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  • Starship Troopers

    Man nehme eine geniale Filmlizenz, würze sie mit frischen Ideen, einfallsreichen Gegnern und einem interessanten Leveldesign. Heraus kommt garantiert nicht Starship Troopers.

    Paradox: Obwohl wir in unserer Testversion von Starship Troopers nur wenige Bugs entdecken konnten, war sie voll gestopft davon. Vermutlich zu voll, um noch Spielspaß unterzubringen. So ähnlich wie Herr Sumsemanns fehlendes Beinchen in Peterchens Mondfahrt scheinen die Brainbugs von Strangelite das wichtigste Merkmal eines jeden guten Ego-Shooters bei der Konzeption vergessen zu haben. Okay, okay: Wir hören ja schon auf mit den Wortwitzen. Aber wie Sie gleich lesen werden, sind unsere unterhaltsamer als das Machwerk der britischen Newcomer.

    Schneller Insektenvernichter

    Ein paar Jährchen nach den Ereignissen im Film läuft der ewige Krieg zwischen Menschen und außerirdischen Käfern noch immer auf Hochtouren. Als frischgebackener Marauder, der Elite-Einheit unter den Starship Troopers, betätigen wir uns in insgesamt zwölf Levels als schwer bewaffneter Kammerjäger. Klingt nach wenig, und ist es auch: Auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad sind halbwegs passable Actionspieler trotz einiger unfairer Stellen nach sechs Stunden durch. Mit der mäßig spannenden Story rund um den geheimnisvollen PSI-General Hauser und seinem überdimensionalen Schoßkäfer X-Bug halten wir uns jetzt nicht weiter auf und verraten Ihnen lieber die Spielweise von Starship Troopers.

    Ein kurzer Ausschnitt aus dem Film leitet die Levels ein, danach geht's recht fix zur Sache. Per Funk gibt unser Vorgesetzter General Rico den Schlachtplan bekannt. Ein weißer Pfeil lotst uns stets zu unseren Missionszielen. Bisweilen müssen wir Landungslichter oder Sprengsätze in Position bringen, seltener eine bestimmte Person vor angreifenden Bugs beschützen. In den meisten Fällen lautet der Befehl kurz und schmerzlos: »Töten Sie alles, was mehr als zwei Beine hat!«

    Masse statt Klasse

    »Alles« ist jede Menge: In vielen Abschnitten haben wir es mit einer enormen Anzahl an Käfern zu tun, die uns vom Boden, aus der Luft oder von Wänden hängend attackieren. Viel Hirn haben die übergeschnappten Viecher nicht unter ihrer gepanzerten Schale. Ähnlich wie in Serious Sam 2 stürmen sie auf uns zu, als gäbe es kein Morgen mehr -- von einer ausgefeilten und gut programmierten KI kann nicht die Rede sein.

    Je nach Art attackieren uns die Käfer mit Stacheln, giftigem Schleim oder blauen Plasmastrahlen. Der besonders fiese Wächter-Bug blendet uns mit gleißendem Licht, und die fliegenden Fireflys beschießen uns mit brennender Glut. Trotz der Artenvielfalt gleichen sich die meisten Gegner aber wie ein Ei dem anderen. In dem Tohuwabohu aus Gliedmaßen haben wir sowieso keine Zeit, uns groß ums Aussehen oder bestimmte Schwachstellen zu kümmern: In der Regel sehen wir nur einen Mischmasch aus Käferkörpern vor uns, der wild auf uns eindrischt.

    Moorbug 2.0

    Taktische Überlegungen haben da natürlich keinen Platz. Der Weg zum Erfolg liegt darin, rückwärts vor der Meute wegzulaufen und Myriaden an Kugeln hineinzufeuern. Lediglich bei einigen (gelungenen) Zwischengegnern wie den zehn Meter hohen Plasma Bugs ist eine andere Vorgehensweise gefragt. Bei ihm warten wir ab, bis er uns mit dem blauen Feuer beschießt. Dafür öffnet der voll gepanzerte Riese sein Hinterteil, das wir sofort mit zig Raketen eindecken.

    Waffentechnisch geht's eher konventionell zu: Neben Maschinengewehr, stärkerem Maschinengewehr und ganz starkem Maschinengewehr stellen Schrotflinte, Railgun, Sniper-Rifle und Raketenwerfer das Trooper-Arsenal. Witzig: Die Granaten begrüßen uns freundlich und zählen seelenruhig einen Countdown ab, bis sie explodieren. Fast alle Knarren haben einen alternativen Feuermodus, hinter dem sich in den meisten Fällen aber nur eine mehrfache Zoom-Funktion verbirgt.

    Trotz der starken Bewaffnung stecken wir bei der Vielzahl an Gegnern auch ordentlich Schaden ein. Glücklicherweise ist unser Anzug mit einem Schild ausgerüstet. Geht der zur Neige, verlieren wir Gesundheit. Während sich der Schutzschirm nach kurzer Ruhepause automatisch regeneriert, müssen wir die kostbare Lebensenergie mit einem der seltenen Medipacks auffüllen.

    Schwaches Leveldesign

    Überwiegend sind wir in Wüstenlandschaften und Höhlensystemen auf Käferjagd. Zwar wirken die Levels relativ groß. Allerdings trügt der Schein, da wir wegen der angreifenden Käfer kaum Bewegungsfreiheit haben. Immerhin: Hier und da gibt es einige Abzweigungen in etwas versteckte Gebiete, in denen wir neben weiteren Bugs auch stärkere Waffen und Munition finden. Ansonsten folgt unser Weg aber dem üblichen, streng linearen Verlauf.

    In unserer Vorschau im Juli-Heft haben wir uns auf den groß angekündigten Kooperationsmodus gefreut. Umso ernüchternder das Ergebnis: Es gibt drei kleine Karten für bis zu acht Spieler, die immer gleich aufgebaut sind: Während ein Team einen vor sich hin bastelnden Techniker beschützt, muss das andere auf der Map von Käfern bewachte Ersatzteile organisieren. Statt ein integraler Bestandteil des Spiels zu sein, kommt der Kooperationsmodus furchtbar aufgesetzt daher. Nach einem knappen Stündchen ist bereits die Luft raus. Immerhin sind noch je drei Karten für das leidlich unterhaltsame Deathmatch und Team-Deathmatch integriert. Der Netzwerk-Code in unserer Version entpuppte sich aber noch als fehlerhaft. Selbst im lokalen Spiel nervten einige Bugs (haha!), etwa plötzlich verschwundene Spielfiguren und unerklärliche Lags.

    Grafisch ist die Käferhatz ebenfalls ziemlich in die Hose gegangen: Obwohl die Gegner hübsch aussehen, sind Texturen wie Objekte gerade in Nachtlevels ziemlich hässlich. Das stört umso mehr, weil das Spiel besonders im Einzelspielermodus extrem hardwarehungrig ist. Auch die Ladezeiten sind selbst mit 1,0 GByte RAM unerträglich lang.

    Simon Fistrich

  • Starship Troopers (Hasbro)
    Starship Troopers (Hasbro)
    Publisher
    Hasbro Interactive
    Developer
    Bluetongue
    Release
    01.12.2000

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Starship Troopers (Hasbro)
Starship Troopers
Man nehme eine geniale Filmlizenz, würze sie mit frischen Ideen, einfallsreichen Gegnern und einem interessanten Leveldesign. Heraus kommt garantiert nicht Starship Troopers.
http://www.gamesaktuell.de/Starship-Troopers-Hasbro-Spiel-34791/Tests/Starship-Troopers-717390/
01.12.2005
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