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  • Mini-PCs im Selbstbau: so stellt ihr euch eure individuelle Steam-Machine selber preiswert zusammen

    Die ersten Steam-Machines sind auf dem Markt. Doch ähnliche sehr kompakte, konsolenartigen Mini-PCs lassen sich auch selber günstig zusammenstellen. Wir haben Tipps zur Zusammenstellung sowie passende Hardwarekomponenten für euch aufbereitet.

    In der letzten Woche haben wir uns die drei Steam-Machines, die bisher offiziell auch über Steam vermarktet werden, genauer angesehen. Bei den Steam-Machines handelt es sich um Mini-PCs, die vom Design her an Spielekonsolen erinnern. Sie werden mit Valves Betriebssystem Steam-OS ausgeliefert - dies ist die Voraussetzung für die Hersteller, um den PC auch als Steam-Machine anbieten zu dürfen.


    Auf einer solchen Steam-Machine kann aber auch Windows installiert werden, und Mini-PCs, die nicht mit dem Label Steam-Machine werben, können natürlich trotzdem auch mit Steam-OS und somit als Quasi-Steam-Machine betrieben werden.

    Syber Steam-MachineSyber Steam-MachineQuelle: SteamDa für die drei Steam-Machines und ihre verschiedenen Varianten bezogen auf ihre Leistung stolze Preise aufgerufen werden und die Modelle von Alienware (Dell) und Zotac technisch nur auf Notebook-Hardware setzen, wollen wir euch in unserem Special zu der Frage beraten, wie man sich seinen eigenen Gaming-Mini-PC zusammenstellt und was es dabei zu beachten gibt. So könnt ihr eure eigene Steam-Machine konfigurieren, egal ob ihr wirklich (das derzeit noch unter Performanceproblemen leidende) Steam-OS oder Windows installieren wollt. Wir werden euch daher zunächst einige Tipps geben, die ihr beim Zusammenstellen eines Mini-PCs zu den einzelnen Komponenten allgemein beachten solltet. Danach haben wir zwei Beispiel-PCs für euch vorbereitet. Auf der zweiten Seite werden wir euch wiederum zu allen Hardware-Komponenten, die für die Größe eines PCs entscheident sein können, auch konkrete Kauftipps als Alternative zu unseren Beispiel-PCs geben, so dass ihr eine breite Auswahl an kompakten Gehäusen und Grafikkarten, flachen Kühlern, Netzteilen und Mini-Mainboards habt.

    Gehäuse und Netzteile

          

    Wir behandeln zuerst das Thema Gehäuse, denn diese sind ja maßgeblich für die Größe des späteren PCs ist. Dell und Zotac bieten besonders kleine Steam-Machines an: etwa 20 mal 20 Zentimeter Standfläche und eine Höhe von etwa sechs Zentimeter stehen hier als Eckdaten zu Buche. Dies erkaufen sich die beiden Hersteller aber dadurch, dass unter anderem nur eine für Notebooks konzipierte mobile Grafikkarte verwendet wird, um Platz zu sparen und gleichzeitig auch nur eine sehr kompakte Kühlung zu benötigen. Einen MSilverStone Raven RVZ02SilverStone Raven RVZ02Quelle: SilverStoneini-PC in einem derartig kleinen Gehäuse könnt ihr selber nicht ohne weiteres verwirklichen, unter anderem allein schon aus dem Grund, dass ihr im normalen Hardwarehandel nicht oder nur sehr schwer an mobile Grafikkarten und passende Mainboards herankommt. Ein eigener Mini-PC in der Größe der Steam-Machines von Syber ist hingegen realistisch: die Syber Steam-Machines messen 35,1 mal 34,5 Zentimeter bei einer Höhe von 9,9 Zentimetern. Wir haben später für euch einige Gehäuse herausgesucht, die eine ähnliche Größe besitzen. Zudem werden wir noch weitere Gehäuse nennen, die zwar nicht ganz so kompakt wie die Syber Steam-Machines sind, aber trotzdem deutlich kleiner als ein gängiger Desktop-PC. Diese sind dann vor allem für die Nutzer eine gute Alternative, die keinen großen PC im Wohnzimmer haben wollen und gleichzeitig nicht strikt auf einen extrem kleinen PC bestehen. Denn die Probleme bei einem sehr kompakten Gehäuse sind stets vorhanden: je kleiner es ist, desto schwieriger wird es, den PC gut zu kühlen und starke Hardware unterzubringen. Man steht häufig auch vor einem kleinen Dilemma: einige Gehäuse sind zwar breit und tief, aber nicht sehr hoch, sondern extrem flach: lange Grafikkarten sind dann zwar kein Problem, aber bei der CPU-Kühlung wird es schwer. Umgekehrt bieten kleine Gehäuse, in denen eine gute CPU-Kühlung möglich ist, oft nur wenig Platz für Grafikkarten.

