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  • Spec Ops - The Line - Leser-Test von StHubi

    Inzwischen ist Spec Ops - The Line schon ein paar Wochen alt, aber dafür recht günstig ab 20 € für den PC und für ein paar Euro mehr für Konsolen zu haben. Dieser Test versucht euch zu zeigen, warum dieses Spiel auch für Gelegenheits-Shooter-Spieler einen Blick wert ist. Bei dem Preis dürften gerade diese sich für den Titel besonders interessieren.

    Spec Ops - The Line wurde am 29. Juni 2012 für PC, XBox 360 und PS3 veröffentlicht und inzwischen wurde der Preis für alle drei Versionen stark reduziert. Unter anderem vermutlich weil das Spiel sich bisher nicht besonders gut verkauft hat. Für den PC kann man es inzwischen mit etwas Glück bereits für 19,99 € bekommen und auch die Konsolen-Versionen sind nur wenige Euro teurer. Dieser Test befasst sich in erster Linie mit der PC-Version, wobei das nur in Bezug auf die Technik bzw. die Steuerung relevant sein dürfte. Doch das Spiel erzählt eine Geschichte, die sehr viel wichtiger als die Technik des Titels ist.

    Die Technik
    Die Grafik sieht im Spiel selbst sehr ordentlich aus. Gerade die Sandstürme, durch die man sich in einzelnen Passagen des Spiels bewegen kann, wirken äußerst bedrohlich und zugleich sehr realistisch. Die verletzten Menschen erscheinen ebenfalls erschreckend realistisch und auch die Soundkulisse unterstreicht diesen teilweise bedrückenden Eindruck. Vom Stöhnen bis zum Schreien der Verletzten wird dem Spieler hier kein grausames Detail der Folgen seines Handelns erspart. Die immer übler zugerichtete Spielfigur und seiner beiden Begleiter wurden auch mit viel Detailversessenheit umgesetzt.
    Wieder eine grandiose Aussicht Wieder eine grandiose Aussicht Quelle: Selbst ersteller Screenshot
    Doch wo heller Sand liegt, ist auch bestimmt feuchter, gelb gefärbter Sand dabei:
    In diesem Spiel scheinen die Soldaten allesamt hohe Spielschulden offen und den Lebenswillen verloren zu haben. Die KI agiert teilweise so was von selbstmörderisch, dass man fast glauben könnte, es wäre Absicht gewesen sie so schlecht darzustellen!

    Einige Zwischensequenzen wurden direkt statt in der Spielgrafik in einer anderen Auflösung als 1920x1080 gerendert und dann beim Abspielen hochgerechnet. Dadurch wirken diese Videos arg unscharf und pixeliger als die restliche, ansonsten saubere Optik des restlichen Spiels.

    Der Spielablauf und die Steuerung
    Das Deckungssystem vereinfacht fast jeden Kampf enorm. Das Deckungssystem vereinfacht fast jeden Kampf enorm. Quelle: Selbst ersteller Screenshot Allgemein handelt es sich beim dem Spiel um einen Third Person Shooter mit Deckungssystem. Die Spielfigur kann maximal zwei Waffen tragen sowie drei Arten von Granaten. Wunden werden wie momentan fast üblich durch Abwarten regeneriert. Man hat zwei Team-Mitglieder, die man bei schweren Verletzungen behandeln muss und denen man kurze Befehle wie "Blendgranate", "Heil das Team-Mitglied" oder "Erledige diesen Gegner" geben kann.
    Das Spiel lässt sich recht gut mit Tastatur und Maus spielen, allerdings sind die meisten Kämpfe auf der Schwierigkeitsstufe "Normal" auch eher einfach und mit etwas Spielzeit beginnt man Muster bei den einzelnen Gefechten zu erkennen. Die anfänglichen Positionen der Gegner und das Areal drum herum sind die einzigen Variablen. Alles andere wie beispielsweise die Waffen oder die Taktiken der Gegner wiederholen sich dagegen ständig.

    Bei vielen Aktionen von Walker wie auch dieser, kann man sich schon fragen 'Warum?' Bei vielen Aktionen von Walker wie auch dieser, kann man sich schon fragen "Warum?" Quelle: Selbst ersteller Screenshot Für etwas Auflockerung sorgen Railshooter-Passagen, in denen man von einem fahrbaren Untersatz aus auf Gegner schießen kann. Manchmal sind diese Passagen etwas zu lang geraten und ziehen sich recht lange hin. Doch sie sind immerhin eine Abwechslung zum sonst recht eintönigen Spielablauf.

