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  • Stronghold Crusader 2 in der Vorschau: Burgenbau ohne Publisher, aber mit Crowdfunding

    Mit Stronghold Crusader 2 will Firefly ein mittelalterliches Echtzeitstrategie-Spiel rund um riesige Burgbelagerungen abliefern - ganz ohne Publisher. Quelle: Firefly Studios

    Auf der Gamescom in Köln zeigten uns Firefly Studios, die Erfinder der Stronghold-Serie rund um Caesar-Miterfinder Simon Bradbury, ihr neuestes Baby: Stronghold Crusader 2 soll Fans mittelalterlicher Burgenbau-Strategiespiele wieder mit der Serie versöhnen, nachdem das unfertige Stronghold 3 so viele Käufer verschreckt hat. Warum wir vorsichtig optimistisch sind, dass das gelingt, lest ihr in unserem Preview.

    Stronghold Crusader 2 in der Vorschau: Mit Stronghold 3 haben die Entwickler von Firefly Studios ein technisch und spielerisch reichliches mieses Echtzeitstrategie-Spiel abgeliefert – aber damit im Test bei PC Games immerhin besser abgeschnitten als der kürzlich erschienene Konkurrent Citadels. Ein bisschen Schadenfreude muss eben sein, auch in der Spielebranche. Und mit Stronghold Crusader 2 wollen die Briten 2014 ja auch endlich wieder selbst gute Arbeit abliefern: Ganz ohne störenden, weil auf einen frühzeitigen Release drängenden Publisher, den Bradbury und Senior Producer Paul Harris als Hauptgrund für das Bug-Desaster bei Stronghold 3 ausgemacht haben.

    An Stronghold Crusader 2 arbeitet Firefly nun schon drei Jahre; die Entwicklungskosten bestritt das Studio bislang fast ausschließlich mittels der Gewinne aus dem clientbasieren Online-Ableger der Serie, Stronghold Kingdoms. Doch weil das Geld nicht reicht, um noch mal mindestens sechs Monate am Spiel zu feilen, bittet Firefly die große Stronghold-Fangemeinde um Mithilfe: Ab dem 28. August 2013 könnt ihr den Machern über die Crowdfunding-Plattform gambitious.com einen finanziellen Vertrauensvorschuss geben, ganz wie bei Kickstarter. Dass das eine gute Idee ist, davon versuchten uns Bradbury und Harris auf der Gamescom während einer Präsentation von Stronghold Crusader 2 zu überzeugen.

    Bewährtes Rezept
    Der Kontrast zwischen grünen Oasen und karger Steppe sorgt für optische Abwechslung. Der Kontrast zwischen grünen Oasen und karger Steppe sorgt für optische Abwechslung. Quelle: Firefly Studios Mit Crusader 2 entwickelt Firefly nicht so sehr einen Nachfolger zum von vielen Spielern als besten eingeschätzten Stronghold-Teil, sondern eher ein Crusader-3D-Remake. "Wir haben über 50 Verbesserungen am Original vorgenommen", erzählt uns Simon Bradbury, während sein Kollege Paul Harris einige der Details anhand einer frühen Pre-Alpha-Version vorstellt. Die Grundzüge des Spielprinzips sind im Vergleich zum ersten Crusader gleich geblieben: Von einem zentralen Bergfried aus errichten wir Handwerksbetriebe, türmen Waren wie Holz, Stein oder Brot im Lager auf, knöpfen unseren Bauern Steuern ab und ziehen nach und nach Befestigungsanlagen in die Höhe.

    Dabei kommt die leicht verbesserte Stronghold 3-Engine zum Einsatz, die den Orient zur Zeit der Kreuzzüge hübsch darstellt. Die größte technische Neuerung: Dank Havoc-Engine bereichern ein paar schöne Physikeffekte die mittelalterlichen Belagerungsschlachten zwischen Kreuzrittern und Arabern. So prallen etwa einzeln simulierte Pfeile effektvoll an den Zinnen einer mächtigen Burganlage ab, Katapultgeschosse sprengen einzelne Steinquader aus einer Mauer oder ein Tornado zerlegt Holzhäuser Stück für Stück. Der Wirbelsturm ist eine von zwei vorgestellten Naturkatastrophen, die uns in dem Mix aus Echtzeit- und Aufbaustrategie auf dem Weg zu Macht und Reichtum stolpern lassen. Die andere: ein Heuschreckenschwarm, der Getreidefarmen und Obstgärten verheert. Das ist deshalb so gefährlich, weil wir erstens wie in den Vorgängern wieder für die Versorgung unserer Bauern mit Nahrungsmitteln sorgen müssen – und weil zweitens in Crusader 2 solche Nahrungsmittel nur in der Nähe von seltenen Oasen wachsen, um die wir uns mit menschlichen und computergesteuerten Gegnern hitzige Gefechte liefern.

