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  • Spellforce 2

    2003 löst Spellforce ein, was WarCraft 3 nur verspricht: die Symbiose aus Rollenspiel und Echtzeit-Strategie. Der Nachfolger verfeinert die explosive Mischung zur Spielspaß-Bombe.

    Spellforce 2 hat Helden, Quests, NPCs, Erfahrungspunkte, Zauberbücher, jede Menge Sammelwaren, Dungeons, Drachen, Zwerge und Trolle, und es ist doch kein Rollenspiel. Es gibt Basisbau, Truppenproduktion und gewaltige Heere, die in Echtzeit-Schlachten aufeinanderprallen, und es ist trotzdem kein Strategietitel. Spellforce 2 ist ein Unikat, das einfach in keine Schublade passen will. Weil es zwei Genres eint und damit etwas völlig Neues schafft. Das Ergebnis begeistert Fantasy-Fans und Gelegenheits-Generäle gleichermaßen, Abenteurer wie Taktiker.

    Missverstandener Messias

    Auch nach dem Ende der Runenkriege von Spellforce 1 kommt die Märchenwelt Eo nicht zur Ruhe. Diesmal machen die Schatten Ärger. Unter dem Banner der Alchemistin Sorvina drohen die Mächte der Finsternis den Völkern des Lichts ebenjenes auszupusten. Ausgerechnet ein Shaikan soll ihr Retter sein. Einer jener Drachenkrieger, die ein alter Verrat zu Ausgestoßenen machte. Dieser Namenlose wird für die folgenden 60 bis 80 Stunden (!) des Solofeldzugs Ihr Hauptcharakter und Alter Ego.

    Richtig Rolle spielen

    Bei unseren ersten Schritten lässt Spellforce 2 die Rollenspiel-Muskeln spielen. Wie bei Dungeon Siege geleiten wir unseren frisch gebackenen Recken und zwei Kompagnons mit der Maus durch das dreidimensionale Fantasy-Reich. Das gut gemachte Tutorial bringt uns die Grundlagen bei: Wie wir von der klassischen Draufsicht zur Schulterkamera à la Gothic wechseln, wo wir Aufträge finden, was wir mit den vielen Waffen, Rüstungsteilen und anderenObjekten machen, die als Belohnung winken, und wie wir die eingeheimsten Erfahrungspunkte am besten verteilen. Das umfangreiche Charaktersystem lässt uns frei entscheiden, ob wir bärenstarke Kämpfer bevorzugen, die Plattenrüstungen tragen und sich auf den Umgang mit Zweihändern verstehen. Oder ob wir Zauberer ausbilden wollen, die Feuerbälle schleudern, Elementare beschwören oder Verbündete mit weißer Magie verarzten. Genaueres gibt's auf der folgenden Doppelseite.

    Sechs gegen Sorvina

    Bald schon treffen wir auf den ersten Computercharakter: die Dunkelelfe Schattenlied. Ähnlich wie bei World of WarCraft verrät uns ein schwebendes Fragezeichen, dass sie Hilfe sucht. Wobei genau, das erklärt sie uns in einem der zahlreichen Dialoge, die fast alle automatisch ablaufen. Unter den Elfen herrscht Bruderkrieg, und Schattenlied sucht Verbündete im Kampf gegen Sorvinas Schergen -- ausgerechnet bei ihren Erzfeinden vom Bund des Lichts.

    So beginnt die wendungsreiche Hauptquest, die uns über 20 Inseln führt, von Aufgabe zu Aufgabe, an der Seite aller neun Fantasy-Völker. Unser Heldentrio wird zum Quartett, später haben wir sechs Streiter der unter Fuchtel und bis zu zwei NPC-Begleiter. Schön: Anders als im Vorgänger entfallen lange Laufwege weitgehend, dank zahlreicher Teleporter-Tore.

    Jäger der verlorenen Harfe

    So episch der Feldzug gegen die Schatten auch sein mag, spiegelt er doch nur einen kleinen Teil all der Abenteuer wieder, die unsere Heldentruppe in Eo erlebt. Könige, Bürger, Bettler, alle haben ein Anliegen vorzubringen, bitten um den ein oder anderen Gefallen im Austausch gegen Waren und Erfahrungspunkte. Wem wir helfen und wem nicht, bleibt uns überlassen. Je mehr Aufträge wir bewältigen, desto leichter wird unsere Kampagne, denn desto schneller trainieren wir unsere Schützlinge.

    Mal sollen wir einem Kaufmann die gestohlenen Güter sichern. Dazu pirschen wir uns in ein Räuberlager, überwältigen die Wachtposten und sacken den Schatz ein. Da tritt eine Banditin an uns heran: Ob wir auf den Händler pfeifen und lieber Halbe-Halbe machen wollen? Mal müssen wir eine Harfe aufspüren, indem wir mit einer Art magischem Detektor die Umgebung absuchen -- je stärker das Gerät ausschlägt, desto näher kommen wir dem Instrument.

