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  • StarCraft 2: Legacy of the Void - Test der Erweiterung - Würdiger Abschluss der Trilogie - Update: jetzt mit Test-Video!

    StarCraft 2: Legacy of the Void im Test! Die Trilogie ist mit der Protoss-Kampagne endlich komplett. Im großen Finale laufen alle Handlungsfäden zusammen und offene Fragen werden beantwortet. Blizzard ist ein vortrefflicher, wenn auch klischeebeladener Abschluss gelungen. Warum uns die Missionen in der Standalone-Erweiterung trotz größenteils fehlender Überraschungen sehr gut gefallen haben, lest ihr im nachfolgenden Review.

    Wie die Zeit vergeht! Fünf Jahre nach Erscheinen Wings of Liberty und zwei Jahre nach Heart of the Swarm beschließt Entwickler Blizzard die Trilogie mit StarCraft 2: Legacy of the Void. Nachdem wir Jim Raynors demoralisierten Freiheitskämpfern halfen und Sarah Kerrigans Rachefeldzug vollendeten, kommt nun in einer neuen Kampagne das stolze Protoss-Volk, angeführt vom Kriegsheld Artanis, zum Zug. Und auf dessen Schultern lastet eine schwere Aufgabe: Die Rückeroberung des vom Zerg-Schwarms überrannten Heimatplaneten Aiur. Ohne viel verraten zu wollen, aber das Vorhaben misslingt und es kommt schon ganz am Anfang zu einem tragischen Überraschungsmoment, nach dem wir erst einmal durchatmen mussten. Mit dem dramaturgischen Kniff zu Beginn beweist Entwickler Blizzard einmal mehr ein gutes Händchen für eine fesselnde Inszenierung.

    11:58
    StarCraft 2: Legacy of the Void - Test-Video

    StarCraft 2 Legacy of the Void - Basis und Waffe zugleich: der Speer von Adun

          

    Mobiler Stützpunkt: Von dem Protoss-Raumschiff namens Speer von Adun begeben wir uns in neue Missionen. Mobiler Stützpunkt: Von dem Protoss-Raumschiff namens Speer von Adun begeben wir uns in neue Missionen. Quelle: Blizzard / PC Games Nach dem vortrefflichen Einstieg kennen wir auch den Antagonisten in StarCraft 2: Legacy of the Void. Die finstere Gottheit Amon ist zurückgekehrt, um alles Leben in der Galaxie auszulöschen. Um ihn daran zu hindern, müssen wir die zerstreuten Protoss-Völker wieder vereinen und eine schlagkräftige Armee aufbauen. In der darauffolgenden Odyssee von einem Planeten zum nächsten dient uns das Protoss-Flaggschiff Speer von Adun als Operationsbasis. Ähnlich wie auf der Hyperion in Wings of Liberty und der Leviathan-Bestie aus Heart of the Swarm setzt sich der mobile Stützpunkt aus mehreren Räumen mit unterschiedlichen Funktionen zusammen.

    Auf der Protoss-Arche nehmen wir an Einsatzbesprechungen teil und unterhalten uns mit Artanis' Weggefährten, deren Zahl im Spielverlauf anwächst. Hier stellen wir auch unsere Protoss-Streitkräfte nach Belieben zusammen. Und das funktioniert ebenso einfach wie genial: Jede Protoss-Einheit gibt es in der Kampagne gleich in drei unterschiedliche Ausführungen. Zwischen zwei können wir wählen, sobald die angewählte Einheit im Spielverlauf freigeschaltet wurde. Der dritte Armeetyp steht uns später zur Verfügung.

    Protoss-Armee: Eine Einheit, drei Ausführungen
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    Der klassische Berserker verfügt standardmäßig etwa über einen Wirbelwindangriff ähnlich dem Barbaren aus Diablo 3, der Umgebungsschaden verursacht. Prätorianer sind gegen flott unterwegs und können mit dem Ansturm Feinde kurzzeitig betäuben, während sich Vollstrecker nach dem Tod wiederbeleben können, im Gegenzug aber buchstäblich über das Schlachtfeld schleichen. Die Entscheidung darüber, welchen Einheitentyp wir in die Mission mitnehmen, ist glücklicherweise nicht für den Rest der Kampagne bindend. Das erlaubt Experimente! So können wir im nächsten Einsatz einfach eine andere Ausführung der Berserker testen und finden im Idealfall eine Klasse, die dem persönlichen Spielstil am ehesten entspricht. Kleine Anmerkung: Innerhalb der Missionen können wir die Armee nicht konfigurieren, das geht ausschließlich in der Operationsbasis!

