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Soul Calibur III (PS2)

Release:
13.10.2006
Genre:
Action
Publisher:
k.A.

Soul Calibur 3

13.01.2005 00:00 Uhr
|
Neu
|
Klingen, Kämpfer und Kostüme: Wir haben uns durch den besten Prügler des Jahres gekloppt -- lest alle Infos zu Sonys Kampfsportgranate!

Als vor gut zwei Jahren "Soul Calibur II" veröffentlicht wurde, fielen die Reaktionen der Fans und Kritiker eher verhalten aus: Namcos Fortsetzung des bahnbrechenden Dreamcast-Gedresches wirkte wie ein wenig ambitionierter Aufguss und bot keine wirklichen Innovationen. Diese Vorwürfe wird sich der dritte Teil der Schläger-Saga nicht gefallen lassen müssen: Die japanischen Prügelprofis packten so viele Neuerungen und Features auf die Scheibe, dass es fast schon für zwei Spiele gereicht hätte. Damit steht fest: "Soul Calibur III" ist das umfangreichste und beste Beat'em Up dieser Konsolen-Generation!

Kloppe auf allen Kontinenten


Wie so oft in diesem Genre, kann man die Hintergrundgeschichte auch hier getrost als nebensächlich abhaken: Die böse Dämonenklinge Soul Blade lechzt mal wieder nach den Seelen machtgieriger Finsterlinge, um sie endgültig auf die dunkle Seite zu ziehen. Jede der insgesamt 25 Figuren hat ganz eigene Beweggründe für seine Suche nach dem Schreckens-Schwert. Während der rechtschaffene Samurai Mitsurugi nach einem Gegner sucht, der seiner endlich würdig ist, will der halb irre Klingenfreak Voldo die Waffensammlung seines längst verstorbenen Meisters vervollständigen.

Habt ihr euch im Story-Modus (der hier pathetisch "Seelengeschichten" genannt wird) für einen Recken entschieden, beginnt die Reise: Ihr lotst euren Schützling einmal quer über den Globus, bis endlich der fiese Dämon Abyss zum letzten Fausttanz bittet.

Der Clou dabei: Zwischen den Matches bestimmt ihr selbst den weiteren Storyverlauf. Eine kleine Texttafel stellt euch zwischen den einzelnen Kämpfen vor die Wahl: Seht ihr euch noch ein wenig am Hafen um oder nehmt ihr lieber gleich den Kahn zur nächsten Insel? Alte Serienhasen müssen nun aber nicht befürchten, dass die martialische Messermär zum Rollenspiel mutiert ist. Mit eurer Wahl bestimmt ihr lediglich, welcher Gegner euch als Nächstes herausfordert.

Scharfe Sache


Während Kämpfer-Kollegen in vergleichbaren Werken vornehmlich mit blanken Fäusten aufeinander eindreschen, steigen die "Soul Calibur"-Krieger niemals ohne ihre Lieblingsschneide in den Polygon-Ring. Das Waffenrepertoire reicht von Dolchen über mächtige Zweihänder bis hin zu wuchtigen Streitäxten oder funkelnden Sensen. So unterschiedlich wie die Schnetzel-Instrumente sind auch die Kampfstile der Protagonisten: Dämonenabkömmling Astaroth etwa gleicht seine Trägheit mit verheerenden Axthieben aus, wohingegen Neuzugang Tira zwar wieselflink umherhuscht, mit ihrem messerscharfen Stahlring aber vergleichsweise wenig Schaden verursacht.

Die Kehrseite der Metzel-Medaille: Viele Attacken sind so abstrakt, dass man sie kaum vorhersehen kann. Das könnte Neulinge dezent frustrieren. Zudem habt ihr auch mit planlosem Pad-Gehämmere eine reelle Siegchance. Auch wenn das Kampfsystem für den dritten Teil verfeinert und verbessert wurde, bietet es noch immer nicht die Tiefe und den Anspruch, den wir aus "Virtua Fighter 4" kennen. Hier steht effektgeladene Prügelaction ganz klar über dem Anspruch, eine seriöse Kampfsportsimulation abzuliefern.

