Aus diesen Games wurden TV-Serien und Filme für die Leinwand
Special 53,99 €
Schon seit jeher nimmt die Filmindustrie jeden Trend mit. Da machen auch Streifen zu Videospiel-Charakteren oder angesagten Franchises aus dem Gamesbereich keine Ausnahme. In diesem Special stellen wir Filme und Serien vor, die auf Videospielen basieren.
Dass aus Videospielen TV-Serien oder gar Kinofilme entstehen, ist nichts Neues. Schon seit den Neunziger Jahren haben die Filmstudios dieses Feld für sich entdeckt. Damals brachten die Walt Disney Studios einen gleichnamigen Spielfilm ins Kino, der lose auf Super Mario Bros. von Nintendo basiert. Trotz schlechter Kritiken spielte der Streifen weltweit knapp 21 Millionen US-Dollar ein. Dass die Fans aber nicht alles gutheißen, was Filmstudios auf die Leinwand bringen, zeigt die Reaktion zahlreicher Spieler auf erste Bilder aus dem Sonic-Film, der derzeit bei Produzent Tim Miller (Deadpool-Regisseur) in Arbeit ist.
Auf dieser Seite
Filme mit Videospielbezug
Quelle: Paramount Pictures
Die Silhoutte der Hauptfigur des kommenden Sonic-Films. Allerdings hat der Igel laut kürzlich geleaktem Bildmaterial wohl eher ein Fell als die typischen Stacheln - Fans sind wenig begeistert.
Der Streifen soll ein Mix aus CGI und Realfilm werden und anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Sonic noch in diesem Jahr (8. November) ins Kino kommen - allerdings nur in den USA; der Start in Deutschland wurde kürzlich auf den 6. Februar 2020 verschoben. Nun gab es kürzlich die ersten Bilder des blauen Sega-Igels zu sehen, auf denen man die computeranimierte Spielfigur in ganzer Größe und blauem Fell sehen konnte und die Reaktionen der Fans darauf waren eher... nun ja, sagen wir mal vorsichtig... durchwachsen. Es gibt keine Bestätigung, ob es sich dabei wirklich um das finale Design von Sonic handelte und mittlerweile wurde der Originalpost mit den Bildern wieder offline genommen, in Tweets wie diesem kann man sie aber noch anschauen. Die meisten Nutzer reagieren in diesem Beitrag mit Memes, die Emotionen zwischen Nichtgefallen und schlichter Ablehnung bis hin zu blankem Entsetzen ausdrückten. Wie gut oder schlecht das Design des Sonic im Film wirklich wird, können wir wohl erst einschätzen, wenn offizielles Bildmaterial veröffentlicht wird. Die Hauptrolle im kommenden Sonic-Film wird übrigens von James Marsden (Westworld) gespielt; als die Weltherrschaft anstrebender Antagonist Robotik/Dr. Eggman steht Jim Carrey bei den Dreharbeiten vor der Kamera.
Quelle: Universal Studios
Der Trailer zum kommenden Film "Doom Annihilation", der im Herbst auf DVD und Blu-ray erscheinen soll, sorgt bei den Fans der Videospielreihe für alles andere als Begeisterungsstürme.
Und auch bei anderen aktuellen Spiele-Verfilmungen sträuben sich den Fans schon bei den ersten Trailern die Haare, so auch beim neuen Doom-Film "Doom: Annihilation". Zu diesem Streifen, der bereits im Herbst direkt auf DVD und Blu-ray erscheinen soll - also vorher gar nicht erst ins Kino kommt -, meldeten sich kurz nach Veröffentlichung des Trailers bereits zahlreiche Fans mit negativen Kommentaren zu Wort. Der 30-sekündige Teaser wurde allein bei YouTube bereits mehr als eine Million Mal abgerufen und erntete dort bereits etwa 22.000 Downvotes, denen lediglich etwa 1400 "Daumen hoch" entgegenstehen. Die Zuschauer kritisieren vor allem die offenbar niedrige Produktionsqualität ("Das sieht aus wie eine Billig-TV-Serie.") und dass sich die Story scheinbar um ein ganzes Team dreht - und nicht um die eine Person, die man im Spiel verkörpert und dort noch dazu ein Mann ist - und im Film wohl von einer Frau verkörpert wird. Selbst id Software, die Entwickler des Spiels, haben sich nach Bekanntwerden dieses Shitstorms öffentlich vom kommenden Film distanziert und ließen via Twitter verlauten: "Wir sind an diesem Film nicht beteiligt."
