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  • Star Citizen-Kritiker würde anfangen, an Gott zu glauben, sollte die Weltraum-Simulation jemals fertig werden

    Wird Star Citizen jemals fertig? Experte: "Eher glaube ich an Gott!" Quelle: CIG

    Der Kotaku-Report zum Jahrhundertprojekt Star Citizen fördert neue Vorwürfe und Kritik von (Ex-)Mitarbeitern zu Tage. Dabei geht es besonders um die Wahrscheinlich für eine Fertigstellung von Star Citizen. Ein Entwickler ist überzeugt: "Wenn sich Cloud Imperium Games auf ein Modul konzentriert hätte, könnte es seit einem Jahr fertig sein." Chris Roberts sieht das naturgemäß anders.

    Der große Star Citzen-Report von Kotaku.co.uk (wir berichteten) hat für einigen Wirbel in der Community der Weltraum-Simulation gesorgt. Mit Zitaten von anonymen Entwicklern sowie Cloud-Imperium-Games-Chef Chris Roberts zeichnet der Artikel ein sehr plastisches, teils bedenkliches Bild des Mammutprojekts und seines von Problemen geplagten Entstehungsprozesses. Zum Abschluss seiner Recherchen stellte Kotaku-Autor Julian Benson jedem seiner Gesprächspartner folgende Frage: "Kann Star Citizen wirklich fertiggestellt werden?"

    Ein (ehemaliger) Mitarbeiter von Cloud Imperium Games äußert sich kritisch, was die Ziele des Projekts und Chris Roberts Vision angeht: "Bei Star Citizen gibt es eine Menge, das unglaublich unpraktisch wirkt, auch wenn nicht alles davon unmöglich ist. Mit genug Geld und klugen Leuten kann man alles schaffen, oder? Ich glaube, das Projekt hat dasselbe Problem, das jede Art der Videospiel-Entwicklung seit Beginn [der Branche, Anm. d. Red.] verfolgt hat: zu viele Features [im Original: 'overscope']. Es gibt kein Videospiel, bei dem nicht Elemente gekürzt, gestrichen oder überarbeitet wurden, weil es sich als zu groß herausgestellt hat."

    Für Star Citizen entwickelte Cloud Imperium ein komplett neues Ego-Modell - obwohl die verwendete Cryengine bereits eines besitzt. Für Star Citizen entwickelte Cloud Imperium ein komplett neues Ego-Modell - obwohl die verwendete Cryengine bereits eines besitzt. Quelle: Imgur Weiterhin führt die Kotaku-Quelle aus: "Star Citizen begannn mit diesem kleinen Entwicklungsziel [ein Weltraumspiel wie Wing Commander oder Freelancer zu bauen] [...] und dann wuchs und wuchs es. Anstatt neue Technologien und Wege zu adaptieren, um diesem neuen Umfang gerecht zu werden, blieben sie [Cloud Imperium Games] bei dem, was sie hatten, was alles langsamer gemacht hat. Letztlich hätten sie sich nach der Kickstarter-Kampagne auf eine Summe einigen und sagen sollen: 'Okay, wir sammeln bis 25 Millionen Dollar'. Und als sie dieses Ziel erreicht haben, hätten sie sagen sollen: 'Das war's. Das ist unser Spiel und mit 25 Millionen Dollar können wir es bis dann und dann entwickeln.' Doch stattdessen haben sie es immer weiter wachsen lassen."

    Ein weiterer, der Entwicklung nahestehender Gesprächspartner sieht die Probleme vor allem bei der Technik: "Cloud Imperium Games' größtes Hindernis war von Tag eins an die Cryengine. Sie ist eine exzellente Engine, um eine Art von Spiel zu machen: Shooter. [Um Star Citizen zu entwickeln], musste das Team sie komplett ausweiden." Ein Entwickler bei Foundry 42, dem britischen Studio, das für die Entwicklung des Soloparts von Star Citizen namens Squadron 42 verantwortlich ist, sagte: "Sie fingen an, ein komplett neues First-Person-System in einer Engine zu bauen, die bereits eines hatte. Ich bin der Meinung, das war eine sehr, sehr dumme Entscheidung."

    02:50
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    Mit Blick auf (mittlerweile wohl behobene) Probleme beim Management der verschiedenen Entwicklungsstudios in den Jahren 2012 bis 2014 fügte einer der Interview-Partner hinzu: "Das war wahrscheinlich das lächerlichste Projekt, an dem ich je gearbeitet habe." Und in Richtung von Firmenchef Chris Roberts: "Ich glaube, er hat zu schnell zu viel Geld bekommen, dass er nicht zur Rechenschaft gezogen wurde für seine Worte, Taten oder Dinge, die er versprochen hat. Er hat das Projekt in eine außer Kontrolle geratene Idee verwandelt."