    Skirmish ist Trumpf

    Stronghold Crusader 2 unterstützt Partien mit bis zu acht Teilnehmern: 1vs1, 2vs2 oder 4vs4. Auch ein Koop-Modus ist enthalten, in dem sich zwei Spieler pro Team (maximal vier Teams mit je zwei Partnern) die Aufgaben teilen, also etwa einer den Aufbau einer funktionierenden Siedlung in die Hand nimmt, während der andere Soldaten aushebt, Söldner anheuert und Pechgräben für die unvermeidliche Belagerung anlegt. Dabei haben beide Spieler wie im Koop-Modus von Anno 2070 volle Kontrolle über alle Einheiten und Gebäude; Absprache und Aufgabenverteilung ist also Pflicht.

    Jeder KI-Charakter verhält sich nach einem bestimmten Muster. Dazu gehört auch die Art, wie er seine Festung errichtet. Jeder KI-Charakter verhält sich nach einem bestimmten Muster. Dazu gehört auch die Art, wie er seine Festung errichtet. Quelle: Firefly Studios Das Spiel enthält zwar eine Kampagne, bei der handelt es sich aber lediglich um eine lose Aneinanderreihung von Szenarien ohne verbindenden Handlungsbogen. Der Fokus liegt klar auf Skirmish-Gefechten im Einzel- und Mehrspielermodus, bei denen wir vor Spielbeginn anhand zahlreicher Optionen die Match-Bedingungen festlegen, von der Anzahl der Oasen über die Wahrscheinlichkeit von Naturkatastrophen bis hin zur Persönlichkeit der KI-Mitspieler. Acht Computergegner baut Firefly ins Spiel ein, vier Kreuzritter und vier Araber, jeder mit eigenen Verhaltensweisen: Der Schah ist ein freundlicher Kerl mit Kugelbauch, der sich beim Aufbau seiner Burg und Siedlung vor allem auf eine starke Wirtschaft konzentriert. Dagegen reagiert der Kalif schnell gereizt und schickt seine Truppen schon mal aus blinder Wut ins Verderben.

    Den Charakter der KI-Widersacher vermitteln kurze Rendervideos mit Botschaften wie "Das wirst du bereuen, elender Halsabschneider!", die am unteren rechten Bildschirmrand während des Spielens auftauchen. Damit packt Firefly so etwas wie die Offline-Variante der im Mehrspielermodus üblichen Hasstiraden menschlicher Feinde ins Spiel. Unser Vorschlag für noch mehr Authentizität: Wenn wir ein Match zu gewinnen drohen, sollte uns der KI-Gegner als Cheater-Noob beschimpfen und die Partie per Rage-Quit vorzeitig verlassen.

    Behutsame Änderungen

    Brandpfeile und feurige Katapultgeschosse sind ein probates Mittel, um die Siedlung des Gegners anzuzünden. Brandpfeile und feurige Katapultgeschosse sind ein probates Mittel, um die Siedlung des Gegners anzuzünden. Quelle: Firefly Studios Neuerungen müssen wir in Stronghold Crusader 2 mit der Lupe suchen, für spielerisch relevante Gameplay-Änderungen bedarf es sogar eines Mikroskops. So war es etwa in den Vorgängern möglich, stinknormale Soldaten mit Schwertern und Piken auf massive Steinmauern einschlagen zu lassen – so ließen sich die dicksten Verteidigungswälle mit genügend Zeit auch ohne Belagerungsgerät abreißen. Das funktioniert in Crusader 2 immer noch , der Glaubwürdigkeit zuliebe nutzen die Krieger nun aber zumindest mitgeführte Spitzhacken für ihren Job als menschliche Abrissbirne. Bradbury lacht: "Das hat uns zwei Wochen Programmierarbeit gekostet!" Tatsächliche Auswirkungen auf das Spielgefühl dürften dagegen die hinzugekommenen kleinen Ortschaften auf den Karten haben: Die Weiler wechseln während einer Partie den Besitzer, wenn wir Soldaten in die Nähe des Dorfplatzes schicken, und senden uns daraufhin regelmäßig einen Tribut in Form von Rohstoffen. Wenn wir jedoch nicht aufpassen, luchst uns der Gegner diese Nachschubplätze flugs wieder ab.

