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  • Syndrome im Test: Im Weltraum hört dich niemand gähnen [Update: Testvideo] Updated
    Quelle: PC Games

    Syndrome im Test: Im Weltraum hört dich niemand gähnen [Update: Testvideo]

    Auf den Spuren von Alien: Isolation und Dead Space: Das Indie-Horrorspiel Syndrome eifert den großen Vorbildern nach. Doch das Vorhaben scheitert an der mauen Umsetzung und die klischeehafte Story plätschert weitgehend spannungsarm vor sich hin. Zusätzlich schaden Bugs der sonst ordentlichen Atmosphäre. Lest im Test, warum ihr euch das Ticket für diesen Horrortrip besser sparen solltet.

    Survival-Horror hat wieder Hochkonjunktur. Gruselspiele wie Alien: Isolation und SOMA verzichten auf Helden mit Superkräften und lassen uns stattdessen glaubhaft die Ohnmacht Normalsterblicher durchleben, die panisch in dunklen Korridoren vor blutrünstigen Wesen davonlaufen. Syndrome springt auf den Zug auf, kann den Vorbildern aber nicht ansatzweise das Wasser erreichen - und das beginnt schon bei der Handlung.

    06:22
    Syndrome: Testvideo zum Horrorspiel

    Syndrome im Test: Alte Leier

          

    Denn Syndrome erzählt eine Schauergeschichte, wie sie schon tausendfach in Büchern, Filmen und anderen Videospielen durchgekaut wurde. Der technische Offizier Dalyan erwacht auf dem Raumschiff Valkenburg aus seinem Kryoschlaf und muss feststellen, dass fast die gesamte Besatzung nicht mehr unter den Lebenden weilt. Stattdessen wandeln Mutanten durch die Gänge, die offenbar durch ein eingeschlepptes Alien-Artefakt in blutrünstige Kreaturen transformiert wurden.

    Nicht-vertonte Log-Bücher geben uns einen Eindruck davon, was sich auf dem Raumschiff Valkenburg ereignet haben könnte. Nicht-vertonte Log-Bücher geben uns einen Eindruck davon, was sich auf dem Raumschiff Valkenburg ereignet haben könnte. Quelle: PC Games Wahnhafte Halluzinationen, Logbücher verstorbener Crew-Mitglieder, ein fluguntaugliches Information zu den Screenshots
    Ein Großteil der Schauplätze in Syndrome ist in Dunkelheit gehüllt. Deshalb haben wir einige Bilder im Artikel aufgehellt. 
    Raumschiff, dessen Systeme wir erst über verschiedene Decks reaktivieren müssen - die Liste an Querverweisen zu Genre-Highlights wie Dead Space und System Shock 2 lässt sich noch weiter fortsetzen. Vor lauter Zitaten verpasst Entwickler Camel 101 Syndrome einen eigenen Stempel aufzudrücken. Das wäre nicht tragisch, wenn das Horrorspiel technisch wie spielerisch an das Niveau der zitierten Meilensteine heranreichen würde.

    Doch hier scheitert die Indie-Produktion kläglich, was sich möglich mit dem schmalen Budget erklären lässt. Für eine Vertonung der sammelbaren Log-Bücher, die die letzten Geschehnisse auf der Valkenburg rekapitulieren, hat das Geld offenkundig nicht gereicht. Das Schmökern in Tagebüchern verliert zusätzlich schnell an Reiz, weil die Texte weder spannend geschrieben sind, noch durch Profilbilder den jeweiligen Verfassern an Bord klar zugeordnet werden können. Außerdem haben wir keine Option gefunden, gesammelte Log-Bücher in einer Übersicht einzusehen. Die Möglichkeit, die Tastenbelegung direkt vom Spiel aus zu ändern, gibt uns Syndrome ebenso wenig.
    Stimmung: Einige Räume sind schön eingerichtet und glänzen mit toller Ausleuchtung. Stimmung: Einige Räume sind schön eingerichtet und glänzen mit toller Ausleuchtung. Quelle: PC Games

    Syndrome im Test: Gefangen im Labyrinth

          

    Waren wir hier eben nicht schon mal? Ohne guten Orientierungssinn ist man in Syndrome aufgeschmissen. Waren wir hier eben nicht schon mal? Ohne guten Orientierungssinn ist man in Syndrome aufgeschmissen. Quelle: PC Games Auch spielerisch bleibt Syndrome in den ersten Stunden überraschungsarm. Ein anderer Überlebender, der sich in einem Frachtraum eingeschlossen hat, nimmt kurz nach Spielbeginn Kontakt mit uns auf. Um ihn und schlussendlich uns selbst aus dem Horrorschiff zu befreien, schmieden wir ein Zweckbündnis. Fortan lotst er uns von Deck zu Deck, um relevante Systeme wie den Fahrstuhl und Schildgenerator wieder flott zu bekommen.