Blickt man über den Tellerrand der Spieleverfilmungen hinaus, muss man auch die im Mai in den Kinos startende Disney-Verfilmung Aladdin erwähnen, in deren Trailer Will Smith als blauer Dschinn zu sehen ist und dessen Filmplakat kürzlich enthüllt wurde. Auch dieser fuhr bisher eher negative Reaktionen ein, die den blau eingefärbten Will Smith als "Fehlbesetzung" sehen, ihn mit einem Schlumpf-Zentaur vergleichen und dass Kinder allein vom Trailer bereits Albträume bekommen dürften. Wieder andere reagierten mit zahlreichen lustigen Memes auf die ersten Bewegtbilder des kommenden Films. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Streifen an der Kinokasse schlagen wird.
Animationsfilme im Kino
Quelle: Rovio
2016 kam ein 98 Minuten langer Animationsfilm zum Mobile Game "Angry Birds" in die Kinos und spielte weltweit mehr als 350 Millionen Dollar ein.
Es gibt auch bereits zahlreiche Kinofilme mit animierten Spielehelden. Während einige wie etwa der Angry-Birds-Film (dessen zweiter Teil im August ins Kino kommt) an den Kinokassen sogar recht erfolgreich waren (>350 Millionen US-Dollar Einspielergebnis), landeten die meisten anderen auf der Flop-Liste. Beispiele für solche Rohrkrepierer sind Kingsglaive: Final Fantasy XV (Square Enix), der beispielsweise auf der Ratingplattform Rotten
Quelle: PC Games
Auf crunchyroll.com könnt ihr eine Anmiationsserie zur Anwalts-Videospielreihe "Ace Attorney" von Capcom anschauen.
Tomatoes bei 17 Reviews eine glorreiche Wertung von 12% einfuhr. Andere Portale wie etwa IMDB liefern für diesen Streifen bessere Wertungen, über ein "mittelprächtig" kommt der Film aber nicht hinaus - ganz abgesehen vom mageren Erlös an den Kinokassen. Nur knapp mehr als 6,5 Millionen US-Dollar kamen weltweit zusammen. Ein anderes Beispiel für eine schwache Performance im Kino ist auch der Film Ratchet & Clank (2016), mit dem sich Sony mit nur knapp 12 Millionen weltweitem Einspielergebnis nicht nur finanziell in die Nesseln setzte. Doch auch an vermeintlich sicheren Themen wie Nintendos Pokémon hat das Interesse an den Kinokassen in den letzten Jahren nachgelassen. Zog der erste Animationsfilm der Reihe (Pokémon: The Movie) den Kinogängern noch knapp 173 Millionen Dollar aus der Brieftasche, sanken die Erlöse mit den kommenden Teilen immer weiter:
Pokémon: The Movie 2000: ca. 134 Mio. US-Dollar
Pokémon 3: The Movie: ca. 68 Mio. US-Dollar
Pokémon 4Ever: ca. 28 Mio. US-Dollar
Pokémon Heroes: ca. 21 Mio. US-Dollar
Äußerst beliebt sind neben Animationsfilmen auch entsprechende Serien mit Videospielcharakteren - vor allem in Fernost. So gibt es beispielsweise die Spieleserie Ace Attorney um den Anwalt Phoenix Wright auch als Anime-Serie, die man etwa auf Crunchyroll anschauen kann - sogar mit deutschen Untertiteln. Auf Crunchyroll findet ihr auch zahlreiche weitere Anime-Serien, die werbefinanziert verfügbar sind. Bei Abschluss eines Abos könnt ihr die Serien dann werbefrei auf PC, TV oder mobilen Geräten anschauen.
Spielfilme im internationalen Kino
Quelle: Constantin Film
Die "Resident Evil"-Filme sind für Filmstudios eine sichere Bank an der Kinokasse und spielten immer jeweils einen dreistelligen Millionenbetrag ein.
