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  • Splinter Cell: Blacklist - Sam Fisher so gut wie früher? - Leser-Test von GenX3601966

    Im neuesten Teil der altehrwürdigen Splinter Cell-Reihe schleicht sich Agent Sam Fisher gewohnt flink und leise durch die Level. Nach dem sehr actionlastigen Vorgänger Conviction stellt sich die spannende Frage: Wie subtil geht Sam diesmal vor - bevorzugt er Elektroschocker oder Sturmgewehre? Diese und andere Fragen klärt mein neuester Testbericht.


    Tom Clancy – das kommt einem doch bekannt vor...

    Der Name Blacklist beschreibt einen Angriffsplan von Terroristen auf die USA, sowie die Organisation selbst. Die sogenannten Engineers, die Drahtzieher und Wasserträger von Blacklist sind eine ziemlich realistisch erscheinende Bedrohung, die durch die aktuellen Themen NSA und Whistleblower Snowden sogar noch an realer Überzeugungskraft gewinnen. Die typische Tom-Clancy-Story versprüht mal wieder überwiegend patriotisches Flair, übertreibt es aber diesmal nicht so sehr damit.

    Zum Glück gibt es Superagent Sam Fisher und seine Kumpels von der neu gegründeten Spionageorganisation Fourth Echelon (4E), die den Terroristen Einheit gebieten wollen. Dazu haben sie ihre Zentrale in ein fliegendes Kommandozentrum verlegt, dem Allzweck-Großraumjet Paladin. Mit an Bord ist eine Krankenstation, ein Mini-Gefängnis und ein mobiler Helikopter, den man aber nicht selber fliegen kann.

    Die Paladin dient als Basis, in der Sam zwischen den Missionen seine Waffen und Ausrüstung verbessern kann, um sich optimal auf die schwierigen Aufgaben vorzubereiten. Sam kann sich auf der Paladin frei bewegen und kann dort auch Gespräche führen und kleine Nebenmissionen erfüllen. Zudem gehört das sogen. SMI, ein multifunktionaler Tisch in der Kommandozentrale der Paladin, zum zentralen Mittelpunkt des Spiels, von dem aus auf die unterschiedlichen Missionen, dem Multiplayer und den Koop-Missionen zugegriffen werden kann.

    Abwechslung satt

    Die zwölf Missionen in der Singleplayerkampagne führen Sam von einem Drahtzieher der Blacklist zum nächsten. So finden seine Einsätze auf den unterschiedlichsten Kontinenten statt. Diesmal geht es in eine Polizeistation in Bengasi/Libyen, in ein Bergdorf im Irak, eine weihnachtliche Festhalle und die Kanalisation von Dallas/Texas, in ein privates Anwesen in Bolivien, eine alte Mühle in London, eine gut gesicherte Bank in Teheran/Iran, ein Bahngelände in Philadelphia/USA, das spektakuläre Gefangenencamp in Guantanamo/Kuba, nach Louisiana zu einem Flüssiggas-Terminal und schließlich in eine geheime Bunkeranlage in Denver/USA.

    Was nach viel Abwechslung klingt, wird auch tatsächlich geboten. Anfangs dürfte man auf dem normalen Schwierigkeitsgrad bis zu 60 Minuten für eine Mission verbringen, denn die Wege und Vorgehensweisen sind vielfältig. Profis schleichen sich mittlerweile aber schon auf dem höchsten von vier Schwierigkeitsgraden in unter zehn Minuten (!) durch die Level. Sie sind zwar nicht übermäßig groß geraten, aber dafür sehr komplex und es gibt viele alternative Routen und auch einige geheime Wege, die man erst erkunden muss.

    Ghost, Panther, Assault

    Je nach Vorgehensweise kann sich Sam für eine von drei Vorgehensweisen entscheiden, oder er erfindet seine eigene Kombination aus Ghost, Panther und Assault. Die meisten Punkte gibt es natürlich für den Ghost (keine Opfer, unentdeckt bleiben). Aber auch für einen guten Abschluss als Panther (heimlich töten) oder Assault (Rambo-Methode) gibt es jeweilige Boni oder spezielle Belohnungen. Es geht sogar so weit, dass man für jede spezifische Waffe mit der man Gegner ausknockt, spezielle Punkte bekommt. Die Punkte sind gleichzeitig Geld, mit dem ein riesiges Arsenal von Waffen und Ausrüstungsgegenständen gekauft werden kann.
    Aber auch die Paladin kann aufgerüstet werden, z.B. um die Krankenstation zu verbessern, was Sam mehr gegnerische Treffer einstecken lässt.

    Erfahrene Spieler werden sich wundern, wozu man all die Waffen braucht, wenn man als Ghost spielt. Aber es gibt auch viele Nebenmissionen wie die 4E-Missionen, das sind Aufträge von Grimsdottir, Briggs und den anderen Kollegen auf der Paladin, die man auch solo angehen kann. In manchen Missionen gibt es eine Art "Horde-Modus", wo bis zu 20 Wellen von Gegnern besiegt werden müssen, die ständig an Stärke dazugewinnen. Dann ist man schon froh, wenn man aus den freigeschalteten Schwarzmarktwaffen das ARX-Sturmgewehr auswählen kann. Da fällt auch der dickste Gegner um (die gepanzerten Soldaten aus Conviction haben bei Blacklist auch gelegentlich einen Auftritt)! Natürlich lassen sich auch alle Waffen komfortabel upgraden, meistens mit bis zu acht Optionen (ACOG-Visier, panzerbrechende Munition, Schalldämpfer usw.).