    Dabei hilft es nicht wirklich, dass viele der spärlich ausgeleuchteten Korridore und Räume sich gleichen. Zwar haben wir eine Karte zur Orientierung dabei, doch die zeigt uns nicht die Position unseres Ziels an. Und so irrten wir auf der Suche nach dem richtigen Weg oftmals minutenlang wie eine Maus im Labyrinth umher.

    Von einem guten Orientierungssinn mal abgesehen, stellt Syndrome sonst kaum Ansprüche an Hirnakrobaten. Aufgestöberte Passwörter zeigt das Spiel automatisch in der oberen Bildschirmhälfte an. Das Reaktionsspiel zum Hacken von Terminals, bei dem wir drei gleiche Symbole bestätigen müssen, ist ungeheuer simpel. Anspruchsvolle Rätsel, die das Denkvermögen richtig auf die Probe stellen, sind in Syndrome dann doch Mangelware.

    Syndrome im Test: Strunzdumme Monster

          

    Ekelfaktor: Die Kreaturen sehen schaurig aus, sind aber keine Intelligenzbestien. Ekelfaktor: Die Kreaturen sehen schaurig aus, sind aber keine Intelligenzbestien. Quelle: PC Games Auf der Valkenburg sind wir nicht allein. Nach einer längeren Einführungsphase treffen wir schließlich auf die eingangs erwähnten Mutanten. Dann panisch das Weite zu suchen, ist eine denkbare Option. In Syndrome können wir die Wesen aber auch bekämpfen. Doch Munition für Pistole und Maschinengewehr sind rar. Bleibt Spartanisches Design: Optisch ist das Inventar bestenfalls zweckmäßig. Spartanisches Design: Optisch ist das Inventar bestenfalls zweckmäßig. Quelle: PC Games also noch der Schraubenschlüssel. Syndrome lässt uns spüren, dass der Nahkampf nur die letzte Option ist. Die Gegner greifen uns unnachgiebig an. Zwar können wir Angriffe parieren, doch die Steuerung ist hakelig.

    Syndrome lässt uns aber Raum, einigen Konfrontationen auszuweichen. So können wir markierte Gegenstände wie Flaschen verwenden, um die Monster abzulenken. Das funktioniert jedoch auch nur an festgelegten Orten. Eigene Gegenstände wie in Alien: Isolation zusammenzubasteln, um damit eigene Strategien zur Konfliktbewältigung zu erschaffen, können wir in Syndrom nicht.

    Ist aber auch nicht weiter tragisch, schließlich sind die meisten Kreaturen ohnehin leicht auszutricksen. Denn sie laufen so schnell wie wir selbst und da Syndrome grundsätzlich nicht mit Medizinvorräten geizt, hält sich die Bedrohungslage unterm Strich in überschaubaren Grenzen. Obendrein haben die Biester nach der Transformation offenkundig an Hirnschmalz eingebüßt, denn sie bleiben gerne an Objekten hängen, beachten uns selbst aus nächster Nähe nicht und geben sofort die Verfolgung auf, wenn wir in einen Lüftungsschacht steigen.

    Einige Monster verschwinden mitunter sogar komplett, wenn wir sie abschütteln, einen Spielstand anlegen und diesen dann anschließend laden. Derlei Bugs nagen an der sonst ordentlichen Gruselatmosphäre. Technisch präsentiert sich Syndrome nämlich ordentlich: Mit der Unity-Engine erschufen die Entwickler einige ansehnliche Schauplätze, die durch stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele ins Szene gesetzt werden. Nur die hölzernen Animationen sind mitunter unfreiwillig komisch - bei einem Horrorspiel ein echter Atmosphäre-Killer!

    Syndrome im Test: Fazit & Wertung

          

    Syndrome (PC)

    Spielspaß
    5,9 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Schick ausgeleuchtete Schauplätze
    Kampf & Flucht als Option
    Ordentliche Soundkulisse sorgt für Atmosphäre
    Spannungsarmer Plot
    Monster sind leicht auszutricksen
    Hölzerne, unfreiwillig komische Animationen
    Wenig Interaktion mit Umgebung, viele leere Regale / Spinde
    Keine deutsche Vertonung
    Einige Bugs, Clipping- und Physik-Fehler

    01:39
    Syndrome: Ankündigungs-Trailer zum Horror-Spiel
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1209602
Syndrome
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http://www.gamesaktuell.de/Syndrome-Spiel-56165/Tests/Review-Gameplay-Video-1209602/
10.10.2016
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2016/10/syndrome-test-1-pc-games_b2teaser_169.jpg
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