermeiden wird, dann denke das THQ sich da mal eine Scheibe von Abschnedien sollte.

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