    Der Speer von Adun ist nicht nur Lebensraum für die Protoss, sondern auch gleichzeitig eine mächtige Waffe von spezieller Macht. Um die volle Einsatzbereitschaft des Flaggschiffs wiederherzustellen, benötigen wir den kostbaren Rohstoff Solarit. Jene Ressource verdienen wir uns zumeist mit dem Erfüllen von Bonuszielen auf dem Schlachtfeld. Das gewonnene Solarit investieren wir dann in einzigartige Fähigkeiten. Diese reichen vom Anfordern eines Pylonen an beliebiger Stelle über einen Orbitalschlag bis hin zu einem temporalen Feld, das gegnerische Einheiten und Gebäude mehrere Sekunden lang einfriert.
    Waffensysteme online: Das Flaggschiff der Protoss lässt sich verbessern. Mit dem Rohstoff Solarit schalten wir nach und nach aktive und passive Fähigkeiten frei. Waffensysteme online: Das Flaggschiff der Protoss lässt sich verbessern. Mit dem Rohstoff Solarit schalten wir nach und nach aktive und passive Fähigkeiten frei. Quelle: Blizzard / PC Games Aktive Fertigkeiten wie zum Beispiel der Orbitalschlag müssen über Schaltflächen im Interface angewählt werden. Andere hingegen sind passiv, etwa der Orbitale Assimilator, mit dem wir ohne Einsatz von Sonden Vespin-Gas abbauen können. Außerdem lässt sich die Versorgungskapazität erhöhen, mit der wir zu Missionsbeginn starten und das Produktionstempo von Gebäuden beschleunigen. Maximal vier aktive und zwei passive Fähigkeiten können wir in einen Einsatz mitnehmen. Wie schon bei der Armee-Konfiguration, steht uns das Herumprobieren frei. Einmal gewonnenes Solarit lässt sich auf dem Speer der Adun bequem umverteilen. Wer Bonusziele, und damit Solarit, in einer älteren Mission verpasst haben sollte, kann den entsprechenden Einsatz über das Archiv in der Protoss-Arche jederzeit erneut spielen.

    Abwechslungsreiche Missionen

          

    Das Monster ist los: Das Zerstören von Starthangars in einer StarCraft 2-Mission ist gar nicht so einfach, wenn auf der Karte regelmäßig eine Kreatur auftaucht, die gut austeilen und einstecken kann. Das Monster ist los: Das Zerstören von Starthangars in einer StarCraft 2-Mission ist gar nicht so einfach, wenn auf der Karte regelmäßig eine Kreatur auftaucht, die gut austeilen und einstecken kann. Quelle: Blizzard / PC Games Wie schon in den beiden Vorgängern bestechen auch die Missionen in Legacy of the Void vor allem durch Abwechslung. Startbedingungen und Ziele variieren von Einsatz zu Einsatz, wenngleich weltbewegende Überraschungen ausbleiben. In der Regel gilt es in der Basis eine Armee auszuheben und damit anschließend etwas auf der Karte zu zerstören, nicht selten unter Zeitdruck oder der Voraussetzung, dass ein bestimmtes Gebäude nicht zerstört werden darf.

    Langeweile kommt dennoch nie auf, was den gelungenen Skripts-Events zuzuschreiben ist. In einer Mission müssen wir Starthangars von den Zerg befreien und dabei die Trefferpunkte einer entlegenen Protoss-Warpverbindung im Auge behalten. Ein regelmäßig auftauchendes Monstrum, das einen Fernkampfangriff mit gewaltiger Reichweite besitzt, bedarf dabei jedoch unserer Aufmerksamkeit. Besonders gelungen ist ein Einsatz, bei dem wir eine Weltraum-Plattform mitsamt unserer Basis manuell verschieben müssen, um neue Ressourcen-Vorkommen zu erschließen. Missionen, in denen wir ausschließlich Helden befehligen, fehlen in Legacy of the Void übrigens nicht, sind aber vergleichsweise rar.

