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  • StarCraft 2 - Leser-Test von Hannes1996

    So sehr begeistert der 2. Teil von StarCraft unseren Leser Hannes1996. In seinem ausführlichen Test beleuchtet er alle Aspekte von Blizzards Strategiespiel.

    Als 1998 das Echtzeitstrategiespiel StarCraft veröffentlicht wurde, war schnell klar, was dieser Titel für ein überdimensionales Potential hatte. Aufgrund der eigentlich simplen Spielmechanik und des perfekt balancierten Multiplayers entwickelte es sich mit 9,5 Millionen verkauften Exemplaren zum meistverkauften Strategiespiel weltweit und die Fangemeinde, die sich intensivst mit der Software beschäftigte, wuchs zu einer richtigen Kultur aus Pro-Gamern heran, mit denen normale Spieler schließlich nicht mehr mithalten konnten. Das größte Stück Arbeit, welches Blizzard für den zweiten Teil zu bewältigen hatte, war somit, auf ihren Servern ein System zu integrieren, welches die Pro-Gamer klar von der übrigen Masse distanziert. Denn wo bleibt der Spaß am eigentlich genialen Spielprinzip, wenn einem als Neueinsteiger keine Chance gelassen wird?

    Nachdem 2007 die erste offizielle Ankündigung seitens Blizzard bekanntgegeben wurde, schien der Releasetermin bereits zum greifen nah. Nichtsdestotrotz dauerte es noch bis 2010, genauer gesagt bis zum 27. Juli, als die Server online geschaltet wurden und ganz offiziell StarCraft 2 gespielt werden konnte. Nun galt es herauszufinden, ob es seinem hochgepriesenen Vorgänger gerecht wird und ob die Grenze zu den Pro-Gamern endlich definiert wurde.

    Kleine Startprobleme:

    Bilder aus Starcraft 2 (2) Bilder aus Starcraft 2 (2) Quelle: google Zu Beginn des Spiels wird erst einmal ein Battle.net-Account verlangt, durch den man im Multiplayer repräsentiert wird. Aufgrund der Integration von Facebook wird auch der richtige Name verlangt, um die Gemeinschaft in der Community zu fördern, was aber vielen sauer aufstößt, sogar soweit, dass sich viele Fans gesammelt haben, die sich den zweiten Teil aus eben jenem Grund nicht kaufen wollen. Das größte Verbrechen für die "StarCraft 2 Verächter" ist jedoch, dass Blizzard aufgrund der vielen Raubkopien des ersten Teils und dem Versuch, alles auf online umzustellen, den LAN-Modus für StarCraft 2 gestrichen hat.
    Der erste Teil wurde insbesondere auf "LAN-Partys" sehr viel gespielt, und der Gedanke, dies mit dem neuen Spiel nicht machen zu können, wirkt für viele als Beleidigung seitens Blizzards. Verständlich. Nach der Registration kann man dann sofort loslegen und wird sogleich mit Blizzards neuem "Matchmaking"-System konfrontiert.
    Das Ergebnis des "Pro-Gamer-Problems" ist die Einteilung des gesamten Multiplayers in verschiedene Ligen (Bronze, Silber, Gold, Platin, Diamant), damit Neulinge nicht ständig der Gefahr entgegenlaufen, von einem Veteranen bis aufs Blut nach drei Minuten vernichtet zu werden. Bevor man allerdings gemäß seinem Skill nach in einer Liga platziert wird, wird man durch eine optionale Übungsliga sanft ins Spiel eingeführt und kann es bei halber Geschwindigkeit ruhig angehen lassen. Aber dazu später mehr.

    Der Multiplayer:

