Supreme Commander 2: Nachtest der Xbox 360 Version

Test Matti Sandqvist

Ist Supreme Commander endlich auch auf Xbox 360 spielbar? Wir haben die Konsolenfassung getestet.

Supreme Commander 2: Nachtest der Xbox 360 Version Gewaltige Armeen stoßen auf nahezu planetengroßen Karten aufeinander. Dazu kollossartige Einheiten und jede Menge Feuerwerk. Das waren die Zutaten von Gas Powered Games Machwerk Supreme Commander vor gut drei Jahren. Die PC-Version wurde im Gegensatz zu der schrecklichen Xbox 360-Fassung des ersten Teils von der Kritik nahezu ausnahmslos gelobt, stellte sich jedoch als ein echter Ladenhüter heraus. Jetzt hat Square Enix den zweiten Teil auch für Xbox 360 nachgelegt und wir können getrost sagen: Die Konsolenfassung ist im Vergleich zum Vorgänger um längen besser geworden.

Die Story des Spiels ist farblos und würde von jeder schlecht produzierten Sci-Fi-Serie übertroffen werden: 25 Jahre nach dem 1000 Jährigen Krieg zwischen den drei Parteien UEF, Aeon und Cybrans schlüpft man in die Rolle von drei befreundeten Kadetten, deren Schaffen und Wirken wir in dem Aufflammen eines neuen Konfliktes erleben. Die Kampagne ist dreigeteilt und wie ihr nach einiger Spielzeit merkt sogar ineinander verzahnt. Leider wirken dennoch die Charaktere lieblos gezeichnet und alles in allem ist die Geschichte sehr unausgegoren. Dies stört jedoch bei einem Echtzeitstrategielspiel kaum, kommt es doch eher auf das Gameplay und die KI an.
Supreme Commander 2: Nachtest der Xbox 360 Version
In diesem Bereich ist Supreme Commander 2 wirklich gelungen. Die Steuerung der Armeen funktioniert mit dem Gamepad ausnahmslos gut und auch die KI braucht sich auf hohen Schwierigkeitsgraden nicht zu verstecken. Die riesigen Karten beschäftigen euch lange und es kommt auch selten Langeweile auf.

Wäre die Einzelspielerkampagne nicht so austauschbar und die Grafik zeitgemäßer, hätte aus dem neuen Supreme Commander für Xbox 360 ein echter Hit für Echtzeitstrategie-Neulinge werden können. Mit dieser Fassung sind leider die Veteranen des ersten Teils nicht zufrieden und die Neueinsteiger wegen der eher schlechten Aufmachung abgeschreckt. Wir empfehlen den Interessenten die PC-Version des Spiels, da es sich trotz der gelungenen Konsolensteuerung gemütlicher spielt, die Karten ein Stück größer sind, mehr Einheiten möglich sind und die Grafik höher aufgelöst ist.

Die hier verwendeten Bilder stammen von Square Enix. Der Hersteller erlaubt uns nicht selbstgemachte Screenshots zu benutzen.

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Wertung zu Supreme Commander 2 (X360)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Gelungene SteuerungGuter Mehrspielermodus
Veraltete Grafik
Fazit

Die Xbox 360 Fassung von Supreme Commander 2 ist ein zweischneidiges Schwert. Es ist nicht wirklich ein schlechtes Spiel und es macht auch Spaß, aber PC-Fans des Vorgängers werden wohl oder übel schwer enttäuscht sein. Zu groß sind die Einschnitte in der Gameplaymechanik, die das Spiel eher zu einem gelegentlichen Zeitvertreib machen, als zu einem Kracher, der dem Spieler das Gefühl gibt wahrlich eine gesamte Armee zu kontrollieren. Zu empfehlen ist es sicherlich für Echtzeitstrategie-Einsteiger.

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