Dass sich Videospielcharaktere auch in Real-Spielfilmen tummelten, nahm im Jahr 1993 seinen Lauf, als Super Mario Bros. ins Kino kam. Der Film fiel sowohl bei Zuschauern als auch Kritikern gnadenlos durch und wurde schlechter bewertet als alle sechs Resident-Evil-Filme, die Tomb-Raider-Filme mit Angelina Jolie, Hitman: Agent 47 und sogar schlechter als der Wing-Commander-Film von 1999. Kein Wunder angesichts der Änderungen zur Spielevorlage, die die Macher des Films vornahmen und die man bereits im Trailer erkennen kann. Bis auf ein, zwei Charaktere, die ihre originalen Namen behalten durften und eine modifizierte Nintendo Super-Scope-Knarre gab es kaum etwas, das Kenner der Videospieleserie wiedererkennen konnten. So wurden im Film aus den Goombas (Laufende Pilze) plötzlich Echsenmenschen und aus dem fantastischen Königreich zauberte Production Designer David L. Synder eine Großstadt im düsteren Cyberpunk-Stil. Vermutlich auch daher blieb Super Mario Bros. ein großer Erfolg verwehrt und es blieb bis heute die einzige veröffentlichte Videospieladaption von Nintendo. Und war damals wohl auch nur möglich, weil der Produzent des Films, Roland Joffé, die Nintendos Chefetage regelrecht stalkte und sogar vor dem Büro des damaligen Nintendo-Chefs Hiroshi Yamauchi übernachtete, um sich endlich die Rechte für einen Film zu sichern. Doch nun - 26 Jahre später - unternimmt Nintendo allerdings einen neuen Versuch: Am 10. Mai 2019 soll Pokémon: Detective Pikachu in den Kinos anlaufen; im September 2020
Quelle: Splendid
2008 übernahm Til Schweiger die Hauptrolle in der Verfilmung von Far Cry, für die sich Regisseur Uwe Boll verantwortlich zeichnete.
will dann auch Capcom erneut in der Kinokasse punkten - dann kommt nach Streetfighter- und Resident-Evil-Filmen auch ihr Franchise "Monster Hunter" auf die große Leinwand.
Seit dem Super-Mario-Film von 1993 schafften zahlreiche Spielehelden den Sprung auf die große Leinwand. Wer erinnert sich nicht an die Street-Fighter-Verfilmung mit Jean-Claude van Damme von 1994, die trotz niedrigster Wertungen aber immerhin fast 100 Millionen Dollar einspielen konnte. In Sachen Einnahmen nur ganz knapp dahinter lag die Verfilmung von Resident Evil aus dem Jahr 2002, mit der sich ein Capcom-Titel auf die Leinwand wagte. Weniger Glück hatte Ubisoft 2008 mit der Uwe-Boll-Verfilmung von Far Cry in der Til Schweiger die Hauptrolle spielte und Udo Kier den Bösewicht gab. Dieser Film war mit nur etwa 743.000 US-Dollar weltweitem Einspielergebnis ein echter wirtschaftlicher Flop. Noch schlechter schnitt nur Postal ab (ebenfalls von Uwe Boll), der 2007 in die Kinos kam und dort lediglich knapp 147.000 US-Dollar erlösen konnte. Uwe Boll hat seine Karriere 2016 als Regisseur beendet und sich danach aus dem Filmbusiness zurückgezogen.
Quelle: Legendary
Der Film Warcraft: The Beginning kam 2016 in die Kinos und spielte weltweit 434 Millionen US-Dollar ein.
Dass Filme zu Spielen (aber auch finanziell) erfolgreich können, bewiesen die Spielfilme Warcraft: The Beginning (Blizzard, 2016, 434 Mio. Dollar) und der noch recht frische Rampage - Big meets Bigger (Warner Bros., 2018, 426 Mio Dollar), in dem Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson vor der Kamera stand. Auf Platz 3 der besten Einspielergebnisse von Realfilmen mit Videospielbezug kommt Prince of Persia: Der Sand der Zeit, der 2010 im Kino zu sehen war und mit dem Ubisoft weltweit für 336 Millionen US-Dollar Kinotickets verkaufte. Für Capcom ist die "The Resident Evil"-Reihe ein einträgliches Geschäft - auch im Lichtspielhaus. Die Filme sorgen ausnahmslos für Umsätze im dreistelligen Millionenbereich; der bislang letzte Teil The Final Chapter (2016) war bislang mit mehr als 312 Millionen Einspielergebnis am erfolgreichsten.
