Stalker: Call of Pripyat - Test des S.T.A.L.K.E.R.-Nachfolgers

Test Thomas Szedlak

Test: In Stalker: Call of Pripyat begebt ihr euch abermals in die verstrahlten Gebiete und kämpft gegen fiese Kreaturen.

STALKER: Call of Pripyat (01) Quelle: clanbase.ggl.com STALKER: Call of Pripyat (01) Stalker: Call of Pripyat im Test. Nachdem der Vorgänger mit seiner jahrelangen Verspätung schon drohte, Duke Nukem Forever-Format zu erreichen (sprich, niemals zu erscheinen), liefert Entwickler GSC Gameworld nun fleißig und pünktlich jedes Jahr Neues aus der kontaminierten Zone. Im Gegensatz zum Add-on Clear Sky läuft Call of Pripyat ohne das Hauptspiel und ist somit als vollwertiger Nachfolger anzusehen. Glücklichweise haben sich die Mädels und Jungs aus Kiew dieses Mal mehr Mühe mit dem Code gegeben. Strotzte Clear Sky nur so vor Programmierfehlern, so sind uns bei Call of Pripyat nur kleine Logik-Bugs aufgefallen.

STALKER: Call of Pripyat (02) STALKER: Call of Pripyat (02) In der Uniform von Major Degtarew erkundet ihr drei mächtige Areale: Die Flussregion Pripyat, ein Fabrikgelände sowie die Innenstadt von Pripyat. Die Hintergrundgeschichte versetzt euch ins Jahr 2012. Somit spielt Call of Pripyat fast parallel zum Ur-S.T.A.L.K.E.R. Fünf Militär-Hubschrauber sind nacheinander in der abgesperrten Zone abgestürzt und eure Aufgabe ist es nun, die Hintergründe zu untersuchen.

Stalker: Call of Pripyat (Test): Mehr Realismus

STALKER: Call of Pripyat (03) STALKER: Call of Pripyat (03) Ziel der Entwickler war es, eine noch glaubwürdigere und realistischere Atmosphäre zu schaffen. So reicht es jetzt nicht mehr, gegen die Kontaminierung schützenden Wodka zu trinken, auch an regelmäßiges Essen müsst ihr denken, um bei Kräften zu bleiben. Außerdem gibt es jetzt deutlich mehr geskriptete Szenen, sodass Kämpfe nicht mehr so stark vom Zufall abhängig sind. Das Angebot an Waffen und Gegenständen wurde stark erweitert, allerdings wirkt das Inventar ständig überladen.

Call of Pripyat lässt euch viele Freiheiten und stellt euch vor abwechslungsreiche Aufgaben. Die Lösung ist nicht immer offensichtlich, umso erfreuter ist man dann, wenn man sie gefunden hat. Als Neuling in Tschernobyl agiert man anfangs aber etwas planlos und würde sich mehr Einstiegshilfen wünschen.

Stalker: Call of Priyat (Test): Neue Engine bitte!

STALKER: Call of Pripyat (04) STALKER: Call of Pripyat (04) Wünschenswert wäre bei Call of Pripyat auch eine zeitgemäße Grafik. Die S.T.A.L.K.E.R.-Engine blieb seit der Veröffentlichung des ersten Teils im März 2007 weitgehend unverändert, was in trister Umgebung, detailarmen Räumlichkeiten und verwaschenen Texturen resultiert. Auch die Darstellung der Dialoge mit Texttafeln ist von vorgestern. Trotzdem erzeugt das Spiel über längere Strecken, eine düstere, angsterfüllende Atmosphäre, die ihren ganz eigenen Charme hat.

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Wertung zu Stalker: Call of Pripyat (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Die Atmosphäre von S.T.A.L.K.E.R. ist unvergleichlich – auch in der neuesten Version. Die geskripteten Passagen sowie Verbesserungen bei der Gegner-KI verstärken die Spannung. Allerdings ist der Weg dorthin steinig. Einsteiger sind schnell überfordert und die schwache Grafik schreckt ab.
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