    Wirklich große technische oder spielerische Innovationen bietet das Spiel nicht wirklich, wenn man von den teilweise interessanten Ideen für Sandstürme und Sand absieht. Es ist alles eher durchschnittlicher Standard. Zumindest was Spielablauf, Technik und Steuerung betrifft…

    Die Story
    Die Dialoge sind gut vertont und tragen viel zur Wirkung des Spiels bei. Die Dialoge sind gut vertont und tragen viel zur Wirkung des Spiels bei. Quelle: Selbst ersteller Screenshot Ganz klar überstrahlt die Story des Spiels sämtliche anderen Aspekte und auch viele der oben genannten Defizite. Der Spieler übernimmt die Rolle von US-Delta Force Captain Martin Walker, der mit seinen beiden Team-Mitgliedern in die von Sandstürmen zerstörte und isolierte Stadt Dubai gesandt wird. Dort befindet sich ebenfalls das 33. Bataillon mit ihrem Colonel Konrad, die kurz vor dem letzten Sturm desertiert sind. Konrad hat Walker bei einem anderen Einsatz in der Vergangenheit das Leben gerettet. Walker will sich dafür revanchieren und herausfinden, was mit seinem ehemaligen Vorgesetzen passiert ist.
    Doch der Einsatz erweist sich als unerwartetet schwierig, als die drei Soldaten in die Wirren eines Bürgerkriegs oder einer Rebellion gegen die Besatzung durch das 33. Bataillon und dem CIA gezogen werden. Immer wieder wird Walker vor Entscheidungen gestellt, die der Spieler für ihn fällen muss.

    Beispielsweise werden zwei Menschen an Seilen vor ihm herunter gelassen. Einer ist ein Wasser-Dieb und der andere ein Soldat, der bei der Festnahme des Wasserdiebs die gesamte Familie des Diebes ermordet hat. Die drei Delta Force Soldaten sind von Scharfschützen umstellt und werden von Colonel Konrad gezwungen einen der beiden für sein Verbrechen zu bestrafen. Fast jede dieser Entscheidungen hat tödliche Konsequenzen und einen wirklich "richtigen Weg" scheint es eigentlich nicht zu geben.

    Im Laufe des Spiels bekommt Walker psychische Probleme und beginnt immer verzweifelter seine teilweise drastische Vorgehensweise vor seinen beiden Partnern und sich selbst zu verteidigen. Spätestens nach "zivilen Kollateralschäden" nähert er sich immer schneller einem Zusammenbruch. Das Finale der Geschichte, welche in 15 Kapiteln erzähl wird, kann durch Entscheidungen des Spielers kurz vor dem Ende ebenfalls noch beeinflusst werden. Wirklich erfreulich ist aber keines der Enden. Es gibt einfach keinen "richtigen Weg".

    Fazit
    'Geheiminformationen' kann man ebenfalls sammeln, um sich Hintergrundinformationen zu verschaffen. "Geheiminformationen" kann man ebenfalls sammeln, um sich Hintergrundinformationen zu verschaffen. Quelle: Selbst ersteller Screenshot Nicht zuletzt die verbrannten Leichen zweier gerade noch erkennbarer Personen nach dem Einsatz von weißem Phosphor ließen mich mit offenem Mund vor dem Spielschirm zurück. Immer wieder zeigt dieses Spiel wie grausam Krieg ist und kritisiert damit sogar eine Szene aus Call of Duty 4 - Modern Warfare oder auch generell aus der modernen Kriegsführung. Krieg ist hier nicht eine Ansammlung von grandiosen Schlachtszenen und Action ohne Ende. Es ist etwas schreckliches, dass sinnlos Leben fordert und nie genug zu bekommen scheint. Damit ist es viel näher an der Realität als es Call of Duty wohl je sein wird.
    Die "Verpackung" dieser Nachricht bzw. dieses Blicks auf die Realität des Krieges ist teilweise etwas plump geraten, doch vielleicht ist das notwendig um gegen die fast schon an Glorifizierung grenzende Darstellung von Gewalt manch anderer Spiele anzutreten.

