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  • Hatred: Interview mit Entwickler über Gewalt, Wirkung und falsche Vorstellungen

    Interview mit Przemysław Szczepaniak zum kontrovers diskutierten Twin-Stick-Shooter Hatred. Quelle: Destructive Creations

    Hatred sorgt aufgrund der kontroversen Gewaltdarstellung für Diskussionen. Im Interview mit PC Games erklärt Business Development Manager Przemysław Szczepaniak, was das Entwicklerstudio angetrieben hat, einen derart brutalen Twin-Stick-Shooter zu veröffentlichen und sprach mit uns über falsche Vorstellungen von Medien.

    Mit Hatred erschien kürzlich eines der brutalsten und deshalb kontrovers diskutiertesten Spiele der vergangenen Jahre. Im Twin-Stick-Shooter metzelt sich ein namenloser Amokläufer durch verschiedene Schauplätze und versucht möglichst viele unschuldige Menschen auszulöschen. Hatred bezieht die Aufmerksamkeit faktisch nur aus der dargestellten Brutalität in grauen, entsättigten Bildern. Spielerisch ist der Twin-Stick-Shooter nämlich allenfalls Durchschnitt, wie beispielsweise eingereichte Presse- und Nutzerkritiken auf Metacritic veranschaulichen.

    Was wir von Hatred halten, habt ihr womöglich bereits durch die Kommentare von PC Games-Redakteur Felix Schütz und Simon Fistrich, den Produktionschef unserer Videoabteilung, erfahren. Im PC Games-Interview lassen wir nun auch die Entwickler von Hatred zu Wort kommen. Business Development Manager Przemysław Szczepaniak sprach mit uns unter anderem über die beabsichtigte Wirkung von Hatred, eigene Tabus und möglichen Identifizierung des Spielers mit den Taten der Figur. Die Fragen stammen von PC Games-Redakteur Peter Bathge.

    Szczepaniak über die Wirkung von Hatred

    (...) Wir wollten ein düsteres, brutales Spiel entwickeln, das im Gegensatz zu dem steht, was uns die Branche heutzutage jeden Tag serviert", antwortete Szczepaniak auf die Frage, ob realistische Gewaltdarstellung irgendwelche Vorteile in puncto Gameplay bietet. "Wir wollten ein Spiel entwerfen, dass sich hinsichtlich Erscheinungsbild, Gameplay und Szenario von anderen Titeln im Shooter-Genre unterscheidet. Wie ihr gesehen habt, hat es funktioniert wie von uns beabsichtigt. Hatred wurde zu einem heißen Diskussionsthema. Und was daran am meisten kurios ist, dass viele Menschen und Medien überreagierten, als sie das Spiel zum ersten Mal sahen. Denn nach Release bleibt festzuhalten, dass Hatred nicht so gruselig ist wie sie ursprünglich annahmen."

    Hatred ist kein "monströser Nazi-Gewalt-Vergewaltigungs-Kindsmord-Simulator"

    Wir haben den Hersteller Destructive Creations gefragt, ob es irgendwelche gewalthaltigen Inhalte gab, die es nicht in die Vollversion von Hatred geschafft haben, etwa die Möglichkeit, Kinder umzubringen oder Vergewaltigungsszenen. Darauf entgegnete Szczepaniak folgendes: "Nein, nichts in der Richtung gab es jemals [im Spiel]. Hatred wurde so entworfen, wie es erschienen ist, nämlich als Twin-Stick-Shooter mit einer sehr düsteren Atmosphäre. Wir haben keine konkreten Veränderungen am Originalkonzept vorgenommen oder an den Gameplay-Elementen. Dies ist der Grund für die vielen Theorien über unser Spiel im Internet. Viele Leute, insbesondere Medien, dachten, dass es [Hatred] ein monströser Nazi-Gewalt-Vergewaltigungs-Kindsmord-Simulator wird. Keine Chance. Hatred ist ein Spiel über das blanke und schnelle Ausschalten von Zielen - und sonst nichts. Einige Themen sind unpassend im Hinblick darauf was viele Leute dachten, wer wir sind und was wir machen."

    Laut Hersteller allenfalls nur für bereits labile Menschen gefährlich

    Die in Hatred porträtierte Gewalt birgt womöglich auch Risiken. Spieler könnten sich beispielsweise mit den Taten des Protagonisten identifizieren und sich damit quasi als Amokläufer fühlen. Auf ein mögliches Identifikationspotenzial angesprochen, entgegnete Szczepaniak: "Nicht wirklich. (...) Virtuelle Gewalt bestärkt einen nicht darin, in der Realität Gewalt auszuüben. Das wurde mehrfach mit Studien bestätigt. Nur eine Geisteskrankheit, Ablehnung, großer Stress und andere Probleme im Leben können zu solchem Verhalten führen. Nur eine labile Person könnte ein Spiel dafür verwenden, um zu morden. Und wir als Enwickler können dafür keine Schuld auf uns nehmen, weil wir ein Erwachsenenspiel entworfen haben, das sich speziell an erwachsene und gesunde Spieler richtet, die zwischen Realität und Fiktion unterscheiden können."

  • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von KingDingeLing87
    Das wirft dann natürlich wieder die allgemeine Frage auf ob Gewalt konsumierbar ist und ich bin der Meinung ja das ist…
    Von Cid-Z
    Unter so eine News eine Pokémon-Verlinkung als verwandten Artikel zu setzen ist mein Highlight des Tages. 
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von KingDingeLing87
        Das wirft dann natürlich wieder die allgemeine Frage auf ob Gewalt konsumierbar ist und ich bin der Meinung ja das ist sie.
        Nur sollte diese Gewalt egal ob over the Top, Ernst gemeint oder was auch immer, immer im richtigen Kontext präsentiert werden und da ist bei Hatred einfach nicht der Fall.

        Das die…
      • Von Cid-Z
        Unter so eine News eine Pokémon-Verlinkung als verwandten Artikel zu setzen ist mein Highlight des Tages. 
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Spiele
"Hatred nicht so gruselig wie von Medien und Spielern vermutet" - Entwickler-Interview
Hatred sorgt aufgrund der kontroversen Gewaltdarstellung für Diskussionen. Im Interview mit PC Games erklärt Business Development Manager Przemysław Szczepaniak, was das Entwicklerstudio angetrieben hat, einen derart brutalen Twin-Stick-Shooter zu veröffentlichen und sprach mit uns über falsche Vorstellungen von Medien.
http://www.gamesaktuell.de/Spiele-Thema-239104/News/Hatred-nicht-so-gruselig-wie-von-Medien-und-Spielern-vermutet-Entwickler-Interview-1161306/
10.06.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/05/Hatred-pc-games_b2teaser_169.jpg
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