DVD-Test: Stay Alive

Test Toni Opl

Stirbst du im Spiel -- bist du tot! Getreu dieser Devise schickt William Brent Bell eine Gruppe Teenager in den Untergang.

Hutch (Jon Foster, 2.v. re.) und seine Freunde kommen dem Geheimnis auf die Spur Hutch (Jon Foster, 2.v. re.) und seine Freunde kommen dem Geheimnis auf die Spur Der passionierte Videogamer Loomis Crowley (Milo Ventimiglia) testet eines Abends das brandneue, bis dato unveröffentlichte Horror-Adventure "Stay Alive". Noch am selben Abend stirbt er auf exakt die gleiche Weise wie die Figur im Spiel. Wenig später wandert das verlockende Stück Software in die Hände von Loomis’ bestem Kumpel Hutch (Jon Foster), der es alsbald nichts Böses ahnend mit einigen Freunden online spielt. Prompt geht nach dem nächsten Bildschirmtod das Sterben auch in der Realität weiter -- wieder in derselben grausamen Manier. Purer Zufall oder vielleicht doch das perfide Werk eines Nachahmungstäters?

Während die Polizei im Dunkeln tappt, stoßen die Jugendlichen auf die wahre Geschichte einer ungarischen Blutgräfin aus dem 17. Jahrhundert. Allem Anschein nach hat das Starten des Spiels deren ruhelosen Geist heraufbeschworen. Als sich das Game verselbstständigt, läuft den verängstigten Zockern die Zeit davon. Ihr einziger Ausweg: Sie müssen "Stay Alive" zu Ende spielen ...

Legende und Spielekult

Messer, Gabel, Scher´ und …: Blutgräfin Elizabeth Báthory (Maria Kalilina) mit Mordinstrument Messer, Gabel, Scher´ und …: Blutgräfin Elizabeth Báthory (Maria Kalilina) mit Mordinstrument William Brent Bell arbeitete in den Spätneunzigern vorwiegend als Produktions- und Regieassistent und feierte mit der Komödie "Sparkle and Charm" 1997 sein wenig beachtetes Regie- und Autorendebüt. "Stay Alive" ist der erste Hollywood-Film des begeisterten Video-Gamers, der hier erneut auch als Koautor fungierte und als Inspirationsquellen Spiele wie "Resident Evil", "Doom", "Silent Hill" und "Project Zero" aka "Fatal Frame" nennt.

Bell wollte jedoch nicht einfach eine Vorlage verfilmen, sondern ein fiktives Spiel als zentrales Storyelement verwenden. Für dieses bediente er sich bei der Geschichte der adligen Serienmörderin Elizabeth Báthory, die im 16. Jahrhundert zahlreiche junge Mädchen zu Tode folterte und schließlich bei lebendigem Leib eingemauert wurde.

Fazit

Film-Check: Streng genommen ist "Stay Alive" nicht mehr als ein handelsüblicher, dabei noch recht unblutiger Teenie-Slasher, wie man ihn etwa mit der "Final Destination"-Reihe schon mehrfach gesehen hat. Die Vernetzung von realer und virtueller Welt fügt dem Genre aber eine interessante Komponente zu, bei der vor allem Konsolen- und PC-Zocker hellhörig werden. Zwar ist die Geschichte löchrig und vorhersehbar, die düstere Atmosphäre und der eine oder andere Schockeffekt sorgen dennoch für Gänsehaut. Die Leistungen der jungen Nachwuchsschauspieler sind passabel, bei Spielgestaltung und technischer Ausstattung war man um Authentizität bemüht.
DVD-Fazit: Mit der schwankenden Bildqualität kann man noch leben, auf der Leinwand wird es allerdings grenzwertig. Dafür unterstützt der Sound gekonnt die Atmosphäre. Die wenigen Extras zeugen vom Low-Budget-Charakter des Streifens.

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