    Bilder aus Starcraft 2 (1) Bilder aus Starcraft 2 (1) Quelle: google Doch was ist eigentlich das Ziel von StarCraft? Nachdem sich jeder Spieler für eine der vollkommen verschiedenen Spezies entschieden hat (Terraner, Protoss, Zerg), geht es nach einem kurzen Ladebildschirm auch direkt zur Schlacht.
    Zu Beginn besitzt jeder ein Hauptgebäude und fünf Arbeiter-Einheiten, die an die nahegelegenen Mineralienfelder geschickt werden, um dort Mineralien abzubauen. Mineralien werden durch blaue Kristalle symbolisiert und sind im Spiel eine Art Währung, die für alles benötigt wird, seien es Gebäude, Einheiten oder verschiedene Fähigkeiten, wie Rüstungsupgrades oder individuelle Fertigkeiten der einzelnen Truppen. Zusätzlich zum Mineralienabbau kann auch das sogenannte Vespingas eingesammelt werden, welches im späteren Spielverlauf für bessere Einheiten und Gebäude von Nöten ist.
    Man versucht so, schnellstmöglich eine große Basis mit vielen Einheiten zu bauen, das gesamte Spielfeld zu kontrollieren und schließlich den Gegner zu überrennen. In der Theorie.
    Tatsächlich ist es die Kunst, den Gegner erst gar nicht zum Zuge kommen zu lassen und ihn sozusagen auszuspionieren, um zu jeder Zeit die passenden Gegeneinheiten produzieren zu können. Denn was nützt einem eine Armee aus Panzern, wenn sie keine Lufteinheiten angreifen können? So kann das Prinzip bis aufs Äußerste ausgereizt werden und man selbst kann sich durch gezieltes Training in der Rangliste nach oben kämpfen.
    Das Ganze funktioniert natürlich nur so gut, dank der perfekten Spielbalance, für die Blizzard seit WarCraft bekannt ist. Es gibt keine einzige nutzlose Einheit, die man als "Kanonenfutter" verwenden könnte, da jede ihre eigenen individuellen Stärken und Schwächen hat, sodass man je nach Laune seine Taktik variieren kann, wodurch sich im Endeffekt jedes Mal völlig neue Spiele ergeben und sich nicht alles darauf hinaus läuft, auf die Stärkste Einheit zu setzten und so jedes Spiel zu gewinnen.
    Der Balance hat man auch zu verdanken, dass man zu jeder Zeit, selbst wenn der Gegner sofort auf Angriff geht, den richtigen Konter einleiten kann, um so das Spiel zu reißen.

    Doch nun zurück zur Übungsliga: Man bekommt die Möglichkeit, zu Beginn des Mehrspielermodus insgesamt 50 ungewertete Matches zu spielen, in denen man sich primär das Wissen aneignen soll, welches man im direkten One-on-One Modus später auch umsetzten muss.
    An sich eine geniale Idee. Nur ist das große Problem der Übungsliga, dass die Spielgeschwindigkeit um einiges gedrosselt wurde und zusätzlich alle Eingänge zur eigenen Basis mit Geröll versperrt sind, welches dazu dienen soll, Anfängern Zeit zu geben, um eine ordentliche Verteidigung aufzubauen und dann zum entscheidenden Angriff überzugehen.
    Nur im richtigen Modus, wo das Geröll nicht vorhanden ist, greift der Gegner in der Regel schon nach ein paar Minuten mit den ersten Einheiten an, was jemandem, der 50 Spiele im Trainingsmodus absolviert hat, schnell den Garaus macht. Somit ist die Übungsliga zwar nett gemeint, verfehlt aber deutlich das Ziel, Einsteiger auf den normalen Multiplayer vorzubereiten.

    Die Kampagne:

    Besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die Singleplayerkampagne gelegt, was auch die Frage nach der langen Entwicklungsdauer von sieben Jahren beantworten sollte.
    Wenn man denkt, man kaufe sich hier einen Titel, der allein durch seinen Mehrspielermodus glänzt, täuscht man sich gewaltig. Der Einzelspielerpart ist nämlich genauso vorbildlich gestaltet wie der Rest des Spiels.

    Die Geschichte:

    Bilder aus Starcraft 2 (3) Bilder aus Starcraft 2 (3) Quelle: google Als Terraner Jim Raynor ist es euer primäres Ziel, den Alleinherrscher Akturus Mengsk zu stürzen und für Frieden im sogenannten Koprulu-Sektor zu sorgen.
    Nebenbei machen euch natürlich noch die zwei Alienrassen, nämlich die Protoss und die Zerg das Leben schwer und treten gelegentlich auf den Plan, wenn man nicht grade gegen die Schergen von Mengsk kämpft.
    Während die Protoss das edle Volk darstellen, das mit seiner Aura und seiner vorbildlichen Kultur glänzt, symbolisieren die Zerg so ziemlich das Gegenteil. Als Schwarmintelligenz versuchen sie unter der Kontrolle eines Overminds alle anderen Lebensformen zu assimilieren, was in Teilen auch Bündnisse zwischen Mensch und Protoss erfordert, um sie zu besiegen.

    Vielfalt der Kampagne:

