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  • Strife: Vorschau auf den LoL- und Dota-Konkurrenten

    Wenn zwei sich streiten, freut sich S2 Games: Das Studio aus Michigan will den MOBA-Platzhirschen League of Legends und Dota 2 mit Strife Konkurrenz machen: mit weniger, dafür besser ausbalancierten Helden, Kampfhaustieren, dem Herstellen eigener Gegenstände und einem besserem Chat-System, das für eine zivilere Community sorgen soll.

    Mit ihrer tiefblauen Haut und ihrem ebenso blauen Schwanz erinnert Minerva Minerva aus dem Unterwasserreich Vorbis entfernt an eine Draenei aus World of WarCraft. Mit ihrem Speer springt sie Gegnern zügig in den Nacken, verlangsamt sie und wird selbst schneller - während sie ein Schutzschild vor feindlichen Angriffen schützt. Wie ein Schurke richtet sie besonders viel Schaden an, wenn sie im Rücken eines Widersachers einen Phantomangriff durchführt. Doch der schlimmste Feind unseres Teams heißt Lag: Wir beschließen, die nächsten Runden mit Bots zu spielen.

    Klasse statt Masse

    Um markige Worte ist Marc DeForest nicht verlegen: "Strife ist das erste MOBA der nächsten Generation", so der Gründer und CEO von S2 Games. Mit Heroes of Newerth feierten die Entwickler aus dem US-Bundesstaat Michigan im Jahr 2010 einen durchaus erfolgreichen Einstieg ins schwer angesagte MOBA-Genre. Rund 2,5 Millionen Spieler sind noch heute in Heroes of Newerth unterwegs. Auf die Kombination aus Echtzeitstrategie und PvP setzt auch S2 Games neuer Free-to-Play-Titel Strife, doch bricht das Spiel mit einigen Konventionen, die Ihr aus Dota 2 und League of Legends kennt.

    Statt über hundert Helden soll Strife zum Start gerade einmal zwei Dutzend Akteure besitzen. "Immer mehr Helden mit immer mehr Gegenständen - wenn man die erst in- und auswendig kennen muss, damit das Spiel so richtig Spaß macht, ist das eine anstrengende Angelegenheit", sagt DeForest. Und fügt hinzu: "Nur, weil man in einem Echtzeitstrategiespiel statt einer Rasse auf einmal derer neun steuern kann, ist das eigentliche Spiel deswegen auch nicht automatisch besser." Da ist etwas dran: Die heute relative Bedeutungslosigkeit von Echtzeitstrategietiteln deutet darauf hin, dass das Einheitenwettrüsten nicht automatisch mehr Spielspaß und Erfolg bedeutet. S2 Games setzt stattdessen auf eine stärkere Individualisierung Eurer Helden, Herstellen eigener Gegenstände und Kampfhaustiere inklusive.

    Reichtum für alle

    Screenshots aus Strife, dem Moba-Konkurrenten der Entwickler von S2 Games. (5) Screenshots aus Strife, dem Moba-Konkurrenten der Entwickler von S2 Games. (5) Quelle: S2 Games Was neuen Spielern den Einstieg in ein MOBA erschwert, sind - Überraschung! - die Mitspieler. Wenn einen Freund und Feind beschimpfen und einem nicht nur die Gegner, sondern sogar die Teamkollegen Gold und Erfahrung wegschnappen, sorgt das rasch für Frustmomente. Ganz wird die kein Online-Spiel in den Griff bekommen - "Wir können schließlich nicht die gesamte Menschheit im Zaum halten", so Marc DeForest -, doch die Strife-Designer versuchen, zumindest einige der MOBA-typischen Dramen zu entschärfen. So ist optionaler Sprachchat mit Euren Teammitgliedern das Höchste der Gefühle - das Beleidigen Eurer Widersacher mit teilweise derben Schimpfwörtern gibt es in Strife nicht. "Eure Helden sucht ihr euch vor einem Match aus", sagt Marc DeForest. "Mit welchen Spielern ihr dann zusammen in ein Team gesteckt werdet, hängt davon ab, wie gut ihr den jeweiligen Helden beherrscht." Um Einsteigern etwas "Welpenschutz" zu geben, können Eure Mitspieler zwar das Verhältnis von Siegen und Niederlagen sehen, weitere Details bleiben ihnen jedoch verborgen.

    Fairer soll es auch innerhalb der zwei Fünf-Mann-Teams zugehen. Lead System Designer Pu Liu: "Unsere Helden jagen nicht nur einigen wenigen Gegenständen hinterher, mit denen sie zur Bestform auflaufen. Und das Geld, das ihr zu deren Kauf benötigt, wird fairer unter euren Teammitglieder aufgeteilt." Für einen getöteten NPC oder Creep gibt's in Strife beispielsweise 70 Goldstücke, doch wenn Ihr den im Alleingang erledigt, bekommt Ihr nur 35 plus sieben Goldstü auf einen fast besiegten Gegner gibt es nicht mehr. "Außerdem sind die Rollen flexibler", erklärt Liu. "Ihr könnt jeden Helden beispielsweise als Carry-, Support- und Jungle-Charakter einsetzen."

