Diese Woche startet "Steig. Nicht. Aus!" von Regisseur Christian Alvart, das deutsche Remake nach spanischem Vorbild aus dem Jahr 2015, in den Kinos. In dem fesselnden Thriller muss Karl Brendt, gespielt von Wotan Wilke Möhring ("Antikörper"), gefangen in seinem Fahrzeug und im Wettlauf gegen die Zeit, die Forderungen seines Erpressers befolgen, um das Leben von sich und seiner Familie zu retten.
Es ist ein hektischer Morgen wie jeder andere für Karl Brendt (Wotan Wilke Möhring). Der Berliner Bauunternehmer befindet sich unter Zeitdruck, denn er will seine beiden Kinder Josefine (Emily Kusche) und Marius (Carlo Thoma) zur Schule bringen und danach noch zeitig am Arbeitsplatz erscheinen. Doch kaum sind die drei ins Fahrzeug gestiegen, klingelt ein Handy im Handschuhfach. Der unbekannte Anrufer am anderen Ende der Leitung behauptet eine Bombe unter den Autositzen angebracht zu haben und diese zu zünden, wenn Karl ihm nicht mehrere Hunderttausend Euro besorgt. Während der Familienvater wie ein Getriebener durch die Stadt fährt und dabei herumtelefoniert, beweist der Erpresser bald seine Skrupellosigkeit. Derweilen schaltet Karls Frau die Polizei ein. Es beginnt eine Hetzjagd durch Berlin.
Mit Antikörper (mit Wotan Wilke Möhring) legte Christian Alvart 2005 ein fulminantes Kinodebüt hin. Nach einem Abstecher in den Sci-Fi-Horror (Pandorum) kehrte er mit den Tatort-Verfilmungen mit Til Schweiger zum Hochspannungs-Krimi-Genre zurück. Nun tat er sich erneut mit Möhring zusammen. So am Reißbrett entworfen der Plot auch erscheinen mag (der zudem kleine Logiklöcher offenbart), so fesselnd gelang es Alvart, seinen Thriller in Szene zu setzen. Das ist auch der prominenten Besetzung, vor allem dem hervorragenden Spiel von Möhring und seiner Filmtochter Emily Kusche, zu verdanken.
FAZIT:
Packender Nägelkauer im Stile von "Nicht auflegen!". Etwas konstruiert, aber mit famosem Cast. So geht deutsches Hochspannungskino!