    Neuerungen

    Sam hat auch ein Arsenal von Agenten-Gimmicks bei sich, darunter der neue Tricopter, eine kleine Drohne, die perfekt für die verdeckte Aufklärung geeignet ist, Haftschocker verschießt und sich per Upgrade sogar am Zielobjekt detonieren lässt. Dann ist sie allerdings kaputt und auch die aus Conviction bekannte "Mark and Execute"-Funktion lässt sich nicht mehr durch die Drohne anwenden.

    Je nach Anzug (mehrere aufrüstbare Modelle sind käuflich) kann Sam bis zu sechs Granaten, Minen oder Gadgets mit sich führen. Dazu kommt noch das altbekannte Nachtsichtgerät, das wieder häufig zum Einsatz kommt, weil Blacklist teilweise wirklich sehr "black" ist. Das Gerät lässt sich über das gut bedienbare Menü auch zu einem aufrüstbaren Sonargerät umschalten, mit dem Sam sogar durch Wände sehen kann. Das habe ich aber selten benutzt, weil man schnell die Orientierung verliert und im höchsten Schwierigkeitsgrad "realistisch" kann es nicht durch Wände sehen.

    Neu ist auch die Armbrust, die in letzter Zeit in viele Spiele Einzug gehalten hat und auch bei Blacklist nicht fehlen darf. Sie ist eine Spezialwaffe und kann als eine Art eierlegende Wollmilchsau aufgerüstet werden. Dann verschießt sie EMP-Impulse, Haftschocker und Schlafgas. Einzig ihre geringe Reichweite ist ein Nachteil im Kampf. Doch man merkt daran schon, dass die Entwickler damit keine übermächtige Waffe schaffen wollten, sehr gut!

    Oldschool, Baby!

    Durch die vielfältigen Möglichkeiten steht das heranschleichen und das stille überwältigen der Gegner endlich wieder mehr im Mittelpunkt. Wie man es von Pandora Tomorrow oder Chaos Theory noch kennt, macht Sam mehr Lärm, wenn er schneller läuft und bleibt unbemerkt, wenn er sich langsam und im Schatten fortbewegt. Da er viel im Schatten agiert, hat man auch die Schwarzweißoptik weggelassen. Dafür leuchtet Sam jetzt wie ein Weihnachtsbaum, ohne dass es die Gegner sehen.

    Endlich können auch wieder betäubte oder tote Gegner in den wenigen herumstehenden Containern entsorgt werden, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Agent 47 lässt grüßen! Allerdings sind die Feinde lange nicht so clever wie beim Hitman. Sie gehen meist ihre vorgegebenen Wege. Erregt man jedoch Aufmerksamkeit, werden sie unberechenbar und holen auch schon mal Verstärkung.

    Viele positive Elemente von Conviction, wie z.B. das perfekte Deckungssystem, wurden übernommen. Dazu gehört auch die Silhouette, die Sam an der Stelle hinterlässt, an der er zuletzt entdeckt wurde. Dann heißt es schnell Reißaus nehmen!
    Action gibt es aber weit weniger als noch in Conviction, dafür wurden jetzt einige Passagen eingebaut, wo man vom Heli aus als Kollege Briggs Gegner mit einem Sniper-Gewehr beseitigen muss, Raketen auf verfolgende Trucks lenken muss oder sich in einer unterhaltsamen Spielsequenz sogar mal in einem Ego-Shooter (!) als Briggs wiederfindet.

    Koop-Missionen und Multiplayer

    Da das Spiel alle errungenen Punkte zentral in der SMI der Paladin sammelt, kann man sein Guthaben beliebig auf die Singleplayerkampagne oder den Multiplayer verteilen. Seinen Kampagnen-Sam kann man auch voll ausgerüstet in den 4E-Koop-Missionen verwenden. Das spielen zu zweit über Splitscreen oder online als Sam und Briggs hat den Vorteil, dass auch alternative Wege genommen werden können, die einem als Solospieler nicht in diesen Missionen zur Verfügung stehen. So kann man eine bestimmte Wand nur zu zweit hochklettern, die man als Einzelspieler nicht hochkommen würde. Jedoch sind einige Bedingungen zu weit auch etwas schwerer.

    Die beste Ausrüstung nützt Sam aber nichts, wenn man den Multiplayer spielen möchte. In "Spione gegen Söldner" hat sich seit Chaos Theory nicht allzu viel verändert. Man sollte hier aber auch nochmal etwas erspieltes virtuelles Geld investieren, um sich besser auszustatten, bevor man sich in den Kampf Zwei-gegen-zwei oder Vier-gegen-vier stürzt. Wie gewohnt verteidigt die eine Partei ein Terminal und die andere versucht es unter Zeitdruck zu hacken.