    "Das ursprüngliche Ziel [von Star Citizen] waren 500.000 Dollar, um einen nostalgischen, geistigen Nachfolger zu Wing Commander in der Cryengine zu erstellen", resümiert eine weitere Quelle des Kotaku-Reports. "Das war ein gänzlich vernünftiges Ziel. Dann kam immer mehr Geld dazu und Chris Roberts begann, im Gespräch mit der Presse Versprechen abzugeben, die er nicht mit dem Entwicklerteam diskutiert hatte. Ich weiß nicht, ob er entsprechende Pläne hatte, doch wir wussten nur, dass er in Videos und Interviews auf der PAX [einer US-Messe] Sachen versprach, welche das Team in der damals aktuellen Lage nicht erfüllen konnte."

    "I want to make this game as cool as possible."
(Chris Roberts) Chris Roberts ist der Meinung, dass die langwierigen Engine-Arbeiten an Star Citizen absolut notwendig waren. Quelle: PC Games Angesprochen auf diese und ähnliche Vorwürfe verteidigt Star Citizen-Mastermind Roberts sein Handeln. Besonders die Kritik am Umschreiben der Cryengine will er nicht gelten lassen: "Zu meiner Zeit bei Digital Anvil [den Entwicklern von Starlancer und Freelancer] haben wir eine Engine von Grund auf neu gebaut und dasselbe habe ich damals bei Origin getan. Es hat mindestens zwei Jahre gedauert, bevor wir etwas Zeigenswertes hatten, wirklich brauchbare, sichtbare Sachen. Als ich [mit Star Citizen] anfing, sagte ich mir, dass ich dieses Mal wirklich nicht diese Zeit, diese zwei Jahre vergeuden will."

    "Es ist einfach für Menschen, die Cryengine als Buhmann hinzustellen oder jede andere Engine-Entscheidung", so Roberts weiter. "Würden wir einen simplen Ego-Shooter machen, hätten wir nicht die selben Probleme und Herausforderungen. Aber so etwas bauen wir hier nicht und wir haben das Geld nicht bekommen, weil wir etwas Einfaches entwickeln. Wir haben es bekommen, weil wir die Grenzen neu definieren wollten. [...] Es ist besser, dass wir diese technischen Überlegungen jetzt aus dem Weg räumen anstatt später nachzubessern. Es ist auf jeden Fall der schwerere Weg, aber ich glaube, dass wir damit langfristig ein besseres Fundament errichten. Wenn wir eine Menge dieser Sachen nicht vorher erledigen, müssen wir diese technische Bringschuld später abstottern."

    Auch wenn Roberts Aussagen Hand und Fuß haben - all seine im Star Citizen-Report von Kotaku.co.uk zitierten Kritiker kann er damit nicht überzeugen. "[Sollte Star Citizen jemals fertig werden], dann würde ich anfangen, an Gott zu glauben", meint einer der Entwickler, der anonym bleiben möchte. "Sie könnten ein kleineres Spiel erschaffen. Sie könnten einen richtig netten Dogfight-Shooter im Weltall entwickeln und er würde sich wahrscheinlich sehr gut verkaufen. Das ist die Ansicht der meisten Leute in der Branche."

    Und eine andere Quelle glaubt: Wenn das Team sich auf ein einzelnes Modul konzentriert hätte, statt gleichzeitig Online-Universum, Singleplayer-Kampagne, Hangar- und Shooter-Modul zu entwickeln, dann "hätte es vor einem Jahr fertig sein können" und "Cloud Imperium Games hätte darauf aufbauen und Updates veröffentlichen können."

    Chris Roberts selbst sieht derartige Schwarzmalereien gelassen. Sein Kommentar: "Das Rennen ist noch nicht vorbei. Wartet, bis die Ziellinie überschritten ist. Dann können die Menschen gerne darüber urteilen, ob es der richtige Weg war oder nicht. Es war der Weg, der sich für mich instinktiv richtig angefühlt hat."

    Mehr zu Star Citizen wie News und Videos findet ihr auf der PC Games-Themenseite.

    51:56
    Star Citizen: Über 50 Minuten lange Gameplay-Vorschau auf Alpha 3.0
  • Star Citizen
    Star Citizen
    Publisher
    Cloud Imperium Games
    Developer
    Cloud Imperium Games
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Star Citizen
Star Citizen-Kritiker würde anfangen, an Gott zu glauben, sollte die Weltraum-Simulation jemals fertig werden
Der Kotaku-Report zum Jahrhundertprojekt Star Citizen fördert neue Vorwürfe und Kritik von (Ex-)Mitarbeitern zu Tage. Dabei geht es besonders um die Wahrscheinlich für eine Fertigstellung von Star Citizen. Ein Entwickler ist überzeugt: "Wenn sich Cloud Imperium Games auf ein Modul konzentriert hätte, könnte es seit einem Jahr fertig sein." Chris Roberts sieht das naturgemäß anders.
http://www.gamesaktuell.de/Star-Citizen-Spiel-3481/News/jemals-fertig-entwickelt-Experte-im-Kotaku-Report-sagt-eher-glaube-ich-an-Gott-1208922/
27.09.2016
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