    Interstellarer Umzug: In einer Mission müssen wir eine Plattform mit unserer Basis bewegen, um neue Quellen für Ressourcen zu erschließen. Interstellarer Umzug: In einer Mission müssen wir eine Plattform mit unserer Basis bewegen, um neue Quellen für Ressourcen zu erschließen. Was wie schon bei Heart of the Swarm auch in Legacy of the Void etwas zu kurz kommt, ist der taktische Anspruch. Die meisten Missionen dienen dem Zweck, dem Spieler einzelne Protoss-Einheiten vorzustellen und können leicht gewonnen werden, indem man den entsprechenden Typ produziert. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad fehlt im Übrigen jedwede Herausforderung, weshalb wir erfahrenen Strategiespielern raten, die Kampagne gleich auf schwer zu starten.

    Würdiger Abschluss der Story

          

    Blizzard kann Zwischensequenzen: Die Story in Legacy of the Void ist zwar voll von Pathos, jedoch so hervorragend inszeniert wie eh und je. Blizzard kann Zwischensequenzen: Die Story in Legacy of the Void ist zwar voll von Pathos, jedoch so hervorragend inszeniert wie eh und je. Quelle: Blizzard "Hat es Blizzard geschafft, die Trilogie zu einem zufriedenstellenden Ende zu führen?", das ist die womöglich wichtigste Frage, die StarCraft-Fans herumtreibt. Wir können euch beruhigen: Ja, der Abschluss ist überaus gelungen. Während wir in der knapp 10 stündigen Kampagne die Geschicke der Protoss lenken, erfahren wir mehr über deren Traditionen und Schöpfer, die Xel'Naga. Die oftmals bedeutungsschwangeren Dialoge und klare Figurenunterteilung in Gut und Böse mögen vielleicht nicht jedermanns Geschmack treffen, aber die kinoreife Präsentation ist zweifellos erhaben. Nach Ende der Kampagne wartet zusätzlich ein aus drei Missionen bestehender Epilog, der viele weitere, offene Fragen beantwortet. So auch zum Schicksal von Tassadar und Samir Duran. Auch die Liebesgeschichte zwischen Raynor und Kerrigan findet ein Ende, wenngleich der Ausgang aus unserer Sicht einen Tick zu klischeebeladen ausfällt.

    Koop-Missionen für Zwischendurch

    Nett für Zwischendurch: die auf zwei Spieler ausgerichteten Koop-Missionen. Nett für Zwischendurch: die auf zwei Spieler ausgerichteten Koop-Missionen. Quelle: Blizzard / PC Games Neben der neuen Protoss-Kampagne bietet StarCraft 2: Legacy of the Void auch speziell auf zwei Hobby-Strategen abgestimmte Koop-Missionen. Ein Clou dabei: Vor Einsatzbeginn müssen wir uns für einen von insgesamt sechs StarCraft-Helden entscheiden. Zur Auswahl stehen etwa Jim Raynor, Sarah Kerrigan und Artanis. Die Legenden selbst erscheinen später nicht auf dem Schlachtfeld, beeinflussen jedoch, welche Einheiten, Upgrades und Spezialfähigkeiten uns zur Verfügung stehen. Als Raynor könnt ihr etwa dessen Hyperion-Kreuzer für kurze Zeit an die Front beordern, während Ingenieur Swann einen mächtigen Laserturm aufstellen kann.

    Eine weitere Besonderheit: Nach Abschluss einer Mission gibt's Erfahrungspunkte, die Summe hängt dabei von Faktoren wie dem Erfüllen von Bonuszielen oder der Schwierigkeitsstufe ab. Beim Stufenaufstieg schaltet man schließlich neue Einheiten und individuelle Fähigkeiten frei. Die Koop-Einsätze bieten hinsichtlich der Aufgaben einen Mix aus der Kampagne bekannten Elementen. Für eine Partie Zwischendurch ist der Modus prima geeignet, auf Dauer fehlt uns aber die Abwechslung. Die insgesamt fünf verfügbaren Missionen sind schnell ausgelutscht. Beim Umfang sollte Blizzard also noch nachbessern.

    Eine Koop-Mission aus StarCraft 2: Legacy of the Void demonstriert
    25:52
    StarCraft 2: Legacy of the Void - Let's Play einer Koop-Mission

    Zwei Strategen sind besser als einer

          

    Wer den kompetitiven Multiplayer-Modus in StarCraft 2 bisher gemieden hat, wird vielleicht mit dem neuen Archon-Modus auf den Geschmack kommen. In einer klassischen 1on1-Partie teilen sich hier zwei Spieler die Kontrolle über Basis und Einheiten. Wer welche Aufgabe übernimmt, liegt bei euch. Eine denkbare Arbeitsteilung: Während sich ein Spieler ausschließlich aufs Optimieren von Ressourcenabbau konzentriert, produziert der Partner Einheiten und führt diese in die Schlacht. Kommunikation ist hier der Schlüssel zum Sieg, ein Matchmaking-System für diesen Spielmodus existiert daher nicht. Logisch, denn beim Spielen mit Fremden ist nicht zwangsläufig sichergestellt, dass dieser etwa über Voice Chat verfügt.