    Gameplay, Sound und Grafik

    Die Steuerung ist sehr eingängig, intuitiv und schnell erlernbar. Manchmal klettert Sam an einem Rohr hoch statt herunter, aber glaubt mir, das ist nicht die Schuld des Spiels! Hektik sollte niemals aufkommen, dann hat man Sam eigentlich immer im Griff.
    Blacklist spielt sich flüssiger als die Vorgänger, Sam bewegt sich jetzt allgemein agiler und kann besser klettern und über Hindernisse springen. Jede Bewegung hat eine schöne Animation und lässt das Geschehen extrem flüssig aber niemals zu unrealistisch erscheinen.

    Die Soundkulisse ist gewohnt gut, gelegentliche Explosionen sind so kraftvoll wie einst bei Ghost Recon: Advanced Warfighter und die treibende Musik in den dramatischen Momenten, einer Mischung aus Klassik und Elektropop, unterstreicht die gute und bis zum Ende überraschend spannende Story in den richtigen Momenten.

    Bei der von mir getesteten Xbox 360-Version ist die Konsole an die Grenzen des machbaren gebracht worden. Splinter Cell: Blacklist sieht teilweise so knack-scharf und detailliert aus, man könnte meinen, man befindet sich in einem sehr späten Teil von Uncharted oder bereits auf der Xbox One. Nur gelegentliches Bildzerreißen (Tearing) fällt auf, sollte aber bei dieser Grafikpracht zu verschmerzen sein. Die Licht- und Schattenspiele gehören mit zum besten, was man auf der Microsoft-Konsole bisher gesehen hat.

    Ein kurzes Fazit

    Blacklist spielt sich wie eine moderne Mixtur aus den traditionellen Titeln Pandora Tomorrow bzw. Chaos Theory und dem actionlastigen Conviction. Es ist der typische Sam Fisher am Werk: wortkarg, grummelig und meistens schlecht gelaunt. Er zeigt im fortgeschrittenen Alter wenig Emotionen und ob er seine Opfer am Leben lässt oder tötet, hat in den wenigen Entscheidungsmöglichkeiten des Spiels keine Auswirkungen auf das Ende der Story.

    Die KI schwankt zwischen bekloppt, gemein und genial und ist eigentlich ziemlich spaßig, denn sie verhält sich so nervig aber unterhaltsam wie die Gummiband-KI in einem Rennspiel.
    Trotzdem ist Blacklist schon wegen seinem enormen Umfang ein wahres Monster von Spiel. Jede Mission will immer noch einmal auf eine andere Art durchgespielt werden, das motiviert ungemein und sieht dazu noch blendend aus!
    Aber eines ist das Spiel mit Sicherheit: Blacklist ist ein waschechtes Splinter Cell, mit allen positiven Aspekten der alten Teile und ein paar wenigen übrig gebliebenen von Double Agent und Conviction.

    01:38
    Splinter Cell: Blacklist - "The Invisible"-Trailer

    Splinter Cell Blacklist

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: GenX66
    89 %
    Multiplayer
    80%
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    9/10
    Sound
    9/10
    Atmosphäre
    8/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Splinter Cell Blacklist
    Splinter Cell Blacklist
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft Toronto
    Release
    20.08.2013
    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel
    Von Tobias Hartlehnert
    Ich bin jetzt am Ende der Solo-Kampagne, kann mir noch keine abschließende Meinung bilden. Finde es grafisch…
    Von SamFlynn
    für welche konsole ??
    Von undertaker-wb
    heut geholt, meine collectors Edition für pc, aber bin kein multiplayer spieler, eher der Einzelkämpfer; aber…

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    • Es gibt 10 Kommentare zum Artikel

      • Von Tobias Hartlehnert Web Developer
        Ich bin jetzt am Ende der Solo-Kampagne, kann mir noch keine abschließende Meinung bilden. Finde es grafisch allerdings auf der 360 nicht so überzeugend. Ja, tolle Lichteffekte und tlw. wirklich schöne Texturen, aber insgesamt hat mir die Optik und das Charakterdesign in Conviction deutlich besser gefallen.…
      • Von SamFlynn Gelöscht
        Zitat von dantealexdmc5
        Hat einer hier das Spiel? wenn ja hätte einer bock MP zu zocken? der soll sich bitte bei mir melden.
        für welche konsole ??
      • Von undertaker-wb
        heut geholt, meine collectors Edition für pc, aber bin kein multiplayer spieler, eher der Einzelkämpfer; aber abgesehen davon, würde es eh noch eine weile dauern, bis ich das spiel zocken tue 
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Splinter Cell Blacklist
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http://www.gamesaktuell.de/Splinter-Cell-Blacklist-Spiel-34395/Lesertests/Splinter-Cell-Blacklist-Sam-Fisher-so-gut-wie-frueher-Leser-Test-von-GenX3601966-1085832/
29.08.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/08/BlacklistPC_04-pc-games_20130829063211.jpg
splinter cell blacklist,koop,kampagne,ubisoft,multiplayer
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