    Bitfenix PhenomBitfenix PhenomQuelle: Nvidia Ein Kompromiss sind dabei Gehäuse, die würfelartig wirken und für die daher auch die Kategorie-Bezeichnung Cube-Gehäuse (Cube = Würfel) kreiert wurde. Beim Thema Gehäuse ist auch der Netzteil-Standard wichtig, der verwendet wird. Sehr kleine Gehäuse verlangen oft ein SFX12V-Netzteil, wodurch teilweise der Betrieb von sehr potenten Grafikkarten erschwert werden kann. Und auch bei einigen kleineren Gehäusen, die zwar laut technischen Daten generell für ATX-Netzteile geeignet sind, muss man aufpassen: häufig ist dort nur wenig Raum unmittelbar vor der Seite des Netzteils, aus der die Stromkabel herauskommen. In diesem Fall wäre ein im Vergleich zu anderen ATX-Netzteilen eher kurzes Modell ein Vorteil, da man die Stromkabel bei einem solchen Netzteil nicht so sehr verbiegen muss. Ausgerechnet bei modularen Netzteilen, deren Vorteil ja gerade darin liegt, dass man nicht benötigte Kabel abnehmen und dadurch Platz sparen kann, ist dieses Problem sogar kritischer. Denn die Kabel sind vor allem dort, wo man sie ins Netzteil steckt, auf den ersten zwei bis drei Zentimetern recht starr, so dass das Netzteil dadurch praktisch noch länger wird.

    Mainboards und CPUs

          

    In ein sehr kleines Gehäuse passen die für Desktop-PCs typischen ATX-Mainboards nicht hinein, und auch der nächstkleinere Standard µATX (Mikro-ATX) ist für viele Mini-Gehäuse schon zu groß. Die meisten sehr kleinen Gehäuse sind daher für den Mainboard-Standard Mini-ITX gedacht. Bei Mini-ITX-Mainboards kann es im Einzelfall zu Problemen mit manchen CPU-Kühlern kommen, zudem sind maximal zwei RAM-Slots vorhanden sowie als Steckplatz ausschließlich der PCIe x16-Slot für die Grafikkarte.

    Mini-Mainboard: ASRock H97M ITXMini-Mainboard: ASRock H97M ITXQuelle: ASRockAnsonsten sind Mini-ITX-Mainboards aber vollwertige Mainboards, bei denen ihr keine Leistungsnachteile habt und häufig bereits einen WLAN-Chip onboard vorfindet, da solche Mainboards für den typischen HTPC gedacht sind. HTPC steht für Home Theater PC, also für einen PC, der in der Regel im Wohnzimmer steht, wohin viele Nutzer kein LAN-Kabel verlegen wollen. Mini-ITX-Mainboards kosten zwar - auch da sie ein kleineres Klientel bedienen - mehr als ähnlich ausgestattete µATX oder ATX-Mainboards, aber der Aufpreis hält sich in Grenzen. Was die CPUs betrifft: hier gibt es keine Beschränkungen. Die Mini-ITX-Mainboards sind für die gleichen CPUs geeignet wie die Mainboards im ATX- oder µATX-Standard. Im Zweifel informiert euch aber beim Hersteller des Mainboards nach kompatiblen CPUs, um sicherzugehen. Lediglich beim Thema Übertaktung muss man natürlich bei einem sehr kleinen Gehäuse vorsichtig sein, da die Kühlung schwieriger wird. Ansonsten ist für einen guten Mini-Gaming-PC aber jede CPU geeignet, die auch für einen Desktop-Spiele-PC zu empfehlen wäre. Nachteil bei AMD: zu den für moderne Spiele geeigneten AMD AM3+ Prozessoren gibt es leider keine Mainboards im Mini-ITX-Format. Bei einem kompletten Neukauf hat aber Intel derzeit ohnehin die Nase vorne: ein Core i5 für den Sockel 1150 oder 1151 bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

    Grafikkarten und CPU-Kühler

          

    In einigen Gehäusen sind Grafikkarten mit einer Länge von 28, 30 oder 32 Zentimeter Länge kein Problem. Manche Gehäuse haben aber gewisse Beschränkungen - hier müsst ihr dann gegebenenfalls auf Grafikkarten zurückgreifen, die für ihre jeweilige Leistung ungewöhnlich kurz sind. Solche Grafikkarten werden wie später bei den Kauftipps natürlich noch nennen. Außerdem solltet ihr im Einzelfall beim Gehäuse darauf achten, ob es gegebenenfalls auch eine Beschränkung bezüglich der Breite und Höhe der Grafikkarte gibt.