    Die aus der Neuauflage Stronghold Crusader Extreme bekannten Spezialfähigkeiten ("Tactical powers") feiern eine Rückkehr, sind diesmal aber an Einheiten gebunden. So benötigen wir einen Heiler, um ein Feldlazarett aufzustellen, in dessen Umkreis verbündete Soldaten Trefferpunkte regenerieren. Und um einen Pfeilhagel auf das feindliche Heer niedergehen zu lassen, müssen wir zuerst ein Belagergungs-Camp mit einem entsprechenden Aufsatz errichten: einer Art mittelalterlichen Raketenwerfer, der dutzende Pfeile auf einmal abfeuert. Alternativ steht auch einen mit Schießpulver betriebene Bombarde zur Verfügung. Und dann wäre da noch die Rauchbombe, die alle Einheiten im Wirkungskreis verwirrt: Betroffene Spieler dürfen vom Rauch eingehüllte Truppen für kurze Zeit nicht mehr steuern. Der Vorteil dieser neuen Strukturierung der Spezialkräfte: Der angegriffene Spieler kann sich dagegen wehren, indem er etwa den Pfeilwerfer rechtzeitig abreißt oder den wehrlosen Mediziner mit Bogenschützen ausschaltet.

    Die Peitsche des Sklavenmeisters erhöht die Trefferpunkte von Sklaven in der Nähe. Die Peitsche des Sklavenmeisters erhöht die Trefferpunkte von Sklaven in der Nähe. Quelle: Firefly Studios Auch viele unserer Einheiten besitzen Spezialfähigkeiten, vor allem die Söldner, für deren Rekrutierung wir anders als bei den normalen Truppen keine Bauern und zuvor gefertigte Waffen benötigen. Stattdessen heuern wir diese Spezialisten mit Gold an. So sichern wir uns etwa die Dienste eines Assassinen, der ungesehen Festungsmauern erklimmt und von innen das Stadttor öffnet. Oder wir werben den Klingenmeister an, der mit zwei Krummsäbeln auf Gruppen schwach gepanzerter Feinde zu rennt und sie mit einem schön anzusehenden Wirbelwindangriff auseinander nimmt, aber gegen Speerträger nutzlos ist. Der Sklavenmeister schwingt dagegen eine Peitsche, in deren Wirkungsradius die ansonsten eher schwächlichen Sklaven mehr Schaden einstecken, bevor sie aus den Latschen kippen.

    Firefly legt viel Wert darauf, den Spieler auf diese Spezialfähigkeiten aufmerksam zu machen, ohne dafür große Bildschirmtexte und dicke Schaltflächen zu benötigen. So lässt sich etwa erkennen, dass die Ansturm-Fähigkeit eines Ritters nach abgelaufener Abklingzeit erneut verfügbar ist, weil der Recke seine Lanze wieder in die Höhe streckt statt sie parallel zum Boden zu halten. Dazu kommen Verbesserungen bei Wegfindung und KI-Verhalten gegenüber Stronghold 3 sowie manch eine neue Einheit, etwa der Kriegswagen. Dabei handelt es sich um einen überdimensionierten Bollerwagen mit hoher hölzerner Schutzmauer, aus deren Deckung Bogenschützen ihre Gegenüber auf den Zinnen einer Wehranlage relativ gefahrlos ins Visier nehmen können.

    Stronghold Crusader 2 erscheint irgendwann im nächsten Jahr als Download über Steam sowie als Box-Version im Einzelhandel. Zum Lieferumfang gehören ein Karteneditor und eine Anbindung an den Steam-Workshop, mit dem ihr selbst erstellte Inhalte problemlos mit anderen Spielern in aller Welt teilen könnt. Ab dem 28. August 2013 startet auf der Crowdfunding-Plattform gambitious.com eine Kampagne zur Finanzierung des Spiels. Den Test von Stronghold 3 und des Konkurrenten Citadels könnt ihr hinter den Links nochmal nachlesen.

    02:42
    Stronghold Crusader 2: Burgenbau im Gamescom-Trailer
  • Stronghold Crusader 2
    Stronghold Crusader 2
    Publisher
    Firefly Studios
    Developer
    Firefly Studios
    Release
    23.09.2014

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Stronghold Crusader 2
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http://www.gamesaktuell.de/Stronghold-Crusader-2-Spiel-16967/News/Stronghold-Crusader-2-Preview-von-der-Gamescom-1085487/
27.08.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/08/Stronghold_01-pc-games_b2teaser_169.jpg
stronghold 3,strategie,city interactive
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