Mehr Messer!


"Soul Calibur III" motiviert immer wieder zum Durchspielen. "Schuld" daran sind die Tonnen von Extras, die die Namco-Entwickler auf die DVD gequetscht haben. Mit fortschreitender Spieldauer findet ihr nämlich besonders einschneidende Waffen, versteckte Bonuscharaktere oder funkelnde Goldtaler. Diese investiert ihr in neue Kostüme, Körperteile oder Accessoires für euren selbst erstellten Baukasten-Fighter.

Und damit kommen wir zu einer der größten Neuerungen im "Soul Calibur"-Universum: Erstmals habt ihr die Möglichkeit, euren eigenen Wunschkämpfer zusammenzuzimmern. Ihr bestimmt Geschlecht, Name und Charakterklasse (schwerfälliger Barbar oder grazile Tänzerin?) eures Selfmade-Schlägers und könnt diesen nach Herzenslust modifizieren. Ein uniformierter Glatzkopf mit Perlenkette und rosa geschminkten Lippen? Oder doch lieber eine halb nackte Amazone mit Katzenohren und Lederstiefeln? Die Kombinationsmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Je weiter ihr im Spiel vorankommt und je mehr Kohle ihr scheffelt, desto größer wird die Auswahl an Design-Bausteinen. Bei der schnuckeligen Krämerin ersteht ihr brandneue Klamotten, Frisuren und andere optische Gimmicks. Selbstverständlich könnt ihr euren Mini-Frankenstein auf Memory Card abspeichern und ihn in Zweispieler-Duellen als vollwertigen Charakter einsetzen.

Schlachtfeld


Die zweite große Innovation im Modi-Angebot ist der Strategie-Part. Richtig gelesen! Wer sich für die so genannten Chroniken des Schwertes entscheidet, muss sich nicht nur als knallharter Schwertmeister beweisen, sondern auch als vorausschauender Taktiker.

Genau wie in einem "echten" Strategiespiel zieht ihr mehrere Einheiten in Echtzeit über eine schmucke Landkarte und nehmt die Basen und Lager des Gegners ein. Treffen eure Mannen auf die Feinde, kommt es sogleich zum Dresch-Duell: Das Spiel schaltet in den regulären Prügel-Modus und nach einem Sieg erhöhen sich die Charakterwerte eures Alter Egos. Somit werden eure Figuren mit jeder absolvierten Schlacht stärker und agiler.

Natürlich bieten die Schwertchroniken nicht die Tiefe und Komplexität eines ausgewachsenen Strategie-Epos. Dank unkomplizierter Bedienung und flüssigen Wechseln zwischen der Feldherren-Ansicht und den Prügeleinlagen geriet der Bonus-Modus jedoch zur echten Bereicherung -- und macht einfach saumäßig viel Spaß!

GamesAktuell.de-
Spielspaß-Wertung:
9,5 /10
Leserwertung
(125 Votes):
82 %
Fazit
umfangreich wie nie zuvor
keine Online-Unterstützung
Strategie-Part macht süchtig
zu lange Ladezeiten
Kampfsystem wurde verfeinert
Charaktere leicht unausgewogen
   
Redaktion Cynamite
Schon mit dem ersten Hieb hat mich das Seelenschwert in seinen Bann gezogen. Die Riege der alten Recken wurde in "Soul Calibur III" durch coole neue Kämpfer wie den Sensenschwinger Zasalamel hervorragend ergänzt. Schlichtweg genial ist die Möglichkeit, einen ganz persönlichen Fighter mit den eigenen Lieblingswaffen zu kreieren. Der abwechslungsreiche Strategie-Modus Chroniken des Schwertes bringt frischen Wind in das Beat'em-Up und macht mächtig viel Spaß. Ich brauch unbedingt Urlaub -- "Soul Calibur III" is calling!
   
Gast

13.01.2005 00:00 Uhr
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