    GTX 970-Power und nur 17,2cm lang sowie 11,1cm breit: Inno3D GTX 970 CombatGTX 970-Power und nur 17,2cm lang sowie 11,1cm breit: Inno3D GTX 970 CombatQuelle: Inno3DDie meisten Gaming-Grafikkarten belegen von ihrer Höhe her zwei Slots. Modelle, die sogar drei Slots belegen, sind also besonders kritisch. Manche Gehäuse verlangen sogar den Einbau einer low-profile-Grafikkarte - damit ist gemeint, dass diese Grafikkarte ein kürzeres Slotblech hat, als es Standardmäßig der Fall ist. Die Karte ist also vor allem an der Rückseite sehr schmal. Wird so eine Karte in einem Gehäuse zur Voraussetzung, dann ist Gaming mit einer modernen Grafikkarte praktisch nicht möglich: die stärksten aktuell verfügbaren Low-Profile-Karten sind zwei Varianten einer Nvidia GTX 750 Ti, die maximal für Gaming-Einsteiger taugen: die Gigabyte GTX 750 Ti OC low profile sowie die KFA² GTX 750 Ti OC Slim für jeweils ab 125 Euro. Bei CPU-Kühlern gilt eine besondere Vorsicht: zum einen müsst natürlich die maximale Kühler-Höhe beachten, die das Gehäuse zulässt. Zum anderen darf der Kühler aber auch bei den sehr kleinen Mini-ITX-Mainboards nicht in Konflikt mit der Grafikkarte oder dem Arbeitsspeicher geraten. Vor allem wenn ihr ein Gehäuse wählt, in das zwar sehr hohe und somit in der Theorie auch monströse Übertakter-Kühler hineinpassen, aber auf der anderen Seite nur kleine Mini-ITX-Mainboards Platz finden, müsst ihr die Augen offen halten.

    Weitere Bauteile

          

    Beim Arbeitsspeicher solltet ihr in jedem Falle auf RAM mit dekorativen hohen Kühlkörpern verzichten. Es gibt genügend Arbeitsspeicher ohne Kühlkörper oder mit flachen Kühlkörpern sowie auch Riegel, die ohnehin eher flach sind und als low-profile beworben werden. Bezüglich der Laufwerke gilt: für 2,5-Zoll-Laufwerke haben die für Mini-PCs gedachten Gehäusen beinah immer mindestens einen Einbauplatz. Hier finden also die typischen 2,5-Zoll-SSDs Platz, aber auch Festplatten im Notebookformat.

    Samsung SSD 850 EvoSamsung SSD 850 EvoQuelle: PCGHDa letztere aber teurer sind als die Desktop-Festplatten mit 3,5-Zoll-Bauhöhe, solltet ihr nur zu einer 2,5-Zoll-Festplatte greifen, wenn das Gehäuse keinen 3,5-Zoll-Einbauplatz anbietet. Beim optischen Laufwerk (CD, DVD oder Blu-Ray) gilt es zu beachten, ob das Gehäuse eventuell nur einen schmalen Einbauplatz hat - in diesem Falle kommen Slim-Line-Laufwerke, also eigentlich für Notebooks gedachte Laufwerke in den entsprechenden Schacht. Ansonsten könnt ihr einfach eines der zahlreich erhältlichen 5,25 Zoll-Laufwerke verwenden. Ausnahme: einige wenige Gehäuse bieten überhaupt keinen externen Einbauschacht, also keine Möglichkeit, ein optisches Laufwerk einzubauen. Hier wird also das Betriebssystem per USB-Stick oder über ein externes optisches USB-Laufwerk installiert. Was Zusatz-Steckkarten angeht: bei mini-ITX-Mainboards ist der Einbau einer Zusatzsteckkarte, zum Beispiel einer Soundkarte oder einer WLAN-Karte, nicht möglich. Bei µATX-Mainboards ist es möglich, aber im Zweifel greift lieber zu einer externen USB-Lösung.