    Dann wieder gilt es, eine Esse anzuheizen, indem wir so lange mit drei Hebeln rätseln, bis wir die richtige Temperatur gefunden haben. Manche dieser »Mini«-Quests ziehen sich über mehrere Kontinente, involvieren ein Dutzend Charaktere, von denen wir einigen immer wieder begegnen. Was sich die Entwickler da haben einfallen lassen, würde auch einem waschechten Rollenspiel zur Ehre gereichen.

    Baumeister und Schlachtenlenker

    Nachdem wir die ersten Stufen auf der Level-Leiter erklommen haben, spielt Spellforce 2 den zweiten Trumpf: die strategischen Schlachten. Man überträgt uns die Verantwortung für eine Festung des Bundes. Vom Haupthaus schicken wir Handwerker in die Umgebung, die Stein, Erz und Lenya, ein magisches Kraut, einsammeln. Die Rohstoffe bilden den Grundstock für Erweiterungen wie Schmiede, Alchemistenhütte und Ordenshaus, aus dem wenig später die ersten Rekruten marschieren.

    Der Aufbaupart läuft deutlich flotter als im Vorgänger, was auch Multiplayer-Partien zugute kommt. Die Upgrades sind verglichen mit vielen Echtzeit-Titeln überschaubar, Spezialattacken gibt es keine. Dafür umso mehr Gebäude. Was auch der Tatsache zu verdanken ist, dass sich alle drei Fraktionen -- Bund, Clan und Pakt -- noch einmal in je drei Völker mit eigenen Bauten und Truppen gliedern.*

    Alles hört auf kein Kommando

    Mit der frischen Unterstützung versuchen wir uns als Echtzeit-Generäle. Ein Lager der Orks ist unser Ziel. Dabei erhält unsere Begeisterung für Spellforce 2 einen kleinen Dämpfer: Weil es keine Formationen gibt und zu wenig Einstellungen zum Einheitenverhalten, können wir unsere Armee kaum unter Kontrolle halten. Wenn wir zehn Sekunden nicht aufpassen, haben sich unsere Ritter schon in alle Winde zerstreut. Unsere Truppe rennen kreuz und quer durch die Basis.

    Einige Scharmützel später haben wir uns mit diesem Manko einigermaßen arrangiert, so bequem wie C&C Generäle oder Schlacht um Mittelerde 2 macht es uns das Programm aber nicht. Trotz des innovativen Kontrollschemas »Click & Fight«, das Bedienelemente aus Online-Rollenspielen importiert (mehr dazu im großen Extrateil in der Mitte des Artikels).

    Diablo inklusive

    Als ob die Hauptkampagne nicht schon umfangreich genug wäre, setzt Spellforce 2 auch noch einen extra Rollenspielmodus ohne umfassenden Storyhintergrund obendrauf. In dem leveln Sie ähnlich wie in Diablo ein Alter Ego immer weiter hoch, indem Sie unzählige Mini-Quests erledigen und Gefechte bestreiten, unterstützt von selbst rekrutierten Truppen. Wenn Ihr Hauptcharakter die Ausbildung abgeschlossen hat, können Sie ihn anschließend auch in Multiplayer-Gefechten einsetzen.

    Im Rollenspielmodus dürfen Sie kooperativ mit bis zu zwei Mitstreitern antreten. Wobei Sie sich zuerst auf einer Questkarte im Alleingang Aufgaben abholen, die Sie anschließend zusammen mit Ihren Kameraden in anderen Szenarien erledigen.

    Maue Multiplayer-Matches

    Schließlich hält Spellforce 2 noch einen »gewöhnlichen« Multiplayer-Modus bereit, in dem bis zu sechs menschliche Recken in Echtzeit-Schlachten um die Vorherrschaft kämpfen. Im Vergleich zum Vorgänger sind die Mehrspieler-Matches deutlich spannender und temporeicher geworden, nicht zuletzt aufgrund der kürzeren Ausbildungs- und Bauzeiten. Aber angesichts von gerade einmal zwölf Karten, einem Spieltyp, Lags, und ohne Einstellungsmöglichkeiten für Rohstoffe oder Völker, können die Netzwerk-Scharmützel nicht mit denen von Mittelerde oder C&CGeneräle mithalten. Zudem scheint die Spielbalance nicht ganz ausgewogen, wenngleich die bei satten 36 Truppentypen und den Helden mit Hunderten Kombinationen von Fähigkeiten und Zaubersprüchen unmöglich schon endgültig zu beurteilen ist.

    Rüdiger Steidle

  • Spellforce 2 - Shadow Wars
    Spellforce 2 - Shadow Wars
    Publisher
    JoWooD Entertainment AG
    Release
    07.04.2006

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Spellforce 2 - Shadow Wars
Spellforce 2
2003 löst Spellforce ein, was WarCraft 3 nur verspricht: die Symbiose aus Rollenspiel und Echtzeit-Strategie. Der Nachfolger verfeinert die explosive Mischung zur Spielspaß-Bombe.
http://www.gamesaktuell.de/Spellforce-2-Shadow-Wars-Spiel-34252/Tests/Spellforce-2-715452/
01.04.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_spellforce2_00a_04eps.jpg
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