    Bilder aus Starcraft 2 (5) Bilder aus Starcraft 2 (5) Quelle: google Das ganze Interface hat sich dabei komplett verändert. Man befindet sich zwischen den Missionen auf einer Raumstation, die es ermöglicht, durch Aufträge verdientes Geld für Upgrades und zusätzliche Einheiten auszugeben, die es übrigens im Mehrspielermodus nicht zu spielen gibt, da diese die gesamte Spielbalance zerstören würden.
    Das Ganze erinnert dabei stark an die guten alten Point'n Click Adventures, da jede Person an Bord etwas zu sagen hat und sich so einige nette Szenen zwischen den Missionen ergeben. Außerdem gibt es eine Jukebox mit fantastischen Songs und zudem die Möglichkeit, auf einem Arcade-Automaten Lost Viking zu spielen, eine Hommage an frühe horizontale Shooter.
    Bei der Missionsauswahl gibt es verschiedene Charaktere, deren Geschichte man verfolgen kann. Die Missionen variieren dabei sehr stark von simplen Aufbau-, über Escort-, bis hin zu fordernden Missionen, in denen die eigenen Fertigkeiten und die Omnipräsenz auf dem Schlachtfeld geprüft werden. Wird es einmal zu knifflig, kann man den Schwierigkeitsgrad zu jeder Zeit optimieren.
    Ab und an gibt es mächtige Zwischensequenzen, die die Story vorantreiben sollen.
    Diese glänzen durch eine unglaubliche Dichte des Geschehens und einer sehr packenden Atmosphäre, mit der Blizzard gute Arbeit geleistet hat.

    Fazit:

    Obwohl sich Blizzard mit dem Release noch ein bisschen Zeit hätte lassen können, da manches noch nicht so funktioniert, wie sie es gerne hätten und alle paar Tage ein neuer Patch online gestellt wird, wird StarCraft 2 dem Vorgänger in allen Punkten gerecht und fesselt mit einer sehr atmosphärisch gestalteten Kampagne, sowie immer wieder neu fordernden Missionen. Dabei wird die Story nebenher erzählt, was jedoch leider dazu führt, dass einem als Spieler selbst schnell der Faden entgleiten kann und man keine Ahnung mehr hat, warum man gerade überhaupt auf diesem Planeten unterwegs ist. Da die Missionen allerdings in sich sehr schlüssig und spannend sind, fällt dieser Punkt nicht wirklich auf.
    Der Multiplayer wurde endlich wieder für jeden zugänglich gemacht, sodass normale wie professionelle Spieler ihre helle Freude im Kämpfen haben werden.

    Einen kleinen Wehrmutstropfen gibt es allerdings schon, da StarCraft 2: Wings of Liberty nur die Terranerkampagne enthält, und noch um die Zerg- (Heart of the Swarm) und Protosskampagne (Legacy of the Void) erweitert wird. Die beiden Zusatzkampagnen sollen im Zeitraum von 4. Quartal 2010 bis 4. Quartal 2011 als jeweils eigenständige Spiele verkauft werden. Ob sie wie das Hauptspiel für rund 40€ erhältlich sein werden, ist nicht bekannt.

    Zusammenfassend bleibt zu sagen, wer darüber hinwegsehen kann, dass der LAN-Modus gestrichen wurde und auch nur im entferntesten Gefallen daran findet, riesige Horden an Einheiten über ein Spielfeld nach eigenem Belieben zu dirigieren oder sich immer wieder neue Taktiken auszudenken, der wird mit StarCraft II: Wings of Liberty für die nächsten Monate und vielleicht sogar Jahre gut bedient sein und kann sich außerdem auf die Vervollständigung der Trilogie freuen.

    Spiel: StarCraft 2

    Konsole: PC

    Fazit: Sehr gut (9/10)

    Freigabe: ab 12

    Release: 27.07.2010

    Starcraft 2: Wings of Liberty

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: Hannes1996
    89 %
    Multiplayer
    91%
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    9/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    10/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Starcraft 2: Wings of Liberty
    Starcraft 2: Wings of Liberty
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Blizzard
    Release
    27.07.2010
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Hannes1996
    ich habe meine MP wertung editiert. mal gucken, ob sie sich auch hier in der beim test ändert. 89%
    Von ovanix
    Also 80% MP kann ich nicht nachvollziehen. Und alle paar Tage ein Patch? Hatte ich nur kurz nach Release und danach…

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    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Hannes1996
        ich habe meine MP wertung editiert. mal gucken, ob sie sich auch hier in der beim test ändert. 89%
      • Von ovanix
        Also 80% MP kann ich nicht nachvollziehen.
        Und alle paar Tage ein Patch? Hatte ich nur kurz nach Release und danach war ruhe.

        EDIT:
        Aber ich will jetzt nicht meckern :)
        Ein Test denn ich nie im Leben besser schreiben könnte. Deswegen *ich bin mal still ;)*
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Starcraft 2: Wings of Liberty
StarCraft 2 - Leser-Test von Hannes1996
So sehr begeistert der 2. Teil von StarCraft unseren Leser Hannes1996. In seinem ausführlichen Test beleuchtet er alle Aspekte von Blizzards Strategiespiel.
http://www.gamesaktuell.de/Starcraft-2-Wings-of-Liberty-Spiel-34650/Lesertests/StarCraft-2-Leser-Test-von-Hannes1996-802140/
30.11.2010
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2010/11/starcraft2_300608_2_the_3d_zone.jpg
starcraft 2,strategie,starcraft
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