    Ein wehrhafter Nager

    Der kleine Ray ist nicht so putzig, wie er aussieht. Das Eichhörnchen mit vorstehendem Nagezahn, Antennenhut und einer überdimensionalen Fernbedienung wirft am liebsten mit Minen, Fesselfeld-Generatoren und Granaten um sich. Das freut menschliche Mitspieler, die so geschwächte Gegner zu Hackfleisch verarbeiten können - insbesondere, weil Ray in besonders brenzligen Momenten sogar ein Flächenbombardement auslöst. Doch der Bursche ist so schwachbrüstig, wie unsere zwei Bot-Kameraden dumm sind. Mehr als ein zäher Verlust ist leider nicht drin.

    Gegenstände per Kurier

    Weniger Helden mit mehr Möglichkeiten und mehr brauchbaren Gegenständen - dieses Ziel vertritt auch Game Director James Fielding. "Wir wollen nicht, dass unsere Spieler in Rollen gepresst werden, die ihnen keinen Spaß machen", sagt Fielding. "Das bedeutet andererseits auch, dass die Spieler, die ihren Helden noch nicht wie im Schlaf beherrschen, den Mitspielern nicht die Partie ruinieren sollen." Die Designer feilen deshalb auch daran, wie sich die Helden beim fortwährenden Stufenaufstieg "anfühlen": Ein Support-Charakter soll nicht den Eindruck haben, dass ihm die Schadensausteiler davonziehen, sondern ebenfalls fettere Heilzauber bekommen. Gut: "Bessere Spieler sind mehr Gold wert als nicht so gute - deswegen lohnt es sich nicht, schwächere zu farmen", sagt James Fielding.

    Klar, wie jedes MOBA basiert auch Strife auf Defense of the Ancient: Auf einer überschaubar großen Karte versuchen zwei Fünferteams, die gegnerische Basis unten links beziehungsweise oben rechts zu zerstören - zwei Team- und eine Solo-Lane sowie eigene und gegnerische Creeps inklusive. Allerdings ergänzten die Entwickler das Prinzip um ein paar schlaue Ideen. So könnt Ihr nicht nur in Eurer Basis neue Items einkaufen, sondern auch auf dem Schlachtfeld. In diesem Fall sucht Euch ein Bote auf, um Euch die frisch erstandenen Besitztümer kostenlos zu liefern. Nett: Segnet Euer Held das Zeitliche, ist die Wartezeit bis zur Wiedergeburt nicht übermäßig lang - und dank eines Speed-Buffs kehrt Ihr schneller an die Front zurück. "Legt ihr eine zehnsekündige Kampfpause ein, regenerieren sich Gesundheit und Mana schneller", erklärt James Fielding. "Allerdings bekommt ihr dann auch kein Gold und die Creeps versuchen, euch wieder in den Kampf zurückzuziehen." Dadurch soll die Lane-Phase der Partie kurzweiliger werden. Auch in Strife besitzt jeder Held drei normale und eine besonders gute Fähigkeit, die Ihr beim Stufenaufstieg weiter ausbaut. Neben den Fähigkeiten sind auch einsetzbare Gegenstände und Tränke in der Action-Leiste sichtbar, damit Ihr nicht tolle Gegenstände kauft, die dann unbenutzt im Inventar vergammeln.

    Kyrtos lässt es krachen

    Foto des Entwicklerteams von Strife. Foto des Entwicklerteams von Strife. Quelle: Buffed Dankenswerterweise müsst Ihr Euch auch nicht mit der millimetergenauen Platzierung von Wards herumschlagen oder Teamvision-Fähigkeiten freischalten, die in anderen Spielen Teile der Karte und damit gegnerische Manöver aufdecken. In Strife gibt es dafür Beobachtungsposten, die ein Team besetzt und dann 30 Sekunden lang die Karte überblickt. Nähert sich dann ein Gegner, wechselt die Fernsicht zu seinem Team über. Ein besonderer Creep flitzt mit einer großen Kiste durch die Landschaft: Schnappt Ihr ihn Euch, wartet eine Extraportion Gold auf Euch. Und dann waren da noch zwei Minibosse: Boss Nummer eins lässt sich mit zwei, drei Spielern erledigen und bringt dem ganzen Team Gold- und XP-Boni, Boss Nummer zwei hört auf den Namen Kyrtos und ist ein harter Brocken, der Euer gesamtes Team in Schach hält. Bezwingt Ihr ihn, kämpft er jedoch auf einer Lane Eurer Wahl Seite an Seite mit Euren Helden und Creeps und walzt alles nieder, was nicht niet- und nagelfest ist. Besonders in der Endgame-Phase kann Kyrtos bei der Zerstörung von Türmen und der gegnerischen Basis das Spiel noch einmal drehen.

    Hagel und Granaten

    Die fesche Caprice ist schon eher unser Fall. Die Piratenbraut wirft mit brennenden Fässern um sich, die brennende Spuren auf dem Boden hinterlassen, und wirft Anker in die Feindesschar, die sie einen Moment lang umhaut. Sie lässt ihren Gegnern mit Explosionen Hören und Sehen vergehen und schwingt sich tolldreist höchstpersönlich in eine Gruppe von Kontrahenten. Unsere vier Bot-Kumpane stellen sich schlauer als im letzten Match an, doch liefern sich auf der mittleren Lane ein ewiges Hin- und Her mit unseren Gegnern. Wir brechen die Partie vorzeitig ab.

  • Strife
    Strife
    Developer
    S2 Games
    Release
    2014
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Strife
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http://www.gamesaktuell.de/Strife-Spiel-35593/News/Strife-Vorschau-auf-den-LoL-und-Dota-Konkurrenten-1082452/
08.08.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/08/Strife_shot0006-buffed.jpg
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