Splinter Cell: Chaos Theory
Die Story
Nach Georgien und Indonesien ist dieses Mal Ostasien der Hauptschauplatz der Ereignisse. Die Geschichte entwickelt sich wie gewohnt von Mission zu Mission immer weiter und bleibt bis zum Ende außerordentlich spannend. Die bekannten Charaktere Lambert und Grimsdottir sind wieder mit von der Partie und versorgen den Spieler stets mit den neuesten Informationen. Die Wendungen im Spiel sind gelungener als in den Vorgängern und auch leichter nachzuvollziehen. Zudem ist der Anreiz den Bösen aufzuhalten auch größer geworden, da diese vorhaben einen Weltkrieg auszulösen.
Die Grafik
Grafisch wurde das Spiel im Vergleich zu den Vorgängern deutlich aufgemotzt. Die vorher pixelige Darstellung der Umgebung im Nachtsichtmodus ist nun wesentlich glatter und bietet dem Spieler nun auch die Möglichkeit die Gesichtszüge der Gegner auch auf größere Distanzen zu deuten und dementsprechend zu handeln. Mit der Wärmebildkamera kann man Wärmequellen jetzt auch auf etwas größere Entfernungen ausmachen und muss nicht gefühlte fünf Meter davor stehen. Zusätzlich zu den beiden bekannten Sichtgeräten gesellt sich auch die sogenannte EEV-Sicht, mit der man elektrische Geräte ausfindig machen kann. Dies ist besonders für das bestehen der Bonuseinsatzziele sehr hilfreich.
Die Schatten sind aber leider noch genauso kantig wie in den beiden Vorgängern und dämpften leider meine zu Beginn herrschende Euphorie ein wenig. Die Gesichtsausdrücke der Gegner, wenn man diese in den Schwitzkasten genommen hat, sind immer gleich und verändern sich auch während des Verhörs nicht.
Der Sound
Die Geräusche der Umgebung wie zum Beispiel der Wind klingen weitestgehend realistisch und sorgen für eine gute Atmosphäre. Die schwebenden Angriffsdrohnen haben einen äußerst bedrohlichen Klang, welcher ziemliches Herzklopfen verursacht sollte man sich in der Nähe seines Lichtkegels aufhalten. Die Waffensounds haben sich nicht verändert. Dies war aber auch keineswegs nötig, da sie schon im ersten Teil gut gelungen waren.
Zu bemängeln sind ein wenig die Synchronsprecher der Nebencharaktere. Teils wirken diese sehr unpassend und dazu auch noch ziemlich gestellt. Gegen Sam Fisher kann man aber natürlich nichts sagen. Der hat immer noch ein paar coole Sprüche auf Lager und trickst sogar so manche Wache gekonnt im Verhör aus.
Das Gameplay
Im Vergleich zum Vorgänger gibt es ein paar ziemlich coole Neuerungen. Zunächst gibt es ein mehrteiliges Videotutorial das Anfängern den Einstieg sehr einfach macht. Die Steuerung ist relativ simpel und nach ungefähr einer Stunde sitzt jeder Handgriff.
Zudem hat Sam zwischen dem zweiten und dritten Teil ein paar neue spektakuläre Moves gelernt. Gegner können nun durch das Aufbrechen von Türen oder vom Rohr herabhängend außer Gefecht gesetzt werden. Mit dem neuen Messer lassen sich die Gegner nun auch mit einem Hieb töten oder gewisse Stromkreise überbrücken. Außerdem fungiert er als Ersatz für den Einweg-Dietrich aus den ersten beiden Teilen. Insgesamt hat sich das Repertoire an Ausrüstung noch einmal erhöht. Diese lässt sich vor jedem Einsatz auch individuell anpassen. So kann man sich nun auch mit einem Schrot- oder Scharfschützenaufsatz ausrüsten, wenn man es mit der Schleicherei vielleicht nicht so hat. Für die Schleicher unter euch gibt es auch die Möglichkeit auf zusätzliche Magazine für Gewehr und Pistole zu verzichten um mehr Betäubungsgeschosse mit auf die Jagd zu nehmen. Man sollte auf jeden Fall mit allen Möglichkeiten experimentieren, denn auch das Schrotgewehr kann an manchen Stellen außerordentlich hilfreich sein.
Pro & Contra:
+ viele neue Ausrüstungsgegenstände
+ spektakuläre Moves
+ Spannung bis zur letzten Sekunde
- nicht ganz ausgereifte Grafik
- KI ist manchmal etwas dämlich
- keine automatischen Speicherpunkte
Fazit:
Der dritte Teil ist meiner Meinung nach der beste bisher und bietet dem Spieler viele neue Möglichkeiten welche im Spielverlauf auch exzellent zur Geltung kommen.