Quelle: Warner Bros.
Die Produktion des Spielfilms zu The Flash läuft bereits seit einigen Jahren. Allerdings sollen die Arbeiten mittlerweile gut vorangehen.
Der DC-Film zu The Flash ist schon seit längerem in Arbeit, wurde allerdings immer wieder verschoben und das Drehbuch umgeschrieben. Was normalerweise ein Zeichen dafür ist, dass ein Projekt möglicherweise bald ganz eingestellt wird, scheint hier aber nicht zuzutreffen. Hauptdarsteller Ezra Miller sagte kürzlich in einem Interview, dass die Dreharbeiten gut voran kämen und man nur deshalb so viele Änderungen vornehmen würde, weil das Projekt so gut wie nur möglich werden solle. Das Studio möchte nicht nur mit dem besten Superhelden-Film aller Zeiten ein Geschenk machen, sondern auch den Grundstein für ein sogenanntes Multiversum legen - unterschiedliche Universen mit mehreren Varianten der Bösewichte und Helden, zwischen denen verschiedene Versionen des Roten Blitz' als Brücke zwischen den Dimensionen dienen sollen. Klingt danach, als hätte sich DC so einiges vorgenommen. Hoffen wir mal, dass sie es dann auch so umsetzen können. Immerhin hat DC erst kürzlich mit Aquaman gezeigt, dass sie auch Filme abliefern können, die nicht ausnahmslos "düster" sind und sich sogar zum bisher weltweit erfolgreichsten Film aus dem DC-Universum mausern können. Kein Wunder also, dass auch bereits eine Fortsetzung für Aquaman angekündigt wurde. Und noch eine kleine Zusatzinfo für Comic-Fans: Im April bringt DC übrigens auch den Superheldenfilm Shazam! in die Kinos und auch die Dreharbeiten für Wonder Woman 2 wurden bereits abgeschlossen. Allerdings müssen wir trotzdem noch bis Juni 2020 auf den Kinostart dieses Streifens warten.
Videospiele in TV-Serien
Quelle: Pro7
In der "Young Sheldon"-Folge "Die Videoprinzessin, Tante Emelda und das Reifengenie" verfallen Sheldon und seine Großmutter einer Videospielkonsole.
Immer wieder gibt es auch Episoden in TV-Serien, die einen Videospiele-Bezug haben. Wir erinnern uns etwa an Folgen aus der Netflix-Serie Black Mirror (S03E02 "Playtest"), der Animationsserie South Park mit Bezügen zu WoW (S10E08), Guitar Hero (S11E13) oder auch einem Auftritt von Minecraft in Episode 2 von Season 17. Für viele Fans sicher auch unvergessen: die Episode "The Barbarian Sublimation" (S02E03 - "Das Conan-Spiel") von The Big Bang Theory, in der Sheldon Penny mit einem MMO angefixt hat, dass sie es dann regelrecht süchtig danach war. Ein ähnliches Thema griffen auch die Simpsons in der Episode "Marge Gamer" (S18E17 - "Marge online") auf, bei der Marge ein Onlinespiel zockt. Noch recht frisch ist die "Young-Sheldon"-Episode "An 8-Bit Princess and a Flat Tire Genius" (S02E08 - "Die Videoprinzessin, Tante Emelda und das Reifengenie"), in der Sheldon und seine Großmutter nur noch an einer Videospielkonsole hängen. Die Folge könnt ihr übrigens hier online bei Pro7 anschauen.
Serien bei Netflix, Prime Video & Co.
Seit Video-on-Demand-Anbieter wie Netflix und Amazon mit Prime Video mit ihrem riesigen Serien-Angebot die Gunst von immer mehr vieler Zuschauern erobern, steigt auch der Bedarf an Eigenproduktionen, denn die Abonnenten wollen mit genügend frischem Stoff bei Laune und Abo gehalten werden. Und so beschränken sich die Filme- und Serienmacher nicht mehr nur darauf, Videospiele in ihren Werken zu erwähnen, sondern verfilmt die VoD-Industrie nun auch zunehmend Videospiele(serien).