    Ich selbst bin bestimmt nicht der typische Shooter-Spieler. Doch ich denke, dass man auch mit nur geringem Interesse an Shootern viel Spaß an diesem Spiel haben kann. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen wie überzeugte Call of Duty Fans über das Spiel denken würden, da ich den Eindruck habe, dass dieses Spiel ihnen den einen oder anderen "Schuss vor den Bug" verpassen will.

    Dieses Spiel schaffte es, dass ich über die Ereignisse darin außerhalb des Spiels nachdachte und warf für mich moralische Fragen auf, wie es zuletzt nur die Episoden-Adventures von The Walking Dead geschafft haben.
    Wer sich mit etwas eintönigen Spielabschnitten abfinden kann, sollte diesem Spiel eine Chance geben. Inzwischen ist der Preis auch nicht mehr wirklich ein Hinderungsgrund. Die interessante und bisher zumindest für mich einzigartige Geschichte des Spiels machte es zumindest ein einmaliges Durchspielen in knapp 6 Stunden wert.

    Den Multiplayer-Modus habe ich nicht gespielt, da ich nach dem Erleben der Story des Spiels den Eindruck habe, dass dieser nachträglich angefügt wurde, um den ursprünglich hohen Preis des Spiels zu rechtfertigen. Die Mechaniken des Spiels halte ich jedenfalls nicht für motivierend genug um damit stundenlang online zu spielen. Aber ich kenne auch bisher die Spec Ops Serie nicht und spiele auch sonst keine Shooter online. Allerdings scheint mir der Lead-Designer des Spiels mir recht zu geben.

    Habt ihr euch das Spiel schon gekauft und gespielt? Wie denkt ihr darüber? Benutzt die Kommentar-Funktion, wenn ihr Fragen zum Spiel oder der Story habt und eventuell werden sie (bei Bedarf mit reichlich SPOILER-Tags) beantwortet.

    Spec Ops: The Line

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: StHubi
    90 %
    Multiplayer
    -
    Grafik
    8/10
    Steuerung
    10/10
    Sound
    9/10
    Atmosphäre
    8/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Spec Ops: The Line
    Spec Ops: The Line
    Publisher
    2K Games
    Developer
    Yager Development
    Release
    29.06.2012
    Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von Forsta
    Ohne Spaß, ich hab mich danach wie ein Monster gefühlt und hab mir auch, nachdem das Spiel aus war, Gedanken darüber…
    Von StHubi
    Du... Du... Monster!!! ;)Ich habe mich bei der Stelle zurück gehalten... Es war bereits genug passiert... Aber ich…
    Von Forsta
    Ich finde aber, es hätte die Möglichkeit geben sollen ganz auf den weißen Phosphor zu verzichte. Man kann sich ja auch…

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    • Es gibt 12 Kommentare zum Artikel

      • Von Forsta
        Ohne Spaß, ich hab mich danach wie ein Monster gefühlt und hab mir auch, nachdem das Spiel aus war, Gedanken darüber gemacht. Also Hut ab, COD, Battlefield oder MOH hat sowas bei mir noch nie erziehlt!
      • Von StHubi Moderator
        Du... Du... Monster!!! ;)

        Ich habe mich bei der Stelle zurück gehalten... Es war bereits genug passiert... Aber ich muss zugeben, dass ich auch mit dem Gedanken gespielt habe und allein das... Hm... Wie soll ich es sagen... Allein das machte mir Angst... Es ist zwar "nur ein Spiel", aber ich hätte es…
      • Von Forsta
        Ich finde aber, es hätte die Möglichkeit geben sollen ganz auf den weißen Phosphor zu verzichte. Man kann sich ja auch aussuchen, ob man (sehr spät im Spiel) die Zivilisten abballert oder nicht. Tja, und da erwischte mich das Spiel, ich kam in eine Stresssituation und war zudem…
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Spec Ops: The Line
Spec Ops - The Line - Leser-Test von StHubi
Inzwischen ist Spec Ops - The Line schon ein paar Wochen alt, aber dafür recht günstig ab 20 € für den PC und für ein paar Euro mehr für Konsolen zu haben. Dieser Test versucht euch zu zeigen, warum dieses Spiel auch für Gelegenheits-Shooter-Spieler einen Blick wert ist. Bei dem Preis dürften gerade diese sich für den Titel besonders interessieren.
http://www.gamesaktuell.de/Spec-Ops-The-Line-Spiel-34183/Lesertests/Spec-Ops-The-Line-Leser-Test-von-StHubi-1027415/
30.09.2012
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spec ops the line,shooter,take 2
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