    Höheres Tempo im Multiplayer von Legacy of the Void

          

    Wie geht's nach StarCraft 2: Legacy of the Void weiter?
    Auf der Blizzcon 2015 wurde die Zusatz-Kampagne "Nova-Geheimmissionen" angekündigt. Diese erscheint in drei Teilen, wovon der erste für Anfang 2016 geplant ist. Die Story ist nach den Ereignissen von Legacy of the Void  angesiedelt. Zum Preis hat sich Blizzard bisher nicht geäußert. 
    Auch für den regulären Multiplayer in StarCraft 2: Legacy of the Void hat sich Entwickler Blizzard einige Neuerungen ausgedacht. Mehr taktische Möglichkeiten eröffnen sich mit der Einführung von sechs neuen Einheiten, also jeweils zwei pro Spezies. Die Terraner erhalten mit dem Falken etwa ein Raumschiff, das Flächenschaden verursacht und sich damit prima zum Bekämpfen von Mutalisken eignet. Die Zerg haben mit dem Verheerer eine effektive Belagerungswaffe, deren ätzende Geschosse sogar Kraftfelder der Protoss-Protektoren zerstören können. Protoss-Kommandeure schicken hingegen den Disruptor ins Gefecht. Eine Einheit, die für kurze Zeit unverwundbar wird und dann einen gewaltigen Nova-Angriff entfesselt.

    Einige ältere Einheiten erhalten darüber hinaus neue Fähigkeiten. So kann das Orakel der Protoss neuerdings ein Kraftfeld abwerfen, das gegnerische Einheiten vorrübergehend handlungsunfähig macht. Weitere Änderungen betreffen die Ökonomie: Alle Spieler starten zudem mit 12 anstatt 6 Arbeitern, die Ressourcen-Vorkommen im Startgebiet sind schneller aufgebraucht und das Versorgungslimit wurde angehoben. Dadurch erhöht sich das Spieltempo merklich und es kommt früher zu spannenden Gefechten. Veteranen dürften die Entscheidung begrüßen, doch für Einsteiger verschärft sich der Druck. Der ohnehin komplexe Multiplayer-Modus wird noch ein wenig unzugänglicher.

    Fazit und Wertung

          


    StarCraft 2: Legacy of the Void (PC)

    Spielspaß
    8,8 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Gewohnt klasse inszenierte Story
    Protoss-Einheiten lassen sich vor Einsätzen frei konfigurieren
    Speer von Adun mit einzigartigen Fähigkeiten
    Abwechslungsreiche, kurzweilige Missionen
    Mit 22 Einsätzen ordentlicher Umfang
    Koop-Missionen für zwei Spieler unterhalten dank Stufensystem
    Spielbarer Epilog als Mini-Kampagne erzählt das Schicksal von Raynor und Kerrigan
    Finale trieft geradezu vor Kitsch
    Auf Schwierigkeitsgrad „Normal“ zu einfach
    Keine großen Gameplay-Überraschungen

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StarCraft 2: Legacy of the Void
StarCraft 2: Legacy of the Void - Test der Erweiterung - Würdiger Abschluss der Trilogie - Update: jetzt mit Test-Video!
StarCraft 2: Legacy of the Void im Test! Die Trilogie ist mit der Protoss-Kampagne endlich komplett. Im großen Finale laufen alle Handlungsfäden zusammen und offene Fragen werden beantwortet. Blizzard ist ein vortrefflicher, wenn auch klischeebeladener Abschluss gelungen. Warum uns die Missionen in der Standalone-Erweiterung trotz größenteils fehlender Überraschungen sehr gut gefallen haben, lest ihr im nachfolgenden Review.
http://www.gamesaktuell.de/StarCraft-2-Legacy-of-the-Void-Spiel-55003/Tests/Test-Trilogie-PC-Strategie-1177797/
13.11.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/11/wmplayer_2015-11-12_15-23-44-29-pc-games_b2teaser_169.jpg
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