    Beispiele: zwei Selbstbau-Steam-Machines

          

    Wir haben nun zwei Beispiele für eine Selbstbau-Steam-Machine oder besser gesagt: für zwei Mini-PCs vorbereitet. Der erste Beispiel-PC für 1115 Euro basiert auf einem besonders flachen Gehäuse, der zweite nutzt ein Gehäuse im Cube-Format und kostet 670 Euro. Wir weisen hier auch auf unser PC-Special mit mehreren PC-Zusammenstellungen ab 550 Euro hin, das ihr zur Inspiration nutzen könnt, da für die Leistung vor allem die Kombination aus CPU und Grafikkarte wichtig ist.

    Noctua NH-L9iNoctua NH-L9iQuelle: NoctuaÜbrigens: wir setzen bei den Prozessoren aktuell auf den Sockel 1150, da die Prozessoren für den neueren Sockel 1151 derzeit teurer sind, ohne einen echten Mehrwert zu bieten. Speziell beim Core i7- 6700K sieht es derzeit wegen Lieferengpässen besonders düster aus: die Preise liegen 100 Euro über dem Niveau, welches noch zu dem Zeitpunkt unseres oben verlinkten PC-Specials aktuell war - allein aus diesem Grunde wäre selbst für Übertaktungs-Fans der zwar ältere, aber mehr als 100 Euro günstigere und nicht langsamere Core i7-4790K die bessere Wahl. Für unseren ersten PC nehmen wir aber den Xeon E3-1231 v3. Dieser kann wie ein Core i7 acht Threads verwalten und entspricht bis auf die fehlende eigene Grafikeinheit und minimal weniger Takt einem Core i7-4770, dabei aber zu einem niedrigen Preis. Bei der Grafikkarte müssen wir beim gewählten Gehäuse weniger auf die Länge, sondern mehr auf Breite und Höhe achten. Die starke Asus Strix GTX 970 ist ein geeigneter Kandidat. Eine SSD mit 250 Gigabyte sorgt für Komfort im Windows-Alltag, der Noctua-Kühler für einen leisen Betrieb. Insgesamt kostet der PC gute 1100 Euro. Beim zweiten PC haben wir eher eine moderate, aber dafür auch günstigere Leistung verbaut. Der Core i5 ist in Spielen aktuell kaum schwächer als ein Core i7, die Grafikkarte reicht meist für hohe Detailstufen noch aus. Natürlich sind dies nur Vorschläge - ihr könnt auch in den ersten PC nur einen Core i5 oder gar Core i3 einbauen, oder in den zweiten PC eine stärkere Grafikkarte und eine SSD. Auf der nächsten Seite haben wir zahlreiche Alternativen für die Bauteile, die bei der Größe eine Rolle spielen, in mehreren Tabellen aufbereitet, um euch die Auswahl für euren individuellen Mini-PC zu erleichtern.

    BauteilMini-PC für 1115 Euro  Mini-PC für 670 Euro 
    GehäuseFractal-Design Node 20275 Euro Cooltek Coolcube45 Euro
    CPUIntel Xeon E3-1231 V3260 Euro Intel Core i5-4460185 Euro
    MainboardASRock H97M-ITX/ac100 Euro MSI B85I85 Euro
    RAM16GB-Kit G.Skill Ares 1600MHz80 Euro 8GB-Kit Crucial Ballistix 1600MHz40 Euro
    GrafikkarteAsus Strix GTX 970360 Euro Sapphire R9 380 ITX Compact185 Euro
    NetzteilSilverStone Strider 500W75 Euro Cooler Master G450M60 Euro
    SSDSamsung Evo 850 250GB80 Euro keine0 Euro
    FestplatteHGST Travelstar 5k1000 1000GB50 Euro Western Digital Blue 1000GB50 Euro
    CPU-KühlerNoctua NH-L9i40 Euro EKL Alpenföhn Panorama20 Euro
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Steam Machine
Mini-PCs im Selbstbau: so stellt ihr euch eure individuelle Steam-Machine selber preiswert zusammen
Die ersten Steam-Machines sind auf dem Markt. Doch ähnliche sehr kompakte, konsolenartigen Mini-PCs lassen sich auch selber günstig zusammenstellen. Wir haben Tipps zur Zusammenstellung sowie passende Hardwarekomponenten für euch aufbereitet.
http://www.gamesaktuell.de/Steam-Machine-Hardware-256919/Specials/Mini-PCs-im-Selbstbau-so-stellt-ihr-euch-eure-individuelle-Steam-Machine-selber-preiswert-zusammen-1178934/
29.11.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/10/rvz02-34right-pcgh_b2teaser_169.jpg
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