Quelle: Netflix
In der Netflix-Serie zu The Witcher übernimmt Henry Cavill die Rolle des Geralt von Riva. Die Serie soll noch 2019 starten.
So arbeitet Netflix schon länger an einer Serie zu The Witcher, in der Superman-Darsteller Henry Cavill die Rolle des Geralt von Riva übernimmt. Ciri wird von Freya Allan (Der Krieg der Welten) verkörpert und Anya Chalotra (The ABC Murders) übernimmt den Part der Yennefer. Ein weiterer bekannter Name beteiligt sich an diesem Projekt: mit Lauren Smith Hissrich konnten die Produzenten die Drehbuchschreiberin der beiden Netflix-Serien Marvel's The Defenders und Marvel's Daredevil als Autorin und Showrunnerin verpflichten. Die Serie "The Witcher" soll sich eher an den literarischen Vorlagen des polnischen Schriftstellers Andrzej Sapkowski als an den Spielen orientieren. Ein konkreter Starttermin für die Serie ist nach wie vor noch nicht bekannt, allerdings soll die erste Episode noch in diesem Jahr über den Bildschirm flimmern. Auf dem Instagram-Kanal von Hauptfigur Henry Cavill gibt es bereit einen ersten Mini-Teaser vom Kostüm- und Makeup-Test bei den Dreharbeiten zu sehen.
Quelle: Netflix
Bei Netlfix läuft die Anime-Serie Castlevania, deren Handlung auf dem 3. Teil der Videospielserie basiert.
Bereits 2017 sammelte Netflix Erfahrung mit der Ausstrahlung von Animes mit Videospielbezug. Damals nahm der Streaming-Dienst in den USA die Web-TV-Serie Castlevania ins Programm, deren Handlung auf dem Spiel Castlevania 3: Dracula's Curse basiert. Vampirjäger Trevor Belmont - der letzte Überlebende der Belmont-Familie - verteidigt darin eine Stadt vor Monstern und Dämonen aus dem Jenseits, die unter der Kontrolle von Dracula höchstpersönlich stehen. Leider enthielt die erste Staffel nur vier Folgen, die aktuell bestellte 2. Staffel wird aber gleich aus acht Episoden bestehen und u. a. von Richard Armitage ("Der Hobbit") und James Callis ("Battlestar Galactica") vertont werden.
Wer die Abenteuer von Dante, Lady, Trish, Patty und Morrison abseits der "Devil May Cry"-Spiele in bewegten Bildern verfolgen will, sollte sich die gleichnamige Anime-Serie anschauen. Sie wurde 2007 von Studio Madhouse produziert und spielt thematisch nach Devil May Cry 3: Dantes Erwachen. Nach der Ausstrahlung in Japan, Spanien und Portugal erschien die Serie mit zwölf Folgen 2008 in Deutschland auf vier DVDs und 2016 auch auf Blu-ray. Im Januar waren auch Gerüchte aufgekommen, dass Netflix auch an einer eigenen Serie zu Resident Evil arbeiten soll, das das Franchise-Universum auf Grundlage der bisherigen Filme erweitern soll. Besonderheit hierbei: mit Constantin Film ist eine deutsche Produktionsfirma in das Projekt involviert.
Quelle: Trion
Defiance ist ein MMO-Shooter, der an eine TV-Serie auf dem Sender Syfy gekoppelt war und deren Ereignisse sich gegenseitig beeinflussen sollten.
Eine gewisse Sonderstellung nehmen die Spiele Quantum Break und Defiance ein. Wie Quantum Break, das im April 2016 erschien und "das Gameplay auf eine noch nie dagewesene Weise mit einer packenden Live-Action-Serie kombinierte" (Promo-Text von Microsoft), war der MMO-Shooter Defiance an eine TV-Serie auf Syfy gekoppelt. Die gleichnamige TV-Serie, die zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Spiels Premiere hatte, lieferte nicht nur die Hintergrundgeschichte für das Spiel Defiance, sondern Geschehnisse in der Serie sollten einen direkten Einfluss auf die Welt des Spiels haben - und umgekehrt. Geklappt hat das Ganze eher schlecht als recht, wie man auch in unserem Test von Defiance nachlesen kann. Nach nur drei Staffeln wurde die TV-Serie Defiance schon wieder eingestellt.
Und auch vor der großen Shooter-Marke Halo macht die Filmindustrie keinen Halt. Der geplante Halo-Film als Projekt von 20th Fox, Universal Pictures und Microsoft verdient allerdings eher die Bezeichnung Vaporware, denn seit der Ankündigung im Oktober 2005 gab es vor allem eines: viel heiße Luft. Als Produzent sollte "Der Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson mit seiner Frau agieren, als Regisseur war Neill Blomkamp vorgesehen. In den kommenden Jahren sprangen die Filmstudios aus Angst vor immer weiter steigenden Produktionskosten schließlich ganz ab und der Streifen wurde immer wieder verschoben, bis Blomkamp sich 2009 ganz vom Projekt zurückzog. Bis heute steht noch immer die Aussage von Microsoft-Mitarbeiter Frank O'Connor im Raum, dass man einen Film machen wolle, "wenn die Zeit dafür reif sei", aber konkrete Anzeichen oder gar eine erneute offizielle Ankündigung für den Film gibt es nicht.
Quelle: Microsoft
Der große Kinofilm bleibt für Fans von Microsofts Shooter-Marke Halo bisher Wunschdenken, aber es gibt einige kleine Web-Serien und ein neue ist in Planung.
Trotzdem gab es 2010 Filmfutter für die Halo-Fans und zwar mit der Anime-Kurzfilmreihe Halo Legends, die aus acht Episoden bestand und auch auf DVD und Blu-ray veröffentlicht wurde. 2012 erschien mit dem Spiel Halo 4 auch eine Youtube-Serie zum Spiel. "Halo 4: Forward unto Dawn" bietet in fünf jeweils 15-minütigen Folgen Film-Action im Halo-Universum. Die Serie könnt ihr euch etwa auf Amazon Prime Video anschauen oder auf DVD bzw. Blu-ray bestellen. Außerdem gibt es mit Halo: Nightfall auch noch eine US-amerikanische Miniserie von Produzent Ridley Scott, an der - wie auch schon bei Halo Legends - wieder das Filmstudio 343 Industries beteiligt war. Außerdem erschient im Dezember 2015 noch der animierte Film Halo: The Fall of Reach direkt auf DVD und Blu-ray und ist ein Prequel über das Leben des Master Chiefs vor den Ereignissen in Halo: Kampf um die Zukunft, dem ersten Teil der Halo-Reihe.
Quelle: polyband Medien GmbH
Der Realfilm Halo 4: Forward unto Dawn wurde von Polyband auch lokalisiert in Deutschland vertrieben, hat also deutsche Synchronstimmen.
Doch Halo-Fans können sich freuen! Sie müssen nicht mehr nur mit diesen bereits veröffentlichen Filmen und Serien vorlieb nehmen, sondern dürfen sich auf eine brandneue Serie im Halo-Universum freuen. Nachdem seit Januar die Vorarbeiten laufen, sollen in Sommer auch endlich die Dreharbeiten für die TV-Serie der Microsoft-Marke beginnen. Aktuell sind neun Episoden geplant; über Schauspieler, Story und Starttermin ist bislang jedoch noch nichts bekannt. Die Suche nach einem neuen Regisseur (der ursprüngliche hatte das Projekt verlassen) für die Halo-TV-Serie dauerte länger als geplant; vor kurzem konnten die Produzenten schließlich Otto Bathurst verpflichten. Der Brite ist nicht nur bekannt für seine Arbeit an der Pilotfolge "The National Anthem" von Black Mirror, sondern auch für den actiongeladene Robin-Hood-Film, der im vergangenen Herbst im Kino lief. Dieser bekam zwar nur mäßige Kritiken und war wenig erfolgreich, allerdings räumte Bathurst auch schon einen BAFTA-Award als bester Regisseur für seine Arbeit an den ersten drei Episoden von Peaky Blinders (BBC) ab. Wir dürfen also gespannt sein, von welcher Qualität die Halo-Serie schlussendlich sein wird.
Welche Filme oder Serien mit Videospiel-Bezug habt ihr schon gesehen und wie fandet ihr sie? Was könnt ihr empfehlen oder von welchen ratet ihr dringend ab? Schreibt es in die Kommentare!